The Witches of Seraph of the End (MMFF)

MitmachgeschichteRomanze, Fantasy / P16
16.04.2017
14.04.2018
17
56654
4
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31 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 
Da hat man einmal Zeit zum Schreiben und bäm ist man krank -.-* Gut wie auch immer, jetzt bin ich wieder da und heute gibt es endlich das Kapitel, das eigentlich schon am Sonntag hätte kommen sollen...

Das nächste Kapitel wird ein Missionskapitel für die Missionen von Junaris, Akane und Tsukiko. Also nicht wundern, dass man in diesem Kap nichts von ihnen hört.
Im nächsten Kap kommen dann auch die Charas Sun Yang und Kenshin Saito endlich mal zum Zuge.
Was noch... @Pilz: in diesem Kap erstmal eine kurze Einleitung für deine beiden Charas. Wenn es deine Zeit hergibt müssten wir dann mal etwas zusammen planen.
Da es gerade um Planung geht, eventuell Bedarf es noch einer Planung für die Charaktere Elara und Kuzunoha. (Ich melde mich lieber mal im Voraus an)

Jetzt habe ich euch aber auch genug aufgehalten und wünsche euch viel Spaß beim Lesen.^^

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~ Kruls Sicht ~

(Ist das langweilig hier so ganz alleine. Jetzt sind June und mein süßer Mika weg und ich habe überhaupt keine Beschäftigung mehr.), jammere ich gedanklich vor mich hin, während ich gelangweilt auf meinem Thron liege und Löcher in die Luft starre. (Wo bleibt Mika eigentlich. Er hätte doch schon lange wieder hier sein müssen. Eigentlich schon vor René und Lacus.), fällt mir dann bei genauerem Überlegen auf. „Und was ist eigentlich aus dieser verdammten Eishexe geworden, die er eigentlich holen sollte?! MANETH! Wo bist du jetzt schon wieder!?“, stapfe ich wütend los, um die Hexe zu suchen. Eigentlich würde ich ja jetzt June losschicken oder vielleicht Mika, aber da beide nicht da sind, muss ich wohl oder übel selbst losgehen und nach ihr Suchen.

~ Mikas Sicht ~

„HEY! Seid ihr taub oder was?! Ich habe gesagt, ihr sollt sofort Reika hierher holen!“, brüllt dieser Typ in der Zelle gegenüber. Er ist knapp zehn Zentimeter größer als ich, hat eine ähnliche Frisur wie Yuu, silberne Haare und violette, glühende Augen. Er trägt eine graue Uniform mit violetten Markierungen. „Wir können dich hören Tadashi. Wir haben schon nach ihr geschickt!“, ruft irgendjemand zurück. Leider kann ich ihn nicht sehen. (Tadashi heißt er also. Nur wer ist der Typ eigentlich? Und wo sind wir hier? Definitiv in einem Verlies... Aber wessen? Und wer hat mich wie und wieso hier rein gesteckt?? Das Letzte, an das ich mich erinnere, ist, dass ich diese Freya verloren habe und durch eine ganz merkwürdige Umgebung gelaufen bin. Irgendwann ist mir dann schwarz vor Augen geworden und aufgewacht bin ich dann hier.), gehe ich gedanklich alles noch einmal durch und sehe mich um. Viel zu sehen gibt es hier allerdings nicht. Nur eben ein paar Zellen, wie in einem Gefängnistrakt. Bis auf diesen Tadashi und mich sind hier allerdings keine weiteren Personen eingesperrt. Jede der Gittertüren hat ein Schloss und auf jedem davon klebt außen ein Stück Papier, soweit ich das beurteilen kann. (Was ist das?), frage ich mich und gehe mit der Hand näher an die Gitterstäbe heran. Als ich mit den Fingerspitzen daran stoße, bekomme ich so etwas wir einen Stromschlag und verliere schlagartig meine gesamte Kraft, sodass ich zusammensacke.
„Fass das besser nicht an. Du stehst in einem riesig großen Bannkreis und das Stück Papier auf der Tür da ist ein Siegel, dass die Gefangenen in ihren Zellen halten soll.“, meint dieser Typ. „Siegel... Sind wir hier, in einem Hexengefängnis?!“ „Was dachtest du denn?“ „Woher soll ich denn wissen, wo ich hier bin? Ich weiß nicht einmal wie ich hierher gekommen und wer mich hierher gebracht hat oder warum.“, protestiere ich. „Du bist hier im Gefängnis des Schicksalszirkels. Ich vermute, dass du von den gleichen Wachen hierher gebracht wurdest wie ich. Warum, kann ich dir auch nicht sagen.“, antwortet mir der Kerl gegenüber. (Naja... Das beantwortet zumindest einen Teil meiner Fragen.“ „Wie heißt du eigentlich ?“, fragt er mich dann. „Mikaela Hyakuya.“ „Tadashi Yasusaki. Du bist... ein Vampir?“ „Nicht direkt. Irgendwas zwischen Mensch und Vampir.“, antworte ich ihm. „Verstehe...“ „Und du? Du bist ein Hexer?“ „Ein Schicksalshexer des Schicksalszirkels.“ Das lässt mich aufhorchen. „Wieso sperren die denn ihre eigenen Leute ein?“ „Das wüsste ich auch gerne einmal. Unsere Zirkelführung hat mich damit beauftragt, Freya hierher zu holen und...“ „Was Freya?! Dann hast du mich in diese komische Illusion gesteckt?!“, unterbreche ich Tadashi. „Illusion? Nein. Das war wahrscheinlich Nightwish, ein Traumwandler. Der wollte Freya nämlich auch und hat mich ebenfalls in eine Traumwelt gesteckt.“ „Hm...“ „Jedenfalls, als ich wieder aus der Illusion raus war, haben mich die Wachen meines Zirkels abgeführt und auf den angeblichen Befehl der Zirkelführerin hier ins Gefängnis gesteckt.“ „Eigenartig...“


~ Akiras Sicht ~

„Langsam aber sicher spüre ich, wie meine Sinne allmählich aus der Dunkelheit heraus und zurück ins Licht gezogen werden und mein Bewusstsein allmählich wieder zurückkehrt. Stück für Stück erlange ich mein Temperaturempfinden und das Gefühl in meinem Körper zurück und auch meine Gedanken beginnen sich zu ordnen. Langsam habe ich wieder die Kontrolle über mich selbst. Als ich es dann endlich schaffe, meine Augen zu öffnen und die Sicht irgendwann nicht mehr verschwimmt sondern wieder klar und deutlich ist, erkenne ich zwei mir sehr wohl bekannte Gesichter. Es sind die beiden Mädchen, die mir am nächsten stehen. Besorgt sehen sie auf mich herab. „Keira. Yume.“, sage ich ihre Namen und versuche mich aufzurichten, wobei sie mir unaufgefordert und ohne zu zögern zur Hand gehen. Noch immer irritiert sehe ich zwischen den beiden hin und her. „Yume.“, wiederhole ich ihren Namen und bleibe schließlich mit meinem Blick an ihr kleben. Es ist immerhin mehr als nur eigenartig, dass sie hier ist. Irgendwann scheinen meine Erinnerungen dann aber wach zu werden. „Ganz ehrlich, Yume, von euch beiden bist du definitiv die Traumwandlerin, die ich lieber sehe.“, sage ich ihr mitten ins Gesicht und die beiden Mädchen fangen sofort an zu lachen, bevor sie mir beide um den Hals fallen und ich sie fest in die Arme nehme. „Es geht ihm gut, denke ich.“, meint die Traumwandlerin zu Keira und diese nickt. „Die beiden helfen mir auf und wir gehen zu dritt nach draußen.
„Ist tatsächlich schon eine Weile her, dass wir drei unterwegs oder überhaupt erst einmal zusammen waren.“, stelle ich fest, als wir nach draußen gehen. „Wer ist das?“, frage ich Yume überrascht, als ich draußen die zwei Wölfe entdecke. Keiras Akay kenne ich schon lange und brauche daher kaum eine Sekunde, um ihn zu erkennen, aber der Andere... „Yuri.“, antwortet sie mir. „Yuri... Yuri... YURI?! Ist das nicht der Begleiter von Nerio?!“, fällt es mir siedend heiß ein. „Ja, genau. Es war auch Nerio, der mich hierher geschickt hat und es ist Nerio, zu dem ich jetzt auch gehe.“, meint Yume mit einem undefinierbaren Gesichtsausdruck. „Du willst gar nicht bleiben?“, fragt Keira sie niedergeschlagen. „Ganz ehrlich, Keira, hier gehöre ich definitiv nicht hin und abgesehen davon muss ich noch ein ernstes Wörtchen mit Nightmare reden.“, erwidert Yume. „Sollen wir dich begleiten?“, frage ich sie. „Spinnst du, Akira?! Ich lass dich doch nicht nochmal in die Nähe von Nightmare. Ich gehe alleine mit Yume mit.“, widerspricht Keira mir. „Das kannst du genauso vergessen, Keira.“, kontert Yume. „Aber...“ „Nichts ist mit aber. Erstens kommt keiner von euch mit in das Gebiet der Traumwandler und zweitens seid ihr in meiner nähe nicht mehr lange sicher. Ich habe jetzt schon zwei Mal meine Fähigkeiten als Traumwandlerin angewandt. Meine Siegel brechen.“, erklärt uns Yume und geht zu Yuri. „Gerade deshalb kommen wir mit dir mit und du wirst uns nicht davon abhalten können.“, beschließe ich und Keira und ich gehen zu Akay. Yume protestiert zwar, aber im Endeffekt bringt ihr das auch nicht viel.

~ Asleys Sicht ~

„Da bist du ja endlich!“, motze ich Nightwish mehr an als ich ihn begrüße, als er endlich mit Freya auf dem Arm vor unserer Tür steht. „Hör bloß auf, dich zu beschweren Asley! Ich bin nicht auf die dumme Idee gekommen, dass ihr euch in irgendeinem kleinen Fischerdorf in Irland versteckt und mir nichts davon sagt! Außerdem hat es eine Weile gedauert, Freya von diesen Vampiren zu stehlen.“, beschwert sich Nightwish bei mir. „Ist ja gut... Bring sie rein.“, trete ich zur Seite und lasse Nightwish ins Haus. Er bringt Freya in das Zimmer, das wir für sie 'vorbereitet' haben, und legt sie dort aufs Bett. „Was habt ihr denn jetzt eigentlich mit ihr vor?“, fragt er mich. „Ich bin mir nicht sicher, ob wir dir das erzählen sollten. Je weniger es wissen, desto besser.“, erwidere ich. „Ich habe sie für euch entführt. Meint ihr nicht, ich habe zumindest ein Recht darauf, zu erfahren, wieso ich das getan habe?“ „Da hat er schon irgendwie recht, Asley.“, meint Arunas zu mir. „Also gut...“, seufze ich genervt. „Aber du behältst Stillschweigen darüber.“, rede ich ihm ins Gewissen. „Klar doch.“ „Gut... Es gibt da ein Gerücht. Es ist sehr wichtig, dass wir herausfinden, ob es wirklich nur ein Gerücht ist oder ob es vielleicht der Wahrheit entspricht und das bekommen wir nur über Freya heraus.“ „Das ist ein Anfang, aber immer noch ziemlich vage.“ „Ich komme ja gleich zum Punkt, wenn du mich nur ausreden lassen würdest. Also, die Vampire hatten Freya sicherlich mit dem Hintergedanken entführt, dass ohne sie der Eiszirkel zerbrechen würde. Wir wissen alle, dass das der Wahrheit entspricht. Wenn das Gerücht aber wahr ist, sieht die Sache anders aus. Angeblich soll Freya eine Tochter haben, die sie seit Jahren irgendwo versteckt hält,  und ich will wissen wo sie ist.“, erkläre ich Nightwish. „Freya hat eine Tochter? Damit hätte ich jetzt wirklich nicht gerechnet. Ich dachte immer, es gäbe keine Nachfolge für den Eiszirkel, wenn Freya sterben würde. Das erklärt natürlich einiges, aber noch nicht alles. Ich kann mir nur schwer vorstellen, dass du einfach nur den Eiszirkel retten möchtest.“, entgegnet mir Nightwish. „Will ich auch nicht. Das wäre eher ein Nebeneffekt. Freyas Tochter soll besondere Kräfte haben. Besondere Kräfte, mit denen sich ein uraltes Hexenartefakt aus längst vergessenen Zeiten finden ließe. Auf dieses Ding habe ich es abgesehen.“, gebe ich zu. „Da kommt die Artefakt-Jägerin wieder zum Vorschein.“, lacht Nightwish. „Aber jetzt hast du definitiv meine Aufmerksamkeit.“

~ Kuzunohas Sicht ~

„Was machen wir denn jetzt? Wir haben nicht den leisesten Schimmer, wer Guren entführt haben könnte und wohin man ihn gebracht hat. Und Yume finden wir auch niemals! Wer weiß, wo die inzwischen ist.“, fasst Mito unsere derzeitige Situation ziemlich gut zusammen wie ich finde. „Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber jetzt haben wir wirklich ein Problem.“, meint Goshi. „Das ist allerdings wahr.“, meint Shinya und atmet einmal tief durch. „Eine wirkliche Wahl haben wir nicht, oder? Vielleicht schlagen wir uns einfach bis zum weißen Zirkel durch.“, überlegt er laut. „Wer ist das jetzt schon wieder?“, meint Yuu wenig begeistert und zieht sein Schwert, am Horizont, dieses Mal aus einer anderen Richtung, wieder drei unbekannte Gestalten auftauchen. „Langsam habe ich wirklich die Nase voll.“, meckert er und will schon in Kampfposition gehen, da hält Shinya ihn auf. „Jetzt warte erst einmal ab, sonst handelst du uns womöglich nur noch mehr Probleme ein.“
Die drei Gestalten kommen, nachdem sie uns wohl bemerkt haben, direkt auf uns zu. Als sie bei uns ankommen, erkennen wir einen jungen Mann in der Begleitung von zwei Frauen. Der Mann hat rote Haare mit kupferfarbenen Strähnen darin, die ihn bis über die Ohren reichen, ein linkes blaues Auge und ein rechtes silbernes Auge. Die eine Frau hat etwa hüftlange, glatte, schwarze Haare, die sie zu einem Zopf zusammengebunden hat. Ihr rechtes Auge ist grün, das linke ist schwarz. Die andere Frau hat in etwa schulterlange, glatte, schwarze Haare, welche sie zu einem losen Zopf zusammengebunden hat, aus dem rechts und links ein paar Haarsträhnen heraus und nach vorne zu den Seiten fallen. Ihr linkes Auge ist braun, das rechte schwarz. Sie tragen alle ähnliche Uniformen. „Die Augenfarben und die Uniformen... Seid ihr Hexenjäger?“, fragt Shinya sie frei heraus. „Stimmt. Mein Name ist Hunter. Ich bin der Vizeanführer des Hexenjägerzirkels. Das sind Theresia und Tess.“, stellt sich der Mann mit den roten Haaren vor und deutet erst auf die Frau mit den langen Haaren und dann die mit kürzeren Haaren und dem grimmigen Blick. „Nach euren Uniformen zu urteilen, gehört ihr zur japanisch imperialen Dämonenarmee, nicht wahr?“, kommt es von dem Hexenjäger. „Genau. Ich bin Generalmajor Shinya Hiragi und das sind Colonel Norito Goshi,Second Lieutenant Shigure Yukimi, Colonel Mito Jūjō, Kuzunoha Aio und Yuuichiro Hyakuya.“, stellt uns Shinya alle vor. „Hiragi...“, wiederholt der Hexenjäger leise, verändert aber seinen Gesichtsausdruck nicht, sodass man hätte seine Gedanken daran ablesen können.
„Freut mich, euch kennenzulernen. Sagt mal, ihr seht etwas verloren aus... Kann ich euch irgendwie helfen?“, meint er dann. „Um ehrlich zu sein, wurde jemand aus unserer Gruppe entführt, Oberstleutnant Guren Ichinose. Ihr habt nicht zufällig eine Idee, wie wir ihn wiederfinden können?“, fragt Shinya ihn offen. „Ihr wisst nicht von wem? Nun... ihr könntet ihn ja vielleicht auspendeln lassen. Die Pendlerin Aika Wakati findet so ziemlich jeden. Wir bringen euch hin, wenn ihr wollt.“, bietet Hunter uns an und Shinya willigt ein.

~ Amayas Sicht ~

„Komm, ich helfe dir runter.“, bietet sich Azzuro an und hebt mich wieder von seiner Kristallkatze runter. Er geht sicher, dass ich sicher auf dem Boden stehe, bevor er mich loslässt. Seine Kristallkatze läuft schnell davon. „Was hat sie denn?“, frage ich etwas verwirrt. „Solange wir hier sind kann sie ruhig etwas durch die Gegend streifen.“, antwortet er mir, bevor unsere Aufmerksamkeit von Shinoa abgelenkt wird, die Jemanden zu uns ruft und dieser Person von weitem zu winkt. „IRA!! Hier sind wir!“ , ruft sie eine süße Hexe mit schulterlangen, glatten violetten Haaren und pinken Strähnchen darin zu uns. Die süße Hexe hat allerdings einen ziemlich grimmigen Gesichtsausdruck und zieht einen ziemlich schwer aussehenden Koffer hinter sich her. „Was ist denn mit dir los?“, fragt Yoichi sie irritiert. „Was los ist?! Ich sag dir was los ist! Ich wurde gerade aus meinem Zirkel geworfen!“, schreit die Hexe ihn aufgebracht an. „Aus dem Zirkel geworfen? Wie jetzt?“, fragt Shinoa sie verwirrt. „Ich muss den Zirkel verlassen und habe hier ab sofort keine Aufenthaltsgenehmigung mehr, deshalb muss ich jetzt gehen. Ihr werdet wohl einen Ersatz für mich bekommen“, antwortet sie und stapft ärgerlich weiter. „Warte! Wo willst du denn hin?“, ruft Yoichi hinter ihr her. „Zum Hexenjägerzirkel.“, meint sie und marschiert weiter in Richtung des Hexenkreises, wie ich vermute. „Ich habe noch nie gehört, dass Jemand aus dem weißen Zirkel hinausgeworfen oder eine nicht feindliche Hexe des Gebietes des weißen Zirkels verwiesen wurde.“, meint Azzuro irritiert. „Sollte ich mir sorgen machen?“, frage ich ihn daraufhin. „Erst einmal sehen wir uns die Lage genauer an, also mach dir vorerst keinen Kopf. Außerdem bin ich ja da. Ich pass schon auf dich auf.“, meint er und tätschelt mir den Kopf, bevor wir dem Eiszirkel folgen. Shinoa sieht Ira besorgt nach, dann tut sie es uns gleich.

~ Taros Sicht ~

„ARGH! Das kann doch unmöglich euer verdammter Ernst sein!“, höre ich Aima, die Anführerin des Blutzirkels, schon von weitem durch die komplette Gefängnisstadt des Blutzirkels brüllen. Der Blutzirkel hat sich eine Art Kleinstadt errichtet, in der sie nun heimisch sind. Allerdings erinnert das hier an ein ziemlich großes Gefängnis oder auch an eine riesige Forschungsstation, weshalb ich den Sitz des Zirkels meist als Gefängnisstadt betitle. Durch ihr Geschrei ist es natürlich nicht schwer, die Hexe zu finden. Aima ist eine reine Bluthexe und das sieht man ihr deutlich an. Ihre hüftlangen, glatten, blutroten Haare sehen aus wie ein Wasserfall aus Blut. Ihre Augen sind ebenso rot. Sie trägt ein hellrotes Oberteil, welches schulterfrei ist und geht auf der Rückenseite nicht höher als über die Hüfte. Sie trägt schwarze Armstulpen die bis etwa zur Hälfte ihrer Oberarme reichen und oben und unten einen roten Rand haben. Sie trägt einen Rock der von der Vorderseite her eher ein Minirock ist und dann nach hinten länger wird und bis zu den Kniekehlen reicht. Außerdem trägt sie eine schwarze Strumpfhose und kniehohe, rote Stiefel. „Was hast du jetzt wieder für ein Problem?“, frage ich Aima, die mich daraufhin finster ansieht, bis sie bemerkt, dass ich es bin. „Ach, Taro. Da bist du ja wieder. Gab es Probleme bei deinem letzten Auftrag?“, erkundigt sie sich. „Nein, es lief alles glatt.“, antworte ich ihr. „Gut, dann habe ich hier gleich den nächsten Auftrag für dich. Uns ist ein Zombie weggelaufen, irgendwo in diese Richtung. Mach ihn kalt.“, schickt sie mich hinter dem Experiment her. „Wenn der Hexenjägerzirkel herausfindet, was wir hier machen, sind wir alle dran.“, höre ich Numan, einen der Vertreter dieses Zirkels, zu Ruby, der anderen Vertreterin, sagen, als ich an ihnen vorbei gehe.
Das Experiment ist schnell gefunden. (Einen Zombie bekämpft man am besten mit Feuer, also werde ich mein Fuchsfeuer verwenden.) „Hey, du halb verrottetes Ding! Hier drüben bin ich!“, verspotte ich das Experiment, um es auf mich aufmerksam zu machen. (Es ist fast schon schade ,dass Zombies nichts mehr fühlen. So leiden sie gar nicht mehr, wenn man sie tötet...), geht es mir durch den Kopf, während ich auch schon anfange, den Zombie zu verbrennen. Viel zu schnell ist aus dem toten Körper ein Häufchen Asche geworden.

~ Kishos Sicht ~

„Kuraiko! Kisho!“, werden wir von Slate, dem männlichen Vertreter unseres Zirkels heran gerufen. Slate ist ein Hexer von knapp 94 Jahren, sieht aber aus wie 19. Er ist ein Siegelhexer. Von denen gibt es in diesem Zirkel einige, aber längst noch nicht genug, um zu behaupten, dass der Zirkel zu einem Großteil aus Siegelhexen besteht. Slate hat kurze hellgrau-dunkelgrau gemischtes Haar und grüne Augen. „Ash will mit euch sprechen.“, schickt er uns zum Anführer des Zirkels der Verborgenen. Ash ist ein 267 Jahre alter Runenhexer, der das äußerliches Aussehen eines 18-Jährigen hat. Er hat kurze, schwarze Haare mit einem blauen Stich darin und hellblaue Augen. Als wir in den Versammlungsraum kommen, sitzt Ash am Ende des riesigen Tisches auf seinem üblichen Platz. Neben ihm befindet sich Silver, die zweite Vertreterin des Zirkels, mit der er etwas zu besprechen scheint. Silver ist eine Kristallhexe von 46 Jahren, sieht allerdings aus wie 16. Sie hat brustlange, grau-silberne Haare, die im Sonnenlicht glänzen, und dazu dunkelblaue Augen.
„Du wolltest uns sprechen?“, wende ich mich an Ash, als Silver schnell das Zimmer verlässt, nachdem sie uns bemerkt hat. (Irgendwie verhalten sie sich eigenartig...), stelle ich mit einem unguten Gefühl fest. „Das stimmt. Setzt euch bitte hin.“, deutet Ash auf zwei Plätze direkt bei ihm. „Was ist los?“, fragt Kuraiko ihn besorgt. „Kuraiko, Kisho... Ich fürchte, ihr müsst den Zirkel verlassen.“, meint Ash zu uns.
„WAS?!“, kommt es gleichzeitig von uns wie aus einem Munde. „Wieso?“, fragt Kuraiko ihn sofort. „Ihr dürftet ja nun mittlerweile mitbekommen haben, dass die Hexenwelt sich in den Krieg zwischen den Menschen und den Vampiren eingemischt hat. Natürlich ist und bleibt der Zirkel der Verborgenen neutral, aber wir machen uns Sorgen wegen Kuraiko. Es wäre durchaus möglich, dass es Jemand auf sie abgesehen hat und um sie zu schützen, haben wir uns etwas überlegt. Wir würden euch gerne in die Hauptzentrale des Hexenjägerzirkels schicken.“, erklärt uns Ash. „Zu den Hexenjägern?“, wiederhole ich fragend. „Der Hexenjägerzirkel hat so etwas ähnliches wie einen kleinen Unterzweig, sozusagen eine Abteilung innerhalb des Zirkels, bestehend aus Siegelhexen. Man könnte diesen Unterzweig als Zirkel der Siegelhexen oder eben auch Siegelzirkel bezeichnen. Das wäre ideal für dich, Kuraiko, denn du brauchst die Siegel. Außerdem ist dort deine Sicherheit gewährleistet und mal ganz ehrlich, wenn du bei den Hexenjägern bist, geben sie Ruhe. Dann wissen sie, wo du bist, was du machst und wie es dir geht. Dann bist du runter von der Beobachtungsliste, der Jagdliste und der Liste der Experimente, denen in irgendeinem Zirkel Asyl gewährt wird.“, erläutert uns der Anführer des Zirkels. „Ihr müsst euch keine Sorgen machen. Ihr könnt jederzeit zurück kommen. Der Zirkel der Verborgenen steht euch immer offen und ich erwarte, dass ihr spätestens nach dem Krieg wieder hier seid.“, meint Ash mit einem Lächeln auf den Lippen. „Aber jetzt ist es vermutlich das Beste für dich, Kuraiko, dass du zu den Hexenjägern kommst und da Kisho sicher nicht alleine hier blieben wird...“ „In Ordnung.“, willigt Kuraiko ein. „Wenn Kuraiko damit einverstanden ist, geht das klar.“, stimme auch ich zu. „Gut. Silver und Slate begleiten euch zu einem Treffpunkt, da werdet ihr von einer Gruppe Hexenjäger in Empfang genommen und sicher zum Zirkel begleitet. Um alles Andere kümmert sich dort die für euch verantwortliche Hexenjägerin.“, verabschiedet sich Ash von uns und wir gehen los, um unsere nötigsten Sachen zusammen zu packen, bevor es losgeht.
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