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єνєяутнιηg

von SuKosaki
Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / MaleSlash
Clyde Donovan Craig Tucker Token Black Tweek Tweak
13.04.2017
24.10.2021
24
86.847
39
Alle Kapitel
93 Reviews
Dieses Kapitel
2 Reviews
 
14.04.2017 2.815
 
Danke für die ganzen Aufrufe, die Empfehlung und die 2 Favoriteneinträge! ^^ Hier schon mal das erste Kapitel, dass andere war ja nur ein Prolog, also die Einleitung quasi. ^^ In welchen Abständen ich posten werde weiß ich nicht, ich bin ziemlich unzuverlässig haha. xD Viel Spaß beim Lesen. ^^

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Chapter One


Als ich aufwachte, war es gerade einmal vier Uhr in der früh. Es war noch dunkel draußen und nur minimal schien das Licht der Laternen durch meine dicken Vorhänge, die dort bereits hingen. Ob ich sie nicht gegen meine eigenen austauschen sollte? Diese hier schienen mir jedoch besser. Sie waren schwer, schwarz und dick. Da kam kaum Licht durch. Ich setzte mich währenddessen auf und schaute auf meine zitternden Hände, welche in meinem Schoß lagen. Ich brauchte dringend einen Kaffee, der würde mich beruhigen, seit wir losgefahren sind hatte ich nur drei und vor dem Schlafen gehen hatte ich nicht mal einen. Kein Wunder, dass ich so unter Stress stand.
Ich stand nun also etwas auf zittrigen Beinen und tapste leise die Treppen hinunter in die Küche, welche zwar nicht sehr groß war, aber für mich und Richard reichte. Dad schien schon etwas eingeräumt zu haben, jedenfalls waren nicht mehr alle Kisten so voll, und die Kaffeemaschine stand schon mal. Perfekt. Ich nahm mir einen Stuhl vom Küchentisch und stellte ihn an die Arbeitsfläche und stieg drauf, um mir eine Tasse rauszuholen. Scheiße, wenn man so klein war.
Ich machte mir nun Kaffee und nachdem er durch die Maschine gelaufen war, setzte ich mich an den Tisch. Ich trank ihn schwarz, auch, wenn ich manchmal Zucker drin mochte. Beziehungsweise ich hatte Kaffee einmal mit Zucker und das war, als Craig ihn mir gemacht hatte. Ihn mit Zucker zu machen hatte ich auch schon einmal selbst probiert, aber ich fand irgendwie nie die richtige Menge, die er genommen hatte, es schmeckte nie so wie der seinige, also trank ich ihn einfach schwarz. Machte schön wach.
Aus der einen Tasse wurden dann schnell drei und so saß ich bis sechs Uhr morgens hier, bis plötzlich mein Vater hineinkam, im Morgenmantel, gähnend mit leichten Augenringen.
„Morgen, Tweek“, nuschelte er und ich nickte leicht, zog die Füße auf den Stuhl und legte mein Kinn auf meinen Knien ab. „Bist du schon lange wach?“, begann er erneut und ich schüttelte den Kopf. Keine Lust zum Reden und er musste auch nicht wissen, dass ich kaum schlief. Er hatte ja selber schon Schlafprobleme, was sollte er da noch mit meinen. Früher waren es die Unterhosenwichtel, die mich wachhielten; heute eben anderes. Alpträume, Geräusche; alles. Manchmal schlief ich auch erst gar nicht ein. Die Augen brannten mir immer so sehr, dass ich einfach von alleine anfing zu weinen, bis mein Körper so erschöpft war, dass ich mehr ohnmächtig wurde, als einschlief.
Er nickte lächelnd und machte sich nun selbst einen Kaffee. „Ich könnte dich zur Schule fahren, wenn du magst?“, schlug er nun vor, doch erneut schüttelte ich den Kopf. „B-Bus“, nuschelte ich stotternd und vergrub mich weiter in meinen Knien. Es folgte wieder ein Nicken und dann nur noch Stille. In zwei Stunden würde schon die Schule beginnen und mir war bereits jetzt kotzübel. Ich wollte nicht hin, wollte keinen sehen und vielleicht erkannt werden. Ich besaß nicht so viel Selbstvertrauen, dass ich sagen konnte, dass sie sich um mich scharren würden, mich vielleicht fragen würden, was ich denn bisher so getan hatte, wo ich war etc. und doch hatte ich irgendwie Angst davor.
Aber nicht nur das, auch war noch eine gewisse Neugierde dabei. Nur eine winzig-kleine Neugierde; kaum von Bedeutung. Wie viele waren wohl in meiner Klasse, die ich noch von früher kannte? Wie hatten sie sich wohl verändert? Wer war mein neuer Lehrer? Und die wichtigste von allen: ging Craig auf diese Schule? Auf eine unerklärliche Weise hoffte ich es und betete auch gleichzeitig dafür, dass er nicht da war. Allerdings war es die einzige Highschool in South Park. Wenn Craig nicht gerade umgezogen war, musste er wohl oder übel auf diese gehen. Diese ganzen Gefühle verursachten diese gewisse Übelkeit und obwohl das Zittern gerade erst aufgehört hatte, setzte es allmählich wieder ein. Langsam stand ich nun auf und sah zu meinem Vater. „I-ich gehe mich mal fertig machen.“ Und damit verschwand ich auch bereits nach oben, schlüpfte in eine schwarze Jeans und versuchte mir ein Hemd anzuziehen, was sich durch meine zitternden Finger allerdings als sehr schwierig erwies und es am Ende deshalb auch ziemlich krumm und schief zugeknöpft war. Aber das sollte so gehen, besser bekam ich es nicht hin.
Es folgte noch Zähneputzen und mit einem Kamm etwas durch mein Haar gehen, wobei es dennoch nicht zu bändigen war und als Ergebnis doch abstand, als wäre ich gerade erst aufgestanden. Ich wagte einen kleinen Blick in den Spiegel und bereute es auch sogleich. Augenringe bis zum geht nicht mehr, blasse Haut, wie ein Stück Kreide, und ziemlich tote, grüne Augen. Mein Haar hatte auch schon bessere Tage gesehen. Meine Schulsachen packte ich noch ordentlich ein, ehe ich auf meine Uhr sah. In 20 Minuten würde der Bus losfahren, dass hatte ich bereits online nachgesehen. Na gut, es war Dad, der nachgesehen hatte. Er hatte bereits auch schon daran gedacht mir eine Monatskarte zu kaufen, weil ich mit Geld nicht so gut umgehen konnte. Was, wenn ich zu wenig Geld mit hatte? Oder ich mich verzählte? Mir könnte auch Jemand die Brieftasche stehlen! Nein, nein, definitiv zu viel Druck! Unten verabschiedete ich mich nun von meinem Dad, zog mir meine Jacke an, sowie Turnschuhe, die für dieses Wetter wohl sehr ungeeignet waren, und auch die Jacke war nicht die dickste. Gerade wollte ich die Tür öffnen, als mich mein Vater aufhielt. „Tweek, warte! Dein Kaffee!“, lächelte er und drückte mir den Thermobecher mit heißem Kaffee in die Hand. „D-danke... hab ich beinahe v-vergessen...“, nuschele ich. Wie konnte mir das nur passieren? Wie hätte ich heute nur ohne Kaffee auskommen sollen?! Nicht auszudenken, was hätte geschehen  können! Er lachte nur, verwuschelte mir mein eh schon zauses Haar und wünschte mir einen schönen ersten Schultag.
Zitternd – Nun eher vor Kälte, als vor Nervosität, obwohl es auch hätte beides sein können – stampfte ich durch den Schnee, der meine Füße schon zu verschlucken schien und unangenehm unter der Sohle zu quietschen begann. Leicht verzog ich das Gesicht bei den Geräuschen, taten sie mir in den Ohren weh und schnell nippte ich am dampfenden Kaffee. Beruhige dich, alles wird gut Tweek, Tweak…
In der Ferne sah ich die Bushalte stelle und konnte einige Menschen bereits erkennen. Ich zog mir meine Kapuze über den Kopf und hielt meinen Blick gesenkt in der Hoffnung, mich würde keiner bemerken. Vielleicht waren das ja auch alles nur Fremde und ich kannte davon keinen! Angekommen an dem Schild mit dem Bus darauf, stand ich da, meine Umhängetasche hing lasch an mir runter und der Kaffee verhinderte, dass mir die Finger bei der Kälte abfielen. Vielleicht waren Handschuhe ja keine schlechte Idee...
„Alter... is' nich' wahr, oder?“, hörte ich in der Nähe eine tiefere Männerstimme sagen, glaubte aber nicht, dass ich gemeint war. Wieso auch? Doch ich täuschte mich, als sich plötzlich eine etwas braungebrannte Hand auf meine Schulter schob. Ich zuckte hart zusammen und stolperte gleich mal drei Schritte zurück. Fast wäre ich auch ausgerutscht, aber die Hand griff nach mir und hielt mich davon ab.
„Whoa, sorry!“, lachte der Junge und ich schüttelte leicht den Kopf, sah noch immer stur in den Schnee. Hey, Schuhe waren viel interessanter! „S-schon g-gut...“, nuschelte ich und nun merkte ich, dass ich meinen Schal vergessen hatte, in den ich mich jetzt hätte wunderbar verkriechen können.
„Ok, alles klar! Aber hey... sag mal bist du's, Tweek? Tweek Tweak?“ Ich schluckte und schaute nun doch auf, ging mein Kopf langsam nach oben und blickte nun in ein paar brauner Rehaugen. Ich nickte.
„Alter, ich glaubs nicht! Token, das ist Tweek! Haha, wusste ich es doch, dass ich dich erkenne! Gott, ist das ewig her!“ Freundschaftlich boxte er mich auf die Schulter, doch, dass das echt unheimlich weh tat, schien er nicht mal an meinem leicht verzerrten Gesicht zu bemerken; viel mehr war er damit beschäftigt sich zu freuen mich erkannt zu haben. Token - Nun um einiges größer, als er vor sechs Jahren war - tippte auf seinem Handy herum, hatte natürlich die coolsten Klamotten des Jahrtausends an und zog blind an Clydes Kragen, um ihn etwas von mir weg zu bekommen. „Ey!“, beschwerte dieser sich, doch Token sagte dazu erst gar nichts, steckte sein teures Markenhandy weg und blickte nun mich mit ruhigen, dunklen Augen an. „Hey, lange nicht mehr gesehen“, lächelte er und ich nickte, trat von einem Fuß auf den anderen.
„Lass mich los, Token!“, brummte Clyde und versuchte sich von seinem Freund loszumachen. Ohne Erfolg. „Clyde du belästigst ihn, merkst du das nicht?“ Clyde blies aufgeregt seine Wangen auf. „Was laberst denn da! Wir haben uns ewig nicht gesehen, da kann ich ihn ja wohl begrüßen!“, schnarrte er und Token ließ nun endlich von ihm ab, bekam die Zunge von Clyde zu gestreckt, ehe dieser sich wieder mir zuwandte. „Du!“, zeigt er nun mit seinem Zeigefinger direkt auf mich, sah mich ernst an. Und erneut zuckte ich zusammen, biss mir auf die Unterlippe und mein Zittern setzte von neuem ein.
Was kam nun? Ich wusste nicht, ob ich froh sein sollte die Beiden zu treffen, denn immerhin waren wir damals ja Freunde... Und irgendwie war die Stimmung... recht entspannt? Nun, ich war dennoch heillos überfordert mit der Situation, ich kann gerade nicht mehr und am liebsten wäre ich weggerannt. Vor allem hatte ich auch Angst nun würde eine Schimpftirade auf mich eintreffen, ja gar hassende Worte. Dann würde ich auf der Stelle in Ohnmacht fallen. Oder ganz sterben. Ja, sterben klang gut.
„Du hast uns nie geschrieben! Das sind echt Arsch viele Jahre gewesen, ich dachte wir sind Freunde!“, brummte der Braunhaarige, ehe er einen Schritt auf mich zu kam und mich in eine Umarmung zog. Scharf sog ich die Luft ein und schubste ihn weg, drängte mich mit den Rücken an die Wand der Bushaltestelle. Clyde flog gegen den breiten Brustkorb von Token, tat sich also nicht sehr weh, dennoch schaute er mich grimmig an. „Ey, was sollte das denn?! Ich wollt' doch nur nett sein und dich begrüßen! Aber fein, dann nich'! Komm Token, lassen wir den eben alleine sein! Ist ja nichts neues, dass er uns nicht braucht, pah!“ Wie eine eingeschnappte Diva riss er an Tokens ebenso teuer-aussehenden Jacke und stapften damit einige Meter von mir weg.
Erneut biss ich mir auf die Lippe... i-ich wollte ihn doch nicht weg schubsen... ich mag einfach nur nicht angefasst werden...
„E-Entschuldigung...“, nuschelte ich nur, und schon kam der Bus. Zitternd und nun noch in mich gekehrter zeigte ich dem Busfahrer meine Monatskarte, stieg ein und schaute mich um. Überall saßen bereits welche und ich hatte keine Ahnung, wo ich nun sitzen sollte. Clyde und Token saßen auch bereits, wobei ersterer schmollend und mit hervor geschobener Unterlippe aus dem Fenster sah, während Token nur mit seinen dunklen Augen rollen konnte. Er winkte mich zu sich herüber und deutete auf die Sitzreihe neben ihrer. Ich schluckte und wusste nicht, ob das eine so gute Idee war, aber ich stolperte nun sowieso schon hin, wegen dem Ruck, weil der Busfahrer nun auch schon losfuhr ohne auf mich zu achten, ob ich überhaupt schon saß.
Schluckend setzte ich mich also nun und rutschte zum Fenster rüber, zog, wie üblich, meine Knie an meinen Körper und schlürfte an meinem Kaffee. Oh geliebter Kaffee...
Na das fing ja alles schon mal super toll an. Da treffe ich meine alten Freunde und alles lief komplett aus dem Ruder, also genau das, wovor ich am meisten Angst hatte. Ich könnte schon wieder weinen und verzweifeln, würde mich am liebsten in meinem Bett verkriechen. Wenigstens hatte ich meinen Kaffee, der mich größtenteils beruhigte.
Aber was mich doch etwas stutzen ließ... ich schaute zu beiden rüber. Token versuchte gerade Clyde zur Vernunft zu bringen, der noch immer einen auf bockiges Mädchen machte. W-wo... wo war denn Craig...?
Sie schienen meinen Blick bemerkt zu haben. „Was denn? Doch an uns interessiert?“, giftete mein ehemaliger Freund und erneut zuckte ich zusammen. „Clyde, das reicht jetzt!“, knallte Token nun und erhob damit seine recht tiefe Stimme. Scheinbar hatte Clyde damit nun gar nicht gerechnet und sank in seinen Platz zurück, zog den Kopf ein, blies nur wieder seine Wangen auf. Ich schluckte; konnte vielleicht ja noch was retten... i-ich wollte eigentlich meine Ruhe haben... jedenfalls war das mein Plan gewesen, aber ich sollte es vielleicht nicht so stehen lassen...
„C-Clyde... i-ich... es tut mir l-leid... ich wollte d-dich nicht s-schubsen...“, piepste ich, war mir das echt unwohl und ich hatte schon lange nicht mehr so viel gesprochen.
Noch ein paar Sekunden sah er eingeschnappt aus, bis ihm Token mit dem Ellenbogen in die Rippen schlug und damit die Luft aus den Wangen des Braunhaarigen glitt. „Jaaa ist ok! Aber nicht noch mal machen! Es geht mir eigentlich auch gar nicht darum, dass du mich jetzt geschubst hast... Sag mal Tweek, hast du uns denn gar nicht vermisst?“ Nun sah er mich ziemlich ernst an. Und vielleicht auch etwas verletzt?
Ich stockte, versteckte mich hinter meinem Kaffeebecher und wusste nicht so recht. Hatte ich? Darauf gab es nur eine Antwort. „D-doch...“, nuschelte ich, biss mir auf meine Unterlippe. „Hab ich...“ Verständnislos sah er mich daraufhin an und auch Token schien nicht minder verwirrt. „Und warum hast du dann nie angerufen? Kein Brief, keine SmS, nicht einen einzigen Besuch. Wir wussten ja nicht mal wo du warst! Weißt du eigentlich, wie scheiße das war? Wie dreckig es uns ging?“ Mir traten die Tränen in die Augen. „Clyde ist doch gut jetzt...“, versuchte Token ihn zu beruhigen, doch Clyde schüttelte nur den Kopf. „Nein, Token, ist nicht gut! Auch dir ging es nicht gut! Tweek! Wir waren immer Freunde! Seit dem verfickten Kindergarten! Wir hatten erwartet, dass du uns mal kontaktierst, aber von dir kam nichts! Nicht eine scheiß, verfickte SmS! Woher sollten wir wissen, dass es dir gut ging?! Dir hätte auch sonst was passiert sein können!“ Meine Schultern zuckten auffällig und mein Kiefer presste sich zusammen. Ich zitterte stark und mir war so unglaublich schlecht. Unter solchem Stress stand ich schon lange nicht mehr und am liebsten wollte ich aus diesem fahrenden Bus springen. Aber ich wusste auch, dass ich mir das hier anhören musste. Ich verdiente diese Folter hier. „E-Entschul-“, wollte ich mich gerade dafür entschuldigen, doch Clyde unterbrach mich harsch. „Ich bin nicht fertig!“, brach es aus ihm heraus und im Bus schauten schon einige zu uns.
„Wir wissen nicht, wie es dir ging, aber ich weiß, wie es uns ging! Dreckig und Mies! Oh und du hast keine Ahnung was du ihm angetan hast!“ Mein Kopf ruckte nach oben und aus verschwommener Sicht starrte ich in Clydes Augen. Ihm...? Meinte er...? „Craig hat das nicht verkraftet, ok? Du hast ihm noch viel mehr wehgetan, als uns. Und wehe du entschuldigst dich jetzt, dann hau ich dir so was von eine rein.“
Craig... ich hab Craig... Und nun flossen die Tränen auch schon und ich schluchzte auf. Mitten im Bus vor allen anderen begann ich zu flennen. Ich drückte mein Gesicht in meine Knie, krallte mich mit meinen Händen in meine Tasse.
„Was glotzt ihr alle so?! Guckt nach vorne, ihr Pisser!“, hörte ich Clyde zischen und plötzlich spürte ich, wie etwas gegen meinen Kopf geworfen wurde. Ich schaute auf und sah eine Tempo-Packung. „Jetzt hör auf zu flennen. Is' ja peinlich Alter.“ Noch einmal schniefte ich, nickte abgehackt und versuchte mir die ganzen Tränen wegzuwischen. „D-danke...“, nuschelte ich. Ich zitterte wie Espenlaub und am liebsten wollte ich mich hier jetzt gleich übergeben, aber dann konnte ich mich wohl gleich vergraben gehen.
Dass ich gleich am ersten Tag im Bus geflennt hatte, würde sich sowieso schneller herumsprechen, als dass ich Heulsuse sagen konnte.
Der Bus kam nun an der Schule an und wir stiegen alle aus. Draußen suchte ich die Beiden und fand sie, ging schnell hinterher und griff vorsichtig nach Clydes Ärmel seiner Jacke. Er drehte sich zu mir um und ich hielt ihm seine Packung hin. „Behalt' 'se“, brummte er und ich nickte. Blieb allerdings auch wie angewurzelt stehen. Wohin sollte ich jetzt noch mal...?
„Was ist jetzt, Tweek, beweg deinen Arsch“, brummte er mich an und ich wusste nicht, ob es jetzt böse gemeint war, aber irgendwie konnte ich etwas versöhnliches in seinen Augen sehen. Zittrig und schwach lächelte ich leicht und folgte ihnen nun. Wie damals. Nun... nicht ganz wie damals... Einer fehlte. Einer fehlte mir so doll...
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