Zwischen Zukunft und Vergangenheit

GeschichteRomanze, Familie / P18
Evie Frye Henry Green Jacob Frye
11.04.2017
15.03.2019
69
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Es ist früh am Morgen, als ich mich mit Starbucks Kaffee und einigen Bagels, auf den Weg mache zu der schon  seit Jahrzehnten verlassenen Abstergo Firma. Die U-Bahn ist wie immer brechend voll und ich muss aufpassen, dass die Bagel nicht zerquetscht werden.  Ausnahmsweise war es heute mal nicht am Regnen und man konnte mit dünnerer Kleidung rausgehen. Ich hatte eine schwarze Röhrenjeans an und dazu schwarze Halbstiefel  mit einem kleinen Absatz. Ein enges, dunkel blaues Shirt mit V-Ausschnitt, das ich in die Hose gesteckt hatte und darüber eine dünne Jeansjacke, die ich an den Armen bis zum Ellbogen hoch gezogen hatte. Meine braunen Haare hatte ich geglättet und sie fielen mir bis knapp zur Mitte meines Rückens. Ich hatte heute nur ein wenig Wimperntusche benutzt, weil ich mal wieder verschlafen hatte. Um den Hals trug ich eine Kette meiner Oma. An ihr hing ein kleiner silberner  Stern. Weil ich die Hände wie immer voll hatte, hatte ich mir meine schwarze Bauchtasche um die Hüften geschnallt. Ich bemerkte auf halben Weg, dass mein Handy in meiner Bauchtasche vibrierte. Wahrscheinlich mein Bruder, der wissen will, wie lange ich noch brauche. Er war der kluge Kopf der Truppe. Alle drei talentierte Wissenschaftler und ich? Naja, ich war leider nicht so ober schlau. Ich hatte mal hier und da einen Job. Trotzdem waren wir alle sehr gut befreundet und ich machte auch nur meinem Bruder zur liebe, bei ihren Forschungen mit. Um ehrlich zu sein, sitze ich meist nur da und sehe mir alles an. Kümmere mich um Verpflegung und räumte öfter hinter ihnen her. Was man nicht alles für die Familie und gute Freunde macht.


Die letzte Station war erreicht. Ich musste nun einen ziemlich langen Weg durch Wald und Feld zurücklegen. Meist war der Kaffee bis dahin kalt. Aber getrunken wurde er trotzdem. Hauptsache er war schön stark. Weit abgeschieden von der nächsten Stadt, war ich nun angekommen. Das Auto meines Bruders stand vor dem Eingang. Sein Wagen sah so aus, als ob er schon einige Tage hier stand. Anscheinend übernachten sie schon hier.


Ich lief durch die vielen verlassenen Räume. Die Natur hatte sich so einiges zurück erobert, durch die zerfallen Steinwände, in denen die Sonne durch schien. Ich musste Tief in das Gebäude hinein laufen, bis ich die ersten Stimmen hörte.

Der Raum war groß und durch das Tageslicht schön hell durchflutet. Bei schlechtem Wetter oder bei Nacht, half der Generator und die unzähligen Lampen.  Außerdem mussten Computer und Geräte auch Strom bekommen.

„Guten Morgen Leute“, rief ich in die Runde. Meine Begrüßung wurde erwidert und alle schnappten sich ihren Kaffee und je einen Bagel. Mein Bruder, blieb bei mir stehen.

„Der Kaffee ist mal wieder kalt. Warum fährst du denn nicht mit deinem Auto hier her Arina? Ich habe dir doch den Weg abermals erklärt“, fragte mein Bruder, als er einen Schluck aus dem Kaffeebecher nahm.

„Ja, das sagst du mir immer wieder Marcel. Aber ich bin dann doch lieber zu Fuß unterwegs.“ Ich nahm auch einen Schluck aus meinem Becher und verzog angeekelt mein Gesicht.
Mia gesellte sich wieder zu uns. Sie war meine beste Freundin und mit Adrian dem besten Freund meines Bruders zusammen.

„Hey meine Süße. Danke für die Bagel“, sagte sie flippig, so wie nun mal war.

„Gern geschehen. Hat Adrian heute schon mal den Computer verlassen?“, fragte ich nach, weil er wie gebannt drauf starrte.


„Natürlich nicht“, seufzte Mia. Plötzlich rief Adrian meinen Bruder und Mia zu sich. Ich folgte ihnen.

„Sieh dir das mal an Marcel. Ich denke, ich weiss jetzt wie er funktioniert“. Beide sahen wie gebannt auf den PC. Mia quetschte sich dazwischen. Ich konnte leider nichts erkennen.

„Wir sollten einen Versuch starten“, sagte mein Bruder.

Mia und Adrian stimmten zu. Sie gingen mit einem Laptop in den Nebenraum. Vor einigen Tagen war er noch verschlossen. Ich betrat mit den anderen den Raum und in der Mitte war eine Art Liege. So wie bei einem Arzt besuch.

„Was soll das sein?“, fragte ich meinen Bruder.

„Das ist der Animus. Ein Gerät, das aus der DNA eines Subjekts die genetischen Erinnerungen seiner Vorfahren lesen kann.“

Ich habe kein Wort verstanden. „Und was wollt ihr jetzt damit versuchen?“, fragte ich weiter nach.

„Testen, ob er noch funktioniert und ihn mit einer Maschine koppeln“.

„Welche Maschine?“

Adrian schob ein großes Gerät in den Raum und stellte es neben diesen Animus. Mia und er schlossen es an diese Liege an.

„Das ist neuste Technologie Arina. Mit Verbindung des Animus, könnte man Zeitreisen noch realer machen“, erklärte mir Marcel.

„Okay“, rief Adrian. „Wer erklärt sich bereit, sich auf den Animus zu legen?“, fragte er und sah alle einmal an. Anscheinend traute sich niemand. Schöne Wissenschaftler.

„Also ich bin mit meinen 1,94cm etwas zu lang“, sagte mein Bruder zu Adrian.

„Ich mache es“, rief ich spontan. „Ich bin die einzige die mit eurem Technik kram eh nicht zurechtkommt. Ich kann mich ruhig hinlegen“.

„Was meinst du Marcel“, fragte Adrian skeptisch.

Marcel sah mich kurz an und überlegte. „Versuchen wir es. Was soll schon passieren“.

Bevor ich mich hinlegte, gab mir Marcel ein Armband. Es war Silber, glatt und zwei  Finger breit. Eine kleine Blaue Lampe leuchtete darin und es hatte einen Touchscreen. Er legte es mir um. Es war extrem leicht.

„Was ist das?“, fragte ich neugierig.

„Das ist eine Art Funkgerät. Mit dem Armband wissen wir immer wo du gerade bist und können mit dir in Kontakt treten. Aber keine Sorge, dir wird schon nichts passieren. Sicher ist eben Sicher“.

Keine Ahnung was er genau damit meinte, aber ich machte mir keine genauen Gedanken darüber. Ich legte meine Bauchtasche ab und legte mich dann auf diesen Animus und atmete sehr ruhig. Denn ich sollte mich jetzt nicht bewegen. Adrian schloss nun die Geräte an dem Stromkreis an. Erst passierte nichts, doch dann spürte ich einen leichten Schmerz und kniff kurz die Augen zusammen. Die drei waren unbesorgt, alles schien in Ordnung zu sein. Doch dann spielte die Angeschlossene Maschine am Animus verrückt. Ich wurde von einer nicht sichtbaren Macht nach unten gedrückt und konnte mich nicht bewegen. Blitze und Rauch machten sich breit.

„NEIN Marcel!“, schrie Adrian. „Fass sie jetzt nicht an!“

„Was zur Hölle ist passiert Adrian?!“, schrie Marcel zurück.

„Irgendwas ist beim Koppeln schief gelaufen. Ich kann den Vorgang einfach nicht stoppen!“

Das letzte das ich Wahrnahm, war ein lauter Knall und dann war alles schwarz.
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