єνєяутнιηg

von SuKosaki
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
Clyde Donovan Craig Tucker Token Black Tweek Tweak
13.04.2017
30.06.2020
22
77.488
38
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Dieses Kapitel
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13.04.2017 2.379
 
Vorwort:

Ich sage erst mal hallo und herzlich willkommen. ^^ Das hier ist nun meine erste FF auf diesem Account und vor allem in dieser Kategorie. Ich selbst liebe ja South Park und ich liebe Schwule. Da hab ich es nicht lange ausgehalten und musste natürlich was verfassen, haha. xD Nun, wie in der Beschreibung steht, ist das Hauptpairing Creek, also Craig x Tweek. Ich liebe die Beiden und ich denke, seit der einen South Park Folge, tun wir das doch alle. ^^ Die restlichen Paare werden immer mal wieder am Rand erwähnt, werden allerdings, so denke ich, nicht wirklich ausführlich beschrieben. Aber ihr solltet mir nicht trauen, ich mach sowieso immer alles anders, haha. xD
Urgh, ich laber zu viel, wa'? Ihr wollt sicher lesen. xD
Aber einen Moment noch! Erst mal: ich schreibe unheimlich gerne, aber ich bin dafür unheimlich kacke in Rechtschreibung, Grammatik und Kommasetzung, deswegen habe ich eine tolle Beta-Leserin (die im übrigen auch die Kurzbeschreibung verfasst hat, weil ich zu faul war... und zu doof hehe), die versucht alle Fehler, die sich bei mir einschleichen, zu eliminieren. Aber wir sind ja auch nur Menschen und deswegen können immer mal wieder auch dennoch welche da sein. ^^ Also, wenn es ein wirklich gravierender Fehler ist, könnt ihr mir gerne Bescheid sagen, dann ändere ich das! Auch, wenn ein inhaltlicher Fehler passiert: sagt gerne Bescheid! Sonst; ich bin Review-geil, wie wohl jeder andere Autor auch, also hinterlasst mir was, wenn ihr wollt, wenn nicht... dann nicht. xD Kritik oder Lob, mir egal. Oder eben auch nur Lob. Gerne Lob........ ^^~♥ So, jetzt könnt ihr aba! Viel Spaß! ^^

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Prolog


Es ist ja so, dass in den meisten Fällen die Kinder eine tiefere Beziehung zu ihrer Mutter haben. Nicht immer, denn es gibt ja noch die Vater-Kinder, aber in den meisten Fällen ist es so.
Schlägt sich ein Kind zum Beispiel das Knie auf, so wird es in den meisten Fällen nach der Mutter schreien. Ich bin keins von beiden, weder ein Mutter- noch ein Vater-Kind. Höchstens führe ich eine besondere Beziehung mit meinem Kaffee, der stets an meiner Seite weilt.
Nun und deswegen war ich auch nicht allzu traurig, als ich erfuhr, dass meine Mutter bei einem Autounfall verstorben war. Ein Geisterfahrer auf der Autobahn hatte sie erwischt. Also eher Mord, als Unfall, finde ich, aber einen ebenfalls Toten kann man nicht mehr bestrafen. Irgendso ein Wichser, der meinte sein Leben beenden zu müssen und dabei Unschuldige mit hineinzieht. Ganz ehrlich, wenn er sein Leben beenden will, soll er machen, dass ist seine Entscheidung, aber dann soll er keine Anderen mit hineinziehen, denn das ist einfach unfair. Es hätte ja auch eine Familie mit Kindern erwischen können. Aber ich bin darüber nicht traurig. Zu Anfang vielleicht etwas, aber jetzt nicht mehr. Ich bin wütend.
Auf den Geisterfahrer-Wichser, der mir meine Mutter genommen hat, auf meine Eltern, die einfach alles falsch gemacht haben und vor allem auf mich selbst. Ich hasse mich selbst. Ich bin einfach kaputt und mich braucht auch keiner mehr. Mein Körper wird von einem ständigen Zittern begleitet, während meine Psyche auch nicht mehr die normalste ist. Paranoia zählt zu einer meiner Krankheiten. Starren mich Andere auch schon länger als nur drei Sekunden an, so fühle ich mich schon unheimlich unter Druck gesetzt. Ich öffne die Jalousie vor meinem Fenster nie, denn es könnte mich ja Jemand beobachten und Nachts raus gehe ich nie. In die Schule gehen ist schon schwer, vor allem bei dem Halten eines Referates... wie dann alle immer Starren, mit ihren großen Augen, ihren verzerrten Fratzen...
Gut, dass ich bisher immer die Chance hatte hinten zu sitzen. Ich hoffe ich komme nun auch wieder auf einen nicht so offensichtlichen Platz. Ebenso fällt mir öfters das Artikulieren von Wörtern schwer. Ich stottere viel, vor allem, oder auch gerade dann, wenn ich sehr unter Druck stehe. Deswegen spreche ich nicht. Ich lasse es einfach sein und versuche es so gut wie möglich zu meiden und mich einfach von Anderen abzuschirmen. Das bereits erwähnte Zittern und Zucken soll wohl von meinem ADHS kommen. Auch, wenn ich immer viel Kaffee zur Beruhigung trinke, hilft es in einigen Fällen auch nicht.
Mein Vater ist seit dem Tod meiner Mutter auch nicht mehr der Selbe, der er es früher einmal war. Nicht mehr der lächelnde Mann, der einem einen Rat am Morgen mit einer schönen heißen Tasse Kaffee gab. Oft versuchte mein Vater es noch, aber er gab es ebenso schnell auch wieder auf. Es war gut so, denn ich brauchte seinen Rat nicht mehr. Kaffee genügte schon.
Einige Menschen fühlen sich nach dem Tod einer geliebten Person ja oft zu einer Religion hingezogen, die gut in ihr Weltbild passte. Sie ist nun an einem besseren Ort, bei unserem Gott, der gut auf sie aufpasst. Sie wird wiedergeboren, je nachdem, wie viel gutes Karma sie gesammelt hat. Sie ist nun ein Stern am Himmel. Und eben all der ganze Kram! Bei meinem Vater war das aber anders. Wir waren religiös – nun aber nicht mehr. Er wandte sich davon ab, denn – wenn es einen Gott gab, dann hatte er doch nicht das Recht ihm einfach seine geliebte Frau zu nehmen. Nicht wahr? Das dachte er sicher. Er war zurückgezogener und wollte einfach in sein altes Leben zurück. Da, wo noch alles so war, wie es eben war. Aber das würde es niemals wieder sein. Niemals.
Mein Kopf lehnt gegen die kühle, beinahe kalte Fensterscheibe des Beifahrersitzes, während ich den Schneeflocken beim Fallen zuschaute. Obwohl es kaum möglich ist, so wie es stürmt und so schnell wie wir fahren. Es wurde immer kälter und ich zog den Reißverschluss meiner Jacke höher und vergrub das Gesicht tiefer in meinem Schal.
Im Auto ist es still. Musik macht mich zu nervös, die ständigen auf und ab Töne und die lauten Bässe lassen mich schon beim bloßen Denken daran erzittern. Und der Geschmack meines Vaters war meinem nicht mal im geringsten ähnlich. Früher konnte ich Musik noch hören. Ganz früher mit meinen alten Freunden. Mit ihm. Aber das ist vorbei, weswegen Richard, mein Vater, das Radio auch einfach gänzlich stumm bleiben ließ.
„Und... mein Junge... freust du dich schon auf deine alten Freunde?“, fragte mein Vater, versuchte wohl ein Gespräch mit mir aufzubauen. Ich betete, er würde merken, dass ich dazu – Und schon gar nicht auf dieses Gespräch – keine Lust hatte. Also zuckte ich nur mit den Schultern und hoffte er würde es sein lassen. Natürlich tat er mir diesen Gefallen nicht. Warum auch, mein Gesicht sah sicher so aus, als hätte ich die größte Lust mit ihm darüber zu sprechen, ob ich mich auf meine Freunde freute, welche ich schon sechs Jahre nicht mehr gesehen hatte. Ja klar und morgen kam sicher Mr. Hankey vorbei.
„Sicher werden sie dich alle wieder in ihre Arme schließen! Wie hieß dein bester Freund noch gleich...? Ehm... mir fällts gleich ein...“ Bevor ihm noch eine Synapse platzte, half ich ihm lieber auf die Sprünge.
„C-Craig, Dad... e-er hieß... Craig...“, nuschelte ich in meinen Schal. Seinen Namen auszusprechen fiel mir etwas schwer. Denn ja, er war mein bester Freund gewesen, doch, als ich wegzog, hatte er kein Wort mehr mit mir gesprochen. Er war unglaublich wütend gewesen...
Meine Hände begannen zu zittern und ich zog meine Beine an meinen Körper heran.
„Stimmt, das war's! Craig Tucker, richtig? Sicher wird er-“ „D-Dad!“, unterbrach ich ihn leise. „I-ist gut jetzt... w-wir werden sehen... i-ich w-will nicht drüber........ reden...“ Zu viele Worte für diese kurze Zeit. Ich kann nicht mehr, ich will nicht mehr.
Dad ließ etwas den Kopf hängen, doch leid tat er mir nicht so sehr. Meine Gefühle sind ziemlich abgestumpft in den Jahren. Mein Blick wandte sich wieder nach draußen und ich zog leise scharf die Luft ein. Das Schild, an welchem wir gerade vorbeigefahren waren, welches schief im Boden stand, mit der krakeligen Schrift darauf, als hätte es ein Grundschüler mit Wachsmalstiften gemalt, macht gerade alles sehr real. „South Park... endlich Zuhause“, sprach es mein Vater nun auch noch aus und ich zuckte hart zusammen. Nun war es also wirklich so. Wir waren wieder hier.
Nach den ganzen Jahren endlich wieder in South Park, dem verschneiten Kaff irgendwo in der Nähe von Colorado. Ich sah die Berge im Hintergrund, welche schon gänzlich von Schnee bedeckt waren, und die vielen Tannen, die sich über den ganzen Ort erstreckten. Mein Vater hatte sich eine Wohnung gemietet. Er hatte ziemliches Glück diese gefunden zu haben, denn unter der Wohnung war mal ein kleines Café gewesen. Also hatte er seinen Arbeitsort gleich unter ihrer Wohnung. Nenne ich Glück, muss man nicht so weit laufen für die Arbeit. Die Wohnung an sich war Dreistöckig. Ganz unten das Café, dann der erste Stock und dann der Zweite, dort befand sich allerdings nur ein Schlafzimmer mit angrenzendem, kleinen Badezimmer.
Wir hatten besprochen, dass dies mein Reich werden würde, dann hatte jeder seinen Bereich, wenn er seine Ruhe haben wollte. Und die brauchten wir oft voreinander.
Wir fuhren durch die verschneiten Straßen und einige Gesichter, die ich auf den Straßen sah, erkannte ich sogar noch. Sie waren bloß etwas älter, aber noch immer die selben. Etwas Abseits des Ortes, näher am Waldrand, parkte mein Vater und ich blieb noch im Wagen sitzen. „Da wären wir...“, seufzte Richard. Ich nickte leicht. „Tweek...“ Seine Stimme war weich, seine Hand schob sich auf mein zitterndes Knie. Ich hatte mich noch nicht beruhigt. Alles war noch etwas viel für mich. „Es wird alles gut, dass verspreche ich dir...“ Er lächelte mich sanft an. Sanft und verdammt müde. Ich nickte und öffnete nun die Autotür. Mir war schon im Auto kälter geworden, aber nun, wo mir der nass-kalte Wind direkt ins Gesicht peitschte, war es gleich noch viel schlimmer. Ich hatte vergessen, wie Winter hier sein konnte. Schnell rieb ich meine Hände über meine Oberarme, aber das brachte nichts, höchstens, dass meine Finger dem Erfrieren noch ein Stück näherkamen. Nicht, dass sie mir einfach abfallen... das wäre grauenhaft!
Schnell drehte ich mich zu meinem Vater um, sah ihn hilflos an, denn, wenn er nicht schnell machte, würden meine Finger zu Eisklotzen werden und einfach abfallen! Dann war ich Fingerlos und das wollte ich nicht! Er beeilte sich zu der großen Tür zu kommen, die zwei Türen hatte, welche man beide öffnen konnte. Rechts neben der Tür war eine große Scheibe, in die man schon hineinblicken konnte. Wäre da nicht das Graffiti, welches diese beschmierte. Das musste mein Vater dann wohl sauber machen. Oder ich... Auch, wenn andere Kinder dies als unfair gesehen hätten, ich musste meinem Vater helfen. Er will seinen alten Laden wieder aufbauen und da Mum nun nicht mehr da ist, war ich es, der nun eben mit anpacken musste.
Schnell schloss er nun also auf und wir traten ein. Der Boden war schmutzig und hier standen zwei runde Tische und drei Stühle, welche total verrostet waren, einem fehlte ein Bein und dem Anderen eine Lehne. Also alles Müll. Es lagen noch viele Blätter herum und ich konnte sogar Kot erkennen, also musste es wohl Ratten geben. Mein Vater konnte bei diesem Anblick nur seufzen, versuchte dann aber schon wieder zu lächeln. „Wir... wir schaffen das schon! Ehm... die Möbelpacker haben mich angerufen und gesagt, dass unsere Sachen schon oben stehen... ich hol noch schnell den Rest aus dem Wagen... geh doch schon mal in dein Zimmer und mach alles soweit fertig... soll ich was für uns bestellen?“ Ich schüttelte den Kopf, denn zum Essen war mir überhaupt nicht zu Mute. Die zwei Treppen ging ich nach ganz oben zu meinem Zimmer.
Es war groß, der Boden war mit Paket ausgelegt, welches auch schon bessere Tage gesehen hatte, und es war recht leer. Gut, die meisten meiner Sachen standen auch noch im zweiten Stock, aber wenigstens war schon mal mein Koffer, mein Bett und mein Schrank hier. Ich räumte erst mal meine ganzen Klamotten ein, bezog dann mein Bett, ehe ich mir eine Jogginghose und ein zu großes T-Shirt nahm und im angrenzenden Bad verschwand. Hier war es wenigstens nicht so dreckig, wie unten und dennoch sprühte ich die ganze Dusche erst mal mit Wasser ab, bevor ich mich überhaupt traute mich auszuziehen und hineinzusteigen.
Den Spiegel mied ich bewusst, denn in diesen habe ich schon lange nicht mehr gesehen... Er sollte ja auch nicht zerspringen... haha? Obwohl heißes Wasser auf mich einprasselte zitterte ich dennoch, wie Espenlaub. Mir war nicht mehr sehr kalt, aber ich war verdammt nervös. Morgen musste ich schon wieder in die Schule, denn angemeldet hatte mich mein Vater schon und insgeheim hoffte ich einfach, dass mich alle vergessen hatten, sich keiner einen Dreck um mich scheren würde und sie mich einfach in Ruhe ließen. Das wäre wunderbar! Bis auf eine Ausnahme, von der ich mir eigentlich hoffte – Auch, wenn ich es zu verdrängen versuchte – dass er mich dennoch wahrnahm.
Ob er mich erkennen würde, wenn ich vor ihm stehe? Würde er überhaupt mit mir sprechen oder mir einfach direkt mit verhasstem Blick entgegentreten, mich beiseite schubsen und mit einem Mädchen an jedem Finger davon gehen.
Mir wurde schlecht und ich hielt mir meinen Bauch, der sich zu verkrampfen begann. Zugegebener Weise war ich früher ein klein wenig in ihn verschossen...
Aber das war sechs Jahre her, also längst vergessener Kram... nur schmerzte der Gedanke, er würde mich nicht mehr leiden können, sehr. Wie er mich damals angeblickt hatte, dass war reine Folter. Mir traten die Tränen in die Augen, die ich schnell versuchte zu beseitigen. Ich drehte das Wasser auf kalt und quiekte leise auf, wusch mich zu Ende, ehe ich aus der Dusche stieg, mir schnell meine Sachen überstreifte und ins Bett ging. Die Decke zog ich mir bis über den Kopf, denn, wenn ein Mörder herein kam, würde er mich so sicher nicht sofort entdecken.
Denk nicht an morgen... denk an gar nichts, schließe die Augen und falle in die schwarze Kälte hinein, wie immer, Tweek. Wie immer, Tweek...
Es gab keinen Morgen, Es gab keine Schule, kein Craig Tucker, niemand. Nur mein Bett und die ewige Schwärze, die mich bereits in Empfang nahm und immer weiter in sich sog, bis alles schwarz wurde. Und ich einschlief.
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