Frohe Ostern

von Arcaney
KurzgeschichteFamilie, Freundschaft / P12
Freddie Faulig Sportacus Stephanie
16.04.2017
16.04.2017
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Freddie wachte von dem Geschrei der Kinder auf. Verwirrt blinzelte er der morgendlichen Sonne entgegen und setzte sich an der Parkbank auf der er schlief auf.
"Verfluchte Gören...", murmelte er verschlafen und sah sich nach ihnen um.
Sie waren allesamt in der Stadt verstreut, nur Pixel ließ sich nicht blicken. Jedoch viel Freddie auf dass die Kinder scheinbar nach etwas suchten. Neugierig geworden stand er auf und schlich sich unbemerkt hinter einer Mauer versteckt an Pinkie heran.
Sie wusste meist immer was los war, es konnte also nicht schaden ihr ein wenig hinterher zu spionieren.

"Meins, alles meins! Weg da."
"Meini, pass auf!", schrie Stephanie auf.
Doch es war zu spät. Meini rannte Ziggy um und beide kullerten übereinander in das nächstliegende Gebüsch. Eilig rannte Stehpanie hinter ihnen her.
"Geht es euch gut?"
"Ja, Ziggy ist zum Glück weicher als gedacht.", erwiderte Meini, nahm ihre Hand an und ließ sich von ihr auf die Beine ziehen. "Danke."
"Ich eins gefunden! Ich hab eins!", ertönte es freudig vom Busch her und Ziggy strampelte sich von den Zweigen frei. In den Händen hielt er einen großen Schockoladenhasen.
"Oh, das ist meiner!"
"Also wirklich, Meini. Ziggy hat ihn gefunden."
Trixie kam zu ihren drei Freunden herbei gerannt und japste.
"Um das Rathaus herum waren nur zwei kleine Nester mit bunten Eiern zu finden. Wie sieht es hier bei euch auf dem Sportplatz aus?"
Sie nickte mit dem Kopf in Ziggys Richtung.
"Außer mit Ziggy's Fang."
"Das ist meiner.", rechtfertigte sich Meini und wollte sich den Hasen an sich reißen. "Ich hab Ziggy nur darin verholfen dass er ihn auch sieht und aus dem Gebüsch zieht."
"Hey!" Ziggy wehrte Meini ab und drückte seinen stolzen Fund fest an sich.
"Sicher.", lachte Stephanie auf und schüttelte darüber den Kopf bevor sie sich Trixie zuwandte. "Ziggy und ich haben auch ein Nest gefunden. Meini hat sie natürlich alle für sich beschlagnahmt."
Trixie grinste. "Was hat man auch anderes erwartet?"
Meini streckte ihr die Zunge raus.
"Sieh mal wer da kommt?", rief Ziggy und deutete in eine Richtung, die Freddie zusammen zucken ließ. Sportacus kam angesprungen, doch anscheinend bemerkte er den Schurken hiner der Mauer nicht.
"Hallo Kinder."
"Hi Sportacus." Die Kinder begrüßten ihn freudig und kurz darauf fingen Meini und Ziggy wieder mit der Suche an.
"Was macht ihr denn da?", fragte Sportacus neugierig und betrachtete die Zwei.
Trixie wandte sich nach ihm um.
"Wir suchen nach Hasen und Nester mit bunten Eier."
"Was?" Der Held runzelte verwirrt die Stirn.
Stephanie tat es ihm gleich.
"Es ist Ostern. Da versteckt der Osterhase seine Sachen und wir müssen sie finden.", versuchte sie es ihm zu erklären.
"Sag bloß, du kennst das nicht?", fragte Trixie und verschränkte skeptisch die Arme.
Sportacus schüttelte den Kopf. "Nein, das kenne ich nicht. Ist das eure Art zu feiern?"
"Allerdings. Sieh mal, was ich schon gefunden habe.", rief Ziggy, eilte zu ihm hin und präsentierte den Schockoladenhasen in seinen Armen.
"Welcher ganz genau meiner ist.", warf Meini sofort ein und versuchte wieder ihn sich zu schnappen was ihm diesmal gelang. Sofort fing wieder die Rangelei an.
"Und ein Hase versteckt diese Sachen?", fragte Sportacus verwirrt nach.
Stephanie nickte und sah ihn fragend an. "Feierst du sonst keine Ostern?"
"Doch, doch. Aber so wie ich es kenne geht es anders zu."
"Und wie?", fragten die Kinder. Ziggy und Meini hörten auf sich über den Hasen zu streiten und sahen Sportacus gespannt an.
"Nun, es gibt an Ostern immer eine Feier für die ganze Familie. Die Kinder müssen nicht zur Schule und gemeinsam wurde ein Tisch gedeckt an dem sich jeder satt essen kann. Das Haus wird auch reichlich mit bunten Eiern geschmückt, aber Hasen gibt es nicht."
"Dann wird gar nicht gesucht?", fragte Trixie.
Sportacus schüttelte nur den Kopf. "Für die Kinder aber gibt es Schockoladeneier von der Familie geschenkt. Auf denen sitzt ein kleines Kücken und an der Seite wurde ein ganz kleiner Strauß mit Blumen befestigt. Als Zeichen für den Frühlingsanfang. In den Eiern selbst sind viele Süßigkeiten versteckt, weshalb man sich als Kind immer ein großes Ei von der Familie gewünscht hat."
"Und so hattest du immer Ostern gefeiert?", fragte Ziggy.
Sportacus nickte. "Zu dieser Zeit gibt es immer noch viel Schnee, von dort wo ich her komme und so eine Tradition gibt es noch nicht."
"Also ist es so etwas ähnliches wie Weihnachten nur in kleiner?", fragte Meini neugierig.
Der Held lächelte leicht und nickte.
"So etwas in der Art, ja."
"Cool. Aber ich muss weiter suchen. Bis später."
Und somit nahm er die Suche mit Ziggy wieder auf.

Freddie rieb sich die Hände.
"Sportaflop kennt also dieses Ostern nicht. Und wenn die Kinder so verrückt auf Süßigkeiten sind und er es nicht verbietet.... soll es jeden Tag Ostern geben."
Leise vor sich hin murmelnd setzte er sich in Bewegung zu seinem Unterschlupf.
"Wenn es jeden Tag versteckte Süßigkeiten gibt hällt niemand die Kinder auf sie zu essen. Auch wenn sie draußen herum hüpfen."
Angewidert verzog er das Gesicht, fängt aber kurz darauf wieder an zu grinsen.
"Das ist der Plan."
Zufrieden mit sich selbst eilte er in seinem Versteck umher und packte alles ein, was nach Süßigkeiten aussah.
"...und wenn alle diese süßen Leckereien essen, hat niemand mehr Zeit sich mit diesem Sportahüpf zu beschäftigen und er verlässt allein diese Stadt."
Stolz auf sich selbst zog er seinen Ausguck herunter um nach zu sehen wo er ungesehen anfangen kann die Leckereien zu verstecken. Doch was er da sah, warf ihn um.
Die Kinder standen allesamt um ihn herum und umarmten ihn der Reihe nach.
"Was ist da los?", murmelte Freddie zu sich selbst.

"Leute? Hier bin ich, ich dachte ich komme noch zu spät.", rief Pixel, der eilig zu seinen Freunden rannte.
"Nein, ich hab noch nicht die Stadt verlassen.", meinte Sportacus und lächelte ihn zu.

"Er hat noch nicht die Stadt verlassen.", murrte Freddie und verdrehte gelangweilt die Augen. Doch plötzlich hielt er inne und statrrte auf die Gruppe.
"Moment mal, was soll das heißen?"
"Wir werden dich vermissen, Sportacus.", riefen die meisten der Kinder und schmiegten sich an ihn.
Freddie starrte wie angewurzelt in sein Ausguck.
"Er verlässt die Stadt? Wie kann das sein? Wie kann er ohne durch meinen Einfluss die Stadt verlassen?"
Fassungslos drehte er sich um, verließ sein Unterschlupf und stapfte so schnell es ging zu Sportacus und den Kindern.
"Sieh mal, wer da kommt.", rief Ziggy erstaunt aus und deutete auf Freddie.
Ohne jedoch darauf einzugehen, schob der Schurke die Kinder zur Seite und ließ sich in Sportacus Arme fallen, der ihn überrascht und völlig verwirrt auffing.
"Wie kannst du das mir nur antun?! Du verlässt die Stadt ohne mir etwas zu sagen? Was soll ich dann ohne dich anstellen?"
Das alles verließ Freddies Mund ohne dass er darüber nachdachte was er sagte. Er klammerte sich auch an Sportacus Schultern fest und vergrub sein Gesicht in dessen Halsbeuge.
"Und du wagst es einfach ohne meiner Pläne oder meine Einflüsse zu gehen? Einfach so? Hast du kein Herz, wie ich mich in dem Moment fühle?"
Plötzlich riss er sich vom verdatterten Sportacus los und trommelte ihm auf die Brust.
"So geht das nicht! Du sollst gefälligst hier bleiben, hörst du?"
Die Kinder fingen an zu tuscheln und die Mädchen konnten sich nicht mehr halten und prusteten lauthals los vor Lachen.
"Freddie...", warf Sportacus ein und versuchte ihn irgendwie zu beruhigen. "Freddie..."
"Was?!", schrie Freddie auf und sah ihn mit Zorn funkelnden Augen an.
"Es ist wirklich Aufmerksam von dir, dich von mir zu verabschieden... aber ich verlasse die Stadt nicht für immer."
Stephanie nickte und schaffte es ihren Lachanfall in den Griff zu bekommen.
"Er fliegt nur für einen halben Tag zu seiner Verwandtschaft und besucht sie. So als Ostergeschenk."
Freddie starrte Sportacus mit offenem Mund an. Dieser lächelte leicht und nickte zustimmend. Nach einer Weile versuchte Freddie sich wieder zu sammeln, klappte den Mund zu und nahm seine Haltung wieder ein.
"Nun, wenn es nur das ist.", sagte er steif, legte den Kopf in den Nacken, zog kurz an seiner kleinen Weste und stolzierte in die Richtung der Plakatwand.
Für den ganzen Tag über ließ er sich nicht blicken.

Am nächsten Morgen fand der Schurke ein kleiner Korb vor der Plakatwand, das ein Schockoladenei enthielt, auf dem ein kleines Kücken saß und ein kleiner Strauß Blumen das Korb innere schmückte.
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