Brief an Anne Frank

GeschichteAllgemein / P6
Anne Frank Otto Frank
04.05.2017
04.05.2017
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Liebe Anne,
du hattest dich früher einmal gefragt ob du jemals eine berühmte Schriftstellerin wirst. Ob du etwas leistest für das du auch nach deinem Tod noch bekannt wirst, und bekannt bleibst. Du bist ein Symbol der Hoffnung geworden. Fast jedes Kind in Europa kennt deine Geschichte. Das Tagebuch der Anne Frank wurde in über 70 sprachen übersetzt. Verfilmt in verschiedenen Perspektieven. Und es gibt viele Bücher über das leben im Hinterhaus. Deutschland wurde am 8. Mai 45 befreit. Nur einen Monat länger, und es wäre alles gut geworden. Otto, dein Vater ist der einzige der überlebte, und zurück nach Amsterdam kam. Miep hatte damals alle Blätter deines Tagebuchs gefunden, und sie aufgehoben. Falls du wieder kommst.Als Otto alles über eure Todes Daten herausfanden hatte überreichte überreichte sie ihm das Tagebuch. Dein Vater veröffentlichte es. Du bist zu einer Legende geworden. 700 Tage. Und wenn nur ein bisschen mehr Vorsicht da wäre, dann vielleicht für immer. Liebe Anne, ich bewundere dich sehr. Jedes mal bemerke ich wie ähnlich wir uns doch sind. Die Fragen weshalb wir exestieren. Ich kann sie dir leider auch nicht beantworten. Jemand sagte mir einmal, das man sein leben lebt, Entscheidungen trifft, und erst in den letzten Minuten begreifen wird, weshalb man lebte, was seine Aufgabe war. Dann wird man Sterben. Ich weiß nicht ob es stimmt, aber ich denke es kommt der Wirklichkeit bestimmt nahe. Dein Vater hat dich nie vergessen Anne. Und ich werde das auch niemals.
Aber wenn du nun glauben solltest, das alles wieder gut ist, Nein das ist es nicht. Bei uns gibt es Flüchtlinge, die neuen Sündenböcke. Das kommt einem bekannt vor oder? Ich möchte das nicht, und werde kämpfen., bis ich den letzten überzeugen kann. Denn ich träume davon das ich eines Tages das Radio anmachen kann und hören: Auf der Welt herrscht Frieden. Es gibt keinen Grund mehr sich zu verstecken. Keinen Grund mehr zu flüchten. Auch heute habe ich Klassenkameraden die Juden feindlich sind. Sie rufen böse Sachen. Sie haben aus der Geschichte nicht gelernt. Die Eltern geben diese Dummheiten, diese Verbrechen an ihre Kinder weiter. Einmal dachte ich man müsste ihnen das antun was sie euch antaten, aber NEIN. Dann wäre ich nicht besser. Ich muss versuchen sie zu überzeugen. Aber schnell habe ich gemerkt das es schwer ist. Manche Leute sitzen fest in diesem Verbrechen. Denen kann niemand mehr helfen. Liebe Anne, was hättest du wohl in meiner Situation gemacht? Mein Kumpel hasst Schwule. Er meint sie sollen alle Sterben. Ich bekomme ihn nicht überzeugt. Eigentlich mag ich ihn sehr gerne. Max ist ein guter Kumpel. Nur wegen seiner Politischen Meinung wird von mir erwartet das ich ihn hasse. Das kann ich aber nicht. Da er mir mal sehr geholfen hat. Ich weiß manchmal nicht weiter, da mir geraten wird ihn zu vergessen. Nicht mehr mit ihm zu reden. Da wir irgendwann auf verschiedenen Seiten stehen werden uns gegenüber. Was hättest du gemacht? Wie würdest du Handeln?
Deine Meinung zu deiner Mutter ist nicht richtig. Sie hat sich immer sehr viel mühe um dich gegeben. Aber das wirst du selber wissen. Du bist ja nicht dumm. Deine Geschichte ist mir sehr nahe gegangen. Und ich glaube das wir sehr gute Freunde gewesen wären.
Deine Johanna
Ruhe in Frieden Anne Frank
Gott weiß alles aber Anne Frank weiß alles besser