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Aller Anfang ist schwer

von Arielle18
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Charlotte Slättberg /Sprotte Friedrich Baldwein / Fred
20.04.2017
22.04.2017
2
1.532
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22.04.2017 1.079
 
Sprotte hatte nur sechs Stunden geschlafen. Dementsprechend war sie auch müde. Aber sie hatte noch einiges vorzubereiten. Wenigstens hatten sie Samstag und somit keine Schule.
Als das Wilde Huhn sich fertig gemacht hatte, sich ein Marmeladenbrot geschnappt hatte und ihrer Mutter Sybille zugerufen hatte, dass sie weg ist, machte sie sich auf den Weg zum Wohnwagen. Dort wollte sie sich mit den anderen Wilden Hühnern treffen, um alles für die Geburtstagsparty vorzubereiten. Wie immer nahm sie das Fahrrad.
Als sie am Wohnwagen ankam, waren Frieda, Melanie; Wilma und Trude schon da und saßen mit Tee am Tisch. Da es Juli war, war es auch morgens schon angenehm warm. Es würde jedoch noch sehr heiß werden.
Nachdem der Tee getrunken war, machten sich die fünf Mädels daran alles aufzubauen. Sie stellten Tische für Getränke und Knabberzeugs und Lautsprecher auf – um die Musik wollte sich Steve kümmern. Auch die Getränke wollten die Pygmäen mitbringen.
Am späten Nachmittag gingen sie wieder nach Hause, um sich für die Party fertig zu machen.
Als es dann soweit war trafen sie sich alle wieder beim Hauptquartier der Wilden Hühner. Neben den Wilden Hühnern und den Pygmäen waren auch andere Schulfreunde eingeladen.
Es war ein schöner Abend. Alle hatten Spaß. Sprotte ertappte sich immer wieder dabei, zu Fred zu schauen und ihn anzustarren, bis er ihren Blick auf sich spürte und ebenfalls zu ihr sah. Wenn sich dann ihre Blicke kreuzten, sah sie sofort weg und senkte den Kopf. Sie versuchte sich auf die Gespräche mit ihren Freunden zu konzentrieren, aber es gelang ihr nicht. Fred wollte nicht mehr aus ihrem Kopf verschwinden. Sprotte war so abgelenkt, dass sie gar nicht mitbekam, dass sie von Frieda beobachtet wurde.
Kurz bevor sie sich alle verabschiedeten nahm Frieda ihre beste Freundin Sprotte beiseite. „Also was lauft da zwischen dir und Fred?“
„Was?!“, fragte Sprotte verwirrt.
„Sprotte. Du kannst mir nichts vormachen.“, gab Frieda zurück.
„Was?“ Sie wusste einfach nicht, was sie sonst sagen sollte.
„Komm schon. Ich hab euch den ganzen Abend über beobachtet. Du hast ihn die ganze Zeit angestarrt.“, Frieda lächelte sie an. „Übrigens starrt er dich auch gerade an.“
Sprottes Kopf schnellt in Freds Richtung und senkte ihren Blick sofort wieder. Er starrte sie tatsächlich an.
Sprotte gab nach. Frieda konnte sie schließlich nicht anlügen... „Ist das so offensichtlich? Aber nein, da läuft nichts. Rein garnichts.“
„Aber du stehst auf ihn.“, stellte ihre beste Freundin fest.
„Was? Nein!“, Sprotte machte eine Pause. Frieda sah sie scharf an. „Naja. Vielleicht n'bisschen.“ Frieda sah sie weiter scharf an. „Okay! Ist ja gut. Ich steh auf Fred!“
Frieda sah erleichtert aus. „Na endlich!“ Sie lachte auf.
Sprotte war verwirrt. „Wie bitte?!“
Sie zuckte mit den Schultern. „Naja. Das war ziemlich eindeutig. Wir haben uns alle gefragt wann du's endlich zugibst und wann dann was aus euch wird. Laut den Pygmäen steht Fred auch auf dich.“ Sie lächelte Sprotte wieder an. Diese sah ihre Freundin nur verständnislos mit offenem Mund an. Sie hatte keine Ahnung, was sie sagen sollte.
Fred steht auf mich?! Das is ja super! – Nein, Sprotte. Nein! Du darfst so nicht denken!
Als sie sich von allen verabschiedet hat machte sie sich daran ein bisschen aufzuräumen. Sprotte hatte vor im Wohnwagen zu schlafen. Also hatte sie jetzt noch Zeit und musste am Morgen nicht alles wegräumen.
Sie war gerade dabei einige Bierflaschen wegzuräumen, als jemand hinter ihr „Hey.“ sagte. Sie hätte fast laut aufgeschrien, so sehr hatte sie sich erschrocken. Sprotte drehte sich um und blickt zu ihrer Überraschung Fred in die Augen. „Hey! Was machst du denn noch hier?“
„Ich hab mir gedacht, ich helf dir noch ein bisschen aufräumen.“ Fred nahm sich ebenfalls ein paar Flaschen.
„Oh. Danke.“, Lächelte Sprotte. Er lächelte zurück.
Nach einer kurzen Pause ergriff Fred wieder das Wort. „War ne schöne Party.“
„Ja. Find' ich auch. War ganz lustig.“ Sprotte fing an zu lachen. „Vor allem, als Torte sich wieder an Frieda rangemacht hat.“
Fred stimmte in ihr Lachen mit ein. „Ja. Willi war ziemlich angepisst. Hat ihn zur Sau gemacht, dass er gefälligst seine Freundin in Ruhe lassen soll.“
„Torte hat eindeutig zu viel getrunken.“
Die zwei räumten noch einige Zeit schweigend auf. Als dann alles wieder so aussah wie vorher sahen sie sich an. Diesmal ergriff Sprotte das Wort.
„Also danke nochmal für's Helfen.“
„Kein Problem.“
Sie schwiegen sich wieder an. Sprotte hatte keine Ahnung, warum ihr das auf einmal so schwer fand mit Fred ins Gespräch zu kommen. Vielleicht lag es daran, dass sie nun wusste, was sie füreinander empfanden. Sprotte! Du weißt nicht sicher, ob Fred auf dich steht! Also reiß dich zusammen!
Auch Fred wunderte sich, warum sie auf einmal nicht mehr miteinander reden konnten so wie immer. Er hatte von Willi erfahren, dass anscheinend auch Sprotte auf ihn stand. Zumindest hat das Frieda behauptet. Das hatte ihn wahnsinnig gefreut, denn auch er hatte in letzter Zeit begonnen etwas für sie zu empfinden.
Sie sahen sich lange in die Augen. Sprotte stand mit dem Rücken am Wohnwagen.
„Gut. Dann...“, begann sie und wurde sofort unterbrochen, als sich Fred näherte und seine Lippen plötzlich ihre berührten. Zuerst stand das Wilde Huhn wie versteinert da. Doch dann erwiderte sie den Kuss. Sie schlang ihre Arme um seinen Hals. Fred legte seine Hände auf Sprottes Taille. Es war ein sanfter aber doch leidenschaftlicher Kuss.
Nach einer Ewigkeit – so kam es zumindest den beiden vor – trennten sie sich. Sie sahen sich verlegen an. Fred fand als erstes seine Stimme wieder.
„Das… Das war... Entschuldigung...“, stammelte er.
„Ja. Ähm...“, Sprotte wusste wieder nicht, was sie sagen sollte.
„Ich werd dann mal gehen. Gute Nacht, Oberhuhn.“ Fred lächelte sie verlegen an und ging dann nach Hause.
„Gute Nacht, Fred.“
Sprotte stand noch ein paar Minuten vorm Wohnwagen und dachte über das, was gerade passiert war, nach. Dann ging sie hinein, zog sich um und legte sich auf das Bett. Doch sie konnte nicht schlafen. Sie war einfach zu aufgewühlt. Einerseits hat es ihr gefallen. Es hat ihr wirklich gefallen Fred zu küssen. Es hat sich richtig angefühlt. Aber andererseits wusste sie, dass daraus nie etwas werden könnte...
Fred dachte noch darüber nach als er im Bett lag. Er hatte nicht vor Sprotte zu küssen, aber in dem Moment wollte er einfach nichts anderes. Und ihr hatte es anscheinend auch gefallen, da sie den Kuss ja erwidert hatte. Er war hin und her gerissen. Was wenn er durch den Kuss ihre Freundschaft zerstört hat?
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