Alice x Mirana

von Veena
GeschichteFantasy / P12
Alice Die Weiße Königin
23.04.2017
24.04.2017
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23.04.2017 765
 
Langsam rollte der Kopf die Treppe herunter. Und im selben Moment als der Kopf des Jabberwocky vor den stufen liegen blieb fiel sie. Ihre Rüstung schepperte ohrenbetäubend als sie auf dem Boden aufschlug. Erschrocken starrten alle i ihre Richtung. Alice bewegte sich nicht. Ihre Freunde hofften sie würde sich einfach wieder aufsetzten, irgendetwas sagen, doch nichts geschah. Langsam näherte die Königin sich ihrem Champion. „Sie lebt!“ erleichtert atmete sie auf, als sie sah, dass Alice noch atmete. Nachdem sie sich um ihre Schwester gekümmert hatte machten sie sich auf den Weg zurück zum Schloss. Die Königin ließ Alice in ihr Zimmer bringen, während sie einige Tränke vorbereitete. Sie stellte später aber fest, dass diese nichts bewirkten.
Alice war wach, doch sie konnte sich nicht bewegen, nicht einmal die Augen öffnen, nicht einmal das leiseste Geräusch von sich geben. Ihre Freunde saßen manchmal um ihr Bett herum, redeten mit ihr. Sie wollte ihnen Antworten, ihnen sagen, dass sie wach war, aber es ging nicht. „Ihr geht’s nicht gut, weißt du?“ sagte Tarrant. „Der Königin... So weit ich weiß versucht sie immer noch dir zu helfen“
Die Königin. Sie war lang nicht mehr da gewesen, hatte nicht wirklich viel mit Leuten geredet. „Sie sieht aus als hätte sie seit deinem Kampf nicht ein einziges mal geschlafen... Der ist mittlerweile 10 Tage er...“ Das ist ganz sicher nicht wegen mir, wahrscheinlich wegen Iracebeth dachte Alice. Manchmal blieb Alice nachts wach, hörte jemanden im anliegenden Zimmer. Die Person wanderte unruhig hin und her, manchmal hörte sie Sachen zu Bruch gehen, manchmal hörte sie Schluchzen. Es verging viel Zeit, die anderen erzählten ihr was so los war, was jetzt nach dem Kampf nicht viel war. Es war still in dem Zimmer. Niemand war bei ihr. Dann öffnete sich die Tür. Die Schritte waren langsam, zögerlich. „Es tut mir leid...“ Es war die Königin. „Es tut mir leid Alice. Das hier ist meine Schuld...“ Ihre Schuld? Sie hatte sogar selbst gesagt ich muss nicht kämpfen... „Ich hab schon alles mögliche versucht, so langsam fällt mir nichts mehr ein wie ich dir helfen könnte...“ Ihre Stimme zitterte. Alice hörte wie Mirana sich neben dem Bett hinsetzte. „Ich hab nicht einen Moment daran gedacht, dass dir etwas passieren könnte, es tut mir so leid“ Ihr Satz endete in einem leisen Schluchzen. Dann wurde es wieder still. Sie murmelte noch etwas, das Alice nicht verstehen konnte bevor sie wieder verschwand.

Sie lag auf ihrem Bett, starrte an die weiße Decke. Es waren Wochen vergangen, seit sie mit Alice geredet hatte. Sie war müde, erschöpft. Sie hatte wochenlang nur ein bis zwei Stunden pro Nacht geschlafen und langsam wurde der Schlafmangel überdeutlich. Trotzdem stand sie wieder auf, setzte sich an den Schreibtisch. Warum?! Dachte sie. Ich krieg es nicht hin! Es ist Wochen her und ich hab immer noch nichts! Langsam erhob sie sich wieder und ging aus ihrem Zimmer. Alice´s Zimmer war direkt nebenan. Leise öffnete sie die Tür.
Alice drehte ihren Kopf in die Richtung der Tür. Mirana erstarrte für einen Moment. Dann breitete sich ein Lächeln auf ihrem Gesicht aus. „Du bist wach“ Alice sah sie für einige Sekunden erschrocken an. Die Königin hatte tiefe Ringe unter den Augen, sie sah aus als könnte sie jeden Moment umkippen. „Genaugenommen war ich das die ganze Zeit meine Königin“ sagte Alice leise. Mirana taumelte ein wenig als sie zu Alice ging. Diese rückte ein wenig zu Seite damit ihre Königin sich hinsetzen konnte. Dabei zog sie scharf die Luft ein, da die Bewegung einen stechenden Schmerz durch ihren Körper schoss. Mirana setzte sich neben Alice. „Wie geht es dir?“ fragte sie. „Besser... Jetzt kann ich wenigstens die Leute angucken, wenn sie mit mir reden. Wie lange?“ „70 Tage“ „Was?! Das sind fast zweieinhalb Monate! Was ist mit meiner Familie und-“ „Du kannst immer noch zurück wenn du willst“ unterbrach Mirana sie. „Du kannst bleiben oder gehen. Es ist allein deine Entscheidung...“ sagte sie leise. Alice setzte sich langsam auf, was ihr wieder mehr Schmerzen bereitete. „Ich muss... nach Hause. Meine Mutter und meine Schwester machen sich bestimmt Sorgen“ Mirana stand wieder auf und ging mit zittrigen Schritten aus dem Zimmer um die Flasche mit dem Blut des Jabberwocky zu holen. Als sie zurück in Alice´s Zimmer kam überreichte sie ihr das Fläschchen. „Warte aber. Ich werde den anderen Bescheid sagen“
Alle verabschiedeten sich von Alice. Mirana stand währenddessen einige Meter entfernt. „Und das bringt mich nach Hause?“ „Wenn es das ist was du wünschst“ bestätigte sie. Mit einem letzten traurigen Blick beobachtete die Weiße Königin wie ihr Champion sich in Luft auflöste.
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