Was wurde eigentlich aus ...?

GeschichteHumor / P12
Cornelius Fudge Dolores Umbridge Dudley Dursley Gilderoy Lockhart Sibyll Trelawney Vernon & Petunia Dursley
09.05.2017
17.04.2018
13
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Falls es Euch interessiert, wie es den Dursleys in Band 7 während ihres Exils ergangen ist, dann lest diese Geschichte. Es ist ein Vierteiler. Hier das erset Kapitel:


Was wurde eigentlich aus...

... den Dursleys?

"Sie wissen, wie man ein Auto fährt?" fragte Dädalus Diggel höflich.
"Wissen, wie man...? Natürlich weiß ich verdammt noch mal genau, wie man Auto fährt!" zischte Onkel Vernon.
"Wie schlau Sie sind, Sir, wie schlau, mich persönlich würden all diese Knöpfe und Griffe völlig konfus machen," sagte Dädalus. Er nahm zweifellos an, Vernon Dursley zu schmeicheln, der offensichtlich mit jedem Wort von Dädalus mehr und mehr das Vertrauen in den Plan verlor.
"Kann nicht mal Auto fahren," murmelte er vor sich hin, und sein Schnurrbart zitterte entrüstet, aber glücklicherweise schienen weder Dädalus noch Hestia ihn zu hören.  
(Zitat aus Harry Potter 7: Kapitel 2)

Nach dem Abschied vom Ligusterweg fuhr Vernon unter Dädalus' Ausrufen der Bewunderung etliche Meilen über Land. Dudley wimmerte auf dem Rücksitz leise vor sich hin und Petunia räusperte sich ständig, als hätte sie einen Frosch im Hals. "Ach, Duddyschatz, wie lieb du dich von deinem Cousin verabschiedet hast!" flüsterte Petunia ihrem Sohn ins Ohr. Laut wagte sie es nicht zu sagen, denn sie fürchtete sich einerseits von Vernons Reaktion, andererseits war es ihr Dädalus Diggel und Hestia Jones gegenüber peinlich.
"Wie lange werden wir in diesem Versteck bleiben müssen?" fragte sie ängstlich.
"Das liegt nun ganz in den Händen Ihres Neffen, Madam. Er ist dazu ausersehen, die magische Welt vor Du-weißt-schon-wem zu retten. Sie dürfen stolz auf ihn sein!" Hestia hatte sich immer noch nicht erholt von der kalten Verabschiedung von Harrys Verwandten und wollte ihnen mit diesem Satz klarmachen, wie wichtig Harry für die magische Welt war. Doch Vernon erschrak dabei so sehr, dass er die Kontrolle über sein Auto verlor und beinahe in den Straßengraben gefahren wäre.

"Ich dachte, Sie wissen, wie man ein Auto fährt!" rief Dädalus überrascht, aber keineswegs  verängstigt, aus. "Weiß ich auch, Sie Freak! Das weiß bei uns jeder, falls Sie das noch nicht mitgekriegt haben!" Vernon war nun richtig sauer geworden und wäre am liebsten wieder zurückgefahren. Doch da gab Hestia schon die Anweisung, in eine Seitenstraße einzubiegen und das Auto in einer uralten Wellblechgarage zu parken. "Wissen Sie überhaupt, was mein Auto wert ist? Ich werde es doch nicht in dieser alten Garage parken, die aussieht, als könnte sie jeden Moment zusammenbrechen!" "Ich nehme an, Ihr Wagen ist so etwas wie ein Feuerblitz unter den Autos, nicht wahr?" versuchte Dädalus zu schmeicheln. "Feuerblitz, was ist denn das schon wieder für ein Unfug?" Vernon wollte es eigentlich gar nicht so genau wissen, doch da geriet Dädalus schon ins Schwärmen: "Das ist ein international anerkannter Rennbesen, das müssen Sie doch wissen, wo Ihr Neffe einen fliegt!" Vernon war so erschrocken, dass er tatsächlich die Garagenwand rammte. Petunia quiekte, Dudley wimmerte, und Hestia und Dädalus grinsten sich heimlich an, während Vernon puterrot im Gesicht wurde  - vor Scham diesen "Freaks" gegenüber und vor Zorn über den leichten Blechschaden, den er seinem unaufmerksamen Fahrstil zu verdanken hatte. Hestia verschloss mit einem Schlenker ihres Zauberstabs das Garagentor und forderte Alle zum Aussteigen auf.

"Wir apparieren zunächst an einen mit Kingsley vereinbarten Ort in einem Waldstück, und von dort legen wir eine kurze Strecke zu Fuß zurück, dann apparieren wir an unseren Bestimmungsort. Kingsley meinte, das wäre am sichersten so." Hestia hatte schnell noch diesen letzten Satz hinzugefügt, so war Vernon, der zu Kingsley Vertrauen gefasst hatte, eher zu besänftigen. "Ich will aber nicht parieren!" schrie Dudley mit der trotzigen Stimme eines Kleinkindes.
"Duddyschatz, das brauchst du auch nicht!" tröstete Petunia ihnen Liebling, war sich aber selber nicht sicher, was nun wohl Schreckliches auf sie zukommen würde. "Stellen Sie sich hierher, alle zusammen," ordnete Dädalus an, fasste Vernon mit seiner linken Hand und Dudley mit seiner rechten. Hestia wiederum fasste Dudley an seiner rechten und Petunia an ihrer linken Hand, und mitten in Vernons lautstarken Protestschrei spürte er schon das unangenehme Gefühl, durch einen dünnen Schlauch gepresst zu werden. Als sie in einem dunklen Wald angekommen waren, war Vernon Dursley so übel, dass er unfähig war, die beiden "Freaks" ordentlich auszuschimpfen. Er musste sich übergeben, und auch Dudley und Petunia sahen aus, als würden sie sich ihm sofort anschließen. "Oh, ich vergaß völlig, dass Sie ja zum ersten Mal appariert sind. Ich hätte es Ihnen vorher erklären sollen!" fiel Dädalus leider viel zu spät ein. "R...reisen Z...z...z..zau..., äh... solche wie Sie...i... immer s..so?" stotterte Dudley ängstlich.
"Natürlich nicht, junger Mann," erklärte Dädalus. "Da aber das Flohnetzwerk, der Fahrende Ritter und das Portschlüsselbüro derzeit nicht sicher sind, bleibt uns nur diese Möglichkeit. Es tut mir Leid, dass sie es nicht genießen konnten, aber wenn man einmal daran gewöhnt ist, dann wird einem nicht mehr so schnell übel. Nun müssen wir aber schnell weiter," trieb er die Gruppe an.

Hestia lief flotten Schrittes an der Spitze und Petunia versuchte, mit ihren hohen Absätzen durch den matschigen Waldweg hinterherzutrotten, was ihr nur leidlich gelang. Hestia sah, wo das Problem lag, zückte ihren Zauberstab und murmelte calceos commodos, worauf sich Petunias hochhackige Pumps sofort in Wanderschuhe verwandelten. "Sind Sie wahnsinnig, diese Schuhe haben mich ein Vermögen gekostet!" schrie Petunia undankbar. "Wenn Sie nicht sofort still sind, muss ich Sie mit einem Schweigezauber belegen, Madam! Falls Sie es noch nicht gemerkt haben: wir sind auf der Flucht und sollten uns möglichst ruhig verhalten, um kein Aufsehen zu erregen." Hestia war nun wirklich wütend auf diese undankbaren Verwandten Harrys und konnte allmählich verstehen, warum der Auserwählte nie gut auf sie zu sprechen gewesen ist. Den Rest des Weges legte die ungleiche Gruppe nun tatsächlich schweigend zurück, und wenn man Harry Potter davon erzählt hätte, er hätte es nicht geglaubt, dass seine Verwandten dermaßen eingeschüchtert waren. Der Wald wurde immer dunkler und Vernon lagen schon wieder tausend Einwände auf der Zunge, die er nun gegen dieses Unternehmen hatte. Doch plötzlich hörte er eine Stimme, die ihm allzu bekannt vorkam. Obwohl er nichts sehen konnte, hörte er deutlich Kingsley Shacklebolt sagten: "Die Luft ist rein." "Was war das?" Vernon hatten nun seine eigene Stimme wieder gefunden und ließ seiner Neugier den Lauf. "Sind hier irgendwelche Lautsprecher versteckt? Vielleicht auch noch Überwachungskameras?" "Kingsley hat uns seinen Patronus geschickt," erklärte Dädalus kurz. "Keine Patronen! Ich will nicht, dass geschossen wird!" kreischte Dudley, der mittlerweile mit den Nerven am Ende war. Hestia und Dädalus zogen es vor, auf dieses unverständliche Gejammer nicht weiter einzugehen. "Fassen wir uns wieder an den Händen, wir müssen noch einmal apparieren, doch diesmal eine kürzere Strecke, es wird also nicht ganz so unangenehm!" forderte Hestia ihre Schützlinge auf, und bevor einer der drei Muggel einen Einwand geltend machen konnte, wurden sie von Hestia und Dädalus an den Händen gepackt, und kurze Zeit später standen sie vor einer verfallenen Holzhütte. "Willkommen in Ihrem vorübergehenden Zuhause!" sprach Dädalus Diggel feierlich. Dudley fühlte sich sechs Jahre zurück versetzt, denn diese Hütte sah mindestens so ungemütlich aus wie die, in welche die ganze Familie einst vor dem unbekannten Hogwartsbrief-Zusteller geflohen war. Bevor Vernon sagen konnte, was er sich dachte, wurde er ins Innere des Hauses bugsiert, und was dort zu sehen war, ließ ihn den äußerlichen Anblick der Hütte vergessen.
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