Reader X Schottland - Schrei Es In Die Winde

SongficDrama, Romanze / P12
England OC (Own Character)
16.04.2017
16.04.2017
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Schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne...


Du kannst es nicht in Worte fassen, kannst nicht einmal Reden im Moment, doch am liebsten würdest du es einfach in die Welt schreien. Was geschah, was geschehen soll, was geschieht. Einfach nur allen Leuten mitteilen was du auf dem Herzen hattest, ohne dich zurück halten zu müssen. Doch du kannst es dir nicht erlauben laut zu sein, denn du bist auf der Flucht. Auf der Flucht vor jemandem, dem du niemals misstrauen wolltest. Vor dem du nie fliehen wolltest. Den du seit deiner Kindheit kennst. Oder viel mehr dachtest zu kennen.


Der Wind ist schwach,
die Vögel still,
Dein Atem flach,
das Herz pocht wild.


So schnell dich deine Beine tragen rennst du weiter voran. Kaum spürst du die Zweige, die deine Arme treffen, wann immer du durch ein Gebüsch brichst. Gleich einem aufgeschrecktem Reh hastest du durch den Wald, deinen müden Körper noch ignorierend, der dennoch nach einer Pause verlangt.
Dein Herz schlägt dir bis zum Hals und du hörst das Rauschen deines eigenen Blutes, trotz deines Atems, der zeigt welche Anstrengungen du gerade durchlebst. Noch konntest du Rennen und das war alles was wichtig war, eine Pause einlegen wäre zu gefährlich.
Eine Pause war dir nicht vergönnt, nicht solange du dir nicht sicher warst, ob du es schaffen würdest. Nicht solange du nicht wusstest wo deine Verfolger sich aufhielten. Und erst recht nicht solange er noch hinter dir her war.
Er, der geschworen hatte dich zu finden.
Er, der sicher ganz vorne mit bei der Jagd nach dir dabei war.
Er, der dich besser kannte als alle anderen Menschen aus deinem Dorf.


Der Boden nass,
der Morgen kalt,
was suchst Du hier,
allein im Wald?


Dass sie aufgegeben hatten, war für dich absolut unmöglich. Du warst dir sicher, sie würden dir folgen, bis zur Grenze, wenn nicht irgendwas dazwischen kam. Und das so viel Wald wie nur möglich zwischen dich und deine Verfolger kommt, dafür sorgst du gerade mit allem was du noch an Kräften aufbieten kannst.
Du warst noch vor dem Morgengrauen geflohen, Tau bedeckte zu dieser Zeit das Moos, durch das du rennst. Sie wussten nicht, dass du ihre Gespräche belauscht hattest, dass du bereits wusstest, dass sie dich fangen wollten. Dass du nicht auf sie warten würdest. Auf die geplante Gerichtsverhandlung, die mehr ein Theaterstück war, dessen Höhepunkt deine Verurteilung werden sollte.
Eine Verurteilung der du nicht entkommen kannst, die schon fest stand, noch bevor du den Mund geöffnet hättest.
Einem solchen Urteil könntest du nicht mit Vernunft und Reden entrinnen, nicht vor solchen voreingenommen Richtern, nur mit einer Flucht.


Dein Kleid ist schön,
die Haut ist zart,
Du fürchtest dich,
Dein Blick erstarrt...


Dabei hattest du eigentlich ein so angenehmes, so ruhiges Leben geführt. Du hattest dich immer daran gehalten, was dir deine Eltern beigebracht hatten. Du warst nicht arm, nicht reich, doch du hattest ein gutes Leben im Dorf gehabt. Warst geschätzt und vor allem hattest du viele Freunde gefunden. Zumindest dachtest du das.
Doch der erste Fehler den du begangen hattest ohne es damals zu wissen war, dass du dich mit Arthur Kirkland angefreundet hattest. Dass du nicht verhindert hattest, dass er sich in dich verliebt hatte. Dass du ihm nicht deutlich gezeigt hattest, dass du ihn nur als Freund siehst.
Doch du warst zu naiv gewesen um zu merken was er dachte. Wie er reagieren würde, wenn du ihm von deiner Tat, deiner Liebe zu einem Mann aus einer anderen Nation erzählen würdest.
Du hörst ein Knacken im Gebüsch hinter dir und erstarrst, wirfst einen kurzen Blick zurück. Doch du erkennst nichts, weißt nicht sicher ob es ein Tier war oder schon deine Verfolger. Du weißt nur das du rennen musst, solange du es noch irgendwie kannst.
Bis du wenigstens die Grenze erreicht hast.


Was hat Dich hergetrieben? Sprich!
Wie kam der Schmerz in Dein Gesicht?


Du bist kurz davor einfach zusammen zu brechen, als dir klar wird, dass du bereits Grenzgebiet betreten hattest.
Hier war der Wald heller, offener, damit die Grenzpatrouillen durch die Bäume hindurch konnten.  Irgendwo mussten sicherlich auch Leute nahe sein, die zu ihm gehörten. Womöglich er selbst?
Er, für den du diesen Weg eingeschlagen hattest. Der dir die einzige Möglichkeit auf Rettung und ein anderes, ein neues Leben bot, das du bisher für deine Familie immer zurück schieben musstest. Doch deine Familie war nichts mehr, das dich schützen konnte. Nichts mehr, dass dich schützen würde. Sie mussten, nein, sie würden an sich selbst denken müssen.
Kein Mensch aus dem Dorf konnte dir noch beistehen. Nicht mit dieser Anklage im Nacken.


Keiner wollte Deine Tat verstehen,
Deine Worte niemand hören...


Dabei hattest du in deinen Augen nichts Unrechtes getan. Du hattest gemacht, was du für selbstverständlich hältst.
Du wischt dir die Tränen aus dem Gesicht, die dir in die Augen treten. Du warst wütend, dass man dich beschuldigte eine Hexe zu sein, nur weil du einem verwundeten Mann des Nachbarlandes geholfen hattest.
Als ob man einfach einen Blutenden ignorieren könnte.
Aber nein, aus Hass und blinder Wut hatten sie die erste Möglichkeit ergriffen, die sie für Rache erhalten hatten. Es war ihnen solange egal, dass du mit Kräutern Wunden und Krankheiten bekämpfen kannst, bis du diese Fähigkeiten bei jemandem angewendet hattest, den sie als Feind sahen.
Das du vorher ihnen geholfen hattest, wann immer du konntest, war dem Dorf plötzlich völlig gleich. Es gab andere Heiler die deinen Platz einnehmen würden...
Andere, die nicht wie du einfach jemandem aus einem anderen Land helfen würden, einfach weil er Hilfe nötig hatte.
Du hattest ihn ein Stück außerhalb des Dorfes gefunden, als du Kräuter sammeln warst. Er hatte im Schatten der Bäume gesessen und ausgeruht.
Du dachtest zuerst es wäre jemand aus deinem Dorf, aber sobald du ihm näher gekommen warst, wusstest du, dass du ihn noch nie gesehen hattest.


Schrei es in die Winde,
Schrei es in die Ferne,
schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne!


Seine Haare wären dir im Dorf aufgefallen, denn blutrot war als Haarfarbe eine Seltenheit.
Doch nicht nur sein Schopf, auch seine Seite war in rot gefärbt und du konntest ihm selbst aus der Ferne die Schmerzen ansehen, die ihm seine Verletzung bereitet hatte.
Eine Hand auf die Wunde gepresst, drückte er den Rücken gegen den Stamm hinter sich. Als du dich ihm zögerlich näher gekommen warst, konntest du ebenfalls erkennen, dass er die Augen geschlossen hatte, wie um seine eigenen Gedanken zu kontrollieren.
Du warst dir nicht sicher gewesen, wie du ihn ansprechen solltest, oder viel mehr, ob du es einfach tun solltest. Seine Kleidung zeigte trotz ihres traurigen Zustands, dass er aus dem Nachbarland war, wusste der Himmel was er hier gesucht hatte.
Gerade als du dich bemerkbar machen wolltest, öffnete er eines seiner smaragdgrünen Augen und sein Blick traf den deinen. Diese Augen waren etwas, dass du nie wieder vergessen würdest.
Zögerlich, du wusstest ja auch nicht, wie er dir gegenüber eingestellt war, hattest du dich ihm weiter genähert und freundlich, aber doch etwas schüchtern gegrüßt. Und als er dich entgegen deiner Angst nicht angefallen, sondern nur frech grinsend gefragt hatte, ob er dir helfen könnte, schöpftest du genug Mut um ihm anzubieten seine Wunde zu versorgen.


Du bist verstoßen aus der Welt,
Du bist auf Dich allein gestellt,


Bei dem Gedanken daran, wie ihr euch auch nachdem er versorgt war noch freundlich und offen unterhalten hattet, kamen dir erneut die Tränen. Da war kein Hass, keine Missgunst, sondern einfach nur Zuneigung zwischen euch gewesen.
Ihr hattet euch gut verstanden und er war zwar frech, aber dennoch immer freundlich und beinahe sanft geblieben.
Und womöglich würdest du ihn nie wieder sehen können. Du konntest ja auch nicht viel mehr erwarten, immerhin kanntet ihr euch nur einen Abend lang.
Lang genug für dein Herz, damit du dich in ihn verliebtest und dich so in Gefahr gebracht hattest.
Oh, warum nur hattest du Arthur erzählt, was du getan hattest?
Tränen verschleiern deine Sicht, während du versuchst einer Dornenranke auszuweichen. Aber dein Rock verfängt sich trotzdem in den Ästen der Pflanze. Kurz bist du versucht einfach an dem Stoff zu ziehen und dich so mit Gewalt zu befreien, doch bis auf das was du am Leibe trägst, hast du nicht viel bei dir. Und ein neues Kleid war zu teuer, als das du es einfach so kaufen könntest.
So also gehst du gezwungen ruhig den einen Schritt zurück, ehe du mit zitternden Händen die Pflanze und deinen Rock trennst.
Gerade als das geschafft ist, wischt du dir mit einer Hand die Tränen weg, auch wenn es kaum hilft. Sobald du dir über die Augen wischt, nehmen neue Tränen den Platz ihrer Vorgänger ein. Du willst dich gerade umdrehen um weiter zu laufen, als sich dir eine Hand auf den Mund und ein Arm um die Hüfte legt.
Du reagierst aus Angst automatisch, du versuchst dich zu befreien und zu zappeln, ebenso wie du nach Hilfe schreien willst, aber dir bleiben nach kurzer Zeit die Worte im Hals stecken.
Wer würde dir helfen, selbst wenn er dich hört?


Die Waldluft hüllt Dich tröstend ein,
Sie scheint dir Freund und Schutz zu sein,


Dein Fänger, der dich erst noch erbarmungslos fest hielt und dir eine Hand auf den Mund gedrückt hat, stockt verwirrt in der Bewegung, als er spürt wie du plötzlich beginnst stumm zu weinen und dich nicht weiter gegen den Griff wehrst.
Beinahe vorsichtig dreht dich derjenige zu sich um und du erkennst du trotz der Tränen bei deinem Gegenüber blaue Augen und dunkle Haare.
Der Mann der dich entdeckt hat, ist ein kleines Stück größer als du, aber kaum kräftiger. Er war viel mehr noch ein Junge als ein Mann. Und dennoch trägt er schon die Uniform des Nachbarlandes. Jetzt wo so viel Hass von deinem Land auf ihres herrschte, brauchten sie dort wohl jede Hand an den Waffen.
Kurz überlegst du, ob du dir erneut die Mühe machen und dir über die Augen wischen solltest, aber du weißt jetzt schon, dass das nichts bringt.
"Boss? Ich glaube nicht dass sie gefährlich ist!", ruft dein Gegenüber über seine Schulter, wo wohl noch ein paar mehr Männer stehen, ebenso ein paar Pferde.
Du warst wohl auf eine Grenzkontrolle gestoßen, die dich im schlimmsten Fall in den Kerker brachte, aber zumindest nicht zurück in dein Dorf.
Der Anführer entpuppt sich als ein bereits leicht gealterter Mann, der mit abmessenden Blick auf dich zu geht.
"Die Frage, Aleysandir, ist aber noch immer, wo sie her kommt und wo sie hin will."
Einen Moment lang versuchst du dich zusammen zu reißen, aber noch immer laufen dir stumme Tränen über die Wangen. Du warst einfach nur noch völlig fertig und wusstest nicht, wo du beginnen solltest zu erzählen.
Doch als der Anführer der Patrouille einen weiteren Schritt auf dich zu geht, kannst du hinter ihm eine weitere Gestalt ausmachen.
Einen jungen Mann mit smaragdgrünen Augen und blutroten Haaren.
Allistor weitet überrascht die Augen, als er dich erkennt, was in einen beinahe bestürzten Blick wechselt, als er dich so weinend und aufgelöst vor sich sieht.
Erst gehst du zögernd einen kleinen Schritt auf ihn zu und stockst, ja fast willst du zurück gehen, doch als er auf dich zu kommt und die die Arme entgegen streckt, wirfst du dich ihm beinahe in die Umarmung. Du drückst dein Gesicht an seine Brust und klammerst dich schluchzend an ihn, während er dich an sich drückt und dir beruhigend über den Rücken streicht.
Beruhigend wirkt sein Duft, er riecht nach Wald und Wiesen, aber auch die Wärme die er ausstrahlt.
"Es ist alles gut, lassie... Ich bin hier, keiner kann dir mehr was tun. Hier bist du sicher."
Und du vertraust ihm. Auch wenn nichts danach aussah, so fühltest du dich in seiner Umarmung so geborgen, als ob sie dich vor jedem Übel der Welt beschützen können.


Du hast den Kampf noch nicht verlor'n,
Du kommst zurück, hast Du geschwor'n!


Du hörst den Gesprächen der Patrouille nicht zu. Einerseits weil sie gälisch sprechen, andererseits weil es dir egal ist. Allistor hatte dir versprochen auf dich auf zu passen und dich mit zu sich zu nehmen. Du würdest bei ihm bleiben und sicher sein.
Der Anführer hatte dir versprochen, dass du nichts zu befürchten hattest, eine fähige Heilerin konnten sie immer gebrauchen.
Sie schienen eher zu beraten ob alle mit euch zurück kehren würden oder ein Teil die Grenze bewachen sollte, ob sie nicht doch noch hinter dir her waren.
Dein Blick liegt nicht wie die der anderen auf dem Anführer, sondern du siehst zu Boden. Du würdest hier eine neue Heimat finden. Zu Unrecht ausgestoßen, wegen deiner Fähigkeiten, mit denen du einem Fremden geholfen hast. Einem Fremden, der jetzt der einzige war, dem du noch vertrauen konntest.
Rein aus Instinkt drückst du mit deiner rechten Hand die Linke von Allistor, der sich geweigert hat dich alleine bei seinem Pferd zurück zu lassen.
Du siehst auf, als du ein sanftes Schnauben links von dir hörst und streichst dem schwarzen Hengst vorsichtig über die Stirn. Seine Augen funkelten nicht so sanft wie du es von anderen Pferden gewohnt warst, sondern es sah viel mehr aus wie eine Herausforderung.
Langsam merkst du wie aus der Angst die du schon den ganzen Tag lang in dir trägst Trotz wird.
Sie wollten dich als Hexe beschuldigen. Dich erst einsperren und dann auf dem Scheiterhaufen verbrennen. Aber du warst nicht im Kerker. Du warst auch nicht gefangen oder vor diesem falschen Gericht angeklagt.
Du warst frei und in Sicherheit.
Bei Allistor.


Und wenn die Hexe wiederkehrt,
dann bleibt kein Richter unversehrt.


Du siehst langsam zu dem Rothaarigen neben dir, der ebenso wie die anderen Männer um dich herum den Wechsel in deiner Stimmung wahrzunehmen scheint. Vorsichtig streckt er seine freie Hand nach dir aus und wischt dir über die Wange, die letzten Tränen weg.
"Geht es dir besser, Gorgeous?"
Mit einem schwachen Lächeln auf den Lippen lehnst du dich an seine Hand und nickst.
"Ja... Ich glaube schon... Danke für deine Hilfe."
"Für dich würde ich alles tun... Da ist das hier nur der Anfang.", murmelt Allistor, während er sich vor beugt und dich auf die Stirn küsst.
Du wirst leicht rot, aber drückst seine Hand leicht. Das klang mehr als nur angenehm.
"Keine Versprechungen vor der Hochzeit, Allistor. Sonst nimmt sie dich aus. Immerhin ist sie eine böse Hexe." Der Junge der dich als Erster entdeckt hat, mischt sich jetzt ein, aber bei ihm klingt das Wort Hexe viel mehr wie ein Kosename, ja geradezu lachhaft, dass du dich vor einer Weile noch so sehr davor gefürchtet hast.
"Ich kann zwar nicht zaubern, aber Brennesseln kann ich frechen Jungs noch immer ins Hemd stecken.", gibst du als Antwort zurück, auch wenn du dich schüchtern an Allistor drückst.
Während Aleysandir perplex zu dir sieht, lachen die anderen Männer um dich herum los, während sie zu ihren Pferden zurück gehen. Anscheinend hatte man entschieden geschlossen ins Dorf zurück zu kehren.
Du fiepst kurz überrascht auf, als Allistor dich an der Hüfte hoch und auf sein Pferd setzt, ehe er hinter dir aufsteigt.
Du hältst dich vorsichtig am Sattel fest und siehst zu dem Mann hinter dir, der seinen Hengst zu dem Tier des Anführers lenkt, welcher langsam los und aus dem Wald reitet.
Du sitzt seitlich auf dem Pferd, was dir gestattet dich noch ein wenig um zu sehen, auch wenn dein Blick bald auf dem älteren Mann neben euch hängen bleibt.
Nach ein paar Metern allerdings wendet dieser den Blick vom Waldweg ab und sieht zu dem Rothaarigen hinter dir. "Aleysandir hat allerdings recht, Allistor. Wenn du eine Frau ins Dorf bringst, musst du sie bis zu ihrer Hochzeit versorgen. Danach ist ihr Mann an der Reihe."
Du kannst ein abfälliges Schnauben hinter dir hören, ehe sich einer von Allistors Armen um dich legt und sanft an ihn drückt. "Wer sagt, dass ich zulasse, dass jemand anderes sie heiratet?"
Sein Gesprächspartner wirkt nur kurz überrascht, ehe er zufrieden nickt. Anscheinend war das die Antwort, die er hören wollte, während du jetzt dunkelrot wirst.
Nur zögerlich siehst du zu ihm auf, wo dein Blick erwidert wird.
"Das heißt natürlich, wenn du mich willst, gorgeous. Ich bin nicht reich, aber ich beschütze dich vor Arthur. Ich lasse nicht zu, dass dir jemand etwas zu leide tut. Und irgendwann.... ", er sieht zurück zum Wald, dort wo du vor kurzem her aus den Büschen gestolpert bist. Dort, wo hinter den Bäumen das Dorf liegt, in dem du zu Unrecht angeklagt bist. "... Irgendwann werden die schuldigen dort ihre gerechte Strafe bekommen. Willst du nicht bei mir bleiben? Du hättest ein gutes Leben."


Keiner wollte Deine Tat verstehen,
Deine Worte niemand hören...


Du erinnerst an dein Dorf. Dort, wo deine Familie war, die sich von dir angewendet hatte, als sie dich Hexe nannten. Wo niemand sich die Mühe gemacht hatte dir zu zu hören. Wo Arthur dir die Bewohner auf den Hals gehetzt hatte, als er erfuhr, dass du dich in jemand aus dem Nachbarland verliebt hattest und nicht in ihn.
Wo du niemals glücklich sein würdest, solange du nicht bei Allistor sein würdest.
Du lächelst sanft und siehst jetzt erst zu dem Mann hinter dir, der zwar äußerlich ruhig auf deine verzögerte Antwort gewartet hatte, aber doch nervöser war als er es sich anmerken lassen wollte.
Zu viele Gefühle konntest du in seinen Augen erkennen, die dir zeigten dass er auf eine bestimmte Antwort hoffte.
Langsam legst du die Arme um seinen Oberkörper und lehnst dich an ihn.
"Ich will bei dir bleiben und dich heiraten, Allistor. Und mit dir zusammen ein gutes Leben für uns aufbauen."


Schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne,
schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne...


Du nimmst nicht war, wie die anderen Männer um euch herum anzüglich pfeifen und applaudieren, du siehst nur auf Allistor, der glücklich grinst, ehe er sich zu dir vorbeugt und dich küsst.
Einen Arm um deine Hüfte, der die Zügel hält, die andere Hand findet den Weg auf deine Wange.
Du hältst dich an ihm fest und schließt genießend die Augen, während du den sanften Kuss erwidert, der doch zügig leidenschaftlicher wird.
Als ihr euch voneinander löst, merkst du wie deine Wangen rot werden, weshalb du dein Gesicht an seiner Brust verbirgst.


Schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne!


Du hörst ihn leise Lachen, oder viel mehr spürst du wie seine Muskeln sich anspannen, was doch einiges an Muskeln ist.
Selbst sein Pferd scheint amüsiert zu wiehern, während du doch deutlich glücklicher bist als du vorher gedacht hattest, dass du es je wieder sein würdest.
Deine Angst und auch deine Wut war verschwunden und einem gesunden Trotz gewichen. Du würdest auch hier zufrieden werden.


Keiner wollte Deine Tat verstehen,
Deine Worte niemand hören...


Es interessierte dich kaum noch, dass man dir in deiner alten Heimat keine Chance gegeben hatte zu erklären. Es verletzte dich, natürlich, aber du hast einen  Ort gefunden, wo man dich aufnahm, für das, was du getan hattest. Für die Fähigkeiten, die du eingesetzt hattest um jemanden in Not zu helfen, der sich dankbar zeigte.
Der Dank dir weiter lebte.


Schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne,
schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne...


Du würdest ein neues, ein gutes Leben führen, eines das du dieses mal selbst bestimmen würdest. Eines, bei dem du weiter den Leuten helfen könntest.


Schrei es in die Winde,
schrei es in die Ferne...


Und, du lächelst leicht als du zu Allistor siehst, der deinen Blick spürt und liebevoll erwidert, ein Leben an der Seite eines Mannes, der dich bedingungslos für das liebte, was du warst.





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Hallo meine Lieben~

Tja, fröhlichem Ostern sei Dank, kam der Osterhase mit einer Idee zu einem One Shot mit meinem Liebling Schottland.
Vielleicht mache ich mal eine Fortsetzung, aber erstmal steht das hier alleine.

Ich hoffe es hat euch gefallen und für konstruktive Kritik bin ich natürlich auch offen. Lasst mir was da, ich freue mich drüber, ich habe sogar Sachen zum bestechen hier.
*legt Schokoeier, Kekse und Nüsse zurück *


Liebe Grüße,
Eure Kasumi ♥
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