Nicht schon wieder

GeschichteHumor, Familie / P12
Celebrían Elladan Elrohir Elrond Legolas Thranduil
20.04.2017
20.04.2017
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Mit zusammengekniffenen Augen saß Legolas auf einem Vorsprung. Er war immernoch leicht außer Atem, der plötzliche Sprint war anstrengend gewesen. Und mit dem doppelten zusätzlichen Gewicht welches er im Laufen aufgenommen hatte war es sowieso anstrengender gewesen. Doch achtete er nicht wirklich auf seinen Atem, oder den Platz auf dem er Zuflucht gesucht hatte. Nur die zwei zappelnden Elbenkinder in seinen Armen nahm er wahr. Eisern hielt er sie fest, damit sie nicht weggrannten, schon wieder.
Und während er die beiden festhielt strömte nur ein Gedanke durch seinen Kopf. Nicht schon wieder, bitte nicht schon wieder. Das war der einzige Gedanke der Legolas durch den Kopf ging. Immer und immer wieder wiederholte sich dieser Satz. Doch als er die Augen öffnete, in der Hoffnung sein Kopf hatte ihm gnädiger Weiße nur einen Streich gespielt, konnte er sich ein aufstöhnen nicht verkneifen.
Das würde Ärger geben, mächtigen Ärger, da war er sich zu hundert Prozent sicher. Womit hatte er das nur verdient? Eine Aufgabe hatte Legolas bekommen und bei dieser hatte er richtig versagt. Dabei war doch seine Aufgabe so leicht gewesen. Er hatte sogar die Augen verdreht als er sie gesagt bekommen hatte. Er erinnerte sich noch gut an den Augenblick vor einigen Tagen.

"Mein Sohn, wie du weißt bekommen wir zum Sternenfest Besuch. Elrond kommt samt Familie hier her. Sie werden alle eine Weile bleiben. Und ich hätte eine Aufgabe für dich."
"Was soll ich tun Vater?"
"Ich werde ein paar Verträge mit Elrond aushandeln und seine Frau wird dabei mit beraten. Du sollst dich in der Zeit um ihre Kinder kümmern. Die Zwillinge ein bisschen durch unseren Palast führen, die Gegend zeigen. Du kannst ihnen Geschichten von hier erzählen. Nur solange die Verhandlungen anhalten."
"...Ja werde ich."

Nach diesem Gespräch war er missgelaunt zum Training gegangen, hatte er doch gehofft eine wichtigere Aufgabe zu bekommen als Kindermädchen zu spielen. Aber als Prinz nahm man solche Dinge mit einem Nicken an und kämpfte sich da durch. Wie schwer sollte es auch sein auf zwei Elbenkinder aufzupassen?
Und der Tag war bisher ganz in Ordnung gewesen. Er war mit den Kleinen durch den Palast gegangen und hatte ihnen von den Hirschen erzählt, die in der Nähe des Palastes lebten. Und als sie anfingen zu quängeln köderte er sie mit der Aussicht diese mit Äpfeln füttern zu dürfen, wenn sie sich etwas ausgeruht hatten. Selbst da lief alles noch perfekt, legten sich die Zwillinge doch auch  sofort hin und ruhten. Nach einigen Minuten war Legolas sicher gewesen die beiden würden schlafen, also verließ er sie kurz um Äpfel aus der Küche zu besorgen. Doch als er zurück war saß der Schock tief. Die beiden waren weg!
Er durchsuchte er die Zimmer in der Nähe, jedoch ohne Erfolg. Als er schon aufgeben und Unterstützung holen wollte kam ihm aber ein schrecklicher Gedanke. Ohne auf jemanden zu achten rannte er so schnell er konnte durch die unzähligen Gänge des Palastes. Hin zu den Toren die ihn zu den Hirschen lassen würden. Und sein Albtraum bewahrheitete sich. Die Tore waren weit offen und auf der Lichtung waren zwei Elblinge. Zwei Elblinge die so schnell sie konnten Richtung Tor rannten, gefolgt von einer großen Herde Hirsche.
Legolas erhöhte sein Tempo, kam den beiden entgegen und nahm sie im Lauf hoch. Drehte sich um und rannte wieder Richtung Tor. Doch war er nicht schnell genug mit den beiden um auch noch das Tor zu schließen. Also sprang er mit Schwung auf den Vorsprung und kletterte mit den Beiden hinauf, um hilflos mit anzusehen wie die ganze Herde in den Palast rannte. Niedergeschlagen schloss Legolas die Augen. War er wirklich schon wieder der Grund dafür gewesen dass die Hirscherde im Palast war?

Elladan und Elrohir sahen den großen Tieren mit staunenden Augen hinterher. Wenn sie nicht von Legolas gehalten worden wären würden sie den Tieren hinterher gehen. Den Schrecken von vor ein paar Augenblicken schon wieder vergessend. Das war so aufregend! Noch nie waren sie Hirschen so nahe gekommen. Einfach herrlich.
Sie konnten es gar nicht erwarten zu ihnen zu gehen nachdem Legolas von ihnen erzählt hatte. Also waren sie, kaum hatte dieser endlich den Raum verlassen, aus ihren Betten gestiegen und schnell zu den großen Toren gelaufen. Dieses ließ sich zu zweit auch ganz leicht öffnen und schon waren sie auf der Lichtung. Von vielen braunen Augen beäugt waren sie immer weiter hinaus gegangen. Ein herrlicher Anblick,so viele große Hirsche hatten die beiden gar nicht erwartet und die kleineren Jungtiere waren einfach zu süß. Leider waren die beiden zu neugierig, denn von der Regel den Jungtieren nicht zu nahe zu kommen waren sie schnell abgewichen. Zu ihren Unglück. Schneller als sie dachten scheuchten die Tiere die beiden durch die Gegend. Also blieb nur eine Möglichkeit, so schnell wie es geht zurück in den Palast.
Und nun saßen sie hier auf diesen Vorsprung fest, denn Legalos ließ sie einfach nicht los. Seinen immer wieder dahin gemurmelten Satz überhörten sie.

*derweil im Palast*

"Mein König, verzeiht die Störung, aber es gibt ein Problem."
"Was ist den geschehen?"
"Die Hirschherde ist im Palast. Die gesamte Herde, auch die Jungtiere. Etwas hat sie aufgescheucht und wir bekommen sie nicht beruhigt. So können wir sie nicht nach draußen führen. Wir brauchen eure Hilfe."

Elrond und Celebrian sahen den davonrauschenden Thranduil hinterher. Als die Tür ins Schloss fiel und sie alleine waren legte er seufzend seine Hand an die Stirn und sie fing leise an zu lachen. Beiden konnten sich den Grund denken warum die Herde so aufgeregt war. Da würden sie wohl ein ernstes Wort mit ihren Kindern sprechen müssen.
Thranduil ging schnellen Schrittes durch seinen Palast. Eile war geboten. Wie konnten die Tiere nur diesmal herein gelangt sein? Legolas war aus schon lange aus dem Alter raus um die Hirsche herein zu lassen. Und ausserdem hatte er aus seinen Fehler damals gelernt. Verwirrt beschleunigte er sein Tempo. Hoffentlich war diesmal wieder nichts zu Bruch gegangen.
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