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Blind Date

GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Kagami Taiga Momoi Satsuki
21.04.2017
18.06.2018
5
3.063
1
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6 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
31.07.2017 902
 
Warum zur Hölle shippt das keiner?! Ich finde es einfach nur mega-süß!

Und ohne noch mehr vorwegzunehmen: Viel Spaß beim Lesen!

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Kapitel 3 – Bento

Inzwischen hatte der rothaarige Krieger den Widerstand aufgegeben. Gegen Momoi kam man ohnehin nicht an – wenn selbst Ahomine dazu offensichtlich nicht in der Lage war, dann machte sich Kagami keine Hoffnungen. Und immerhin wurde er nicht zu irgendwas Schlimmem gezwungen…nur zu Dates mit fremden Männern, dachte der junge Mann missmutig, während er sich nun bereits zum dritten Mal auf den Weg zum vereinbarten Treffpunkt machte.
Vielleicht hatte die Pinkhaarige wenigstens diesmal eine gute Wahl getroffen, nachdem sie sich nach dem letzten Mal wenigstens ordentlich entschuldigt und ihm versprochen hatte nicht wieder zu versuchen ihn mit einem Yokai zu verkuppeln. Allerdings sah er hier niemanden, der auf jemanden zu warten schien. Überrascht sah Kagami sich in der fast ausgestorbenen Taverne um. Nur ein paar alte Männer saßen an einem Tisch und spielten Karten und an einem Tisch in der hinteren Ecke saß ein junger Mann, der sich möglichst klein zu machen schien.
Gerade wollte der Krieger die Taverne wieder verlassen als ihm wieder einfiel was Momoi ihm noch hinterhergerufen hatte. „Du musst ein bisschen mehr in die Initiative gehen, er ist sehr schüchtern.“, hatte sie gesagt und ihm dabei zugezwinkert. Der Rothaarige seufzte und machte sich auf den Weg zu dem jungen Mann, der inzwischen, als habe er Kagamis prüfenden Blick gespürt, so weit hinter der Stuhllehne verschwunden war, dass man nur noch seinen hellbraunen Haarschopf sehen konnte.
„Sakurai Ryu?“, fragte er vorsichtig und sofort schoss der Andere in die Höhe, nur um sich gleich mehrfach zu verbeugen und „Entschuldigung, Entschuldigung!“ zu murmeln.
Ein wenig überfordert legte der Krieger ihm eine Hand auf die Schulter und der Braunhaarige richtete sich überrascht wieder auf. Er war gut einen Kopf kleiner als Kagami und seine fast kindlich anmutenden Züge sorgten dafür, dass dessen Stimme wesentlich sanfter und leiser als sonst war als er ihn dazu aufforderte sich hinzusetzen und vielleicht einen Drink zu bestellen.
„Du brauchst keine Angst vor mir haben und du musst dich auch nicht dauernd entschuldigen. Ich will genauso wenig hier sein wie du vermutlich.“
Überraschung huschte über das Gesicht des Kleineren.
„Was, dich hat Momoi-san auch gezwungen?“, rutschte es ihm heraus.
Er schlug eine Hand vor den Mund und setzte zu einem neuerlichen „Entschuldigung“ an, unterbrach sich aber als er Kagamis belustigte Mine sah. Dieser grinste.
„Was hat sie dir denn angedroht?“
„Sie hat gesagt, dass sie zu mir kommt und mir was kocht! Das konnte ich nicht zulassen, meine arme Küche! Und die Lebensmittel tun mir leid!“
Sakurais Stimme war jetzt wesentlich fester als zuvor und er schob entrüstet die Unterlippe vor während sich seine Stirn in Falten legte. Erleichtert seufzte der Größere auf und ein Lächeln breitete sich auf seinem Gesicht aus. Offensichtlich würde das heutige Date wesentlich entspannter laufen als die vorigen. Vielleicht würde es sogar ein wenig Spaß machen?
„Du kochst?“, fragte er und beugte sich leicht vor.
Der Andere nickte begeistert und Kagami konnte ein begeistertes Funkeln in seinen Augen ausmachen.
„Ich liebe Kochen! Es ist immer wieder erstaunlich was man mit einigen wenigen Zutaten alles machen kann! Und wie sich der Geschmack ändert je nachdem wie man die Gewürze mischt! Und es gibt so viele Sachen, die ich noch nicht ausprobiert habe. An sich würd ich ja gerne mehr ausprobieren, aber ich lebe alleine und da ist das immer ein bisschen schwierig. Ich…“
Er unterbrach sich und zog den Kopf ein. Erneut lag ein ängstlicher Ausdruck in seinen Augen.
„Entschuldigung, ich langweile dich vermutlich damit…“
„Keineswegs.“
Der Rothaarige grinste und nahm einen Schluck von seinem Sake.
„Eigentlich koche ich selber ziemlich gerne. Ich war für ne ganze Weile alleine unterwegs und irgendwie muss man sich ja versorgen. Normalerweise koche ich auch für die Anderen.“
„Die Anderen? Und was kochst du so? Hast du schonmal Sushi gemacht?“
Der Kleinere schien ernsthaft interessiert. Von seiner vorherigen Schüchternheit war nichts mehr zu spüren während er den Rothaarigen mit Fragen bombardierte. Dieser schob ihm die zweite Sakeschale zu und hob seine eigene.
„Auf einen entspannten Abend, Kanpai!“
Erst zögerte der Braunhaarige, dann hob er seine Schale, erwiderte das „Kanpai!“ und leerte sie in einem Zug.
„Okay, also ich erklär dir wer die Anderen sind, wenn du mir erzählst was du noch alles probieren möchtest – und mir versprichst mich mal zum Essen einzuladen.“
Mit leicht geröteten Wangen – ob jetzt vom Alkohol oder weil es ihm peinlich war konnte Kagami nicht so genau bestimmen – nickte Sakurai.

~ ~ ~


Momoi klatschte in die Hände. Volltreffer!
Je später es geworden war und je mehr Alkohol die Beiden getrunken hatten, desto gelöster war die Stimmung zwischen Kagami und Sakurai geworden und mit dem Versprechen sich bald mal wieder zu treffen hatten sie sich voneinander verabschiedet.
Momoi lächelte glücklich. Dann riss sie sich mit einem Kopfschütteln wieder aus ihrer Euphorie. Ihre Mission war noch lange nicht beendet! Ihr Ziel war es schließlich Kagami zu verkuppeln und wer wusste schon ob zwischen den Beiden wirklich Funken sprühen würden. Sie verstanden sich gut, das war wahr, aber sollte dieses Date letztlich doch nur in einer Freundschaft enden dann war sie mit ihrer Aufgabe gescheitert. Es war wichtig, dass sie noch mindestens einen Ersatzkandidaten fand!

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Bitte sagt mir, dass ihr es genau so knuffig findet wie ich! Wieso verdammt ist bisher keiner auf die Idee gekommen KagaSaku zu shippen???
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