Assassins Creed 2  - Der Wahre Feind Ezios

KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P12
10.04.2017
10.04.2017
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Leonardo streckte sich ausgiebig und sah sich deutlich zufrieden in seiner Werkstatt um. Es hatte den letzten Tag und den heutigen Vormittag gedauert endlich einmal Ordnung in sein Chaos an Notizen zu bringen.
Er war kein großer Fan vom aufräumen, aber dieses Mal hatte es seine Werkstatt wirklich nötig gehabt.

Und ihm war das gehackte Brennholz ausgegangen, da konnte er endlich ein paar alte Skizzen sinnvoll nutzen.
Wer würde in ein paar Jahren denn noch Interesse an denen zeigen?

Der Erfinder stemmte die Hände in die Hüfte und sah sich zufrieden in seinem Reich um, als ihn ein hektisches Klopfen an der Tür aus den wie seine Werkstatt geordneten Gedanken riss.
Was war denn nun los?

Sein Besuch ließ sich allerdings nach dem Anklopfen direkt selbst ein, was nur eine einzige Person immer getan hatte und der es auch durfte.
Ezio, einer der besten Assassinen überhaupt und ein Freund den Leonardo nicht missen wollte.

Allerdings trat dieser nicht wie sonst ruhig ein, sondern sprang praktisch in den Raum und schlug die Tür hinter sich zu, ehe er sich dagegen stemmte. Der Brünette atmete flach und schien gerade durch die halbe Stadt gesprintet.
"Ezio! Schön dich zu sehen, aber... Was ist dir denn auf den Fersen?"

Der Auditore sah flehend zu Leonardo, ehe er zu ihm ging und ihn einfach umarmte, wobei der Erfinder sich kurz einbildete ein Wimmern zu vernehmen.
"Leonardo, du musst mich retten! Ich weiß nicht mehr was ich tun soll, sie sind überall! Wegen denen kriege ich noch Alpträume!"

"Alpträume? Meine Güte, sprich, wer verfolgt dich? Die Wachen?" Leonardo sah besorgt zu seinem Freund, der wirklich mit den Nerven am Ende schien.

Ob dieser sich schon wieder ein Kopfgeld geholt hatte? Dann musste man wohl wieder los ziehen und Steckbriefe vernichten. Noch mehr Brennholzersatz für den Tüftler.

"Wachen? Was kümmern mich die Wachen? Eine von denen ist hohler als die Andere. Ich meine die Straßenmusiker!"

Jetzt blinzelte der Entwickler überrascht.
"Die Barden? Ezio, ich bitte dich. Die stehen doch nur am Rand der Straße und spielen Lieder. Die können doch kaum-"

"Das ist das Problem! Sie rennen hinter mir her, singen scheußlich und verfolgen mich Straßen entlang! Wegen ihnen bemerken mich selbst die dümmsten Feinde! Und sie folgen. Immer. Nur. Mir!"
Ezio sah auf und Leonardo ins Gesicht, während er seinen Freund an der Kleidung griff, wie um ihn zu schütteln und damit die Dringlichkeit seiner Worte zu unterstreichen.

Bevor der Blonde den Assassinen beruhigen konnte, ließ dieser ihn bereits wieder los, wendete sich ab und ging zu seinem Schreibtisch, wo er sich mit beiden Händen drauf ab stützte.
"Ich kann mit Wachen am Boden umgehen. Ich kann Bogenschützen auf Dächern unschädlich machen oder ihnen ausweichen. Ich kann Taschendiebe fangen oder berauben. Sogar mit Templern komme ich klar... Ja nicht einmal die ganzen Herolde stören mich! Aber ich kann den Barden nicht entkommen, ohne das die Wachen mich danach anpöbeln! Die ruinieren meine Existenz! Neulich sind mir mit einmal vier Stück gefolgt! Vier! So geht das nicht mehr weiter."

Einen kurzen Moment lang war Leonardo versucht zu lachen, aber Ezio sah so verzweifelt aus, wie er ihm noch nie erlebt hatte.
"Jetzt beruhige dich, amico, ich bin sicher wir finden eine Lösung, wie du dich ihnen erwehren kannst."

Der Assassine sah zu ihm, noch nicht ganz überzeugt.
"Und was wenn nicht...?"

Leonardo lächelte und legte seinem Freund eine Hand auf die Schulter, während er ihn optimistisch an sah.
"Dann gehe ich mir ein paar Lauten als Brennholz besorgen."
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