Unicorn for the Eleventh

von yezz
GeschichteHumor, Parodie / P6
Abarai Renji Hisagi Shuuhei Ikkaku Madarame Kira Izuru Kusajishi Yachiru Zaraki Kenpachi
03.05.2017
03.05.2017
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Hallo zusammen,

mal ein wenig Lesestoff für zwischendurch. junko hat diese Geschichte vor knapp 9 Monaten geschrieben und ich habe die sofort geliebt. Witzig und schräg. Genau mein Humor xD Jetzt hatte ich vor knapp 2 Wochen einen kleinen Hänger beim Übersetzen und da habe ich diese Geschichte wieder ausgekramt. Ich hoffe, ihr habt ungefähr genauso viel Spaß daran, wie ich ^^

Wie immer freue ich mich über Rückmeldungen aller Art ^^

LG
yezz

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I want to thank junko again. Thank you very much for your confidence and for giving me your permission.

- Posted originally on the Archive of Our Own by junko -
Series: Unicorn for the Eleventh


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"Was machst du da, Ren-Ren?"

Renji blickte von dem Papierkram auf und sah das lächelnde Gesicht der kleinen, pinkhaarigen Vizekommandantin der Division, Yachiru Kusajishi.

Normalerweise erledigte Renji seine Arbeit im Lagerschuppen, doch die glühend heiße Sommersonne hatte ihn zu einem kühleren Platz unter dem einsamen Ahornbaum in der Division getrieben. Er hatte sich eine Kanne kalten Tee aus der Kantine stibitzt und hatte alle Dinge vor sich ausgelegt, die er brauchte. Yachiru schmiss sich auf den festgetretenen Boden neben ihn und begann mit Pinsel und Tintenfass zu spielen.

„Ich bestelle Versorgungsgüter“, erklärte Renji, während sie Streifen auf seine nackten Zehen malte. Die Tinte war kühl und kitzelte auf der Haut. „Alles was wir wollen ist irgendwie in diesem dicken Buch gelistet“, er zeigte ihr den dicken, offiziellen Katalog, der von der ersten Division ausgegeben wurde. „Und dann schreibe ich den Namen, die Nummer und wie viel wir davon brauchen auf dieses Papier. Sobald der Kommandant sein Zeichen auf das Papier gesetzt hat, schicke ich es zur Ersten und sie geben uns alles, wonach wir gefragt haben innerhalb von einer Woche.“

Renji hatte nicht erwartet, dass Yachiru das groß interessierte. Es schien nur höflich, ihr zu erklären, wie die Dinge abliefen. Immerhin war sie ihre Vizekommandantin und all das. Doch etwas von dem, was er gesagt hatte, ließ ihre Augen aufleuchten. „Du kannst alles bekommen, was in dem Buch ist?“

„Uh... nun ja, so ziemlich. Wenn es hier drin ist“, stimmte Renji zu. Dann erinnerte er sich an die Rubrik 'Zubehör für Feierlichkeiten' und schlug die Seite für sie auf. Er deutete auf einen Gegenstand. „Ja, schau: Wenn der Kommandant sagt, es ist in Ordnung, kannst du Taco Aisu, Oktopus-Eiscreme, bekommen.“

„Oh! Lass mich mal sehen!“, Yachiru ließ den Pinsel fallen und ihre kleinen Händchen machten Greifbewegungen, bis Renji ihr den Katalog übergab.

Sie kuschelte sich an seiner Seite zurecht, ihr Rücken an den Baumstamm gelehnt. Der Katalog sah riesig in ihrem Schoß aus, als sie sich ernsthaft drüber beugte.

Renji lächelte sie an und musste den Drang niederkämpfen, ihr nicht durch die Haare zu wuscheln. Niemand tat das. Noch nicht einmal der Kommandant. Er nahm den Pinsel auf, säuberte ihn von dem Staub und Dreck mit dem Ärmel seiner Uniform und setzte sich wieder an das Anforderungsformular. Es war eh schon fast erledigt. Die meisten Dinge, die sie bestellten waren ziemlicher Standard. Er hatte sich die Nummern innerhalb von einem Monat, in dem er den Job von dem beförderten Iba übernommen hatte, gemerkt.

Neben ihm schien Yachiru die Worte zu enträtseln. Über das Zirpen der Zikaden konnte Renji das sanfte Murmeln hören, während ihre Finger über die Schriftzeichen fuhren. Es schien, als wären die Gerüchte, dass Kommandant Kuchiki ihr das Lesen beibrachte, war.

Sie saßen so für eine lange Zeit zusammen. Tatsächlich war er früher fertig, als Yachiru, die durch den Katalog blätterte. Daher lehnte Renji sich gegen den Baumstamm und schloss die Augen.

Er musste eingeschlafen sein, denn als Renji aufwachte, war der Katalog in seinem Schoß. Das Buch war aufgeschlagen und auf der Seite war mit sehr sorgsamer, kindlicher Schrift, unter der Liste der Dinge, die mit dem selben Buchstaben begannen, eingetragen: Einhorn.

Am Rand waren zusätzlich noch Wörter hinzugefügt: „Es ist jetzt im Buch, also kann ich es haben. Bestell mir bitte eins. Ich hätte gerne 1 pinkes Einhorn mit glitzernder, weißen Mähne.“

Es war unterschrieben: Kusajishi Yachiru, VK, 11. Division.

Als er das begutachtete, wusste Renji, dass ihm ein sehr ernstzunehmender Auftrag von der Vizekommandantin erteilt wurde.

Er hatte genau eine Woche, um einen Weg zu finden, Yachiru ein Einhorn zu besorgen.



„Die Sache ist die“, lallte Renji über seine siebte – oder war es die neunte? - Schale Sake hinweg. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass sie mich mit Kidō umbringen kann. Ich meine, wie mausetot, nicht nur Shinigami-tot... wie, komplett tot."

"Ja Mann, aber wo wirst du ein Einhorn herbekommen?", fragte Shūhei Hisagi.

"Wir beide wissen, dass Einhörner nicht existieren, die sind Fabelwesen. Richtig? Du weißt das?", fragte Izuru Kira ernst, trotz der Röte, die über seiner Nase, aufgrund des Alkoholspiegels, leuchtete.

Die Drei saßen auf der Veranda eines überfüllten Izakayas unter einer roten Papierlaterne. Die Reste einer Platte mit Karaage stand auf den niedrigen Tisch zwischen ihnen.

"Glaubst du, das wird Kenpachi interessieren?", fragte Renji elendig und legte verzweifelt den Kopf auf den Tisch. "Ich habe Yachiru noch nie weinen gesehen, doch was glaubt ihr, tut er mit mir, wenn das passiert? Ich bin so tot. So sehr, sehr tot."

Renji konnte spüren, wie Shūhei ungeschickt und mitleidig seinen Pferdeschwanz tätschelte. "Trink noch ein Bier", schlug er vor. "Vielleicht fühlst du dich besser, wenn du genug in dich hineinbekommst."

Da war ein Räuspern und Renji öffnete das Auge einen Spalt, um an seinen angewinkelten Ellbogen nach oben zu blicken. Ein blasser Typ mit schlechten Haarschnitt und Hörnern war an ihren Tisch herangerutscht. Er nickte Shūhei zu, als würden sie sich kennen. "Ich bin vielleicht in der Lage, dir auszuhelfen."

Renji hob seinen Kopf vorsichtig und starrte den Fremden betrunken an. Er sprang beinahe auf die Füße, als er endlich den weißen Laborkittel bemerkte, der über den standardmäßigen Shihakushō hing. Er drehte sich entsetzt zu Shūhei und griff nach Kiras Kragen. "Er ist von der Zwölften!"

"Uh, ja, Renji, das ist Akon", sagte Shūhei. „Akon, das ist Renji Abarai, der aufmerksamste 6. Offizier der 11. Division.“

Renji ließ Kira ein wenig widerwillig los und verbeugte sich etwas zur Begrüßung, als sich Akon an den Tisch niederließ.

„Ich kenne da einen Typen, ok?“, sagte Akon. „Der kann wahrscheinlich dir das besorgen, was du brauchst.“

Wenn sie nicht über Einhörner reden würden, wäre sich Renji ziemlich sicher, dass er in einen Yakuza-Drogen-Deal geraten wäre. Shūhei war ernst geworden und nickte, als er sich umblickte, als wolle er sicher gehen, ob sie nicht belauscht wurden.

„Was wird ihn das kosten?“, fragte Shūhei mit leiser Stimme.

Kira schüttelte seinen Kopf und lehnte sich zu Renji, um ihm ins Ohr zu flüstern: „Lass dir kein Einhorn verkaufen, dass im Reagenzglas gezüchtet wurde, Renji. Denk an die Quelle! Es könnte explosive Pferdeäpfel haben... oder giftigen Niesreiz.“

Akon hatte offensichtlich Kiras Kommentar mitbekommen, denn er schüttelte den Kopf. „Wir dürfen keine empfindungsfähigen Dinge mehr herstellen, also kann ich es nicht hier machen, versteht ihr? Es wird ein Import.“

Das klang langsam sehr teuer für Renji. „Ja, also worüber reden wir? Wie viel wird es mich kosten?“

„Der Boss sucht immer nach Testobjekten.“

Renji versuchte sich nicht zurückzuziehen, wie eine erschrockene Maus. „Gah! Niemals! Dann nehme ich es lieber mit Kenpachi auf!“

Akon lachte, ein trockener Laut. „War nur ein Scherz. Außerdem wird es ein persönlicher Gefallen sein, den ich ihr tue.“

„Ok“, sagte Renji vorsichtig. Persönlich, huh? „Nenn deinen Preis.“

„Du musst nur meinen Boss für ungefähr 10 Minuten ablenken“, sagte Akon. „Ich muss in sein Büro kommen, um... etwas zu installieren. Wenn du das schaffst, kann ich dir ein Einhorn besorgen.“

Renji schaute seine Freunde an. „Deinen Boss? Du meinst Kommandant Kurotsuchi?“

„Yep“, nickte Akon ernst. „10 Minuten. Für ein Einhorn, 6. Offizier Abarai. Du wirst keinen besseren Preis bekommen.“

Renji musste wirklich besoffen genug gewesen sein, denn es klang nach einem ziemlich guten Handel. Er streckte seine Hand aus. Akon schüttelte sie. „Abgemacht.“



Kommandant Kurotsuchi abzulenken, war überraschend einfach.

Am nächsten Tag, als Renji halbwegs nüchtern war, trafen sie sich und Akon brachte Renji ins Innere der Zwölften. Er zeigte Renji das Büro des Kommandanten – was eigentlich ein Labor war und nach Formaldehyd stank – und glitt dann hinweg wie ein Geist, ließ Renji alleine am Türrahmen stehen.

Der Kommandant murmelte etwas zu sich selbst, während er mit verschiedenen Tuben, Bechern und Bunsenbrenner herum hantierte. Renji stand eine Weile im Türrahmen, fühlte sich leicht in Schrecken versetzt. Doch dann sammelte er all seine Courage in einem Atemzug und sagte: „Kommandant Kurotsuchi? Können sie uns helfen?“

Überrascht von Renjis Stimme, wirbelte Kurotsuchi herum und begann zu keifen: „Wer bist du? Was willst du? Kannst du nicht sehen, dass ich mit wichtiger Arbeit beschäftigt bin, du kleingeistiger Schwachkopf?“

„Richtig, ok, die Sache ist die“, Akon hatte geschworen, dass das funktioniert, doch es schien für Renji immer noch verdammt heikel. „... mein Kommandant, Kenpachi Zaraki...“

Plötzlich war Kommandant Kurotsuchi irgendwie seinem Gesicht ganz nahe. „Spuck es aus, Junge!“

„Nun ja, es ist eigentlich seltsam... Er, irgendwie, läuft sein Reiatsu aus.“

Kurotsuchi trat zurück. Seine langgliedrigen Finger strichen über sein Kinn. Renji hielt den Atem an. „Hmmm, lass mich ein paar Instrumente zusammensuchen. Dann kannst du mich zu ihm bringen.“

„Richtig“, sagte Renji erleichtert. Es war wie Akon gesagt hatte. Kurotsuchi hinauszubringen, wäre einfach.

Nun, mit Kurotsuchis vollständigen Tobsuchtanfall umzugehen, wenn er bemerkt, dass Kenpachi immer eine enorme Menge von Reiatsu absonderte...

Das würde scheiße werden.



Es war kurz vor der Deadline, ein Tag, fast eine Woche später, als das Paket ankam.

Renji trainierte auf dem staubigen Trainingsplatz, als er einen Aufruhr am vorderen Tor hörte. Er traute sich nicht, seinen Blick von seinem Gegner abzuwenden, doch er hörte Ikkaku rufen: „Wenn das eine Art Vergeltungsscherz für die Nummer ist, die Abarai an eurem Kommandanten abgelassen hat, dann vergesst es.“

Renji verkürzte das Training, in dem er einen Schritt auf seinen Gegner zu machte und ihm einen harten Kinnhaken verpasste. Er fiel hin wie ein Sack Kartoffeln. Dann ließ er Zabimaru in die Schwertscheide gleiten und lief zum Tor. „Hey, schick sie nicht weg, Senpai!“

„Was zum Teufel, Renji?“ Ikkaku stand mit einer Hand an der Hüfte und mit der anderen tippte er wütend das ungezogene Hōzukimaru auf seine Schulter. Akon und ein Typ, der ein wenig wie ein Frosch aussah, standen draußen am Tor. Sie trugen eine hölzerne Kiste auf ihren Schultern und setzen sie nun auf der Straße ab. Es hatte einen Haufen Poststempel und ein Logo, auf dem man lesen konnte: 'Grüße vom Urahara Shōten'. Eigenartigerweise war es auch mit leuchtend roten Herzen übersät. Ikkaku nutze Hōzukimaru, um zu den beiden Shinigami im Laborkittel und deren Bürde zu deuten. „Was zum Teufel ist das?“

„Ich habe dir gesagt, dass es kein Scherz ist. Ich habe den Typen ein Gefallen getan. Nun kommt die Bezahlung“, erklärte Renji.

Außer das die Box... klein war. Sie ging Akon nur bis zur Hüfte und er sah noch nicht einmal Löcher darin.

„Ist das... ist das richtig?“, fragte Renji. „Ist das, dass was ich bestellt habe? Ich denke, ich habe gedacht, dass es größere wäre. Du weißt schon, sowas wie Pferdegröße?“

„Die Vizekommandantin hat noch nie ein Einhorn gesehen, oder?“, fragte Akon ernst.

„Nun ja, natürlich nicht...“

„Da haben wir es!“, sagte er fröhlich und tippte auf die Box. „Alles deins!“

Renji bekam das Gefühl, dass er über's Ohr gehauen wurde. Als Akon sich abwandte, griff Renji nach dem Kragen seines Laborkittels. „Jetzt hör mir mal zu. Ich habe deinen Kommandanten für zweieinhalb Stunden abgelenkt. Wir hatten nur 10 Minuten abgemacht. Also wird das besser der richtige Artikel sein oder...“, da ihm keine angemessene Drohung einfiel, schnaubte er nur. „Oder sonst.“

Akons Hände waren in der Luft. „Du hast mir einen riesigen Gefallen getan, Abarai. Das ist das allerbeste Modell, vertrau mir. Deine Vizekommandantin wird es nicht füttern oder irgendwelche Scheiße sauber machen müssen. Aber es ist... irgendwie, weitestgehend lebendig und sie kann es kämmen und so viel Pferdchen spielen, wie sie möchte.“

Renji hatte Akon bereits losgelassen, als er 'allerbeste' gesagt hatte, sodass Akon bereits aus seiner Reichweite war, als Renji die Bedeutung von 'irgendwie, weitestgehend lebendig' traf. „Hey!“, doch irgendwie war der verschlagene, kleine 3. Offizier der 12. Division bereits verschwunden – vermutlich mit Shunpo, doch es war, als hätten sie sich in Luft aufgelöst.

„Bastarde“, murmelte Renji.

Als sich Renji herumdrehte, sah er, dass Ikkaku Hōzukimaru wie eine Brechstange benutzte. „Warte!“, rief er aus Gründen, über die er sich noch nicht einmal selbst gänzlich sicher war, aber es war viel zu spät.

Die Kiste explodierte.

Holz flog überall hin. Doch anstatt dass die Splitter alle verletzten, zersprangen sie überall, wo sie auf etwas trafen, in eine Wolke aus pinkem Glitzer. Statt Feuer, strahlte aus der hochgegangenen Kiste eine Art Licht... und es schien wie ein perfekter, schimmernder Regenbogen. Die Luft war ebenfalls gefüllt mit einem Schauer von leuchtend roten Herzen, die aussagten: 'Nutze das für einen 10 % Rabatt beim deinem nächsten Einkauf bei Urahara Shōten!'

Alles und jeder in der Elften, selbst die barbarischsten Schläger, waren überdeckt mit Glitzer und Herzen.

Selbst Kenpachi. Herzen hatten sich selbst auf den Stacheln seiner Haare aufgespießt und scheinbar war ein Glitzer-Spliter direkt auf die Mitte seiner Brust gestoßen. Es hinterließ eine Art glitzerndes, strahlenkranz artiges Hollowloch...

Und der Blick in Kenpachis Auge war ungefähr genau so mordlüstern, wie der eines Hollows.

Renji war sich sicher, dass er nun sterben würde. Es würde der demütigenste Tod in der Geschichte der Soul Society werden, denn er hatte eine große Ladung von der Explosion abgekommen und war gehüllt in pinken und goldenen Glitzer, von Kopf bis Fuß.

Als Kenpachi der Szenerie näher kam, machte Renji ein paar Schritte zurück und hob die Hände in die Luft. "Ich... ähm, ich kann das erklären, Kommandant..."

Nur, dass er das nicht mehr tun musste, denn gerade in diesem Moment, streckte ein bezauberndes, weißes Pferd scheu seinen Kopf aus den Resten der Box heraus. Es hatte eine regenbogenfarbige Mähne und das perfekteste perlmuttartige Horn, dass Renji jemals gesehen hatte. Seine Augen waren groß und rehartig, fast schon wie aus einem Cartoon und das kleine Wiehern, ließ es so... süß wirken.

Alles war so bezaubernd, bis es Ikkaku bemerkte. Entweder war es sein Glatzkopf (nun mit Glitzer bedeckt) oder einfach nur die Weise, wie er dort stand, niemand würde es jemals wissen, doch das Ding sprang aus der Box und attackierte. Horn nach unten, stürmte es los wie ein Stier und raste in einer halsbrecherischen Geschwindigkeit auf Ikkaku zu. Ikkaku blickte es einmal an, murmelte etwas absolut nicht jugendfreies und nahm dann die Beine in die Hand.

Für eine Sekunde konnte es Renji nicht glauben, doch dann richtete das Einhorn seine Aufmerksamkeit auf ihn. Diese Augen, diese großen, Rehaugen, von denen er gedacht hatte, dass sie sie goldig waren, glühten nun vor blutrünstiger Wut. Mit einem entsetzten Jaulen folgte Renji Ikkaku, sich entsetzlich bewusst, dass ihm dieses gemeingefährliche Horn an den Fersen heftete.

Er hatte kurz den Gedanken, Zabimaru zu ziehen, doch der einzige Weg, das Ding zu stoppen wäre, es zu zerstören. Wenn er das tat, wäre er wieder zurück am Anfang und Yachiru würde ihm die Eingeweide rausreißen. Renji konnte sie nun hören, wie sie auf Kenpachis Schulter auf und ab sprang, ihre Stimme voll von Entzücken, als sie rief:

„Mein Einhorn! Ich liebe es, Kenny! Können wir es behalten?“

Vor ihm erreichte Ikkaku den Ahornbaum und als Renji zu klettern begann, war er schon halb oben. Sie erreichten die oberen Äste zusammen und hielten inne, beugten sich nach vorne, um wieder zu Atem zu kommen. Unter ihnen stolzierte das Einhorn auf dem Übungsplatz, Yachiru hüpfte hinterher. Da fasste Renji eine Entscheidung. Er würde niemals wieder der Zwölften vertrauen.

Und er würde Yachiru beibringen, wie man Versorgungsgüter bestellte.
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