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von CC4Love
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Kowalski Lars / Hans Skipper
09.05.2017
19.07.2017
8
11.415
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09.05.2017 1.942
 
Auf einer verlassenen Lichtung auf der Insel Madagaskar stand ein ziemlich kaputtes Flugzeug und drum herum ein paar Tiere. Vier große Tiere standen vor ein paar Einzelteilen des Flugzeuges, die irgendwie dort hinein gebaut werden mussten. Auf diesen Teilen standen vier Pinguine. Einer weiter oben, als die anderen drei, so dass er auf Augenhöhe mit zumindest dem Löwen war, der direkt vor ihm stand. Doch da die Giraffe so nett war und den Kopf senkte, war er sogar auf Augenhöhe mit allen Vieren, der viel größeren Säugetieren.
„Also, wieso sind wir jetzt hier?“ fragte Alex, der Löwe.
„Nun, wir dachten, statt den Aufenthalt hier zu genießen und dauernd Party mit diesen nervigen Lemuren zu machen, könntet ihr euch auch mal nützlich machen und uns dabei helfen dieses Flugzeug zu reparieren, welches wir nur zusammenflicken, weil IHR unbedingt zurück nach New York wollt“, erklärte Skipper, der ganz oben stand und Alex ziemlich genervt in die großen Augen blickte.
„Klar, Skipper. Was können wir tun?“
„Wir brauchen noch ein paar Materialien. Eine Materialbeschaffungs-Mission. Natürlich würden wir das selbst machen. Aber diese Insel ist riesig und wir sind klein. Daher teilen wir uns auf. Passender Weise sind wir vier und ihr ebenfalls. Daher werden wir uns in Zweierteams aufteilen. Jeweils ein Pinguin und ein Hippie.“
„Mit Hippies meint er uns, oder?“ fragte Alex, unsicher, wen er überhaupt fragte. Eine Antwort bekam er allerdings von niemandem.
„Kowalski hat eine Einteilung gemacht. Kowalski?“ fragte Skipper und sah zu seinem Strategen, welcher auf einem etwas kleinerem Flugzeugteil stand und nun mit seinem Klemmbrett und einem Stift in den Flossen neben ihn sprang.
„Ja, Sir. Also Private wird mit Gloria gehen, Rico mit Melman, ich mit Marty und Skipper mit Alex“, las Kowalski von seinem Klemmbrett ab und deutete mit seinem Stift immer jeweils auf die angesprochenen Personen.
„Kowalski! Wer hat diese Einteilung gemacht??“
„Nun, das war der Zufall, Sir“, gab Kowalski sofort Antwort.
„Dann sag dem Zufall, dass ich diese Zuteilung nicht akzeptiere!“ erklärte Skipper und lehnte sich dann etwas zu Kowalski rüber. „Wollen wir tauschen? Du nimmst die Riesenkatze und ich dafür seinen monochromen Freund.“
„Aye, Skipper. Wenn du das möchtest.“
„Klasse“, freute Skipper sich und sprang auf den Rücken des Zebras. „Los, Streifi!“
Kowalski teilte noch jedem zu, was sie wo suchen sollten und dann trennten sich die Freunde.

„Du, Kowalski, ich glaube nicht, dass wir noch Seile finden“, meinte Alex, nach ein paar Stunden, des vergebenen Suchens. „Es wird gleich dunkel. Vielleicht sollten wir zurückgehen.“
„Nein“, kam die knappe Antwort von dem Pinguin.
„Wieso nicht? Wenns dunkel ist, finden wir erst recht keine Seile mehr.“
„Ich gehe nicht ohne Seile zurück. Skippers Befehl war, Seile zu besorgen. Und wenn ich ohne Seile wiederkomme, habe ich diesen Befehl nicht ausgeführt“, erklärte Kowalski, während er zwischen ein paar Büschen nach Seilen suchte.
„Ja und? Ist das wirklich so schlimm?“
„Ja. Ich missachte keine Befehle und würde zur Not mein Leben aufs Spiel setzen, um sie zu erfüllen.“
„Das ist ziemlich irre“, sagte Alex.
Kowalski zuckte nur mit den Schultern, als er tatsächlich Seile entdeckte. „Da vorne sind Seile!“
„Ähm, das halte ich für keine gute Idee… das ist im Fossa-Territorium“, sagte Alex und deutet auf das Schild mit Fossas drauf vor dem die beiden Tiere standen.
„Egal.“
„Egal? Die werden dich zerreißen, wenn du da reingehst!“ warnte Alex.
„Ich hol diese Seile, egal, was es kostet“, erklärte Kowalski.
„Als du sagtest, du würdest sogar dein Leben aufs Spiel setzen, hast du das wirklich wörtlich gemeint, was?“ fragte der große Löwe.
Kowalski sah zu dem großen Tier auf. „Ich gehe jetzt rein. Entweder du kommst mit oder du gehst wieder zurück zu den anderen. Die warten sicher schon.“
„Die werden dich zerfleischen!“
„Nicht, wenn ich schnell und leise bin“, erklärte der kleine Pinguin, während er sich umdrehte, um schnell loszulaufen. Alex machte sich tatsächlich auf den Weg zurück. Doch kaum hatte Kowalski auch nur einen Schritt ins feindliche Territorium gemacht, trat er auf einen Stock und war direkt von unzähligen Fossas umzingelt. „Oh, Guano!“

Als Alex Kowalskis lauten Schrei hörte, lief er noch schneller, um zu den anderen zu kommen. Er musste die anderen Pinguine holen. Die wussten doch immer, was zu tun war.

„Wo bleiben denn Kowalski und Wuschelmähne?“ fragte Skipper, als er und die anderen sich bereits wieder am Flugzeug versammelt hatten. „Kowalski kommt doch nie zu spät.“
Da kam Alex angelaufen. „Leute!“
„Was ist los, Mietze? Wo ist Kowalski?“
„Er hat Seile im Fossa-Territorium gesehen. Ich hab ihm gesagt, er soll da nicht reingehen. Aber er hat nicht auf mich gehört!“ erklärte Alex schnell. Dann brabbelte er noch nervös unverständliches Zeug vor sich hin. Skipper zog ihn an seiner Mähne zu sich ran. Da er wieder auf dem Flugzeugteil stand, musste er Alex wenigstens nicht weit ziehen.
„Wo. Ist. Kowalski. Jetzt?“ fragte der Anführer und sah seinem Gegenüber böse in die Augen.
„Ich hab ihn schreien hören. Ich glaube, die Fossas haben ihn angegriffen.“
„Okay. Aber du bist doch ein Löwe. Und du hast die Fossas schon mal in die Flucht geschlagen.“
„Jaaa...“
Skipper atmete einmal tief durch, um sich zu beruhigen. „Wieso… WIESO...“ er versuchte nochmal sich zu beruhigen, was ihm aber nicht gelang, weshalb er die nächsten Worte durch seinen, vor Wut, zusammengepressten Schnabel pressen musste. „WIESO. Hast. Du. Ihm. Dann. Nicht. GEHOLFEN?!“
„Ähm…“, sagte Alex nur. Darauf war er nicht gekommen.
Skipper gab ein sehr genervtes Geräusch von sich, welches einem Knurren ähnelte. „Okay, Männer, wir müssen Kowalski retten, da eine gewisse Großkatze ja zu blöd dafür ist“, wandte Skipper sich an Rico und Private und warf noch einen bösen Blick zu Alex.

Kowalski versuchte währenddessen sich mit allem, was er von Skipper gelernt hatte, gegen die Fossas zur Wehr zusetzen. Doch er war intelligent und es wahr mehr als offensichtlich, dass er das nicht gewinnen konnte. Nicht allein. Es waren einfach zu viele.

„Kowalski.“ Skipper sah erschrocken zu der Szene, dich sich ihm bot, als er und seine beiden Kumpanen im Fossa-Territorium ankamen.
Kowalski wehrte sich gut, doch immer wieder tauchte eine der Fossas hinter ihm auf und warf ihn gegen einen Baum oder bis ihm in die Flossen. Schließlich fiel Kowalski bewusstlos zu Boden, woraufhin ein Fossas seinen Fuß ins Maul nahm. Kowalski schrie laut auf, als der Fossa zubiß. „Ich dachte, ich wäre bereits ohnmächtig!“ beschwerte er sich dann zwischen qualvollen Schreien. Er bereitete sich schon darauf vor, dass er gleich noch mehr Schmerzen haben würde und überlegte, was die Fossas wohl tun würden, als er auf einmal wieder auf den Boden fiel und die Fossa, die ihn im Maul hatte schmerzvoll aufquieckte. Der Wissenschaftler-Pinguin sah auf und sah, dass Skipper sich auf die Fossa gestürzt hatte. Auch Rico und Private waren da und kämpften gegen die Fossas, bis diese schließlich die Flucht ergriffen.
Die drei Pinguine stellten sich vor Kowalski, welcher immer noch auf dem Boden lag. Er hatte versucht aufzustehen, doch sein Fuß tat zu doll weh. Wahrscheinlich gebrochen, hatte er bereits überlegt.
Skipper wollte etwas sagen, doch Kowalski kroch, möglichst ohne den verletzten Fuß zu belasten zu einem Baum. „Kowalski?“
Der größere Pinguin zog die Seile, welche dort lagen zu sich und gab sie Skipper. „Mission erfolgreich beendet, Sir“, sagte er, außer Atem, was Skipper ein ungewolltes leichtes Lächeln entlockte.

„Wie geht es ihm?“ fragte Gloria besorgt, nachdem die Pinguine wieder zurück waren und Skipper Private und Kowalski ins Bett geschickt hatte.
„Es geht. Er schläft jetzt und er meinte sein linker Watschler ist wahrscheinlich gebrochen. Aber das wird wieder“, erklärte Skipper.
Rico nickte und Skipper sah zu ihm. „Du solltest auch langsam in die Koje hüpfen, Soldat. Wir haben morgen viel zu tun, da Kowalski wohl ausfallen wird.“
Rico nickte wieder und verschwand zu ihrem Unterschlupf.
„Hat Kowalski irgendwie Ärger bekommen oder so?“ fragte Melman.
„Nein.“
„Echt nicht?“ hakte Alex nach. „Hättest du ihm nicht sagen müssen, dass das nicht okay ist? Er hätte sterben können!“
„Und?“
„Das stört dich nicht?“ fragte nun Gloria. „Machst du dir keine Sorgen, um deinen Freund?“
„Wir sind eine Elite-Truppe. Wir gehen dauernd auf gefährliche Missionen.“
„Aber das war einfach nur leichtsinnig!“ meinte Alex. „Er hätte sich für die Mission aufgeopfert.“
„Eben. Wen jemand in Gefahr ist, wie vorhin Kowalski. Was tun wir dann?“ fragte Skipper.
„Ihr geht auf eine von euren Missionen, um Denjenigen zu retten“, antwortete Alex.
„Genau. Wir gehen auf eine Rettungsmission. Was wir auch schon öfters für euch getan haben. Diese Missionen sind meistens auch für uns extrem gefährlich. Kowalski hat heute genau das getan, was ich immer versuche meinen Männern beizubringen. „Alles, was zählt, ist die Mission.“ Und dass sie ihre Missionen erfüllen sollen, egal, was passiert. Wären wir immer vorsichtig, hätten wir schon einige Tiere, die wir gerettet haben, nicht gerettet. Euch eingeschlossen. Ich hab da so ein paar Sprüche, die ich da gerne nutze. „Kein Pinguin wird jemals zurückgelassen.“ Oder: „Schwimme niemals allein.“
„Aber das hat Kowalski doch heute getan“, sagte Alex. „Er ist allein darein gegangen.“
„Hat er vorher gesagt „Entweder du kommst mit oder ich gehe da allein rein“ oder sowas?“
„Ja...“
„Also. Wenn du nicht mitkommen wolltest, konnte er da doch nichts für, oder?“
„Ja schon...“
„Sag ich doch. Nun haut ab. Ihr sollt euch auch langsam hinhauen“, sagte Skipper.
„Braucht ihr uns morgen auch wieder?“ fragte Marty.
„Auf keinen Fall. Wir haben jetzt einmal eure Hilfe beansprucht, den Fehler mach ich nicht nochmal. Da hol ich mir schon lieber diesen Vollidioten von König zur Hilfe“, meinte Skipper noch, während er in die selbe Richtung, wie zuvor Rico, verschwand.
„Lieber King Julien?“ fragte Alex. „Das war jetzt echt gemein.“

Skipper kam zu dem Unterschlupf, den er und die anderen drei sich in der Nähe des Flugzeuges gebaut hatten. Sie hatten ein paar Gräser und Blätter zu kleinen Haufen zusammen gelegt und sich so ihre Betten gebaut. Der Anführer ging zu seinem Bett, welches direkt neben Kowalskis war und sah zu seinen drei Freunden, die alle schon schliefen. Rico schnarchte laut, Private murmelte irgendetwas im Schlaf vor sich hin und Kowalski lag nur ruhig im Bett. Im vorbei gehen streichelte Skipper sanft über Privates Kopf, welcher zufrieden lächelte. Dann setzte Skipper sich auf sein Bett und sah zu Kowalski. „Kowalski?“ fragte er leise, um die anderen beiden nicht zu wecken. „Schläfst du schon?“ Keine Antwort. Das nahm Skipper als ein ja. „Gut. Dann kann ich es ja sagen, ohne, dass du es hörst. Ich war heute echt stolz auf dich. Du hast dein Leben für die Mission riskiert. Nun, es ging zwar nur um ein paar Seile und dafür hättest du das echt nicht tun müssen, aber trotzdem war es eine Mission. Das ist genau das Engagement, welches ich von euch möchte. Rico macht nicht immer alles, was ich von ihm will, weil er einfach Rico ist und Private boykottiert meine Befehle manchmal einfach, weil er Angst hat. Er ist halt fast noch ein Küken. Aber du machst immer alles, was ich von dir will. Egal, ob es gefährlich oder sogar unmöglich ist. Du gibst immer dein Bestes und gibst nicht auf, bis du auch den verrücktesten Befehl befolgt hast. Du wärst ein echt guter Stellvertreter. Sollten wir vielleicht mal drüber reden, wenn du wach bist. Wie gesagt. Bin echt stolz auf dich.“
Skipper legte sich hin und schloss die Augen, um auch zu schlafen. Doch, was er nicht sah, weil Kowalski mit dem Rücken zu ihm lag, war dass dieser inzwischen doch aufgewacht war und fast jedes Wort mitgekriegt hatte. Nun lächelte er glücklich und dachte immer wieder daran, wie Skipper gesagt hatte, dass er stolz auf ihn sei. Das war alles, was er wollte. Dass sein Anführer stolz auf ihn war.
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