Nur ein Spiel

von Canan-
GeschichteAbenteuer, Romanze / P12
Kōsuke Kira OC (Own Character)
22.04.2017
22.04.2017
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Halli Hallo~ Ich dachte mir, dass Kousuke Kira zu wenig Bildfläche hat, sowohl im Manga, als auch im Anime. Meine Fanficiton knüpft direkt an der 4.Folge an. Dabei werde ich Inhalte aus dem Manga, ab dem nächsten Kapitel, denke ich, dazu nehmen. Deshalb sollten die Nicht-Mangaleser diese Fanfiction nicht lesen. Bis ich endgültig weiß, ob ein Spoiler vorkommt, werde ich mit einem Vorwort konkret daraufhin weisen, dass eventuelle welche in der Geschichte enthalten sein werden. Ich bin endlich zufrieden mit diesem Kapitel, für das ich einige Monate benötigt habe. Nun denn, ich wünsche euch jetzt viel Spaß beim Lesen und freue mich über eure Meinung am Ende :) Wie die Geschichte enden wird, weiß ich selbst noch nicht.

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„Oh man, das glaube ich nicht. Das ist ja abgefahren", lachte Kousuke Kira euphorisch auf, über die Erkenntnis, dass der Weltklassenspieler, Sakamoto, von Btooom ebenfalls auf der Insel ist. „Diese Insel fetzt total!"
Nachdem er sich ein wenig beruhigt hatte, zerrte er an seinen Fesseln. „Ich kann es kaum erwarten nochmal gegen dich zu kämpfen und diesmal gewinne ich!"
Zuerst muss ich mich von diesem Baum losbinden, dachte er. Das seine Schnürsenkel an seine Fußgelenke gebunden sind, machte sein Vorhaben, vom Baum loszukommen, nicht leichter. Während Kousuke stürmisch versuchte vom Knoten freizukommen, hörte er ein lautes Rascheln in der Nähe. Verdammt, wer ist das? Ein anderer Spieler? Oder die Rieseneidechsen? Nein, die kommen nur bei Nacht zum Vorschein. Mist, ich muss so schnell wie möglich von hier weg, wären nur nicht meine Hände gebunden. Er strampelte noch heftiger mit seinen Gliedern, aber vergeblich. "Haah, verdammt, ich  habe weder BIMs, noch kann ich weglaufen. Ich serviere mich selbst wie auf einem Silbertablett!", schnaufte er leise zu sich selbst.

Er setzte seinen Radar ein. „Nichts?!", murmelte er erstaunt zu sich selbst. Hmm, es gibt drei Möglichkeiten, weshalb mein Radar niemanden erfassen konnte. Entweder ist es ein Tier, ein weiterer Spieler, der sich nicht bewegt oder er hat seinen Radar im selben Moment eingesetzt, wie ich. Aber es kann doch nicht sein, dass ein weiterer drei bis vier Sterne Btooom-Spieler hier sein kann. Möglich wäre es schon. Kousuke lachte lauthals los. „Das wird hier nie langweilig. Komm schon her!", rief Kousuke zur Richtung des Raschelns. Das Geräusch von knackenden Ästen kam immer näher, dass hörte Kousuke deutlich.

Aus dem Gestrüpp trat eine seltsame, maskierte Person auf. Kousuke erkannte durch die langen Haare und den weiblichen Körperbau, dass es dabei um ein Mädchen handeln musste. Sie trug unübliche, praktische Kleidung, so als ob sie sich für die Insel vorbeireitet hätte. Die offene grünbraune Armejacke reichte ihr bis zu ihren Oberschenkeln. In dem gleichen Farbton war sie mit einer kurzen Hose bestückt. An beiden Oberschenkel waren schwarze Gurte mit Taschen. Aus einer dieser Taschen lugte der Schaft eines Jagdmesser. Im Vergleich dazu, ist die purpurne Augenmaske am Auffälligsten. Es setzt sich vom Rest ihrer Kleidung ab. Das kann niemand aus dem Helikopter sein, sie war definitiv nicht mit dabei. Ich hätte mich ansonsten an sie erinnert, vor allem wegen ihrem Aufzug, schlussfolgerte Kousuke in Gedanken. Daran hätte man sich sicherlich erinnert.

Ein schelmisches Grinsen umspielte ihre vollen Lippen. Sie hielt in ihrem Gang inne. Durchdringende, türkisblaue Augen musterte ihn von oben bis unten. Nur ein harmloses Mädchen, redete Kousuke sich ein, um selbstischer zu wirken. Sie würde niemanden töten. Doch ich sollte dennoch aufmerksam sein. Sie lief weiter, bis sie direkt vor ihm stehen blieb. Er musste nach oben blicken, um ihr ins Gesicht sehen zu können, weil er am Boden gefesselt saß. „Hallo Kousuke Kira. Endlich treffe ich dich persönlich", sagte sie mit einem strahlenden Lächeln und kniete sich zu ihm runter. Ihr welliges hellbraunes Haar fiel nach vorne und berührte leicht seine Nasenspitze. Sie kramte in ihrer Innentasche ihres Mantels nach Etwas. Als sie fündig wurde, strahlte sie über das ganze Gesicht. Das hellblaue Taschentuch war mit zwei Buchstaben bestickt, „C" und „S". Vermutlich ihre Initialen, dachte der Schwarzhaarige leichthin. Sie wischte zärtlich mit dem Tuch seine blutverschmierten Wangen ab. Ein angenehmer süßlicher Duft stieg ihm in seine Nase. „Armer Kousuke... War wohl nicht einfach gegen Sakamoto, nicht wahr?!", flüsterte sie. Wer kann das bloß sein? Und woher kennt sie meinen Namen?, fragte sich Kouske. Sie faltete das blutige Tuch und steckte es wieder in die Innenseite ihres Mantels weg. Das fremde Mädchen beunruhigte ihn plötzlich auf eine Art, die er selbst nicht wusste. "Wer bist du?", fragte er sie. Das Mädchen blickte in seine dunkelroten Augen. "Deine Augen sehen aus der Nähe noch viel schöner aus", entgegnete sie stattdessen. Sie ignorierte seine Frage. Kousuke blickte genervt und stellte verdrießlich eine andere Frage: „Was willst du von mir?!" Das Mädchen stockte. Verblüfft schaute sie ihn an, als ob die Antwort offensichtlich wäre. "Was ich von dir will... Ich wollte dich einfach nur sehen, Kousuke; nun wo ich die perfekte Gelegenheit dazu habe. Ich habe dich vermisst", hauchte sie neben seinem Ohr. Sie hob ihre linke Hand und berührte zärtlich seine Wange. Kousuke starrte sie verwirrt an. Was zum Teufel ist hier los? Statt meine Fragen zu beantworten, faselt sie unbegreifliches Zeug. Ich muss endlich von diesem Knoten loskommen. Er versuchte unbemerkt den Knoten zu lösen, aber ohne Erfolg.

Am Liebsten hätte er ihre Hand von seiner Wange weggeschlagen, aber das ging im Moment leider nicht „Kousuke, mein Lieber. Ich weiß, du bist verwirrt und fragst dich wer ich bin, aber ich kann dir leider nicht mal meinen echten Namen verraten", sagte sie bitter. „Hmm, lass mal sehen... Nenn mich für den Moment einfach Dinah. Genau, Dinah. Meinen richtigen Namen kann ich dir noch nicht sagen, denn ansonsten bekommen die meine Abwesenheit schneller mit, als dass es mir lieb ist. Ich bin nicht deine Feindin, sondern auf deiner Seite. Ich lasse nicht zu, dass du hier stirbst. Vertraue mir", sagte sie in einem ernsten Tonfall und blickte in seine Augen. Er erwiderte ihren Blick. Kann ich ihr wirklich glauben?, fragte er sich. Wen meinte sie überhaupt mit "die"?! Er wollte zur nächsten Frage ansetzen, aber die Worte zerfielen in sich zusammen und sie blieben ungesagt. In seinem Gesicht stieg die Röte an. Dinah hatte sich zu ihm genähert, so nahe, dass ihre Lippen sich beinahe berührten. Langsam näherte sie ihre vollen, wohlgeformten Lippen und berührten schließlich die seinen. Kousuke starrte sie für einen Moment fassungslos an, doch nach einigem Zögern erwiderte er ihren Kuss. Ich verstehe gar nichts mehr!? Aber ihre Lippen fühlen sich so weich an, dachte er, während sein Herz anfing, schneller zu schlagen. Die Zeit verging wie in Zeitlupe. Das Blut dröhnte ihm in den Ohren und er hörte seinen lauthämmernden Herzschlag. Kousuke konnte nicht sagen, ob Minuten oder Sekunden vergangen sind. Er hatte kein Zeitgefühl mehr, doch eines wusste er genau, der Kuss gerade eben war definitiv wunderbar.  
Auf geringem Abstand blickten sich die beiden an. Genau genommen, ist sie eine wahre Schönheit, dachte er, während er sie musterte. Er wunderte sich über ihre Augenmaske. Weshalb trägt sie eine. Versteckt sie etwas oder will sie nicht von jemanden erkannt werden?„Entschuldige, ich konnte mich nicht mehr beherrschen", murmelte Kaede verlegen. Wenn man die Umstände, in denen wir uns befinden, außer Acht lassen, könnte ich sie schon mögen. Nein, nein, was denke ich da nur, verdammt?! In so einer Situation?! Er schüttelte hastig seinen Kopf hin und her. Wer sagt denn, dass sie mich nicht jeden Moment umbringen wird? Es kann alles nur eine Lüge von ihr sein! Alles nur inszeniert. Kousuke war völlig verwirrt. Er wollte Ordnung in seinen Gedanken schaffen.

„Soo, du sagst, dass du auf meiner Seite bist, stimmt's?!", fragte er höhnisch. Kaede nickte leicht. „Dann könntest du mir doch sicherlicj helfen und diesen Knoten lösen, denn wie du sehen kannst, bin ich hier festgebunden." In dem Moment, wo sie meine Fesseln löst, werde ich sie attackieren und sie mit einem Zug töten. Ich kann hier nicht jedem vertrauen, stattdessen mache ich mir ihren Chip zu eigen. So kann sie mir eher von Nutzen sein. Kousuke blickte nach unten und grinste eine Sekunde selbstgefällig in Anbetracht seines Plans. Kaede blickte weiterhin konzentriert auf den Jungen vor sich. „Das kann ich nicht machen. Ich will sehen, wie du selbst aus dieser verzwickten Lage rauskommst", antwortete sie lächelnd. „Zeig mir also dein Können, Kousuke, ja?!." „Wie bitte?! Du willst mir nicht helfen!? Wie stellst du dir vor, wie ich das sonst anstelle?", fragte er aufgebracht. „Das musst du schon von allein herausfinden." Mit diesem Satz drehte sie sich um und setzte sich mit übergeschlagenen Beinen auf einen nahliegenden Baumstamm. Kousuke schnaufte verärgert. Na schön, ich schaffe das auch ohne jegliche Hilfe. Er war überrascht über den Anblick vorhin, als sie zum Baumstamm lief. An ihrem Rücken befand sich ein Katana (Langschwert), das sich in der Schwertscheide befindet, den sie fest mit einer Schnalle um ihren Körper gebunden hat. „Woher hast du einen Katana?!", erkundigte er sich. Doch statt einer Antwort, herrschte Stille. Kousuke hatte ein unbehagliches Gefühl, während sie ihn weiterhin schweigend anblickte. Es scheint, als analysierte Kaede Kousukes Inneres und seine Gedanken. Er wusste nicht, was er tun sollte. Wie es scheint, kann ich nicht auf ihre Hilfe hoffen und zerrte an den Ärmeln. Nur leicht löste sich die Naht des Stoffes an den Schultern. Kaede brach nach einigen Momenten des Schweigens die Stille und stützte ihr Kinn an der linken Hand ab. „Das Schwert habe ich geerbt bekommen. Es ist ein sehr kostbares Schwert...", beantwortete sie die Frage von vorhin. Doch was danach folgte, bekam Kousuke nicht mit.

Er war zutiefst schockiert, das es ihm die Sprache verschlug. Tausende Fragen schwirrten ihm durch den Kopf. D-das kann doch jetzt nicht wahr sein?! Verdammt, wer ist bloß das mysteriöse Mädchen?, dachte er aufgebracht. „Wie kommt es...", unterbrach der schwarzhaarige mit leicht zittriger Stimme das Mädchen beim Reden. Sie hielt inne und lächelte ihn an. Er wagte es kaum seine Frage zu stellen, denn die Antwort darauf, könnte etwas Tieferes, Verborgenes beinhalten. Seine Freude stieg, denn was gibt es Interessanteres als das hier?! Das Dasein in seinem früheren, tristen Alltagsleben war unerträglich. Nur das Btooom-Spiel war sein einziger Zufluchtsort. Den Schmerz, die Demütigung und die täglichen Torturen seines Vaters konnte er dadurch etwas ertragen. Jetzt liegt dieses Leben hinter ihm und er brauchte nichts zu befürchten. Jedes einzelne Wort, dass er aussprach, kam stockend und als ob er nach Luft ringen würde. „Wie kommt es, dass du keinen Chip im Handrücken hast...?"
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