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Die Sage der Lygeia: "Auf der Suche nach dem Leben" - Teil 2

GeschichteAbenteuer / P16 / MaleSlash
Ephiny Gabrielle OC (Own Character) Valesca Xena
23.04.2017
09.07.2017
12
19.018
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09.07.2017 455
 
Zwölfter Gesang




Erst drei Tage später erlaubte Gabrielle Xena die Hütte allein zu verlassen. Und als Xena endlich raus durfte, war sie nicht sicher, ob es kein Fehler war. Den zweideutigen Blicken und dem Gekicher mancher Amazonen zu urteilen, wusste das ganze Dorf, was Xena und Gabrielle die letzten Tage in der Hütte gemacht hatten.

Xena suchte Lygeia. Sie hatte seit ihrer Rückkehr nicht mit ihr gesprochen und wollte sich bei ihr bedanken. Die Kriegerprinzessin wusste, wie viel sie Lygeia zu verdanken hatte. Und dass sie diese Schuld wahrscheinlich niemals zurückzahlen konnte.

Nachdem sie eine Zeit lang gesucht hatte, fand sie Lygeia in der Nähe des Sees auf einem Baumstamm sitzend. Die junge Frau saß auf einem umgestürzten Baumstamm und zupfte die Blätter von Blüten ab, wie es verliebte Mädchen in Gedanken an ihren Liebsten zu tun pflegten.

Als sich Xena näherte, sah Lygeia auf und lächelte Xena an.

„Hey.“ Sagte sie.

Xena lächelte zurück und setzte sich neben Lygeia.

„Ich wollte mich bei dir bedanken, Lygeia.“ Sagte Xena.

Lygeia schüttelte den Kopf. „Ist schon gut.“

„Nein.“, antwortete Xena, „Es ist nicht gut.“

Sie fasste Lygeia bei den Schultern und drehte sie so, dass Lygeia sie ansehen musste.

„Du hast mehr getan, als ich je von dir erwartet hätte. Du warst unglaublich mutig. Es tut mir Leid, dass ich dir nicht vertraut habe, als ich es hätte tun sollen. Es war ein Fehler von mir an dir zu zweifeln. Wärst du nicht gewesen, wer weiß, ob ich jetzt hier sitzen würde. Ich verdanke dir mein Leben, Lygeia.“

Lygeia sah Xena ins Gesicht. Ihre Antwort war eine einfache Bitte.

„Nimmst du mich bitte in den Arm?“

Xena kam dem nach und zog ihre Freundin an sich. Kurz darauf spürte sie, wie Lygeias Körper von Weinkrämpfen geschüttelt wurde. Lygeia schluchzte an Xenas Schulter, als müsste sie Unmengen an Schmerz und Leid aus sich herausschreien, während sie wie ein Kind weinte.

Die Trauer über Xenas Verlust. Die Schuld, die sie sich selbst daran gab. Die Angst davor zu scheitern und Xena nicht zurückholen zu können. All das hatte sich zu einem riesigen Meer angestaut und stürzte über Lygeia herein.

Dann ließen die Krämpfe nach. Das Weinen wurde leiser und verstummte. Lygeia wurde ruhiger.

Nach einer Weile machte sich Lygeia von Xena los und wischte sich mit dem Handrücken über die Augen.

„Tut mir Leid.“, sagte sie mit rauer Stimme, „Aber das musste einfach raus.“

Xena streichelte ihr über das Haar.

„Es gibt nichts wofür du dich entschuldigen musst.“

Gemeinsam gingen sie wieder zum Dorf zurück, wo ihnen Gabrielle entgegen kam.

„Alles in Ordnung?“ fragte sie, als ihr Blick auf Lygeias gerötete Augen fiel.

Lygeia nickte.

„Ja.“, antwortete sie, „Jetzt ist wieder alles in Ordnung.“







-Fortsetzung folgt-


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