Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

Verlorene Erinnerungen - Gefangen in der Dunkelheit

von BlindFate
GeschichteDrama, Freundschaft / P12 / Gen
John Gage Roy DeSoto
27.04.2017
22.08.2017
16
28.160
1
Alle Kapitel
19 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
27.04.2017 2.214
 
"Marco, ich brauch hier die K 12 brüllte Johnny seinem Kollegen zu. Denn die Türen des verunglückten Fahrzeugs waren einfach nicht auf zu bekommen.
Marco griff nach dem Gerät und nach einer Schutzbrille und eilte zu Johnny, der ihm zeigte, wo er das Metall durchtrennen sollte.
Während dessen hatte Roy sich um ein anderes Opfer gekümmert und stellte nun eine Verbindung zu Rampert her. "Rampert, hier 51/2."
"Ich höre 51/2." ertönte Dr. Earlys Stimme.
"Rampert, wir haben zwei Opfer eines Verkehrsunfalls, Opfer Nummer eins ist weiblich, ca. 30J. Blutdruck 110/70 Puls 80 und Atmung ist 18. Patientin hat mehrere kleine Schnittwunden und vermutlich eine Gehirnerschütterung. Zustand sonst stabil und bei Bewusstsein." gab Roy die Werte durch.
"Verstanden, 51/2. Bringen sie sie her. Was ist mit Opfer Nummer zwei?" erkundigte Dr. Early sich.
Roy schaute zu seinen Kollegen rüber. "Rampert, Wir konnten noch keine Werte ermitteln, Patient ist im Fahrzeug eingeklemmt, wir melden uns sobald wir die Werte haben." Roy beobachtete Johnny wie er in den völlig verbeulten Wagen stieg.
Der Cap gab einen Funkspruch für Polizeiliche Unterstützung raus, denn der Verkehr musste umgeleitet werden. Chet und Marco waren bei Johnny und halfen ihm den eingeklemmten Fahrer zu befreien.
"Chet, reich mir mal das Blutdruckmessgerät und du, Marco, sag Roy bescheid, ich brauche seine Hilfe." erklärte Johnny angestrengt, denn es war mehr als eng in dem Autowrack.
"Okay." Meldete Marco sich zu Wort und eilte dann zu Roy, der gerade half Opfer Nummer eins in einen Rettungswagen zu tragen.
"Roy, Johnny braucht dich." Marco eilte dann zum Cap, da dieser ihm zugewunken hatte.
"Rampert weiß bescheid, ihr müsst ohne mich fahren." damit stiegen die Sanitäter ein und fuhren mit aufjaulender Sirene davon. Roy schnappte sich die Ausrüstung und eilte zu Johnny.
"Wie siehts aus?" erkundigte er sich bei seinem Partner, der gerade dabei war dem Mann das Blutdruckmessgerät um den Arm zu legen.
„Gah!“ stöhnte Johnny auf, als er den Arm des Mannes vorsichtig anhob und mit seiner linken Hand um diesen herum griff.
„Johnny, alles okay?“ erkundigte Roy sich besorgt, konnte er seinem Kollegen weder zur Hilfe kommen, noch etwas sehen.
„Ich hab mich geschnitten.“ zog Johnny seine verletzte Hand vorsichtig wieder hervor, nachdem er dem Mann die Blutdruckmanschette fertig angelegt hatte, und betrachtete sie. „Roy, ich brauch einen Verband.“  sah Johnny, so gut er konnte über seine Schulter zu Roy, der ihm nur knapp zu nickte und sogleich einen Verband aus der MedBox hervor holte. „Hier.“ hielt Roy seinem Partner den Verband hin.
Erst nachdem Johnny seine Hand provisorisch versorgt hatte, konnte er seine Arbeit fortsetzen.
"Blutdruck ist 90/50, Puls 64 und Atmung bei 12...“ teilte Johnny seinem Partner kurz darauf mit. „... Er hat eine kleine Platzwunde an der rechten Stirn, vermutlich ein paar Rippen und die Beine gebrochen. Verletzungen der Wirbelsäule kann ich keine ausschließen.“ war seine Stimme ernst, sein Blick angestrengt.
Roy nahm sich sogleich das Funkgerät und übermittelte die Werte ans Rampert.
"Verstanden 51/2." ertönte dieses mal Dr. Bracketts Stimme. "Legen sie ihm eine Halskrause an, holen sie ihn so schnell es geht da raus und legen sie eine Ringerlactatlösung, machen sie ein EKG und bringen sie ihn her."
"Verstanden Rampert. Wir melden uns wieder." schaute Roy zu Johnny auf, ließ aber sogleich wieder von ihm ab und nahm die Halskrause, reichte sie Johnny.  „Wir müssen ihn hier raus holen, damit wir ihn versorgen können." war Roy's Blick ernst. Johnny nickte seinem Partner nur zu, nahm die Halskrause entgegen und legte sie dem Mann kurz darauf an.
Es dauerte eine Weile, bis die Jungs ihn aus dem Wrack befreit hatten, mussten sie den Hydraulikheber aufbauen um seine Beine zu befreien.
Roy hatte die Infusion bereits vorbereitet, damit Johnny sie ihm nur noch anlegen musste. Während er ihm die Infusion anlegte, legte Roy ihm das EKG an. Kaum hatte er es angeschlossen, bekam der Patient Atemnot. Sofort griff Roy nach dem Funkgerät. „Rampert, hier 51/2 Patient hat Atemnot.“ ruhte sein Blick auf dem Mann. Johnny hingegen hatte Chet bereits losgeschickt das Sauerstoffgerät zu holen.
„Verstanden, 51/2, verabreichen sie ihm 6 Liter Sauerstoff und machen sie ihn für den Transport fertig.“
„Verstanden Rampert.“ sah Roy nun zu Johnny auf, der soeben das Sauerstoffgerät von Chet entgegen nahm und umgehend vorbereitete.
„Sechs Liter.“ gab Roy ihm zu verstehen.
Johnny drehte das Gerät auf und setzte dem Mann sogleich die Sauerstoffmaske auf.
Nun kam auch der Cap hinzu. „Wie weit seit ihr?“ war Hank's Blick ernst.
„Dauert noch einen Moment, Cap.“ sah Roy zu seinem Vorgesetzten auf.
„Cap!“ kam Marco angerannt, woraufhin sie alle zu ihm aufsahen. „Der Tank hat ein Leck!“
„Seht zu, dass ihr hier fertig werdet!“ hatte der Befehlston in Captain Stanley's Stimme die Oberhand gewonnen.
Nach weiteren fünfzehn Minuten hatten Johnny und Roy den Mann endlich transportfähig. Überprüften sie ein letztes mal die Vitalzeichen und gaben diese an Rampert durch, ehe sie ihn auf eine Trage legten und ihn in die Ambulanz luden.
"Roy, fahr du mit ins Rampert, ich komme nach." sah Johnny flüchtig zu Roy auf, während er sich einen Teil der Ausrüstung nahm.
"Okay." Roy gab Johnny einen Klaps auf die Schulter, dann stieg er hinten in den Rettungswagen und sie fuhren ebenfalls mit Sirene davon.

Johnny sah ihnen für einen kurzen Augenblick nach, wandte sich dann um, um die restliche Ausrüstung zu holen. Genau in dem Moment ertönte ein lauter Knall. Johnny's Augen weiteten sich erschrocken, war sein Blick auf die Flammenkugel gerichtet, welche sich unaufhaltsam nach oben und zu den Seiten hin ausbreitete. Aus Reflex hob Johnny seine Arme vor die Brust, doch war es da bereits zu spät. Johnny wurde, ebenso wie einige Trümmerteile, von der Druckwelle nach hinten geschleudert und prallte mit voller Wucht gegen den Squad. Schlug mit dem Hinterkopf gegen den oberen Rahmen der Fahrertür. Ein paar der Trümmerteile fielen wie Regentropfen auf ihn herab, andere hatten ihn bereits kurz nach der Explosion an Armen und Beinen getroffen.
"Johnnyyyyyy!" rief Chet, doch es war zu spät, Johnny lag bereits reglos auf dem Boden.
Der Cap und die Jungs waren bereits an ihrem Einsatzwagen gewesen, welcher weiter abseits stand als der Squad, als die Explosion ertönte. Sie waren gerade dabei gewesen die Schläuche anzuschließen, um eine Explosion zu verhindern, doch hatten sie das Leck zu spät bemerkt.
Nun eilten sie alle samt zu Johnny und schafften ihn aus der Gefahrenzone.
"Johnny!" sprach Chet ihn immer und immer wieder an, doch regte er sich nicht.
Der Cap nahm sich sein Funkgerät und meldete es der Zentrale. "Hier Einheit 51. Bitten um zusätzliche Einheiten. Es gab eine Explosion! Haben verletzten Paramedic, benötigen Rettungseinheit und Ambulanz!" war Captain Stanley's Blick auf Johnny gerichtet.
"Verstanden, 51, Einheit 45ig und 99ig sind auf dem Weg, stelle Verbindung zu Rampert her."

Roy stand im Rampert an der Basis und hatte den Funkspruch voller Entsetzen mitgehört. Nun lauschte er der Stimme seinen Captain, die über Funk an der Basis einging.
"Rampert, hier Einheit 51, bitte kommen."
Dixie eilte zur Basis und nahm den Funkspruch entgegen. „Hier Rampert, ich höre Einheit 51."
"Rampert, wir haben einen weiteren Verletzten. Patient ist männlich 28 und ist ohne Bewusstsein. Er hat leichte Verbrennungen im Gesicht und an den Armen. Wir haben momentan keinen Sanitäter vor Ort verfügbar, warten auf Unterstützung!" war die Besorgnis in Hank's Stimme für Roy deutlich heraus zu hören.  
"Verstanden, Einheit 51. Nehmen sie die Vitalwerte." betätigte Dixie den Sprechknopf, konnte sie nicht mehr sagen, waren ihr die Hände gebunden, musste sie auf einen Arzt warten.
"Verstanden Rampert." sah Hank zu Johnny herunter. Hockte er neben seinem jüngsten Teammitglied. Wartete er darauf, dass Marco ihm die Vitalwerte mitteilte. Chet saß an Johnnys Kopf und hielt ihn ruhig, hatte er eine Platzwunde am Hinterkopf.
"Rampert, hier Einheit 51...“ hob Hank sein Handfunkgerät nach einer Weile wieder an den Mund. „..Vitalwerte sind: Blutdruck 100/70, Puls 72 und Atmung bei 14...Patient ist weiterhin ohne Bewusstsein."
Doktor Joe Early war inzwischen hinzugekommen und hatte den letzten Funkspruch mitgehört."Was gibts?" erkundigte er sich bei Dixie.
"Einheit 51 hat einen Verletzen, leichte Brandverletzungen, in Gesicht und an Armen, ohne Bewusstsein, Einheit 45ig und 99ig sind auf dem Weg." gab sie ihm daraufhin mit besorgtem Blick zu verstehen.
"Johnny." hauchte Roy, stützte er sich mit beiden Händen an dem Tresen der Basis ab.
Dixie schaute flüchtig zu ihm, dann zu Dr. Early und gleich darauf wieder zu Roy, dann ging sie zu ihm, während Dr. Early auf den Funkspruch antwortete.
"Hier Rampert, ist Einheit 16 schon bei ihnen eingetroffen?" wollte der Arzt wissen.
"Positiv, Rampert, sie sind gerade angekommen." bestätigte Captain Stanley ihm.
"Gut, legen sie eine Glucoseinfusion, versorgen sie die Verbrennungen mit feuchten Stofftüchern und bringen sie ihn umgehend her." war Joe's Blick ernst, zugleich besorgt.
"Verstanden Rampert,." ertönte nun die Stimme von Einheit 45/2.

Währenddessen stand Dixie immer noch bei Roy.
"Er hätte mitfahren sollen...dann...dann..." war Roys Blick verzweifelt.
Dixie nahm seine Hände. „Dann lägst du jetzt da, oder sogar ihr beide. Er wird wieder, Roy, da bin ich mir sicher." sah sie von unten herauf mit einem schwachen Lächeln zu ihm auf, sah sie ihm in die Augen.

Durch Dixies Ablenkung hatte Roy nicht mitbekommen, dass Dr. Early ein EKG angeordnet hatte und sie bereits auf dem Weg ins Rampert waren.
"Welcher Raum ist frei, Dix?" wollte Dr. Early wissen, kam er neben der Krankenschwester zum Stehen. Sah er zwischen ihr und Roy hin und her.
"Die vier." schaute sie zu ihm auf, erblickte dann Kel aus dem Augenwinkel, wie er auf sie zu kam.
"Ihr habt gute Arbeit geleistet, euer Patient wird wieder. Es droht keine Amputation." kam er neben Joe, den Blick auf Roy gerichtet, zum Stehen. Lobte er die beiden Sanitäter.
Doch nahm Roy es nicht wahr.
"Was ist?" ließ Kel von Roy ab, sah stattdessen fragend zu Dixie.
"Johnny...er wird gleich eingeliefert." seufzte sie, sah sie mit besorgtem, zugleich bedrücktem Blick zu dem Arzt auf.
Nun erstarrte auch er, senkte er seine Hände, welche er bis gerade vor der Brust verschränkt hatte.

Hinter ihnen kamen grade die Jungs von Einheit 16/2 und begleiteten Johnny, der immer, das EKG Gerät zwischen seinen Beinen liegend, noch bewusstlos auf der Trage lag und mit Sauerstoff versorgt wurde.
Als Roy seinen Freund und Partner erblickte, wollte er sofort zu ihm, doch hielt Dixie ihn auf umgehend auf, legte sie ihm dazu eine Hand auf die Brust. „Er ist in guten Händen, du kannst jetzt nichts für ihn tun." schaute sie ihm tief in die Augen, wartete bis er sich beruhigte und von ihr abließ. Ein schwaches nicken, war alles zu dem er im Stande war.
Kurz darauf war auch sie im Behandlungsraum verschwunden und Roy blieb hilflos auf dem Flur zurück.
Es dauerte nicht lange, da kam der Rest der Einheit 51 in die Notaufnahme. Kaum hatten sie einen Schritt in die Notaufnahme getan, schauten die Jungs sich suchend um.
"Wie geht es ihm?" hatte Chet ihren Kollegen als erster erblickt und war sofort auf ihn zu gegangen. Erkundigte er sich bei Roy, war sonst niemand da, den er hatte fragen können. Denn Dr. Brackett, Dr. Early und Dixie waren zu Johnny in den Behandlungsraum 4 gegangen und kümmerten sich dort um seine Verletzungen.
Roy hob seinen Blick, sah jedem der Jungs flüchtig in die Augen nur um Chet's Frage mit einem Schulterzucken zu beantworten.
Gerade als Chet etwas sagen wollte wurde hinter ihnen die Tür zum Behandlungsraum geöffnet und Dixie trat hinaus auf den Flur.
„Was ist mit ihm?“ platzte es direkt erneut aus Chet raus, sah er hoffnungsvoll zu Dixie.
"Wir wissen noch nichts genaues...wie wär’s, wenn ihr zurück zur Station fahrt, ich melde mich, sobald es etwas neues gibt." schlug Dixie ihnen vor, doch ging, ehe die Jungs großartig gegen ihren Vorschlag protestieren konnten, der nächste Notruf bei ihnen ein.
"Einheit 51, Verkehrsunfall auf dem Highway...." lauschten sie alle, bis auf Chet dem Funkspruch.
"Heute sind wohl nur Dummköpfe auf der Straße unterwegs." schimpfte Chet.
"Roy, sie bleiben hier. Sie sind freigestellt, die Jungs von16 übernehmen eure Schicht..." wandte er sich an ihn, sah dann zu den Anderen. „Auf geht’s, Jungs.“ damit eilten die Jungs zu ihrem Einsatzfahrzeug.

Kaum waren sie weg, starrte Roy nur noch vor sich her. Dixie ging zu ihm, ging hinter ihn und führte ihn so in ihren Aufenthaltsraum, wo sie ihm erst einmal eine Tasse Kaffee einschenkte und diese vor ihm auf dem Tisch abstellte.
"Du kennst Johnny, besser als jeder andere von uns. Du solltest um so besser wissen, dass er so schnell nicht klein zu kriegen ist." sprach Dixie Roy ermutigend zu.
Review schreiben
 
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast