Birthday Special 3 ; ) Aloha

GeschichteRomanze / P12
Akane Tendo Ranma Saotome
27.04.2017
09.05.2017
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Heute war Ranmas Geburtstag, eigentlich war er schon fast vorbei. Die Familie hatte sich versammelt, diesmal war sogar seine Mutter dabei. Sie hatten ein schönes essen gehabt, Geschenke wurden verteilt und Soun hatte den Jungen sogar zu einem kleinen Sake überredet. Alles in allem war es ein angenehmer und gelungener Abend gewesen. Jetzt lagen alle in ihren Betten und schliefen, bis auf eine Person.

Akane sass noch voll bekleidet auf ihrem Bett und blätterte durch ein Fotoalbum. Sie konnte nicht aufhören zu lächeln. Es waren alles Bilder von ihren Abenteuern mit Ranma. Und auf jedem wurden sie und ihr Verlobter zu einander in die Mitte gedrängt. Kaum zu glauben das das jetzt schon vier Jahre her war, seit dieser riesige Panda und das rothaarige Mädchen in ihr Haus eingedrungen sind.

Wie ihr Leben wohl verlaufen wäre, wären die beiden nie aufgetaucht. Dann seufzte das Mädchen traurig, das wollte sie sich nicht mal vorstellen. Denn sie hatte so einen Verdacht, dass es unheimlich langweilig gewesen wäre. Sie fuhr mit der Fingerspitze über sein Gesicht und musste wieder ganz gross Lächeln. Da vernahm sie ein leises Pochen an ihrer Tür. Sie blickte auf und erblickte ihn.

Er trat langsam ein und lief zu ihr rüber. „Wieso bist du noch auf?“ Fragte sie ihn verwundert. Auch er war noch völlig bekleidet. „Das gleiche könnte ich dich fragen?“ sagte er mit einem Lächeln. Er setzte sich neben sie aufs Bett und lehnte sich an die Wand. „Was machst du da?“ Fragte er zeigend auf das Buch in ihrem Schoss. Sie zog die Hand weg und gab den Blick auf die Bilder frei. „Nur ein bisschen in alten Erinnerungen schwelgen.“ Ranma erkannte jedes der Bilder und wusste auch wann  und wo sie gemacht wurden.

Seine Hand ging zum  Buch und blätterte um. Dann sah man ein paar Bilder in denen die beiden über und über mit buntem Pulver waren. Ranma musste kichern. „Weisst du noch, da waren wir in Indien. Wir sind völlig durchgedreht und haben uns mit diesem Pulver bekriegt.“ Sie nickte und stimmte in sein Lachen mit ein. „Natürlich weiss ich das noch. Es war gerade dieses Farbenfest, holi hiess es, glaube ich. Wir hatten so viel Spass und ich hab gewonnen.“ Erklärte sie stolz.

„Wie kommst du auf den Blödsinn? Ich hab gewonnen, dich hat man gar nicht mehr erkannt, so voll bekleckert warst du.“ „Ach ja, du warst von oben bis unten Orange. An mir gab es wenigstens noch freie stellen.“ Er zog verstimmt die Augenbrauen zusammen. „Ja aber nur weil du mich in den Farbtopf geschupst hast. Du hast betrogen, darum zählt es nicht.“ Dann hielt sie sich den Mund zu, um nicht laut loszulachen. Es war ja schon ziemlich spät.

Dann seufzte sie nostalgisch und klappte das Album zu. Das Mädchen sah zu ihrem Verlobten auf. „Also verrätst du mir jetzt, wieso du mitten in der Nacht in mein Zimmer kommst? Doch nicht, um mit mir im Fotoalbum zu blättern.“ Er nickte und griff nach hinten. Eine kleine Box erschien, sie war rot verpackt und hatte eine goldene Schleife. Er hielt sie ihr hin. „Ich hab noch ein letztes Geschenk.“ Verwirrt schüttelte den Kopf. „Es ist doch dein Geburtstag?“ Er nahm ungeduldig ihre Hand und legte das Päckchen drauf.

„Eigentlich ist es ein Geschenk für uns beide. Vorausgesetzt es gefällt dir. Wenn nicht, wird das ne ziemlich peinliche Woche.“ Okay jetzt war sie gespannt, was war denn da drin, das sie beide so beschämen konnte. Ihr viel eigentlich nur eines ein und sie hoffte inständig das es nicht das war. Denn sie hielt ihn nicht für so ein Schwein und wenn doch würde es mehr als nur eine peinliche Woche werden. Sie zog an der Schleife und legte sie zur Seite, dann entfernte sie vorsichtig das Klebeband. Sie bemerkte wie Ranma ungeduldig neben ihr sass.

Doch sie liess sich davon nicht stressen. Denn wenn ihr das Geschenk gefiel, wollte sie die Verpackung als Erinnerung behalten. Als nächstes legte sie das Quadrat auf ihren Schoss und zog den Deckel ab. Sie griff rein und holte das Ding raus. Es war eine Muschel, eine vergleichsweise grosse Muschel und gutem Zustand. Sie war sehr schön und Akane bewunderte sie von allen Seiten. Aber sie verstand nicht, in wie fern es auch ein Geschenk für Ranma wäre. Wollte er es sich mit ihr teilen?

Dann blickte sie zu ihm hoch „Danke, es gefällt mir sehr.“ Ranma schüttelte den Kopf und musste kichern. „Mach es auf.“ Forderte er. Ach da war mehr, sofort tat sie wie ihr zugetragen. Sie drehte es in der Hand und tatsächlich da war ein kleiner Verschluss. Sie befand sich im Schock, fast wäre ihr die Kinnlade runtergerutscht. In der Muschel befand sich ein Ring, mit einer Perle statt mit einem Diamanten. Und rundherum befanden sich weitere kleiner Perlen und Verzierungen im Gold.

Sie wusste sofort was sie da in der Hand hielt. Die Frage war nur, ob auch Ranma bewusst war was er ihr da gekauft hatte. Sie musste ihm das schonend beibringen und das Geschenk zurückgeben, ohne seine Gefühle zu verletzten. Sie räusperte sich und bemühte sich um innere Ruhe. Sie wollte etwas sagen, aber es kam kein Ton heraus. Gott, wie sollte sie das sagen. Er sah die Unsicherheit und ihm verrutschte kurz das Herz. Peinlich lächelnd wollte er ihr die Muschel wieder abnehmen.

Er hatte ja gewusst, dass die Möglichkeit besteht, dass sie nein sagt. Also wieso traf es ihn so hart. Sie zog die Hand weg und drehte sich so dass sie jetzt genau vor ihm sass. „Ranma…..der Ring gefällt mir sehr.“ Dann schluckte sie unsicher. „Aber?“ Drängte er sie weiter zu reden, denn er spürte da kam noch mehr. „Aber ich glaube, du bist dir nicht ganz bewusst, was das hier ist.“ Jetzt runzelte er die Stirn, er wusste ganz genau, was das war. Das einzige was er nicht verstand, war ihre Frage.

Sie blickte nochmal auf den Ring runter und seufzte. „Der Ring ist wirklich unglaublich schön, aber diese Art von Ring hat eine gewisse Bedeutung. Die weit über Freundschaft hinausgeht. Und ich bin mir sicher, dass es nur ein Versehen war. Ich bin dir also nicht böse, den es ist der Gedanke der zählt.“ Sie hatte sich so viel Mühe gegeben, es so behutsam wie möglich zu sagen. Ranma nahm die Muschel entgegen und rieb sich verwirrt den Hinterkopf.

Das lief irgendwie anders ab als er es geplant hatte. Okay, zweiter Versuch, diesmal würde er es geradeheraus sagen. „Akane was redest du da für quatsch. Das ist ein Verlobungsring und nicht anderes. Und wenn du ihn nicht willst, dann solltest du Frau genug sein NEIN zu sagen.“ Jetzt passierte es doch, ihr fiel die Kinnlade runter. Erneut geschockt schlug sie sich die Hände vor den Mund und sah ihn mit geweiteten Augen an. Jetzt wusste sie nicht mehr, was sie von allem halten sollte.

Ranma zog fragend die Augenbraue nach oben. „Also ist das ein Nein?“ Akane packte gehetzt seine Hand, um ihn davon abzuhalten aufzustehen. Was er eigentlich eh nicht vorhatte. „Nein….JA….NEIN, ich meine….Ahhhhhh“ Sie kniff die Augen zu und schlug sich mit der flachen Hand gegen die Stirn. Und als sie endlich bemerkte, wie verrückt sie sich aufführte, hätte sie sich am liebsten erneut gehauen. Aber sie riss sich zusammen, atmete tief aus und setzte sich ruhig hin. Dann sah sie wieder zu ihm. „Ist das ein Heiratsantrag?“ Flüsterte sie verunsichert.

Jetzt fing er an zu Lächeln und wieder schüttelte er seinen Kopf. „JA!!!“ Und das nächste hatte er nicht kommen sehen. Sie warf sich an seine Brust, schlang die Arme um seinen Hals und fing an zu Schluchzen. Die Tränen übermannten sie einfach und sie verstand selbst nicht wieso. Aber sie brauchte das jetzt einfach. Ranma schlang seine Arme um sie. Er war zwar immer noch unsicher, was das jetzt genau hiess für ihn.

Aber hey, wenigstens liess es sie nicht kalt, das war doch schon mal ein gutes Zeichen. Er hoffte nur das sie niemanden aufgeweckt hatten. Denn wenn jetzt jemand reinplatzen würde, würde das seinen ganzen Plan sprengen. Und sie würden mehr Verluste erleiden, als man ahnen konnte. Also streichelte er ihr beruhigend über den Rücken, hoffend darauf das sie sich bald wieder im griff hatte.
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