Liebe zur Freiheit

GeschichteFantasy / P16
Grimalkin OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow
02.05.2017
10.08.2017
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Hallöchen :D,
nach so langer Zeit melde ich mich zurück mit einer neuen Geschichte. Diesmal ist bei Melissa etwas Entscheidendes anders, was euch schnell auffallen wird. ^^ Trotzdem hoffe ich dass ihr meine Story lest und mir ein Review da lasst.
Also viel Spaß mit dem ersten Kapitel meiner neuen Geschichte,
NimmerniesPrinzessin <3

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Der kleine Raum glitzerte, obwohl keinerlei Sonnenstrahlen hereinfielen. Hier gab es nichts. Kein Fenster. Kein Fluchtweg. Nur die Gitterstäbe, die Ketten und mich. Mein Aufenthalt wäre vielleicht nicht so schlimm gewesen, wenn nicht alles aus Eis gewesen wäre. Aber leider war es genau das: ein eisiges Gefängnis. Mein eisiges Gefängnis.
Die eisigen Fesseln an meinen Handgelenken hatten die Haut schon nach den ersten Tagen zerstört und nur offene, blutende Wunden zurückgelassen, an denen besagte Fesseln klebten. So gut es ging bewegte ich meine Arme nicht, was mir durch die Tatsache, das jegliches Gefühl aus ihnen gewichen war, da sie über meinem Kopf  an der Wand angebracht waren, erleichtert wurde. Vor den Gitterstäben aus Eis postierten zwei Wachmänner, bewaffnet und bereit alles und jeden, ohne mit der Wimper zu zucken, zu töten. Wütend biss ich mir auf die, bereits offene Lippe. In den ersten Wochen brauchte es mindestens acht Männer um mich hier festzuhalten. Die Tatsache, dass es nur noch zwei waren, war erniedrigend. Mir fehlte die Kraft um mich zu wehren. Es wäre ein Leichtes gewesen die Zelle, in der ich saß, einfach zu schmelzen, was ich Anfangs stetig getan hatte, doch jetzt war mein Schein zu schwach geworden. Er reichte nicht mal mehr aus um eine Blume wachsen zu lassen. Also blieb mir nichts anderes übrig, als hier zu sitzen und dem Tod lange genug davon zu laufen, um hier doch noch rauszukommen.
In Menschenjahren war ich bereits seit zwei Jahren im eisigen Gefängnis von Tir Na Nog. Die ebenso wunderschöne, wie auch grausame Königin des Winters beschloss mich hierzubehalten, weil sie glaubte mich als Druckmittel gegen Oberon einsetzen zu können. Ich hätte ihr sofort sagen können, dass das reine Zeitverschwendung war, denn dafür war ich Oberon nicht wichtig genug. Der König des Lichten Hofes wusste vermutlich nicht mal wer ich war oder dass es mich überhaupt gab. Offengestanden war es mir sogar egal. Ich war frei, stand in keinen Diensten der Herrscher, weder von Oberon noch von Titania, und musste den Regeln keine Folge leisten. Die meiste Zeit verbrachte ich sowieso im Wilden Wald, kannte ihn besser als die meisten Feen und genau das hatte mich in die Fänge der Dunklen Königin getrieben. Im Wilden Wald galten die Gesetze der Höfe nicht, oder zumindest nicht so streng. Und aus diesem Grund hielten es Mabs Höflinge für unterhaltsam, mich bewusstlos zu prügeln und nach Tir Na Nog zu schleppen. So einfach hatte ich es ihnen dann aber doch nicht gemacht und zwei von ihnen spüren lassen, dass sie es sich zwei Mal überlegen sollten, ob sie mich angriffen oder nicht. An den Stellen wo sie gefallen waren, wuchsen jetzt schwarze Bäume. Doch je länger ich hier gefangen war, umso schwacher wurde ich. Sommerfeen hatten so gut wie keine Überlebenschancen im Winterreich. Wir brauchten das Leben, die Sonne und das Licht. In Tir Na Nog gab es nur Intrigen, Tod, Blut und brutale Finsternis. Und doch hatte ich dazugelernt. Ich lernte jegliche Gefühle zu unterdrücken, strategisch zu denken und nur auf mich zu achten. Erst da fiel mir auf, dass ich schon immer so war. Wären da nicht mein sommerliches Aussehen und der Schein des Sommers, der durch meine Ader floss, könnte man glauben ich sei eine Winterfee. Irgendwie machte mich das stolz. Sollte ich das jemals zugeben, wäre das Hochverrat und Grund genug für Titania mir den Kopf abzuschlagen. Oder mich in die Menschenwelt zu verbannen.
Ich zog es vor allein durch das Nimmernie zu ziehen und bisher hatte auch niemand Wert auf meine Gesellschaft gelegt. Abgesehen von den Feen, die versuchten mich mit einem Handel und Versprechungen übers Ohr zu hauen. Selbst die begriffen schnell, dass ich meine Ruhe haben wollte. Leider hatte ich im Winterreich nie meine Ruhe. Ständig flitzten Púcas vorbei, fauchten wüste Beschimpfungen oder lachten mich aus. Winterritter schauten nach, ob die Ketten auch noch eng genug saßen und ich brav weiter litt. Jedes Mal gingen sie zufrieden wieder raus. Wenn ich jemals hier rauskomme, schnappe ich mir diesen Kerl und lasse ihn leiden, schwor ich mir. Dieser hatte besonders viel Spaß daran gefunden, meine Fesseln so eng zu machen, dass sie mir sämtliches Fleisch verbrannten. Wieder erfüllte mich Wut, ließ meine Adern heiß werden und für diesen Moment konnte mir die Kälte nichts anhaben. Schnell verrauchte die wohlige Hitze, ich war nicht mal stark genug um wütend zu sein.
Aber nicht jede Winterfee hasste mich abgrundtief. Einer meiner Wachposten war mir gut gesinnt. Seit meiner Ankunft lockerte er heimlich die Ketten, besorgte mir Nahrung und unterhielt sich mit mir. Es grenzte an ein Wunder, dass wir noch nicht aufgeflogen waren. Er bewachte auch mein Waffen. Sehnsüchtig dachte ich an mein Schwert, mit der wunderschönen, klaren Klinge aus Glas und dem Griff aus Gold, in dem meine Initialen eingraviert worden waren. Genau genommen, war es nur ein "M"  für Melissa. Namen hatten im Nimmernie und unter uns Feen eine wichtige Bedeutung und wer nicht vorsichtig war, konnte schnell in ernste Schwierigkeiten geraten. Ich war schon immer zu vorsichtig gewesen und mit mir spielte niemand Spielchen, ohne den Kürzeren zu ziehen. Denn auch wenn ich nie oft bei Hofe war, beherrschte ich das Spiel besser als die Meisten.

Ein Kratzen ließ mich die Augen öffnen. Die Púca von gestern hatte mal wieder Langeweile und grinste mich hinter den Stäben mit gebleckten Zähnen an.
>>Immer noch am Leben?<<, stichelte sie zischend.
>>Verschwinde.<<, erwiderte ich mit einer Stimme, so kalt wie der Boden unter mir.
Doch das bereitete ihr nur mehr Spaß an der Sache und sie sprang wild auf und ab. >>Sommerblut ist ganz schön vorlaut. Der Königin wird das gar nicht gefallen.<<
>>Ich sagte verschwinde!<<, wiederholte ich.
>>Du hast mir gar nichts zu sagen.<<, erwiderte sie ungerührt.
Wenn ich nur mein Schwert hätte ... Ich schätzte den Abstand zwischen uns ein, aber sie war zu weit weg, als dass ich sie hätte treten können. Dass ich kein Gefühl in den Beinen hatte, ignorierte ich bewusst.
>>Bald wirst du auch sterben. Du hast schon viel zu lange hier rumgesessen.<< Sie leckte sich mit der Zunge über die spitzen Zähne.
>>Bevor ich sterbe, ziehe ich dir noch das Fell über die Ohren.<<, versprach ich ihr und kniff drohend die Augen zusammen.
Die Púca streckte mir die Zunge raus. >>Dazu musst du mich erstmal kriegen.<<
Ich lehnte mich vor, die Ketten gruben sich in tiefer in mein Fleisch und verhinderten, dass ich der nervigen Púca zu nahe kommen konnte. Ihr schadenfrohes Lachen widerte mich an.
>>Genug jetzt.<<, durchschnitt der Wachposten ihre Freude.
Erstaunt blinzelte ich. Er begab sich damit bereits auf dünnes Eis. Von allen Winterfeen wurde erwartet, daneben zu stehen und sich nicht einzumischen, wenn jemand geärgert, bestraft oder getötet wurde. Egal ob man es guthieß oder nicht. Die Tatsache dass er mir half,  könnte die ganze Sache auffliegen lassen und im schlimmsten Falle und beiden das Leben kosten. Wäre das denn so schlimm? Ich würde nicht hier rauskommen. Das Letzte was ich sehen würde, wäre dieser Palast aus Eis und das höhnische Grinsen der Winterfee, die mir das Messer ins Herz stoßen würde. Wenn ich Glück hatte würde Königin Mab das sogar persönlich machen. Welch große Ehre.
Es gab eine Zeit, kurz nachdem mein Körper anfing der Kälte nachzugeben, da hatte ich mir gewünscht zu sterben, flehte stumm jedes bewaffnete Wesen an, es einfach hinter sich zu bringen. Ich wollte sterben. So müsste ich nicht diese Schmerzen ertragen, die Qual und die Leere, wo zuvor mein Schein war. Es war nicht so dass er vollkommen weg war, ich spürte ihn noch, nur ihn zu nutzen war mir nicht mehr möglich.
Die Púca fauchte etwas Unverständliches und flitzte in ihrer Katzengestalt davon. Mein Helfer stellte sich wieder in seine Position, doch sein Blick streifte meinen bevor er mir den Rücken zuwandte. Er wusste genau welche Folgen es haben könnte. Ach, Flint!, dachte ich wehmütig.

Zu sagen ob der Tag schon rum war oder gerade erst anfing, erforderte eine gute Beobachtungsgabe. Das letzte Mal als die Sonne aufgegangen war, konnte schon Jahrhunderte her sein. Vielleicht tat sie es ja in diesem Moment . Mir fehlte die Sonne. Ihre Hitze, ihr Licht  und ihre Magie. Die Sonne war ein Teil des Sommerhofes und somit ein Teil von mir. Ich war an ihr Fehlen gewohnt, im Wilden Wald sah man normalerweise nie die Sonne. Nur die Schatten die sie warf und erschuf. Ich liebte den Wilden Wald, sein Zwielicht, die Gesetzlosigkeit und die Gefahr. Hinter jedem Baum, jedem Felsen und in jedem Schatten konnte der Tod warten. Im Wilden Wald zu sein, bedeutete sich in Lebensgefahr zu begeben. Denn abgesehen von den physischen Qualen, gab es noch die Psychischen. Welche schlimmer waren, lag im Auge des Betrachters.
Ich erschrak, als Flint vor mir stand und in die Knie ging um mir ins Gesicht zu sehen. Seine Hände fummelten an meinen Handfesseln rum.
>>Mab will dich sehen.<<, erklärte er knapp.
>>Was? Wieso?<<, fragte ich, von plötzlicher Panik erfasst.
>>Weiß ich nicht.<<, antwortete er und die Fesseln sprangen auf.
Der Luftzug auf dem offenen Fleisch schmerzte wie tausend Nadelstiche und Blut rann meine Unterarme entlang. Taub wie sie waren, fielen sie einfach runter, schlugen auf dem Boden auf und nicht mal meinen kleinen Finger konnte ich bewegen. Flint half mir sanfter auf, als es eine andere Winterfee getan hätte und führte mich in den Thronsaal. Wir brauchten lange, bei jedem Schritt knickten meine Beine weg und es kostete meine gesamte Willenskraft, nicht stöhnend zusammenzubrechen. Auf den Gängen mit den ersten Winterfeen durfte Flint nicht mehr so  rücksichtsvoll sein und so zerrte er mich in einem unveränderten Tempo hinter sich her, mied es aber mich anzusehen. Ich war ihm nicht böse, schließlich musste er den eiskalten Ritter der Königin mimen. Und ich besaß noch Würde und Stolz, auch wenn meine Kleidung zerrissen, blutverschmiert und verdreckt war. Also hielt ich das Kinn oben, den Rücken gerade und setzte einen Fuß vor den Anderen, als wäre nie etwas gewesen, egal wie viele Schmerzen ich hatte.

Im Thronsaal angekommen verbeugte sich Flint, ließ mich los und trat zurück, sodass ich allein vor der grausamen Winterkönigin stand. An den Wänden postierten die braven Ritter, einer davon Flint. Mein Blick richtete sich auf Mab, die sah wie ich darum kämpfte auf den Beinen zu bleiben. Ihre Haare  erinnerten an Tinte und verschluckten mit ihren schwarzen Augen jegliches Licht. Das schneeweiße Kleid schwappte über den Rand des Thrones und ging über in ihre ebenfalls schneeweiße Haut. Das war er, der Moment in dem die Königin der Dunklen mich töten würde. Die Art, wie sie meinem Leben ein Ende setzen wollte, machte mich neugierig. Ließ sie mein Blut erfrieren bis mein Herz stehen blieb? Erstach sie mich mit einem Eispfeil oder einem Dolch? Oder ging sie ihrer Lieblingsmethode nach und sperrte mich in einen Eisblock ein? Ich stellte mir dieses Gefühl vor, gefangen in Eis, unfähig sich zu bewegen oder zu atmen. Die Lungen voll mit Eis und doch ist man nicht tot. Man saugt nach der Luft, die niemals kommen wird und kann doch nicht sterben. Faszinierend und erschreckend zugleich.
Ich dachte gar nicht daran zu knicksen oder sonstige Beweise für Respekt oder Ergebenheit darzubringen.
>>Ich muss gestehen, es hat mich beeindruckt dass du so lange überlebt hast. Die meisten Sommerblüter schaffen nur ein paar Tage.<<, gestand Mab, mit widerwilligem Respekt und lehnte sich auf ihrem Thron zurück. >>Du nimmst nur Platz weg, da du dich offenbar weigerst zu sterben, aber auch nicht darum flehst gehen zu dürfen. Was treibt dich an? Wofür hältst du an deinem jämmerlichen Leben fest?<<
Um Euch ins Gesicht sehen zu können und Euch zu beweisen, dass der Sommer dem Winter in Nichts nachsteht, hätte ich am Liebsten gesagt. Stattdessen verkniff ich mir jegliche Kommentare und starrte sie wachsam an. Tatsächlich hatte ich keine Ahnung warum ich so lange durchgehalten hatte.
Mab erkannte dass sie keine Antwort kriegen würde und kratzte gelangweilt mit ihren Fingernägeln über das Eis ihrer Armlehne. >>Du willst bestimmt wieder nach Arkadia, nicht wahr, mein Täubchen?<<
Ihr Tonfall sorgte dafür, dass alle Alarmglocken schlugen und instinktiv zuckte meine Hand zu meiner Hüfte, wo eigentlich mein Schwert hätte hängen müssen. Gleichzeitig rief ich den Schein zu mir, stieß aber wieder nur auf Leere. Betont ruhig erwiderte ich den Blick de Königin und ignorierte, dass sich mein Körper wie eine gespannte Sprungfeder anfühlte. Wenn sie mich jetzt töten wollte, würde ich so viele von ihren Leuten mitreißen wie möglich.
Doch sie machte keine Anstalten mir etwas zu tun, sondern lächelte mich nur an. Schweigen legte sich über den Thronsaal, bis Mab sich voller Autorität und Macht aufrichtete und auf mich herab schaute. >>Ich gebe dir die einmalige Gelegenheit dir deine Freiheit zu verdienen. Es sei denn du willst noch länger unsere Gesellschaft genießen.<<
Um das Zittern in meiner Stimme zu unterdrücken, schluckte ich kurz. >>Und die wäre?<<
Jetzt betrachtete mich Mab wie eine hungrige Katze und ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln. Ich musste erneut schlucken. Mab fiel es gar nicht auf.
>>Eine simple Aufgabe. Wenn du diese erfüllt hast, bist du frei.<<, schnurrte sie.
>>Welche Aufgabe?<<, hakte ich nach.
>>Du musst wissen, ich bin schon lange auf der Suche nach etwas, doch selbst unter den besten Bedingungen gelang es mir nicht es zu bekommen.<<, erklärte sie und schwieg kurz. Dann fuhr sie mit einer kühleren Stimme fort. >>Genauer gesagt, ist es ein Jemand.<<
>>Wen soll ich finden?<<, stellte ich die Frage auf die sie wartete, denn langsam verlor ich die Geduld.
Die Augen der Königin wurden so schmal, bis sie nur noch schwarze Schlitze waren. >>Finde Robin Goodfellow und bringe ihn nach Tir Na Nog. Lebend. Dann darfst du gehen und deine Freiheit genießen.<<
Ich glaubte, mich eben verhört zu haben. Doch Mabs Gesichtsausdruck bewies, dass sie es vollkommen ernst meinte. Ein humorloses Lachen entwich mir und ich starrte sie ungläubig an. >>Ich soll was? Das ist unmöglich.<<
>>Ist es nicht.<<, entgegnete sie ungerührt.
Was glaubte sie, wer ich bin? >>Wenn Eure Männer es nicht geschafft haben ihn zu fangen, warum sollte ich dann auch nur den Hauch einer Chance haben?<<, gab ich zu bedenken und verschränkte die Arme vor der Brust. Schließlich war ich nicht Oberon, der ihm Befehle erteilen konnte, die er sowieso nur dann erfüllte, wenn er es wollte.
Das kümmerte die Winterkönigin jedoch nicht. >>Du bist ein Mädchen. Deine Chancen Goodfellow zu etwas zu überreden stehen daher deutlich besser, als die meiner bewaffneten Ritter.<<
>>Wenn Ihr denkt, ich werde ihn auf diese Weise zu Euch locken, habt Ihr falsch gedacht.<<, widersprach ich sofort. Allein der Gedanke daran war nicht nur erniedrigend und beleidigend, sondern auch empörend. Immerhin war ich keine Nymphe.
>>Mich interessiert es nicht, auf welche Art und Weise du ihn herbringst, Hauptsache er steht am Ende vor mir.<<, sagte sie.
Den Grund wollte ich nicht wissen. Robin Goodfellow hatte keinen Respekt vor Königen oder Hexen oder sonst wem.
>>Damit ich das richtig verstehe: Ich soll Robin Goodfellow, den Robin Goodfellow wohlgemerkt, zu Euch ins Herz des Winterreiches bringen und dann bin ich frei?<<, fasste ich zusammen. Dabei ließ ich Mab nicht aus den Augen.
Sie nickte und winkte einen Ritter zu sich heran. Es war Flint. In den Händen hielt er eine lederne Schwertscheide und einen Gurt, mit einer kleineren Version davon. Ohne mich direkt anzusehen, überreichte er mir meine Waffen und ging sofort wieder zurück auf seinen Posten. Im Stillen lobte ich ihn. Mein Schwert schnallte ich mir direkt um die Hüfte und den Riemen, mit dem Jagdmesser um meinen Oberschenkel. Dort war er gut versteckt, wenn ich ein längeres Oberteil trug.
Mit meinen Waffen am Körper fühlte ich mich gleich viel besser und nicht so ausgeliefert. Wenn ich jetzt noch an meinen Schein kommen würde, wäre ich bereit es wieder mit allem und jedem aufzunehmen. Sogar mit Goodfellow.
>>Einverstanden. Ich mache es. Ich bringe Euch Goodfellow, lebend, und im Gegenzug bin ich frei.<<
Zufriedener hätte Mab nicht aussehen können. >>Komm nicht auf dumme Gedanken. Ich lasse dich beobachten.<<
Damit war ich entlassen.
Beim Verlassen des Palastes riskierte ich noch einen unauffälligen Blick auf Flint und konnte es kaum erwarten, die Grenzen des Winterreiches hinter mir zu lassen.
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