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The Assempler

von Pria
GeschichteAbenteuer, Freundschaft / P16 / Gen
OC (Own Character)
01.05.2017
26.06.2018
55
57.491
4
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13 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
01.05.2017 1.148
 
Abend!

Heute geht es endlich los! Gott, ich bin schon so aufgeregt!
Ich präsentiere Euch meine erste Assassin's Creed Story und hoffe, ihr findet gefallen daran.
Ich versuche immer Montag ein neues Kapitel hochzustellen, so das ihr nicht den Faden verliert.

Doch erst noch: Urheberrechtserklärung
Die Assassin’s Creed Reihe und alle Original Charaktere gehören verschiedene Ubisoft-Studios, hauptsächlich Ubisoft Montreal und dem französischen Publishers Ubisoft, die Geschichte selbst hat Pria geschrieben und die Idee und ihre Charaktere gehören ihr.

Und jetzt wünsche ich Euch viel Spaß beim Lesen!
*Kekse für alle dalass*
LG Pria ^.-


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Dezember, 1756


Der Tod ist nicht der Untergang, der alles aufhebt und zerstört! Er ist der Beginn eines anderen Lebens, welches kein Ende hat!, schallten noch die Worte des Mannes durch meinen Kopf, bevor das Platschen erklang und eine schwere Eisenkugel ihn in die Tiefe des Meeres riss. Die Anderen hatten gelacht, meinten, dies geschiehe diesem Bastard recht. Dabei wollte er nur seine Frau rächen, die gemeinsam mit 19 anderen den gleichen Tod fand. Ich selber verhielt mich still und bedeckt, versuchte unscheinbar zu wirken und damit keine unnötige Aufmerksamkeit auf mich zu ziehen. Selbst als mein Magen bereits lautstark vor Hunger protestierte und vor Durst kein Laut mehr aus meiner Kehle wich, blieb ich still in meiner zugewiesenen Ecke sitzen. Wo sollte ich auch hin? Die schweren, unnachgiebigen Ketten, welche an meinen Handgelenken und Knöcheln befestigt sind, ließen mir keinen großen Spielraum. Sie waren mit einem eisernen Ring verbunden, der fest im Holz des Schiffes saß und keine Möglichkeit zur Flucht hergab. So saß ich jetzt schon eine scheinbare Unendlichkeit, mit gefühlt 500 anderen Sklaven aneinander gepfercht, im Rumpf des Ungetüms, während das kontinuierliche Schaukeln uns stetig hin und her wiegte. Die meiste Zeit schlief ich, da durch das wenige Licht, welches durch die Planken fiel, hier unten überwiegend Dunkelheit herrschte. Ich hatte längst jedes Zeitgefühl verloren und wartete nur noch darauf, dass wir unser Ziel erreichten oder der Tod mich holte.

Dabei erschien am Anfang alles so perfekt, wie ein Wunder, das mir der Himmel persönlich schickte. Nachdem ich tagelang auf einigen Brettern im Meer trieb, sammelte mich eine Fregatte auf. Damals dachte ich, ich wäre gerettet. Doch leider irrte ich mich da gewaltig. Man legte mich in Ketten, welche bereits meine Haut aufgescheuert hatten und sperrte mich bei all den anderen hier unten ein. Ich wusste nicht, wohin man uns brachte oder was uns erwartete. Doch egal, was noch kam, ich wollte es nicht unbedingt erleben. Ein schweres Dröhnen donnerte über unseren Köpfen, als mehrere Matrosen eiligen Schrittes über das Deck liefen und dabei sich untereinander Dinge zuriefen, welche ich jedoch nicht verstand. Nicht nur mein Blick wanderte hinauf zu Decke, sondern auch der vieler Anderer. Eine raue, warme Hand legte sich auf meine und ich sah in die braunen Augen eines Mannes, der auf dem Platz neben mir hockte. Sein Gesicht und Körper war von Narben überzogen und schwarze Tinte schimmerte auf seiner dunklen Haut. „Keine Angst.“, flüsterte er, während sich seine Finger haltend um meine schlossen. „Was ist da oben los, Orma?“, fragte ich ihn leise. „Ich weiß es nicht, Pearl.“, antwortete er, wobei unsere Blicke erneut hinauf zu den Planken wanderten.

Orma hatte ich erst hier kennengelernt. Er war seit seiner Geburt ein Sklave und arbeitete auf den Feldern verschiedener Herren. Die meisten Wunden stammten von den Peitschen und dem karamellisierten Zucker, welcher sich in die Haut brannte, wie heißes Pech. Doch er ist ein netter Mann und hier unten meine einzige Gesellschaft. Außerdem kannte er viel von der Welt und hatte für einen Sklaven schon einiges gesehen. Ich hingegen konnte damit nicht angeben, denn ich wusste nichts. Mein ganzes Leben, wenn es vorher eines gab, war ausgelöscht, bis zu dem Moment, wo ich ihm Meer trieb. Ich besaß keinerlei Erinnerung an die Zeit davor und so kannte ich nicht einmal meinen wirklichen Namen. Als die Männer mich damals aus dem Wasser fischten, nannten sie mich einfach Pearl. Sie sagten, ich sei so schön, wie eine Ozeanperle und ihr Grinsen werde ich dabei nie wieder vergessen. Außerdem zogen sich auch über meine gebräunte Haut diese schwarzen Zeichen, wie bei Orma. Jedoch sind es keine Sklavenmerkmale, sondern Bilder. Ein Phönix, der scheinbar meinen Rücken empor flog, eine Schlange, welche sich mein linkes Bein hinauf schlängelte, eine Sonne die auf meinem rechten Handrücken erstrahlte und zwei Fische, ein Tigerhai und ein Schwertwal, welche sich auf meinem rechten Oberarm umkreisten. Woher und warum ich diese Zeichnungen trug, wusste ich leider ebenfalls nicht.

Erneut ertönte ein lautes Brüllen von Deck, ehe eine ohrenbetäubende Glocke geläutet wurde. Das klang ja mal so absolut nicht gut und durch die Sorgenfalten in Ormas Gesicht, spürte ich jetzt doch einen Anflug von Panik. Dann neigte sich das Schiff stark, wodurch ich fast von meiner Schlafbank fiel, welche vielleicht gerademal ein halben Meter breit war. Mein Freund hielt mich jedoch fest, bevor ich drohte zu fallen oder eher in meinen Ketten zu hängen. Denn diese verhinderten effektiv, dass ich meinen Platz verlassen konnte und sorgten dafür, dass man sich darin im schlimmsten Fall vorher erhängt. Orma zog mich zurück, während er sich selber an einem senkrechtverlaufenden Balken festhielt. Dann donnerte es lautstark und gut hörbares Platschen ertönte ganz in der Nähe des Rumpfes, wo wir saßen. Ich klammerte mich an meine Bekanntschaft, als ob mein Leben davon abhing. Doch als die erste eiserne Kugel ein Fenster in den Bauch des Schiffes schoss, wusste ich, dass es nun wirklich um Leben und Tod ging. Menschen schrien, nicht nur über uns, sondern auch hier. Die Kugel hatte einige der Schlafplätze und ihre Insassen zerschmettert. Männer mit herausgerissenen Körperteilen oder schweren Verletzungen brüllten alles zusammen, während zwischen ihnen die Toten lagen. Dann gab es einen weiteren Schlag, als die Wand neben mir weggerissen wurde. Orma zog mich in eine schützende Umarmung, während die Holzsplitter uns um die Ohren flogen. Ich schrie, aus Panik und Angst, denn ich bin mir absolut sicher, diese Hölle würde ich nicht überleben. Nur Sekunden später zerschoss ein wahrer Kugelhagel die einstige Idylle, während laute Schmerzensschreie den Raum erfüllten. Die eisernen Geschosse durchdrangen nicht nur die Schiffswand, sondern auch das Deck. Ohrenbetäubendes Brüllenund das Klirren von Waffen durchriss das Chaos. Schüsse ertönten, während immer wieder ein tödliches Donnern die nahenden Kanonenkugeln ankündigten. „Orma!“, schrie ich den Mann über mir an, während ich mich auf das Holz unter mir drückte. „Keine Angst!“, rief dieser mir zu, was jedoch leichter gesagt war, als getan. Dann folgte auf einen weiteren Einschlag ein lautes Knacken und unser Schlafplatz sackte plötzlich ab, wodurch wir beide auf den nassen Boden stürzten. Unsere Fesseln verhinderten jedoch, dass wir weit kamen. Als ich die Augen öffnete, blickte ich in die leeren Seelenspiegel eines Mannes und schrak zurück. Ich wandte den Blick von dem Toten ab und sah auf das Holz unter mir, wo bereits Wasser hindurch drang. Wir sanken!
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