Von Einhörnern die auf Sandwiches starren

von Abaddon83
OneshotHumor / P12
Junkrat Mercy Roadhog Soldier:76 Symmetra Tracer
06.05.2017
06.05.2017
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06.05.2017 2.130
 
Disclaimer: Die hier erwähnten Charaktere und alles was sich sonst noch auf Overwatch beziehen lässt, gehören und gehört Blizzard. Ich verdiene kein Geld damit, sondern mache das nur aus Spaß an der Freude und diese Story im Speziellen - weil ich mal was lustiges Schreiben sollte.

Ich hoffe ihr könnt etwas damit anfangen.

'Immer diese ganzen Korridore … warum mussten auf diesen Militärstützpunkten die Gebäude immer aus kilometerlangen Korridoren bestehen?' Wenn jemand neben ihr stehen würde, könnte dieser Jemand ihren Magen laut um Nahrung betteln hören. 'Und warum muss die Feldküche immer am anderen Ende des Geländes, stehen? Soweit von den ganzen interessanten Sachen entfernt.'
Seit mehreren Tagen streifte Sombra nun schon über diesen Stützpunkt und versuchte Informationen über das neugegründete Overwatch zu sammeln. Dabei hatte sie sogar schon ein paar neue Technologien ausgekundschaftet. Allerdings war das Wachpersonal außerordentlich gut geschult und sie hatte bisher keine Gelegenheit gehabt, größere Datenmengen, zu entwenden.
Leider waren bereits ihre kleineren Diebstähle an Informationen und an Material nicht unbemerkt geblieben und es war mehr als knapp gewesen, als sie ihre Beute in einem unbenutzten Spind verstauen wollte. - Ein Soldat kam in einem ungünstigen Moment in die Umkleidekabinen.
Ein Hoch auf ihre Tarntechnologie.
Allerdings hatte dies wohl dazu geführt, dass ein Shuttle mit der alten Garde von Overwatch gelandet war. Es hatte also doch verdächtig ausgesehen als sich die Spindtür von allein geschlossen und sich das Schloss genötigt sah, aus reiner Sorgfaltspflicht, zu verriegeln.
Nachdem die alte Garde den Stützpunkt durchkämmt, aber nichts gefunden hatten, waren sie wohl der Meinung gewesen, hier noch Urlaub machen zu müssen … als ob es nicht so schon schwer genug wäre, seinen täglichen Verpflichtungen im Datenraub nachzugehen.
Ihr Magen knurrte erneut. 'Nicht so ungeduldig! Tztztz' - sie schlich den Korridor weiter, bog um die Ecke und traute ihren Augen nicht. Da stand ein über zwei Meter großer Affe mit Brille und unterhielt sich mit einer blonden Frau.
'Du bist also Winston – Hola, da hat wohl einer einen schlechten Film zu viel geschaut, als er dich entwickelt hat, was?' Ihr Magen nutzte den Moment für einen Kommentar.
Plötzlich drehte sich der Affe in ihre Richtung. „Meiner war das aber nicht“, sagte der Affe mit tiefer Stimme.
Die blonde Frau folgte seinem Blick. „Da ist aber niemand. Vielleicht waren das irgendwelche Holzdielen, die geknarrt haben?“
Der Affe schaute die blonde Frau ungläubig an. „Mit einer Wahrscheinlichkeit von 96,4 % war dies ein Scherz. Du weißt sehr wohl, dass es in diesem Flur keine Holzdielen gibt.“
Die blonde Frau grinste ihn an. „Der Wind kann es ebenfalls nicht gewesen sein. Aber, wie gesagt, sehe ich niemanden ...“
Der Affe schob sich die Brille zurecht. „Das passt wohl zu den ungewöhnlichen Vorkommnissen auf diesem Stützpunkt. Ich habe das Personal schon von Spuk und anderen paranormalen Aktivitäten reden hören.“
Jetzt schaute die blonde Frau den Affen ungläubig an, während die Beiden den Flur hinunter gingen, um nach der Quelle des Geräuschs zu suchen. „Du meinst, DIR, einem fast zweieinhalb Meter großen, sprechenden, Affen, erzählen Leute, dass sie etwas Seltsames gesehen haben könnten? Zum Glück entwickelt einer unserer Jungs zurzeit ein Antihalluzinogen. Vielleicht lässt dich das wieder auf Normalgröße schrumpfen.“
Der Affe fing laut und wie irre an zu lachen und schaute die erschrockene Frau mitfühlend an. „Oh entschuldige, da ist wohl mein Temperament mit mir durchgegangen. Aber deinen Witz, fand ich sehr gut.“
Als die Beiden an ihr vorbeigegangen waren, lief Sombra in entgegengesetzter Richtung weiter.
Auf halber Strecke zu ihrem wohlverdienten Snack, kam sie an einem gesperrten Bereich vorbei. Überall um den Eingang hingen Hinweise auf erhöhte Sicherheitsvorschriften und die Folgen für denjenigen, welcher diese missachtete. Bewaffnetes Wachpersonal stand auch noch gut postiert herum. Trotz des, nun leiser knurrenden, Magens fiel Sombra auf die Werbung herein und betrat, dicht hinter jemandem, dem gerade Zutritt gewährt worden war, die Forschungseinrichtung.
„Kommandant, schön Sie zu sehen. Was können wir denn heute für Sie tun?“, wurde der Mann direkt vor ihr angesprochen.
Sombra bekam große Augen und bewegt sich ein paar Schritte weg und versuchte sich ein Bild von der Lage zu machen.
„Mir wurde auf dem letzten Einsatz mein Visier zerschlagen und da wir hier zwischenlanden mussten, um Geister zu jagen, konnte es bisher nicht repariert werden“, teilte der Weißhaarige mürrisch seinem Gegenüber mit.
Sombra schaute sich um und entdeckte ein riesiges Labor, mehrere Computerterminals, einen kleinen Schießstand – wohl für irgendwelche experimentellen Waffen - und weitere Arbeitsplätze. Alles durch Panzerglasscheiben voreinander abgetrennt, aber einsehbar.
In einem Labor wurde ein Test vorbereitet. Ein Mann im Overall wickelte ein Gummiband um einen Apfel und klemmte etwas wie einen Stift daran. Dann nahm er sich einen langen Stock und drückte aus der Entfernung auf den Stift. Der Apfel verschwand und tauchte im nächsten Augenblick auf einem kleinen Kasten auf. Als der Mann nicht hinsah und wohl seinen Bericht schrieb, schnappte Sombra sich den Testteilnehmer samt teleportierenden Stift und verzog sich. Der Apfel schmeckte allerdings so widerlich, dass sie ihn, angebissen, wieder auf den Tisch stellte.
Nachdem sie das Gerät unter ihrer Kleidung versteckt hatte, sah sich Sombra weiter um und entdeckte einen kleinen Raum, in welchem mehrere durchsichtige, säulenartige Kanister zur Aufbewahrung von Gasen aufgestellt waren. Nachdem sie den Raum betreten hatte, bemerkte sie eine Frau, die damit beschäftigt war eine Gasmaske zu inspizieren und diese schließlich aufsetzte. Die Frau trug zusätzlich einen gelben, gummiartigen Anzug.
Ein Klicken und ein lautes Zischen waren zu hören.
Mit einem flauen Gefühl drehte Sombra sich herum und musste erkennen, dass der Raum nun von einer weiteren Glasscheibe verschlossen war.
Durch einen Lautsprecher wurde ihr mitgeteilt: „Vielen Dank, dass Sie sich freiwillig für die Erprobung unserer neuesten ABC-Schutzausrüstung gemeldet haben. Wir werden nun ein starkes Halluzinogen in den Raum leiten. Mit Ihrer Ausrüstung sollten Sie das Gas, in einer leichten, violetten Einfärbung sehen können. Sofern Sie Probleme haben, oder bemerken, dass sie Dinge sehen, die nicht da sein sollten, geben Sie uns umgehend Bescheid, damit wir Sie rausholen können. Versuchen Sie aber, so lange wie möglich, durchzuhalten. Ich darf Sie daran erinnern, dass Sie eingewilligt haben , auf Schadenersatzansprüche nach §312 Nr. 6 Absatz 35 Z …“ Die Frau hob den Mittelfinger und sagte grinsend: „ Hör auf damit und fang an, du Witzbold.“
Über den Lautsprecher war ein Lachen zu hören.
Panik macht sich in Sombra breit, als sie die Frau - die einäugige Frau wie ihr nun auffiel - betrachtete. Das Gas strömte zischend in den Raum. Allerdings sah sie es nicht, roch nur etwas wie Chlor.
Der Raum füllte sich langsam mit dem Gas und die Frau in dem Schutzanzug riss ihr Auge auf, als sich vor ihr eine, hustende Gestalt in dem violetten Nebel abzeichnete.
„Ich glaube, der Anzug ist undicht“, sagte die Frau. „Pump das Zeug ab – ich will nicht wieder den ganzen Tag fliegende, rosa,  Delphine sehen“, rief sie laut aus.
Der Boden fing an, zu vibrieren, als das Gas aus dem Raum gesaugt wurde. Dann wieder ein Zischen, als Sauerstoff nachgepumpt wurde und die Glasscheibe sich öffnete.
Sombra torkelte aus dem Versuchslabor, stützte sich an einer Glasscheibe ab und sah durch diese hindurch.
Eine schwarzhaarige Frau versuchte, eine weiße Kugel zu erzeugen, allerdings fiel sie immer wieder in sich zusammen. Sombra verfolgte das Geschehen fasziniert und bewunderte all die Farben und das warme Licht. „Warum fügst du dich nicht einfach?“, sprach die Frau, plötzlich zu einem Schokoladensoufflé, welches sich weigerte, aufzugehen und stattdessen wieder in sich zusammenfiel.
Es duftete so köstlich, dass Sombra in das Labor stolperte. Sie versuchte, den Finger in die Schokomasse zu tauchen. Allerdings verbrannte sie sich, dabei sah es gar nicht so heiß aus – und schrie erschrocken auf.
„Wer ist da? Warte, ich sehe dich!“ Die Frau hob ihren Arm und versuchte die flimmernde Gestalt zu berühren. Doch Sombra sah nun, wie sich die Haut der Frau blau verfärbte und wie Totenschädel an ihrem Gürtel wuchsen. Als sich die Finger des Monsters ihr immer weiter näherten, rannte Sombra davon.
Sie stürmte aus dem Raum und hörte jemanden schreien: „Ich hab dich im Visier!“
Mit vor Angst geweiteten Augen schaute sie sich um und sah den weißhaarigen Mann mit einem riesigen Gewehr Teigklumpen verschießen, welche auf einem senkrechten Blech als perfekte sternförmige Plätzchen haften blieben.
Das blauhäutige Monster rief etwas hinter ihr her und der Weißhaarige schaute sie direkt an. Er schien sie mit seinem Visier sehen zu können und seine Augen leuchten Rot auf, als er die Verfolgung aufnahm.
Sie stolperte aus dem Labor und lief in ihrer ursprünglichen Richtung weiter.
Sirenen ertönten und Soldaten rannten über das Gelände. Hinter Ihr war ein wild gewordener Affe mit einem blitzenden Elektroschocker.
Sombra flüchtete durch das abgeriegelte Gebäude und fragte sich, wie alles nur so schief laufen konnte.
Als sie aus dem Labor entkommen war, musste sich ihre Tarnung etwas regenerieren. Sie bog um eine weitere Ecke und sah eine junge, etwas zu dünne, Frau auf sich zu kommen. Diese trug ein Tablett mit einem Sandwich. Sombra blieb vor der Frau stehen, welche sie misstrauisch beäugte – als sie ihr direkt in die Augen schaute, tippte Sombra ihr mit dem Zeigefinger auf die Stupsnase und sagt: „Boop“
Auf einmal hörte Sombra hinter sich einen riesigen Tumult und die Frau glotzte sie an. Sie mochte wohl von dem Geschrei so irritiert gewesen sein, oder von dem pinken Einhorn, was neben ihr stand und gierig das Sandwich beäugte. Sombra sagte: „Und schwups bin ich weg.“ Schlug dem Einhorn auf die Nase und schnappte sich das das Sandwich. Sie aktivierte ihre Tarnung und verschwand im Laufschritt. - Außenstehende hätten nur ein auf- und abschwebendes Erdnussbuttersandwich gesehen.
Als dieses um eine Ecke verschwand, blinzelte die junge Frau und betätigte den nächsten Alarmknopf.

Der Geruch von gekochtem Fleisch und Bohnen hing in der Luft, als Sombra endlich in der Küche ankam. Das Küchenpersonal war geschäftig dabei, das Essen für den Stützpunkt vorzubereiten und bewegte sich dabei fließend durch den riesigen Raum. In großen Bottichen wurde gerührt, während vereinzelt Soldaten herumstanden, beziehungsweise etwas unkoordiniert durch die Gegend liefen.
„Wer hat diese Anfänger in meine Küche gelassen?“, brüllte ein großer, kräftiger – Sombra korrigierte sich - fetter Typ durch den Raum.
Ein dürrer, blonder Mann blieb stehen und sprach den Fetten an. „Als du unterwegs warst, wurden die drei zur Strafarbeit hier abgeladen.“
Ein irres Funkeln lag in seinen Augen, als er die Neuankömmlinge musterte.
Leise fügte er hinzu: „Du fängst sie und ich koch' sie.“ Der Große lachte widerlich, sodass seine Leibesfülle fast den Raum krümmte.
„Strafarbeit wie? Was habt Ihr ausgefressen? – Ach vergesst es, ich hab genug zu tun, auch ohne euer Gejammer. Willkommen zur Apokalypse – DU!
Sombra hatte einen fleischigen Zeigefinger vor dem Gesicht hängen und wurde bleich.
Hinter ihr stammelte ein junger Rekrut. „J...Ja, Sir?“
Sombra verzog sich mit einem Schritt zur Seite, aus der Schussbahn des Fingers und umherfliegender Spuckefetzen. Sie war so froh darüber, doch nicht entdeckt worden zu sein, dass ihr nicht auffiel, dass sich ihr von hinten ein Soldat mit einem Stapel Geschirr näherte.
Als sie ihn bemerkte, flogen auch schon die ersten, dreckigen Teller und zerbrachen laut krachend auf dem Boden. In dem Moment, da sich alle um den heldenhaften Rekruten drängten – der es irgendwie geschafft hatte, einen Teller zu retten – fiel ihre Tarnvorrichtung aus.
Alle Augen starrten sie an – sie blinzelte nur und warf elegant ihren erbeuteten Translocator durch die Küche. Dieser landet präzise in einem Waschbecken, blitzte kurz auf und ließ Rauch entweichen. Entschuldigend lächelnd zuckte Sombra die Schultern, sprang über eine Arbeitsplatte und rannte aus der Küche.
'Spinn' ich, oder ist da grad' ein Haken neben mir in die Wand eingeschlagen?', fragte sie sich während der Flucht.
Auf einmal hörte und sah sie einen Blitz. Ihr wurde ein Bein gestellt. Als sie hinfiel, spürt sie ein Piksen in der Schulter. Sie sah noch einen einäugigen, rosa Delphin mit einem Gewehr, der ihr eine gute Nacht wünschte - danach wurde alles schwarz …

Als sie mit dröhnendem Schädel erwachte, sah sie wieder die schwarzhaarige Frau, welche damit beschäftigt war, die letzte Strebe ihrer Zelle mit ihrem Handschuh zu zeichnen.
Sombra fragte halb nuschelnd: „Un' has'u den Kuchen hingekriegt?“
Sie erntete einen verständnislosen Blick, während die Frau den Raum verließ. Kurze Zeit später erschien der weißhaarige Kommandant und versuchte sie zu verhören. Da ihr aber der Schädel brummte, sie sich nicht sicher war, ob dies alles gerade wirklich geschah und entsprechende Antworten gab, brach er das Gespräch ab. „Seht euch euren Geist an. Ich hole mal Mercy“, sagte er und verließ die Zelle. Ein Mann und eine Frau betraten den Raum. „Es ist Highnoon und ich dachte, du könntest etwas zu essen vertragen“, meinte der Mann mit dem Cowboyhut und stellte ihr einen Teller Bohnen mit Fleisch hin.
Als sie sich über die Mahlzeit hermachte, fragte Sombra die dünne Frau: „Das Einhorn war ganz schön flink oder?“