Pferdeäpfel zum Frühstück

von Rapante
GeschichteRomanze, Freundschaft / P16 Slash
03.05.2017
06.12.2018
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Grad noch so zu Nikolaus geschafft... Puhhh.
Will die letzten zwei Kapitel noch dieses Jahr schaffen, drückt mir die Daumen...

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Es war bereits stockduster, als sie am Hof ankamen. Bald lehnte Rewis Fahrrad an der gewohnten Stelle am Schuppen und sie waren endlich im Trockenen. Sobald Felix in den Stall getreten war und ihm der nur allzu vertraute Geruch entgegenschlug, wusste er, dass es eine gute Idee gewesen war, hier her zu kommen. Schon allein das Wissen über die Anwesenheit der ganzen Tiere ließ ihn zur Ruhe kommen.
Er war zuhause. Na ja, so in etwa, sein zweites Zuhause eben.
„Ist das okay, dass wir hier so spät noch rumgeistern?“, fragte Rewi mit gedämpfter Stimme.
„Ich hab vorhin Bescheid gesagt. Abgesehen davon ist es noch gar nicht so spät. Gerda hat sogar gefragt, ob wir noch rüber kommen wollen, anscheinend gibt’s irgendwas zu feiern. Aber ich wollte lieber bei den Pferden sein, ich hoffe das passt dir auch.“
Rewi grinste bloß und machte sich dann zielstrebig auf den Weg zu Brunos Box. Felix sah ihm schmunzelnd hinterher.
Na schön.
Sie brauchten Handtücher. Sie waren ja beide tropfnass…
Leider wurde Felix in der Sattelkammer nicht fündig. Die einzigen Handtücher dort waren entweder zu klein und wirklich nur für die Hände gedacht oder alte Fetzen, die wohl eher als Putzlappen in Benutzung waren.
Immerhin die alten Schlafsäcke und Decken fand er sofort. Gerda und Ina hatten früher, als Felix selbst noch zu den jüngsten Reitschülern gehört hatte, gelegentlich Heubodenübernachtungen organisiert. Den ganzen Abend über hatten sie da die Pferde verwöhnt, manchmal sogar frisiert, richtig kunstvoll mit Zöpfen und eingeflochtenen Bändern – und später dann, in Schlafsäcke gekuschelt, hatten sie sich Gruselgeschichten erzählt. Schöne Erinnerungen waren das. Und vielleicht machten die jungen Reitschüler so etwas ja auch immer noch? Die Schlafsachen rochen zumindest frisch gewaschen und lagen ordentlich verstaut im Regal.
Er stopfte sich so viel er tragen konnte unter einen Arm und griff dann auch noch nach ein paar seiner alten Wechselsachen, vor allem T-Shirts, die ihm eigentlich schon lange nicht mehr passten, aufgrund seiner unendlichen Faulheit aber nie aussortiert worden waren. So bepackt quetschte er sich durch die Tür des kleinen Lagerraumes wieder hinaus in die Stallgasse. Rewi stand nicht mehr bei Bruno, er war überhaupt nicht zu sehen, weswegen sich Felix kurz wunderte, aber dann hörte er Gemurmel aus Yunas Box am Ende des Ganges. An diesem Ende befand sich auch die alte Stiege zum ehemaligen Heuboden des Gebäudes, das später mit moderneren Anbauten zu dem Stall geworden war, der heute so viele Pferde beherbergte.
Als Felix sich näherte lauschte er neugierig den Worten, die Rewi da seiner Rappstute zuflüsterte.
„Du hast‘s gut, weißt du das? Du hast Felix ganz für dich, und das schon seit Jahren... Junge, so weit hat er mich gebracht, ich red mit seinem Pferd.“
Felix konnte nicht anders, er blieb in einiger Entfernung stehen, um Rewi nicht zu verschrecken, und um weiter lauschen zu können.
„Aber weißt du was? Ich wär auch gern ein Pferd. Ich mein, gibt es schwule Pferde? Ich wette, das interessiert kein Schwein.“
Sofort fühlte Felix sich schlecht. Er hätte nicht lauschen sollen. Das war einfach mies… er setzte seinen Weg extra geräuschvoll fort, um Rewi seine Anwesenheit mitzuteilen.
Und da schaute Rewis Kopf dann auch sofort aus Yunas Box heraus. „Was wird das denn?“
Felix ließ seine sperrige Last an der Stiege fallen. „Wonach sieht’s denn aus?“ Er pflückte nur die alten T-Shirts aus dem Haufen und ging damit grinsend zu Rewi. „Hier!“ Er warf ihm ein Shirt über den Kopf. „Handtücher haben wir nicht, aber die alten Dinger tun’s auch.“
Rewi zog sich das T-Shirt vom Kopf und nickte dann zu dem Haufen, der noch an der Stiege lag. „Und das da?“
„Wo dachtest du denn, wo wir schlafen? Das Zeug ist sauber und riecht frisch gewaschen, und oben auf dem Boden ist es schön heimelig.“
„Das dürfen wir?“, fragte Rewi mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Irgendeinen Vorteil muss es ja haben, dass die mich schon kennen, seit ich laufen kann. Und seit ich sechs bin, ist dieser Stall quasi mein zweites Zuhause… Ich hab natürlich gefragt, und anscheinend vertrauen sie mir genug.“
„Wow…“, meinte Rewi nur, und es klang aufrichtig.
Felix trat zu Rewi und Yuna in die Box. Er nahm Rewi das T-Shirt aus der Hand und warf es ihm erneut auf den Kopf. Diesmal machte er aber auch gleich weiter mit dem Trockenrubbeln. „Dass du hier nicht mehr alles volltropfst… Ich hab auch noch was zum Umziehen gleich.“
Rewi lachte und wehrte sich, aber nur ganz schwach.
Schließlich ließ Felix von ihm ab, um sich um seine eigenen Haare zu kümmern. Rewi beobachtete ihn still dabei. Das war irgendwie süß und ungewohnt. Felix schenkte ihm ein flüchtiges Lächeln, musste sich dann aber erstmal wieder von Rewi abwenden, um Yuna gebührend zu begrüßen und ihr ein paar Streicheleinheiten zu schenken. „Na, Schöne?“, grüßte er. „Hast du dich mit Rewi unterhalten? Wollt ihr immer noch zusammen durchbrennen? Da hab ich was gegen, das weißt du, oder?“
Yuna schnaubte nur ganz leise. Felix liebte diese sanften Geräusche, die Pferde machten, wenn sie sich bewegten, wenn sie einfach lebten und den Raum ausfüllten.
Aus dem Augenwinkel sah Felix, wie Rewi lächelte. Felix fuhr Yuna in langen Strichen über den Hals. Er wusste nicht, ob er es ansprechen sollte… letztendlich hatten sie schon genug Steine gerollt an diesem Abend.
Und doch räusperte er sich. „Wenn, dann wäre sie lesbisch, weißt du?“
Rewi begann augenblicklich, seine Haare wieder in Form zu bringen. „Joa, kann sie ja sein. Wär mir auch recht.“
„Aber...“, begann Felix. Er kniff kurz die Lippen zusammen, dann rutschte es ihm doch heraus: „Bist du…?“
„Lesbisch?“, fragte Rewi mit einem Schnauben.
Felix verdrehte die Augen.
„Bist du bi?“, konterte Rewi.
„Joa, glaub schon.“
„Echt?“
„Ähm… Ja? Warum denn nicht.“
Rewi lag eindeutig etwas auf der Zunge, aber er zögerte.
„Du nicht?“, hakte Felix vorsichtig nach.
Rewi schüttelte leicht den Kopf. Und ganz kurz überlegte Felix, was wäre, wenn Rewi damit allen Ernstes meinte, er wäre hetero und die Sache mit Felix nur ein Ausrutscher oder so. Aber das war Unfug.
„Ist das für dich wirklich so?“, fragte Rewi. „Yo, ich bin bi, was soll’s, kommen‘s her?“
„Ey, ich hab ja wohl auch lang gebraucht.“
„Ja, aber komm, lag das jetzt an dir oder an mir?“
„Mhhh… schon so’n bisschen-“
„An mir“, vervollständigte Rewi.
Felix zuckte mit den Schultern und lächelte entschuldigend. Er streichelte Yuna über die weichen Nüstern und wollte ihr schon einen abschließenden Kuss geben (um sich dann vielleicht endlich wieder dem leider noch immer tropfenden Jungen in der Box zuzuwenden), da seufzte Rewi mit einem mal ganz tief.
„Man kann’s sich halt echt nicht aussuchen, ne?“
Felix runzelte die Stirn. „In wen man sich verliebt? Äh… danke?“
„Eh, so mein ich das nicht, eher allgemein, ähhh..“
Felix kicherte. „Ja, ja. Du Arsch.“
„Feliiix…“
„Arsch“
„Ich meinte das ALLGEMEIN! Mann!“
„Ja, ja, schon klar.“
„Mann, als ob. Du bist der süßeste Mensch der Erde.“
„Ach echt?“
„Ja! Wenn ich hetero wär, hätt ich ein Problem. Ich wär wahrscheinlich einfach trotzdem in dich verknallt…“
„Pffff… wie bitte?!“, lachte Felix.
„Ja, platonisch oder so, wie das halt heißt.“
„Alter, Rewi… Was redest du für’n Müll.“
„Maaaaaan“
„Aber du bist nicht hetero?“, erkundigte sich Felix noch einmal, sicherer im Gefühl.
Rewi schüttelte langsam den Kopf.
„Also bist du schwul?“
„Ja… ich denke.“
„Krass.“
„Japp“, bestätigte Rewi. „Und jetzt erklär das bitte mal allen. Uhh… ja und deine gefühlt zwei Dutzend Freundinnen die letzten Jahre? Joa, also eigentlich war ich die ganze Zeit in diesen einen Typen verknallt, ja genau der… den hab ich überall mit hingeschleppt und hab so getan, als wär nix… hm, ja, super oder? Klasse Typ bin ich.“
„Das geht die doch alle nichts an.“
Rewi schnaubte. „Woher nimmst du das eigentlich auf einmal? Du bist doch sonst nicht so selbstbewusst.“
Felix stutzte. Was sollte das eigentlich heißen? Na, vielleicht stimmte es ja. „Ich weiß gar nicht, was das unbedingt mit Selbstbewusstsein zu tun hat. Ist doch einfach so, auf wen du stehst und so, das ist halt Privatsache.“
„Aber so ist das Leben nicht. Leute sind scheiße. Und unsere Gesellschaft funktioniert auch nicht so. Weißt du, zu was man alles fröhlich ‚Tschüss‘ sagen kann, wenn man nicht schön genormt hetero ist?“
„Dann bin ich halt naiv.“ Felix seufzte. „Is‘ ja nicht so, als ob ich das nicht merke. Meine Eltern waren jedenfalls meeega begeistert, kannst du mir glauben.“
„Deine Eltern?“, fragte Rewi ehrlich überrascht. „Hast du echt deinen Eltern erzählt…?“
„Ja, aber nur so vage. Also, äh… sie wissen halt, dass ich in dich verknallt war und dass es deswegen zwischen uns stressig war. Ich glaub, sie durchleben grad ‘ne kleine bis mittelgroße Kriese, weil ihr Sohn plötzlich schwul ist. Vielleicht muss das so.“
„Ich dachte du bist bi.“
„Richtig, ich bin weder schwul noch bin ich es plötzlich, aber das ist ihnen glaub nicht klar. Braucht eben Zeit. Wird noch. Muss ja, oder?“
Rewi rieb sich über das Gesicht, die Augen. Klar, er war müde. Und das Gespräch nicht das angenehmste…
Felix ließ endlich von Yuna ab. Er öffnete mit einer Hand die Boxentür und zog mit der anderen Rewi mit. „Gute Nacht“, flüsterte er Yuna noch zu, während er die Box ordentlich verschloss. Dann schenkte er Rewi ein Lächeln. „Komm, wir gehen einfach pennen. Morgen ist die Welt ja auch noch da.“ Er ließ seine Hand ganz locker in die von Rewi gleiten, und zu seiner Erleichterung schien Rewi nichts dagegen zu haben. Felix drückte zu und strich mit seinem Daumen einmal über Rewis Handrücken. Rewi drückte ganz leicht zurück.
Auf dem Weg zur Stiege fühlte Felix so ein ganz bisschen sein Herz platzen.
Er hatte Rewis Hand tatsächlich schon öfter gehalten, und selbst das, quasi im Scherz, war irgendwie schön gewesen, aber jetzt war es doch noch mal etwas ganz anderes.
Leider musste er Rewis Hand natürlich loslassen um das Zeug wieder hochzunehmen, das er vorher fallen gelassen hatte. Rewi nahm ihm etwas ab, weswegen sie ganz gut die Stiege heraufkamen.
„Ups, Taschenlampen vergessen“, meinte Felix, als sie oben kaum etwas sahen. „Warte… das ist das T-Shirt, das du anziehen kannst, ich bin gleich wieder da!“
Er sprang die Stiege wieder hinunter und lief zur Sattelkammer, wo er die Taschenlampen schnell gefunden hatte.
Zurück bei Rewi hatte der sich schon umgezogen. Felix blendete ihn kurz ins Gesicht, und Rewi schaffte es nicht mal, sich gebührend darüber aufzuregen. Der war wirklich bettfertig, in jeder Hinsicht.
Felix zog sich ebenfalls um (bzw. Hose aus und trockenes T-Shirt an), während Rewi versuchte die Decken und Schlafsäcke an einer Stelle unter einem Dachfenster auszubreiten.
„Alter, wo ist denn bei diesem Scheißteil oben und unten?“, fluchte er.
Felix lachte ihn ein bisschen aus, half dann aber, und schließlich krochen sie unter die Decken, die sie aus den offenen Schlafsäcken gemacht hatten. So kalt war es dann ja doch nicht, und ein bisschen Belüftung war immer gut. Außerdem kuscheln. Hoffentlich. Vielleicht.
Zunächst lag Rewi auf dem Rücken und starrte zum Fenster hinauf. Felix folgte seinem Blick. Es nieselte nur noch, und jetzt, wo sie still waren, hörte man die Tropfen auf dem Glas und auf den Dachziegeln. Auch das war ein Geräusch, das Felix liebte. Es war beruhigend, nicht nur der Regen, auch die Dunkelheit. Die Nacht. Wie eine Reglosigkeit, ein Stillstehen der Zeit, nur dass ja alles in Ordnung war, es regnete und regnete, die Welt drehte sich weiter. Aber hier bei ihnen war sie für den Tag zur Ruhe gekommen.
Rewi starrte und starrte.
„Ich mein’s Ernst, Rewi. Lass morgen über alles weiter nachdenken. Ich erwart hier nix von dir, lass einfach schlafen“, sagte Felix.
„Mhh“, machte Rewi.
Eine Weile blieb er regungslos liegen, dann drehte er sich auf die Seite, mit dem Rücken zu Felix. Felix zögerte, entschloss sich aber, wenigstens zu fragen. Er rückte an Rewi heran und hob den Kopf, um Rewis Reaktion sehen zu können. „Ist das okay?“
Rewi nickte.
Felix kämpfte ein bisschen mit ihren Decken, aber dann konnte er einen Arm um Rewis Taille legen. „Das auch?“, flüsterte er.
Wieder nickte Rewi.
Felix ließ seinen Kopf fallen, drückte seine Nase kurz an Rewis Nacken platt und raunte: „Gute Nacht, schlaf gut, träum süß!“
Er könnte schwören, er hörte Rewi grinsen. „Gute Nacht.“
Und damit war dann wieder nur der Regen zu hören. Felix ließ zu, dass sich seine Gedanken leerten. Er wollte den Moment einfach nur genießen. Er durfte Rewi im Arm halten, er durfte sich an ihn drücken, und er wusste über die Pferde unter ihnen und den Regen über ihnen, zum Glück mit dem Dach dazwischen. Es war einfach viel zu gut, und er würde lange brauchen, um mit diesem Glücksgefühl im Bauch einschlafen zu können. Aber das störte ihn gar nicht. Dieser Moment durfte ewig dauern…
Plötzlich seufzte Rewi auf. Oder ein Stöhnen, irgendwas dazwischen.
„Hm?“, fragte Felix.
Rewi setzte sich auf, so dass Felix Arm wegrutschte. „Mir’s übel.“
„Oh Shit, musst du-“
Rewi stand auf und taumelte eilig zur Stiege.
„Alter… nimm ‘ne Lampe mit!“ Felix sprang auf, schnappte sich eine Taschenlampe und lief Rewi hinterher.
Unten in der Stallgasse fing auch Rewi an zu laufen, schnell aus dem Stall hinaus, und dann schaffte er es wohl nicht mehr weiter, er übergab sich unter einen Holunderbaum, der dort seitlich stand.
„Oh Mann“, sagte Felix, als er bei ihm angelangt war. Er strich dem vornübergebeugten Rewi über den Rücken. „Geht’s wieder oder kommt noch mehr?“
„Mhmhmmm“, machte Rewi nur.
„Wir haben hier leider keine Gläser, aber das Wasser an dem Becken da hinten ist ganz normales Leitungswasser, falls du aus dem Hahn trinken magst…“
Schließlich richtete Rewi sich auf. „Ich hätte den Wein weglassen sollen, Alter“, stöhnte er.
„Wasser?“, fragte Felix. Rewi nickte und ließ sich von Felix das Waschbecken zeigen. Er trank und spülte sich mehrmals den Mund aus.
„Sorry, echt“, sagte er.
Felix zuckte mit den Schultern. „Wir machen das morgen weg.“
„Die romantischste Heubodennacht ever, dank meiner Beschissenheit.“
„Alter, scheiß doch drauf!“, sagte Felix. „Ehrlich, Hauptsache, dir geht’s besser, alles andere ist mir egal.“
Und er meinte es. Für ihn musste nichts traumhaft laufen. Es sollte bloß real sein, mehr brauchte er nicht.
Rewi seufzte. „Warum bist du so süß?“
Felix lachte. „Lass schnell wieder rein, wir werden schon wieder nass…“

Sie eilten zurück in den Stall und hinauf in ihr Nest auf dem alten Heuboden. Dort kuschelten sie sich in ihre zum Glück noch warmen Decken.
Rewi lag wieder mit dem Rücken zu ihm, aber irgendwie traute sich Felix nicht mehr, so offensiv zu sein. Vielleicht war das einfach zu viel gewesen?
„Felix, ich bin sau müde, ich schlaf bestimmt gleich ein“, maulte Rewi und riss Felix damit aus seinen Gedanken.
„Mach doch.“
Rewi dreht sich um. „Ich will aber irgendwie nicht.“
Felix grinste.
Rewi zog eine Schnute. „Mein Atem stinkt bestimmt nach Kotze.“
„Quatsch!“
Rewi rutschte näher und vergrub schließlich seinen Kopf an Felix Brust. „Kuscheln, bitte“, nuschelte er in Felix Shirt.
Ja, Rewi konnte sehr kuschelig sein.
Felix legte seine Arme um ihn. Küsste ihn oben auf den Kopf. Und dann konnte er nicht wiederstehen und musste auch noch mit seiner Hand durch Rewis halbgetrocknete, an diesem Tag wirklich völlig malträtierte Haare fahren. Wieder und wieder, ganz sanft.
„Sag, wenn’s nervt“, bat er.
„Hngh.“
„Nervt’s?“
Rewi schüttelte ganz leicht den Kopf. „Nh-nh.“

Er roch übrigens nicht nach Kotze.

Und es dauerte auch nicht mehr lang, bis Rewi einschlief. Felix selbst blieb noch eine Weile aufgewühlt liegen, aber als der Regen wieder stärker wurde, trommelte er auch ihn in den Schlaf.

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In dieser FF hat keiner Heuschnupfen okay, ansonsten gute Nacht.
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