Again - Wieder erinnern...

von Yumestar
SongficDrama, Schmerz/Trost / P12
Meta-knightmare Nightmare
26.04.2017
26.04.2017
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Hey, ich bin es wieder, Yumestar mit einer neuen Kirby-Songfic. Dieses Mal mit dem Lied Again von Araki. Link: https://www.youtube.com/watch?v=vrnn9aUT2Ag Mit der deutschen Übersetzung von mir selbst.

Nightmare stand am Fenster seines Imperiums und schaute nach draußen. Die Sterne funkelten hell am Nachthimmel und luden zum Träumen ein. Jedoch wollte der Firmenleiter nicht träumen, nein, er wollte nicht einmal daran denken. Träume hatten weder Sinn noch Verstand, sie waren nutzlos in seiner Welt. ‚Seine Welt‘ war übrigens genauso schwarz und düster wie sein leeres Inneres. Ein Ereignis aus der Vergangenheit brachte ihn zu solchen Denkweisen und er wollte sich nicht mehr an jenen Tag erinnern. Vielleicht musste er auch gerade daran denken, wie sehr er doch die alten Zeiten vermisste. Er schüttelte nur widerwillig den Kopf, nein, er wollte sich nicht mehr daran erinnern. Vielleicht… würde dann sein Herz schmerzen. Ein Herz, welches eigentlich schon vor langer Zeit gefühlslos geworden war. Manchmal konnte er sogar noch das Gefühl verspüren, was er vor genau 100 Jahren gefühlt hatte. Dieses Gefühl war einfach unbeschreiblich gewesen und genau in diesem Moment schien er es wieder zu spüren. Als würde vor seinen Augen eine Animation starten, die all die Geschehnisse noch einmal abspielte. Er fühlte sich plötzlich seltsam, fast schon so als würde er träumen. Doch Alpträume schliefen nicht und träumten erst recht nicht von guten Dingen. Auch dieses Mal wusste er, dass ihm nichts Gutes wiederfahren würde.

I haven't been myself lately

-Ich bin seit kurzem nicht mehr ich selbst

Es stimmte. Nach diesem einen Ereignis hatte er sich wirklich verändert. Er hatte es selbst auch schon gemerkt, wie gefühllos und kalt er geworden war. Nicht einmal wirkliche Freude konnte er mehr spüren. Jeder Tag war für ihn nur ein weiteres Mal, wo er zu Leben hatte. Mehr bedeutete es auch nicht.

I don't blame you for not wanting to stay

-Ich gebe dir nicht die Schuld daran, dass du nicht bleiben willst



Dann fing er daran zu denken, an das er nicht denken wollte. An die Person, an das Ereignis mit ihr, an die er sich nicht mehr erinnern wollte. Jedoch jetzt sah er die Gestalt glasklar vor sich, wenn auch nur für einen kurzen Moment. Es war wie ein Bild, welches vor ihm aufflackerte und einen dumpfen Schmerz in seiner Brust hinterließ. Er konnte es gar vor sich sehen. Es schmerzte.

Saying things that I don't mean

-Sage Dinge, die ich nicht mein



„Geh“, murmelte Nightmare leise vor sich hin und hoffte, die Illusion und das Trugbild würden verschwinden. Jedoch in diesem Moment spürte er, wie die Vergangenheit ein weiteres Mal auf ihn einschlug. Dieses eine Mal sogar noch heftiger. Er sah wieder ein Bild vor sich. Es war unscharf und sehr dunkel, dennoch erkannte er die beiden Personen. Das kleinere Wesen war seine Kreation gewesen und die größere Gestalt war er selbst. Sie standen in einem Raum ohne Fenster. Daraufhin hörte man das Flüstern: „Geh…“

Das Wesen schaute ihn verwirrt an, aber verließ dann den Raum. Damit ließ er seinen Meister alleine.

Not meaning what I say-Nicht meinen, was ich sage



Eigentlich wollte Nightmare doch nur, dass er bleibt. Leider war das einfacher gedacht, als gesagt. Immer wieder sagte er Dinge, die komplett das Gegenteil davon entsprachen, was er eigentlich sagen wollte. Er wusste nicht wieso, aber so war es. Vielleicht fehlte ihm einfach die Fähigkeit Worte richtig zu fassen. Nightmare seufzte, als er sich daran erinnerte. Diese Gedanken hatte er nie gemocht. Vieles hatte er mit seiner Unfähigkeit verloren, manches aber auch gewonnen. Nein, eigentlich hatte er viel mehr verloren.

When it's good, it's so good

-Wenn es gut ist, ist es so gut



Vielleicht war das auch besser so gewesen. Denn was er gewann, hatte er genauso schnell auch wieder verloren. Immer wieder, wenn er was verlor, wurde er trauriger und trauriger. Zur damaligen Zeit hatte er noch Gefühle, selbst wenn man das jetzt nicht einmal mehr vermuten würde. Aber diese Gefühle wurden damals so schwer verletzt, dass er nun froh war, keine mehr zu besitzen.

When it's bad, it's SO BAD

-Wenn es schlecht ist, ist es SO SCHLECHT



Es blieb ihm nur noch das Schlechte. Mittlerweile hassten ihn alle. Nur noch ganz wenige hielten zu ihm, aber auch nur, weil sie es mussten. Vor kurzem hatte er erstmalig gemerkt, wie sehr ihn alle überhaupt hintergangen, als der Saleman zu einem Monster geredet haben. Das Gespräch hörte er immer noch in seinen Gedanken schallen:

„Wenn ich ehrlich bin, würde ich am liebsten lieber woanders arbeiten.“, hatte der Saleman leise zu dem zebragestreiften Hasenmonster gesagt.

„Warum denn? Du wirst doch gut bezahlt!“, meinte das Monster darauf.

„Schon, aber der Boss muss immer so unfreundlich sein. Außerdem kann er einem richtige Angst machen.“, erklärte der Saleman.

„Da hast du recht. Ich wünschte, ich wäre nicht sein Monster. Dann könnte ich endlich meinen Traum leben.“, stimmte es zu.

Nightmare spürte in diesem Moment wieder diese Enttäuschung. Normalerweise hätte er die beiden dafür geschlagen, aber irgendwie war er nicht recht in Stimmung.

„Nein, die beiden haben recht!“, murmelte er und wendete sich vom Fenster ab. Er spazierte gemütlich zu seiner Sternwarte, wo er auf einer glasigen Oberfläche nur von Sternen umgeben war. Dünnes Glas trennte ihm nur von den unendlichen Weiten des Universums. Er hielt seine schwarze Hand nun gegen das Glas und seufzte einmal schwer. Was sollte er nur tun?

"Maybe I REALLY have gone mad!"

- “Vielleicht bin ich WIRKLICH verrückt geworden! “



Dann fing er an zu grinsen und dieses wurde zu einem hysterischen Lachen. Natürlich musste er nur das tun, was er immer machte, nämlich einfach über all das hinweg sehen und weitermachen. Wie immer. Es war ganz leicht. Das Grinsen fiel. Warum klappte es dieses eine Mal nicht? Davon getroffen senkte er die Hand und umschlug sich selbst mit seinem Umhang. Heute war es irgendwie anders, denn heute konnte er nicht einfach ‚hinweg sehen und weitermachen‘. Weil ihm heute endlich klar geworden war, dass es mit seinem Leben so nicht weitergehen kann. Vielleicht konnte er das 100 Jahre lang, aber nicht länger. Doch…

What am I supposed to say

-Was soll ich sagen



…er wusste nicht wie es weitergehen sollte oder wie sein Leben sich ändern konnte. Alles war bisher schief gelaufen, nichts hatte wirklich geklappt, nichts wollte funktionieren. Warum sollte er es überhaupt versuchen, wenn es am Ende doch nichts bringt? Er brauchte Hilfe, doch er bekam keine. Er hatte niemanden.

When I end up driving everyone away?

-Wenn ich damit ende, jeden zu vertreiben?



All seine Freunde hatte er in den 100 Jahren vertrieben und losgeworden. Jetzt war niemand mehr übrig. Nicht einmal seine Mitarbeiter konnte er noch vertrauen. Was würden die denn denken, wenn er sie plötzlich um Hilfe bäte? Sie würden nur noch mehr an ihm zweifeln. Nightmare seufzte, es war wirklich ein Teufelskreis aus dem er nicht mehr fliehen konnte. Vielleicht wollte er es auch nicht. Vielleicht sollte er einfach aufgeben. Das war es doch was er wollte. Plötzlich…Cause, I am on fire

-Denn ich stehe in Flammen



Er fing an ein unglaubliches Gefühl zu verspüren. Es fühlte sich so an, als würde innen drin sein Herz brennen. Das eiskalte Herz fing an zu tauen und es entstand dieses starke Gefühl. Die unsichtbaren Flammen wuchsen und wuchsen immer mehr und sie schienen ihn komplett zu erwärmen. Doch dieses Gefühl, so schön es auch war, fühlte sich falsch an. Dann spürte er es; Die gerade so angenehmen Flammen fingen an ihn zu verbrennen. Sie versprühten Schmerz an seinem Körper. Jeder, ja, jeder hasste ihn. Er war ein Dämon, ein Monster, ein machtbesessenes Wesen. Sich selbst zu sagen, ‚Mach weiter!‘ oder ‚Es ist mir egal, was andere Denken‘

A crying, burning liar

-Ein weinender, brennender Lügner



Es waren alles bloß Lügen. Tag für Tag hatte er sich angelogen. Er hatte damit sein ganzes Leben zerstört. Erst jetzt wurde ihm wirklich klar, was er alles falsch gemacht hat und wie sehr er die Personen in seiner Umwelt eigentlich misshandelt hatte. Er war blind vor so vielen Lügen geworden, dass er deren unterdrückten Tränen nicht einmal sehen konnte.

Seeing nothing, nothing, but myself

-Sehe nichts, nichts, außer mir selbst



Eigentlich hatte Nightmare nur immer an sich selbst gedacht. Er war selbstsüchtig und er hasste die meisten um sich herum. Jedoch tief in seinem Inneren spürte er, dass sie ihm doch etwas bedeuteten. Er sorgte sich um seine Monster und um seine Mitarbeiter. Nur hatte er es ihnen nicht gezeigt. Vielleicht wirkte er einfach von außen kalt und düster, jedoch im Inneren war er doch ein jemand, der sich um andere sorgte und sich deren Worte zu Herzen nahm. Oftmals nahm er sich deren Worte sogar zu sehr zu Herzen. Häufig wurde er verletzt ohne es selbst zu bemerken. Seine unentdeckten Gefühle stachen ihn wie mit spitzen Speeren in sein Herz ohne das er selbst noch den Schmerz verspürte. Denn irgendwann hatte er seine eigenen Gefühle verdrängt, um nicht mehr verletzt zu werden.



And I'm the one with the lighter-Und ich bin der mit dem Feuerzeug
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