Geschichte: Fanfiction / Bücher / Krabat / Geheimnis

Geheimnis

von juhu92
OneshotRomanze / P16 Slash
Tonda
10.05.2017
10.05.2017
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Geheimnis  

Es ist Nacht, leise hört man das Schnarchen von Tondas Mitgesellen, ansonsten liegt die Mühle ganz still da. Der Meister ist wieder einmal beim Kurfürsten in Dresden und hat die Burschen für ein paar Tage alleine im Koselbruch gelassen. Für vereinzelte Tage lässt der Meister sie oft alleine, mehrere Tage am Stück sind jedoch sehr selten. Immer bei diesen seltenen Gelegenheiten wartet Tonda bis alle schlafen und wartet auf seine Chance.

Er schaut sich um, der kleine Krabat ist erst vor 2 Monaten zu ihnen gestoßen und hat noch keine Ahnung was so alles auf der Schwarzen Mühle auf ihn wartet. Tonda wünschte er wäre dem Ruf des Meisters nicht gefolgt. All das hat einen viel zu hohen Preis, das wird er leider früher oder später noch merken.
Alle versuchen so gut wie möglich im Augenblick zu leben und nicht daran zu denken das hier ihr Leben auf dem Spiel steht. Jeder versucht sein eigenes Leben zu retten, Zusammenhalt gibt es eigentlich keinen, doch so sehr sie auch verzweifelt versuchen, sie alle wissen es hat keinen Zweck jeder hier muss sterben, manche früher, manche später. Sie alle sind verdammte und dem Tode geweiht.

Letztes Jahr hat Tonda gerade noch rechtzeitig eingesehen das er Worschula gegenüber nicht fair ist und sie nicht weiter in diese Dunkelheit mithineinziehen sollte. Sie hat ein langes Leben verdient, und einen Mann der sie bedingungslos liebt.
Er konnte es nicht, nicht nachdem es jemanden gibt bei dem sein Herz noch schneller schlägt, wenn er nur an ihn denkt. Er wusste er hatte das richtige getan als er diese Sache zwischen ihnen beendete, und ihr sagte das er sie nicht mehr sehen will, dass es so zu ihrem besten ist. Er hat es in ihren Augen gesehen, sie wollte es ihm nicht glauben, er musste ihr von IHM erzählen.
Zerstört und mit gebrochenem Herzen hat sie ihn umarmt, so fest als wollte sie ihn nie wieder loslassen, leise flüsternd hörte er noch ihre Stimme, "ich wünsche dir alles gute Tonda, ich werde dich nie vergessen" und mit einem letzten traurigen Lächeln war sie zurück ins Dorf gegangen und aus seinem Leben verschwunden.

Tonda wusste es hatte ihr wahrscheinlich das Leben gerettet. Er blickte sich nochmal in der Kammer um, alle schliefen, also nutzte er die Gelegenheit und stand auf. Auf leisen Sohlen machte er kurz einen Zwischenstopp bei Juro und holte sich das Stück Holz für einen Kreis, er wollte nicht riskieren das der Meister aus der Ferne doch einen Blick auf die Mühle warf und beobachten konnte was er vorhatte. Ein Glück das Juro herausgefunden hatte wie man wichtige Sachen geheim halten konnte.

Er machte sich leise auf dem Weg zu einem ganz Bestimmten Bett, vorsichtig strich er Krabat im Vorbeigehen über den Kopf, war er doch wie ein kleiner Bruder für ihn. Dann endlich konnte er alle seine Gedanken von allem anderen als IHN lösen und machte sich auf den Weg. Je näher er der Pritsche kam desto schneller und härter Schlug sein Herz gehen seine Brust. Leise stieg er die kleine Treppe hinauf und war wie schon so oft dankbar das SEIN Bett ein wenig abgelegen von allen anderen Stand.

Endlich bei ihm angekommen konnte Tonda es nicht lassen und sah einfach nur in sein Gesicht, dieses Schöne Gesicht mit dem blonden lockigen Haarschopf. Ganz langsam beugte er sich ein wenig nach unten um diesem unvergleichlichen Männlichen Duft einzuatmen. Da schlug sein Geheimnis diese wunderschönen Grünen Augen auf, lächelte ihm zu und rutschte auf seiner Pritsche ein Stück zur Seite um ihm Platz zu machen. Tonda ließ seinen Blick nochmal durch den Raum schweifen um sich zu versichern das noch alle schliefen, er holte das Stück Holzkohle von Juro aus seiner Tasche und zog einen Kreis um das Bett seines Geliebten und zeichnete noch einen Drudenfuß dazu. Endlich fertig richtete Tonda sich wieder auf, schaute seinem gegenüber tief in die Augen, dann endlich ließ sich Tonda auf das Bett sinken und legte sich hin.

Er konnte kaum noch Atmen und zitterte, so sehr hatte er ihm gefehlt. Um sich zu beruhigen schloss Tonda die Augen und versuchte tief ein und aus zu Atmen. Plötzlich spürte er eine Hand an seiner Wange und öffnete schnell seine Augen. Näher und immer näher kam sein grünäugiger Geliebter, endlich nach einer unglaublich langen Zeit spürte er wieder diese Lippen die ihn schier um den Verstand bringen können. Tonda stöhnte so leise er könnte auf, er liebte dieses Gefühl von ihren Lippen aufeinander und konnte sich ganz darin verlieren. Er wollte diesen sanften Kuss nicht enden lassen hatte sich aber nicht mehr Griff und wollte mehr als nur diese köstlichen Lippen spüren also drehte er sich blitzschnell so das Tonda auf ihm lag. Beide Hände in diesen Golden Locken vergraben saugte er an den Lippen seines Liebhabers und lies dann seine Zunge in den Mund des anderen gleiten der ihn nur allzu willig gewähren lies. Beide mussten sie immer wieder Luft schnappen und ihren Atem beruhigen, sie wollten nicht das einer ihrer Mitgesellen merkte was sich mit ihnen abspielte. Tonda küsste sich gerade einen Weg von den Mundwinkeln zu den Wangen weiter zu den Ohren bis er schließlich diesen empfindlichen Punkt am Hals gefunden hatte der sein gegenüber verrückt vor Lust werden ließ.

Tonda musste ihm den Mund zuhalten ansonsten hätte das laute Stöhnen die beiden wohl verraten. Langsam beugte er sich über ihn und flüsterte "Zieh alles aus ich will dich ganz spüren" Erregt blickte er in diese Grünen Augen die ihn alles vergessen ließen und half ihm beim Ausziehen. So schnell sie konnten zogen sie auch Tondas Kleider aus und endlich, nach langem Warten spürten sie wieder die Haut des anderen. Leise stöhnend umarmten sie sich.

Plötzlich spürte Tonda Tränen an seinen Wangen die nicht seine eigenen waren, langsam hob er den Kopf und starrte in Tränen verhangene Grüne Augen. Er stützte sich auf seine Unterarme, strich seinem Geliebten übers Haar und versuchte die Tränen weg zu küssen. Nein er konnte diese Tränen nicht ertragen, sie brachen ihm das Herz, zärtlich strich er ihm über die Wangen und küsste ihn ganz sanft und zärtlich auf die Lippen und küsste sich seinen Weg zu einem Ohr und knabberte daran. Seinen ganzen Mut zusammennehmend richtete er sich langsam auf und blickte seiner Liebe in die Augen, nahm sein Gesicht in seine Hände und flüsterte leise "Ich liebe Dich Lyschko".
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