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Ein Frühling in Mauswald

von Schnafti
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteAbenteuer, Liebesgeschichte / P6 / Gen
13.04.2017
13.04.2017
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Hallöle Allesamt!
Es ist schon komisch ein paar Jahre lang nichts hochzuladen und auf einmal baller ich hier drei Kurzgeschichten out of nowhere heraus!
Aber der Grund dafür steht in der Kurzbeschreibung
und ich würde mich sehr über viele viele Reviews freuen, die mir mitteilen, ob die Geschichte für meine Frühlingsmappe tauglich ist, oder nicht!
Desweiteren wünsche ich noch viel Spaß auf der Durchfahrt und beim Lesen!
Tschüssiiiiii

Mein Name ist Loretta Wipfelkrone, ich bin 24 Jahre alt und lebe in einer industrialisierten, vergrauten Stadt, um dort Geld als Kinderbuchautorin zu verdienen.
Das Schreiben für Kinder gestaltet sich doch sehr einfach.
Sie sind einfacher zu begeistern, sie haben mehr Fantasie, als Erwachsene und es mangelt mir nie an Ideen!
Dazu muss ich sagen: ich bin eine Baumläuferin.
Baumläufer ist der Begriff für Zauberer in Mauswald, einem kleinen versteckten Dorf, hinter einem Portalbaum.
Als Baumläuferin habe ich natürlich viele Geschichten auf Lager!
Ich habe damals mitgeholfen den großen Zaroff zu zerstören.
Er war ein gemeiner, alter Zauberer, der alle Portalbäume besitzen und kontrollieren wollte.
Die Kinder lieben meine Geschichten und mein Verlag fragt mich desöfteren, wo ich diese Ideen hernehme, aber das muss ich natürlich geheim halten.
Ich weihe dich nun in mein Geheimnis ein und hoffe, dass es unter uns bleibt.
Versprochen?
Okay, dann legen wir los!
Es war ein schöner Tag im März, ich hatte Urlaub und verbrachte diesen in einer kleinen, schönen Waldhütte, fernab der Realität.
Ich wollte gerade loslaufen, um Äpfel zu pflücken für meinen legendären Apfelkuchen, aber das musste warten.
Der Briefkasten hatte geklimpert.
"Wer mir wohl schreibt?"
Ich wusste immer, wenn kein Postbote mir die Briefe brachte, das rote Fähnchen am Briefkasten aber abstand, steckte der Marquis dahinter.
Der Marquis de Hoto, der wohl größte Baumläufer in der Geschichte von Mauswald!
Er hatte mich damals zum Baumläufer ausgebildet und war immer noch ein guter Freund von mir.
Ich schlenderte also hinüber zum Briefkasten und öffnete diesen.
Im Inneren fand ich bloß einen Brief, er war dreieckig und in einen brombeer farbenen Umschlag gewickelt; der konnte nur aus Mauswald kommen!
Ich öffnete den Brief und fragte mich, was der Marquis mir wohl schreiben würde.
Der Brief war entfaltet und ich erkannte die schnörkelige Schrift meines alten Lehrmeisters
"Hallo Loretta, meine Liebste!
Wir feiern heute Abend das Blütenfest und ich hoffe, dass du Zeit findest uns beizuwohnen.
Sende mir eine Karottenflamme, wenn es so sein sollte!
Auf ein baldiges Wiedersehen hoffend,
Marquis de Hoto"
Ich freute mich und war beschämt zugleich.
Natürlich hatte ich Zeit für das Fest!
Ich schämte mich dennoch, da ich letztes Jahr nicht anwesend war und die Bewohner von Mauswald neigten dazu, Dinge sehr persönlich zu nehmen.
Ich begab mich also wieder in die Hütte und suchte alle Bestandteile um die sagenumwobene Karottenflamme zu machen!
Dafür benötigte ich ein Stück weiße Kreide, Schwarzpulver, welches ich aus einem Böller vom vorigen Silvester herausgeholt hatte, eine Getränkedose, Baumrinde, Eicheln, eine Karotte und Streichhölzer!
Ich steckte alles in meinen geliebten Samtbeutel und zog los in den Wald, auf der Suche nach einer ruhigen Wegkreuzung und einem verzauberten Stein.
Du fragst dich jetzt sicher, warum ich all' diese komischen Dinge für diese komische Karottenflamme tue?
Du wirst es gleich schon noch verstehen.
Zum Glück hatte ich mir damals das Gedicht gut eingeprägt, ich hatte die Karottenflamme schon hundertfach produziert!

Wie er die Karottenflamme machte:
Er schrieb mit Weiß das Zeichen auf den Stein, dann musste Weiß ein weißes Pulver sein.
Schwarz, das leicht entbrennt, wird heute nicht von Weiß getrennt.
Schwarz und Weiß, die sich verbanden, dann am Grunde vom Gefäß verschwanden.
Darauf folgten der Zutaten nun dreie:
Baumhaut, Baumfrucht und Wurz in strikter Reihe.
Aus dem Gefäß malte er 'nen Kreis auf eine Kreuzung, in deren Mitte ruhte das Gefäß dann voll Bedeutung.
Der Kreis wart mit Schwefelhölzern angesteckt,
Hurra! Die Karottenflamme hat ihm gut geschmeckt!

Ich ging mit der Kreide also zum dem verzauberten Stein und malte mit der Kreide das Zeichen der Baumläufer darauf, dann schlug ich die Kreide zu einem feinen Puder und mischte es mit dem Schwarzpulver in der Getränkedose.
Danach drückte ich mit etwas Mühe Baumrinde, eine Eichel und eine Karotte in die Getränkedose, in genau dieser Reihenfolge!
Aus der Öffnung der Dose schüttete ich etwas Pulver in Kreisform auf die Kreuzung und stellte die gefüllte Dose in die Mitte.
Mit den Streichhölzern zündete ich dann den Kreis an und wartete, bis die Dose explodierte und mein alter Freund schlürfend vor mir stand.

Es dauerte einen Moment, bis der Marquis vor mir war mit einem Strohhalm in seiner Hasenschnauze und aus der eben explodierten Getränkedose schlürfte.
Du hast richtig gehört; der Marquis de Hoto ist ein weißer Hase.
Mit seiner wohlklingenden Stimme seufzte er behaglich und ließ von dem Getränk ab "Du machst wahrlich die herrlichsten Karottenflammen, danke dir dafür, Loretta!"
ich grinste über beide Ohren, als ich den wohlgekleideten Hasen wiedersah.
Wir umarmten uns stürmisch und freundschaftlich, bevor ich begann zu reden:
"Irgendwann kriegst du noch Schlappohren von dem ganzen Karottensaft!"
der Marquis zog an seinen Ohren und sah mich besorgt mit seinen roten Augen an: "Sind sie etwa schlapper als sonst? Willst du mir das damit sagen?
Immerhin hab ich ein schönes glänzendes Fell, im Gegensatz zu dir!"
er verschränkte die Arme und drehte sich gespielt eingeschnappt von mir weg.
"Jetzt sei nicht so alter Freund! Es war doch bloß ein Scherz. Wollen wir starten?"
der Marquis lächelte ein wenig "Aber natürlich wollen wir starten, die anderen warten bereits auf uns"
der Hase bot mir seinen Arm an und ich harkte mich ein, als wir auf einen der Portalbäume zuliefen "Ich bin froh, dass du mich dieses Jahr zum Blütenfest begleitest. Ohne dich fühle ich mich dort immer so fehl am Platze"
wir legten beide unsere Hände auf den Baum und öffneten so das Portal zu Mauswald.
Wir traten durch das erschienene Tor und landeten auf einer Waldlichtung, die mir sehr bekannt vorkam.
"Ich werde mich nie an dieses Schrumpfen gewöhnen" lachte ich, als ich die nun sehr viel höheren Bäume um mich herum betrachtete.
Das Portal schrumpft einen immer auf die Größe der Bewohner von Mauswald, also war ich so klein, wie eine Maus!
Als wir auf das Dorf zuliefen, hörten wir bereits die Musik, die gespielt wurde und das viele Gelächter, der Bewohner Mauswalds.
Es war schön wieder hier zu sein.
Ich versuche dir einmal Mauswald beim Blütenfest zu beschreiben:
die ganze Stadt ist geschmückt mit Blumen; Krokusse, Schneeglöckchen, Tulpen. Viele Bewohner übernachten bei der Gelegenheit auch in einer Blume, da sie sich so dem Frühling noch verbundener fühlen.
Neben Blumen hängen auch überall bunte Laternenlichter und Glühwürmchen schwirren im Übermaß umher.
Alle Bewohner sind da: die große Familie Hase, alle Eichhörnchen, sogar die, die eigentlich das Stadttor bewachen, machen eine Pause um mitzufeiern.
Auch die Eulen sind da und schließen für einen Abend Frieden mit den Mäusen.
Der Marquis hatte mir von den Streits beim ersten Blütenfest erzählt.
Du kennst sicher die Problematik von Eulen und Mäusen?
Der eine isst das andere?
Aber in dieser besonderen Nacht vertragen sie sich.
Selbst die Reisenden kehren zurück, um nicht das Blütenfest zu verpassen;
Plato, der Frosch, der immer auf seinem Rad unterwegs ist und Mauswalder zu gewünschten Orten transportiert.
Der Waldschrat, eine Geistgestalt nur bestehend aus Blättern und Ästen. Er kommt immer und erzählt den Kindern von Mauswald, die Geschichten, die er miterleben durfte.
Und selbst die Wandermaus kehr wieder heim. Er ist eine sehr alte Maus, mit buschigen Augenbrauen, sein lebenlang hat er Reiselust und stellt Landkarten der Region her.
Auch die grimmigen Zwerge verlassen ihre Minen und genehmigen sich einen Blausaft mit den Bewohnern. Sie sind vielleicht etwas laut und ungehobelt, aber alles in allem doch sehr nette Wesen!
Aber das spannendste habe ich beinahe vergessen:
Die eisigen Motten vom höchsten Wipfel fliegen hinunter ins Dorf, breiten ihre gemusterten Flügel aus und machen illusionierende Schattenspiele vor den Laternen!
Als ich gemeinsam mit dem Marquis den Dorfplatz betrat ging ein lautes Getose mit Beifall los
"Sie ist wieder hier!" viele der Hasenfamilie umarmten mich "Mama Hase! Wie schön dich wieder zu sehen! Mir gefällt, wie du deine Ohren heute trägst! Und, Oh man, sind es seit dem letzten Mal noch mehr Kinder geworden?"
mit einem stolzen Lächeln warf der weibliche Hase ihre Ohren zurück
"Ja, ganze 18 Stück!"
"Mein Glückwunsch!"
von hinten tickte Jemand auf meine Schulter
"Hallo Loretta! Hier, ich habe einen Blausaft für dich!"
"Mensch, Plato! Na, du alte Kröte?" ich nahm den leckeren Saft dankend entgegen und umarmte den etwas glitschigen, aber sehr guten Freund.
Nach einer langen Begrüßung von jedem Mauswalder konnte ich mich endlich setzen und der Marquis sah mich verspielt an "Mein Angebot, dass du bei mir wohnen kannst, steht übrigens noch immer, falls du nachdenken solltest"
der Marquis hatte mir schon hunderte Male angeboten, dass ich mit ihm in seinen Bau vor dem Dorf ziehen könne, aber so hatte es einen viel größeren Reiz und er wusste, wie ich darüber dachte
"Du kannst mir auch später antworten, meine Liebste. Wollen wir dem Waldschrat zuhören? Er müsste gleich anfangen zu erzählen"
ich nickte euphorisch
"Ja, gerne! Ich könnte neue Anregungen für meine Geschichte gebrauchen!"
ich nahm die Pfote des weißen Hasen und folgte ihm quer über den Platz zu einer ruhigeren Stelle, an der sich bereits alle Kinder des Dorfes versammelt hatten.
"Oh, Hallo, ihr buschigen Kinder des Waldes. Euro Augen, sie sehen so wissbegierig aus. Wollt ihr eine Geschichte hören?"
die Kinder jubelten, was dem Waldschrat als Antwort genügte
"Nun, lasst mich kurz nachsehen"
die Gestalt aus Blättern und Ästen sah in einem alten verwitterten Buch nach, bevor er weiter redete:
"Ich sehe eine Geschichte hier direkt vor mir, die vor langer Zeit begonnen hatte, aber noch kein Ende gefunden hat"
der Waldschrat deutete auf mich und den Marquis, wir sahen uns verdattert an und erröteten.
"Vor einigen Jahren begegnete mir ein Baumläufer auf einer verworrenen Kreuzung zwischen den Welten. Er wagte nicht zu reden. Aber seine Worte brauchte ich nicht, um zu verstehen, wonach er suchte. Ich half ihm auf dieser Kreuzung den rechten Weg zu finden und befolgte danach jeden seiner Schritte."
einige der Kinder hatten sich auf den Bauch gelegt und die Hände abgestüzt, um es sich gemütlicher zu machen
"Nun ja, die Schritte dieses Baumläufers führten ihn zu einer jungen Dame.
Ich sah, wie er sie mit funkelnden Augen beobachtete.
Kurz darauf zog er einen Briefumschlag aus seinem Mantel und warf ihn.
Nun ja, der Brief flog, wie durch Zauberhand, zum Briefkasten und machte das Mädchen auf sich aufmerksam"
der Waldschrat erzählte die Geschichte von mir und dem Marquis und das schien dem Hasen nicht zu gefallen
"Dieses Mädchen war kein dummes Mädchen. Sie weilt heute immer noch unter uns und gehört zu den mächtigsten Baumläufern, die es jemals geben wird.
Dieses junge Mädchen wurde die Schülerin des verirrten Baumläufers und gewann mit ihrem Witz, Charme und der Gutmütigkeit, sein Herz."
die Mädchen unter den Kindern seufzten mitgerissen auf, während die Jungen ihr Interesse verloren
"Der Baumläufer wollte dieses Mädchen niemals in Gefahr bringen. Er wollte sie lediglich zu einer Baumläuferin machen, um in ihrer Nähe sein zu dürfen"
mit einem unbekannten Gefühl im Magen schmunzelte ich zum Marquis hinüber, der beinahe pinkes Fell hatte durch seine roten Wangen
"Der Baumläufer konnte nicht wissen, dass der große Zaroff auf dem Vormarsch war und alle Portalbäume an sich reißen wollte.
Den Kampf um unsere Welt hätte der Baumläufer niemals allein bewältigen können.
Wir können von Glück sprechen, dass er diese junge Baumläuferin, mit dem Herz eines Löwen, an seiner Seite hatte und mit ihm kämpfte und siegte."
die Kinder saßen nun wieder aufrecht und jubelten
"Ja, der Mauswald war gerettet und das ohne jemanden zu verletzen!
Zu kämpfen, ohne zu verletzen ist eine Tugend, die beherzigt werden sollte.
Die beiden Baumläufer kehrten als Helden zurück und der einst verirrte Baumläufer dachte, er hätte nun seinen Weg gefunden, aber das Mädchen, aus ihr war mittlerweile eine Frau geworden, ging zurück in ihre Welt und der Baumläufer war voll von Trauer"
ich konnte nicht glauben, was der Waldschrat dort erzählte.
Der Marquis ist in mich verliebt und ich habe es nicht bemerkt?
Wie dumm bin ich eigentlich?
Ich ergriff die Pfote meines alten Freundes und hörte weiter zu
"Es vergingen Jahre in denen der Baumläufer vergebens versuchte die Frau zu sich zu holen. Sie lehnte unwissentlich immer ab."
die Mädchen machten im Chor einen enttäuschten Ton und es fühlte sich an, wie ein Stich in meinem Herzen.
"Aber Kinder, lasst mich euch eines sagen: das Ende dieser Geschichte ist ganz in der Nähe. In der heutigen Nacht macht sich eine große Veränderung über Mauswald her und sie beginnt mit diesen beiden Baumläufern"
so schnell, wie er das Ende dieser Geschichte verkündet hatte, so schnell war der Waldschrat auch in einer Rauchwolke verschwunden.
Die Kinder standen auf und tänzelten zurück zum Fest.
Ich und der Marquis saßen noch nebeneinander
"Du, Mar-..."
"Hey, Loretta! Hast du beim Blütenfest nichts besseres zu tun, als langweilig herumzusitzen? Komm, erzähl mir und den anderen eine Geschichte von euch Menschen"
der Partyhase, der anscheinend nie genug vom Blausaft bekam hatte mich am Arm gepackt und hinter sich her geschleift zu den anderen Bewohnern des Waldes.
Der Marquis folgte mir gezwungermaßen, da ich ihn immer noch an der Hand hielt und mit mir schleifte.
Ich trank meinen Blausaft aus und überlegte, was ich den Bewohnern von Mauswald wohl erzählen könnte
"Wisst ihr, bei uns Menschen gibt es eine ähnliche Zeremonie im Frühling. Sie nennt sich Ostern"
die Hasen, Mäuse und Eichhörnchen horchten intressiert auf
"Ostern? Was ist Ostern?"
"In meiner Welt gab es vor ganz ganz langer Zeit einen Mann, der vom Himmel gesandt wurde, seine Name war Jesus."
"Jesus? Vom Himmel gesandt? Wie meinst du das?"
"Naja, einige Leute glauben, dass im Himmel ein Mann namens Gott wohnt und der hat unsere Welt erschaffen. Jesus war sein Sohn und er sandte ihn auf die Erde hinab, um Liebe und Sorgfalt unter den Menschen zu verbreiten"
"Darin war er wohl nicht sonderlich gut, denn viele Menschen sind nicht so lieb und sorgfältig, wie du, Loretta!"
alle Tiere lachten
"Hört mir doch weiter zu! Für einige Tage schaffte Jesus es das Gehör der Menschen mit Liebe zu erhellen, aber auf einmal wurde er als Betrüger und Lügner betitelt und die Menschen entschieden ihn an ein Kreuz zu nageln, wie es damals mit allen Kriminellen gemacht wurde."
"An ein Kreuz genagelt? Die Geschichte wird ja immer verrückter!"
"Ja, dieser Tag wird bei uns Karfreitag genannt. Am Folgetag war Jesus tot und er wurde von ein paar gnädigen Bäuerinnen in einer Höhle beerdigt"
einige der Hasen ließen enttäuscht ihre Ohren hängen
"Die Geschichte ist hier noch nicht vorbei! Am Sonntag, also zwei Tage nach der Kreuzigung wurde Jesus Grab geöffnet, aber seine Leiche lag nicht drin"
Die Hasenmutter verschloss mit ihren Ohren die Augen und zog ihre Kinder näher zu sich "Jesus war wieder auferstanden. Gott, sein Vater, der Erschaffer von allem, hatte ihn wiederbelebt und das ist der Ostersonntag in unserer Welt. Am Montag dann sprach es sich überall herum, dass Jesus wieder lebte und seither glaubte man dem Jungen der behauptete er wäre von Gott gesandt worden.
Zu Ehren feiern die Menschen jedes Jahr Ostern. Sie färben Eier, verstecken diese zusammen mit Süßigkeiten und die Kinder müssen sie suchen, wenn sie etwas finden dürfen sie es behalten und essen"
die Kinder der Hasen bekamen große leuchtende Augen
"Es gibt auch ein Osterfeuer, um die Kälte zu verabschieden und den Frühling zu begrüßen. Es gibt viele leckere Sachen zu essen und...."
"Wow! Loretta, weißt du, wie dieses Ostern geht?"
fragte mich der Bürgermeister, ein altes Eichhörnchen mit grauen Ohren
"Öhm, ja, schätze schon. Warum?"
der Bürgermeister verschaffte sich schnell das Gehör aller anwesenden
"Alle herhören! Loretta wird nächstes Jahr ein Osterfest organisieren!"
großes Gejubel tobte durch das Dorf und die Musik spielte euphorischer als zuvor.
Etwas überrumpelt, aber glücklich willigte ich ein.
Der Marquis hatte die ganze Zeit neben mir gesessen und kein Wort gesagt
"Marquis, ich..." der weiße Hase wollte aufstehen und gehen aber ich umklammerte seine weiche Pfote "Hör mir zu, de Hoto!"
mein alter Lehrmeister sah mich überrascht an, schenkte mir aber Gehör
"Wenn ich für nächstes Jahr das Osterfest vorbereiten soll, habe ich eine Menge zu tun..."
"Ja und?"
"Ich müsste umgehend mit den Vorbereitungen anfangen, was bedeutet dass ich vorerst in Mauswald bleibe..."
"und weiter?" langsam kehrte das bekannte Schmunzeln auf sein Gesicht zurück
"Wo soll ich nur schlafen in der Zeit?"
der Marquis und ich waren zeitgleich aufgestanden
"Du hattest vorhin gesagt, dass dein Angebot noch steht und ich hatte jetzt genug Zeit und Anregung um darüber nachzudenken"
"Du bleibst nur hier weil du Mitleid mit meinen Gefühlen hast" schmetterte mein alter Freund mir sarkastisch entgegen, aber ich ging nicht darauf ein
"Was ist, wenn ich dir erzähle, dass dieses junge Mädchen von damals schon seit Ewigkeiten bei ihrem geliebten Freund bleiben will, sich aber nie sicher war?"
ich sah, wie dem Marquis der Atem stockte und er mich einfach ansah
"Lass uns zusammenbleiben, Okay?"
eine weitere stürmische und lang anhaltende Umarmung besiegelte das Gesagte und wir tanzten Hand in Hand über den Dorfplatz, lachten schallend und hatten Spaß, wie noch nie, als die Motten ihr Schattenspiel begonnen.
Der Waldschrat hatte wie immer recht, die Geschichte mit mir und dem Marquis hatte vor langer Zeit begonnen und sie findet jetzt ihr Ende.
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