Zwischen Dominanz und Wahnsinn

von JujuRose
KurzgeschichteRomanze, Familie / P18
Hawk Kit OC (Own Character) Sienna Lauren
03.05.2017
24.07.2019
40
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Kapitel 1:


Ein Heulen schallte durch die Nacht. Sofort hob der silber-weiße Wolf seinen Kopf. Er war auf Streife. Auch wenn es keiner von seinem Rudel war, rannte er los. Seine Beine trugen ihn schnell und sicher durch den Wald. Er kannte sein Gebiet in und auswendig. Keine fünf Minuten später hatte er den Wilden Wolf erreicht. Er war am Rande des Territorium. Als der Wolf Hawke sah fing er an zu Wimmern.

Es war ungewöhnlich, dass sich die wilden Wölfe mit einem Gestaltwandler zusammen taten, doch offenbar haben sie ihn als ihr Alpha anerkannt. Fluchend verwandelte sich Hawke in einen Menschen und strich dem Wilden Wolf über den Kopf. Seine Pfote hing in einer Bärenfalle. Hawke sah sich die Verletzung an und legte den Kopf in den Nacken und heulte laut und deutlich. Immer noch beruhigend strich er dem Wolf über den Kopf. „Ich hole Hilfe“, versprach er leise.

Der Wolf war offenbar nicht besonders erfahren aber dennoch stellte sich die Frage, wieso dort eine Bärenfalle lag. Drew kam als erstes. Er fing an zu fluchen, als er Hawke und den wilden Wolf sah. Doch sofort zog er sein Satellitentelefon hervor und wählte die Nummer von Lara. „Hi, hier ist Drew. Hawke hat einen streuenden Wolf in einer Bärenfalle gefunden. Er ist verletzt“, berichtet er kurz und knapp. „Wir sind an der Östlichen Grenze.“

Dann legte er auf und ging zu Hawke. „Sie wird in 40 Minuten hier sein“, erklärte Drew und ging in die Hocke. Sofort knurrte der wilde Wolf. Ein Dominanter Blick von Drew reichte um ihn zum Schweigen zu bringen. „Lara bringt Judd mit“, erklärte er. Er warf Hawke Kleidung zu, dass er vorsorglich mitgenommen hatte. Ohne den Wolf loszulassen zog er sich an.

Hawke hielt das für eine gute Idee. Der Mediale TK konnte die Falle lösen ohne dem Wolf dabei noch mehr zu verletzten. Je länger die warteten desto mehr wilde Wölfe kamen zu der Lichtung und keine vierzig Minuten später hörte er ein Auto. Sofort sah Hawke auf, wohl wissend das der Wolf nun gerettet war. Immer noch strich er sanft über sein Fell. Anderes als Gestaltwandler, konnte er den Wolf nicht heilen genauso wenig wie Lara. Aber sie konnte ihm helfen.

Ein ganz bestimmter Duft stieg in seine Nase als die Türen aufgingen. Sofort sprang sein Wolf auf und schlich ungeduldig durch seinen Kopf. Es war ein lieblicher Geruch. Es roch nach Wald, aber auch nach Veilchen und Sonnenblumen. Der Geruch gehört zu einem Luchs. Einen ganz bestimmten Luchs. Skye Grey trug einen Verbandskasten und folgte Lara zu dem Wolf. Ihr Blick war gesenkt und sie gehorchte ohne ein Wort Zusagen Laras Anweisungen. „Ich brauche Verbandszeug aus dem Auto und eine Schiene“, wies Lara sie an nach kurzem Blick auf den Wolf.

Skye stand auf rannte zum Auto, kurz darauf kam sie mit einer kleinen Schiene wieder. „Lara, ich habe eine Kinderschiene genommen. Aber sie wird immer noch zu groß sein“, sagte sie und sah zu Judd. „Kannst du sie kleiner machen?“

Judd wolltet gerade danach greifen als Drew den Kopf schüttelte. Der TK Mediale sollte seine Kräfte sparen. Er hatte noch kein Wort gesprochen.

„Ich mach schon, süße“, Drew griff danach und zog eine Säge aus dem Werkzeugkasten. Lara hatte den Wolf stabil hingelegt und sah zu Judd. „Bist du bereit?“, fragte sie. Judd nickte. In diesem Moment sah sie zu Skye. „Wenn Judd die Falle öffnet muss du ganz feste auf die Blutung drücken, verstanden?“, fragte sie. Sie gab Skye die Schiene.

Der Wolf fing an zu Knurren. Es gefiel ihm nicht, dass eine Raubkatze in seiner Nähe war. Er versuchte sogar nach Skye zu schnappen. Diese zuckte erschrocken zurück.

Wieder knurrte der Wolf bedohlich. „Hawke!“, erst als Lara ihn scharf an fuhr sah Hawke den Wolf an. Eigentlich hätte er eher eingreifen müssen.

Der Wolf hielt seinen Blick kurz stand bevor er aufhörte Skye anzuknurren. Ihre Hände waren immer noch zitterig. „Bist du soweit?“, fragte Lara.

Skye nickte und kniete sich hin. „Ihr müsst euch beeilen. Ich weiß nicht wie lange ich die Falle halten kann", Judd kniff die Augen zusammen und die Falle löste sich. Innerhalb von Sekunden zogen Drew und Hawke den jaulenden Wolf aus der Falle. Im nächsten Moment drückte Skye die Schiene auf das Bein und Lara fing an ein Druckverband zu machen. Der Wolf jaulte. Als sie fertig war, waren ihre Hände voller Blut. „Wir müssen ihn mitnehmen. Ich werde ihn auf der Krankenstation nähen“, entschied Lara.

Hawke zögerte. „Bist du dir sicher? Er geht nicht gerne in die Höhle.“

Lara zog die Schulter hoch. „Er muss aber, wenn er nicht will das sich seine Wunde entzündet“, sie packte wieder ihre Sachen zusammen und sah ihren Leitwolf an. „Es ist deine Entscheidung. Aber hier kann ich nicht mehr für ihn tun.“

Hawke wägte die Möglichkeiten ab bevor er nickte. „Gut, wir nehmen ihn mit“, entschied er dann. Gemeinsam mit Drew hob er den Wolf an und trug ihn zur Ladefläche. Im Augenwinkel bemerkte er Skyes Blick. Sofort drehte er sich in ihre Richtung und wollte mit ihr sprechen doch sofort wandte sie den Blick ab. „Lara, soll ich auf der Ladefläche mitfahren?“, fragte sie. Sie mies ihn. Den Wolf störte das zunehmend.

Lara schüttelte den Kopf. „Nein. Er riecht dein Luchs“, ihre Blick fiel auf Hawke.

„Klar“, er sprang auf die Ladefläche und sah zu Drew. „Durchsuch mit ein paar Leuten das Gebiet. Vielleicht sind hier noch mehr Todesfallen“

Judd hob seinerseits die Bärenfalle auf. „Ich gucken ob ich heraus finden kann, wo die Falle her kommt“, sagte er und sah auf die blutigen Zacken. „Sie ist groß genug für einen Gestaltwandler.“

Nach dem der Wolf auf der Krankenstation angekommen war rief Hawke zu einen Offiziers Treffen. Sie mussten schleunigst herausfinden, wer aus ihrem Gebiet wilderte.

Doch bevor er mit den Offizieren reden muss nahm er sich Riley zur Seite. Er war einer seiner besten Freunde, immer loyal und auch der älteste Offizier der Wölfe. Riley sah ihn fragend an. „Wie kann ich dir helfen?“, fragte er.

„Seit wann hilft Skye Lara bei der Versorgung der Kranken?“, fragte Hawke ohne Umschweife. Er war der Leitwolf. Er hätte das entscheiden müssen. Doch er hatte nichts dergleichen getan.

Riley sah ihn ernst an. „Seit ein paar Wochen. Hawke, ich habe dir vorher gesagt, dass sie eine Aufgabe braucht und du hast dich nicht darum gekümmert“, sagte Riley vernünftig. „Sie ist einundzwanzig und langweilt sich zu Tode. Sie hat mit Sienna eine Medizin Ausbildung bei den Leoparden gemacht und Lara brauchte eine helfende Hand“

Die Begründung war schlüssig und logisch. Er hatte ihr keine Aufgabe gegeben, damit er sie meiden konnte. Aber Riley hatte Recht. Sie brauchte eine Aufgabe. Aber auf der Krankenstation würde er sie ständig sehen und das wollte er vermeiden. Also musste er sich etwas überlegen. Nach der Besprechung mit seinen Wächtern.
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