Das Mädchen mit den gelben Augen

von ayne
GeschichteRomanze, Fantasy / P16
Ashallayn "Ash" Darkmyr Tallyn OC (Own Character) Robin "Puck" Goodfellow Rowan Sage
30.04.2017
12.03.2018
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Blinzelnd schlug ich meine Augen auf und kniff sie sofort wieder zu als mich das helle Licht der Sonne blendete. Ich versuchte es nun wieder etwas zaghafter und setzte mich langsam auf, doch ein pochender Schmerz breitete sich an meiner Kopfgegend aus. Meine Hände gruben sich fest in einen weichen Stoff und meine Augen weiteten sich überrascht. „Ah…Mist. Wo bin ich?“, fragte ich mich leise und fasste mir mit meiner zierlichen Hand an die schmerzenden Stelle. „Du bist am Dunkeln Hof.“, hörte ich eine bekannte, kühle Stimme neben mir und ruckartig drehte ich meinen Kopf zur Seite. Sofort erblickte ich in atemberaubende silberne Augen die mich kühl musterten und irgendwie verkrampfte sich alles in mir. Meine Faust schnellte ruckartig nach vorne doch Prinz Ash hielt sie locker mit einer Hand auf. Sofort schnaubte ich ungläubig aus, verlagerte mein Gleichgewicht auf meinen rechten Ellenbogen und versuchte mit meinen Fuß in Richtung seine Gesichtes zu treten doch er wich nach hinten aus. Ehe ich mich versah wurde ich an meinen beiden Handgelenken gepackt und auf das Bett gedrückt, während er mit seinem Gesicht, für meine Verhältnisse, viel zu nah an meinem war und augenblicklich sah ich ihn hasserfüllt an. „Lass mich los Prinz!“, zischte ich die Worte angewidert heraus und vergebens versuchte ich meine Arme von seinem festen Griff zu befreien. „Du bist eine ganz schön hartnäckiges Ding.“, stellte er mit einer gefühlslosen Stimme fest und sofort schnaube ich wieder verächtlich aus. „Ich habe strickt etwas gegen die Königsfamilien! Ihr denkt nur an euch! Ihr messt nur eure Kräfte und wollt die Stärksten sein…ihr achtet nicht auf andere Lebewesen, deren Leben genau so viel Wert ist, wie Euers Prinz, wenn nicht sogar wertvoller!“, zischte ich ihm ins Gesicht während ich seinem Näher kam und wütend die Zähne bleckte. Ein tiefes Grollen entkam seiner Kehle und für einen ganz kurzen Moment wurde mein Blick etwas verwirrt, bis ich merkte das er lachte. „Findest du das etwa witzig!?“, schrie ich sauer während ich meine Augen ungläubig und wütend weitete doch er lachte nur noch mehr und sah mich mit einem kalten Blick an. „Du hast keine Ahnung wie es ist du Missgeburt!“ „Wie hast du mich genannt?“, fragte ich mit einer eisigen Stimme und für einen Bruchteil einer Sekunde zerbrach die Maske des Prinzen und sein Blick wurde verwundert und etwas verwirrt. „Was guckst du so, Prinz?“, fragte ich ihn etwas gereizt und sofort sah er mich wieder kalt an bevor seinen Griff lockerte und von mir runter ging. Erleichtert atmete ich aus und setzte mich langsam auf. „In ein paar Minuten in dem königlichem Saal. Eine Puca namens Mirella wird dir beim Ankleiden helfen.“, sagte er knapp bevor er aus dem Raum verschwand und als er die Tür schloss ließ ich in meinen Händen einen kleinen Eissplitter erscheinen und warf ihm an die Tür. „Komm nie wieder hier rein verstanden!“, schrie ich noch zum Abschluss und als er ich das vertraute Klicken einen geschlossenen Tür hörte, atmete ich zufrieden aus und stütze meinen Kopf auf meinen Händen ab.
Doch ich konnte die Ruhe leider nicht lange genießen, denn es wurde schon wieder meine Tür geöffnet und sofort fragte ich angepisst: „Was?!“ Ich blickte sofort mit genervtem Blick auf, doch als ich eine tiefe Wunde am Arm einer Puca sah wurde mein Blick und meine Stimme weich als ich fragte: „Was ist mit dir passiert?“ Traurig Blickte sie auf den Boden, ignorierte mich und kam mit dem schwarzen Kleid in ihrer Hand auf mich zu. „Für mich?“; fragte ich überrascht und sah ihr in ihr Gesicht. Vorsichtig nickte sie mit gesenktem Blick und hielt mir zitternd das Kleid hervor. „Danke, Mirella. Das ist doch dein Name, oder?“, fragte ich mit sanfter Stimme und kniete mich mit dem Kleid in dem Arm hin. Kaum merklich schüttelte sie den Kopf und sagte kleinlaut: „Io, lautet meine Name.“ „Aber warum sagte dann der jüngste Prinz etwas anderes zu mir?“, fragte ich sie verwirrt und versuchte ihren Blick aufzufangen doch sie schaute gekonnt weg. „Die Königsfamilie will das wir vergessen wer wir waren. Sie `retteten` uns vor einem Lebensbedrohlichem Ereignis, so nennen sie es und geben uns einen neuen Namen, damit wir die Vergangenheit samt unseren Namen vergessen.“, erzählte sie mir mit zittriger Stimme und sofort blickte ich sie etwas verwirrt  an während ich mit sanfter Stimme sagte: „Du bist keine übliche Puca und bitte nenne mich doch Aurora, Io.“ Vorsichtig und ängstlich blickte sie mir nun doch in meine bernsteinfarbenen Augen und sofort schlich sich ein sanftes Lächeln auf meine rosigen Lippen. Ich starrte dann noch mal auf ihren Arm, aus dem blaues Blut entfloss und fragte sie vorsichtig: „Soll ich dir kurz helfen? Ich verspreche dir das es nicht wehtun wird.“ Kurz zuckte sie zusammen bevor sie mir ihren mir Arm vorstreckte und sofort hielt ich meine Hand über der Wunde und sagte: „Verheile.“ Grünes Licht kam mir aus meinen Händen und in weniger als eine Sekunde war die Wund weg. Interessiert musterte ich ihren hellblauen Arm, an welchen sich an den zierlichen Schultern, der Außenseite des Armes und des Handrückens kleine dunkelblaue Kristalle zierten. Überrascht sah die kleine Puca auf ihren Arm und sofort sagte ich freundlich: „Siehst du? Das hat nicht weh getan.“ Schüchtern lächelte sie noch an und präsentierte mir somit ihre kleinen Spitzen Zähne bevor sie ohne ein Wort aus dem Zimmer verschwand und mich wieder alleine ließ. Traurig blickte ich ihr hinterher und langsam erhob ich mich wieder von dem gefrorenen Boden und blickte verwirrt auf den Boden. Während ich mein hautenges, schwarzes Kleid vom Körper streifte fing ich über die Worte der Puca nachzudenken, da diese mir seltsam erschienen. „Was meinte Io damit, dass die Königsfamilie will, dass man vergesse? Das ergibt keinen Sinn…“
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