How do you spell love?

von Marelisa
GeschichteDrama, Romanze / P18 Slash
1.FFC Turbine Potsdam OC (Own Character)
09.04.2017
27.12.2018
99
221782
35
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
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Hey ihr Lieben!
Ich hatte vor kurzem eine Idee, die mich nicht mehr losgelassen hat und hier seht ihr, was dabei herausgekommen ist. Es wird mal wieder etwas Längeres!

Hier noch ein paar wichtige Infos vorab:
- Linda Dallmann spielt nicht mehr bei der SGS Essen, sondern in Potsdam
- Die Story spielt zur Saison 2017/2018, weshalb ich nicht auf Spielpläne achten kann/werde. Es können auch Infos zur EM vorkommen, die so nicht wirklich passieren!
- Das Raiting ist so gesetzt, da es in folgenden Kapiteln möglicherweise notwendig ist.
- Dies ist eine Fanfiktion, mit der ich keinerlei Geld verdiene. Die verwendeten Personen gehören sich selbst und alles, was in der Geschichte passiert, ist aus meiner Fantasie heraus entstanden und nicht wirklich so passiert!

So, nun wünsche ich euch viel Spaß mit dem ersten Kapitel und hoffe, ihr lasst mir eure Meinung da, auch wenn es erst einmal eher um meinen OC geht und die Spielerinnen erst im nächsten Kapitel so richtig dazukommen. :)

LG Marina


„Warum unbedingt Potsdam?“, fragte Avas 12-jähriger Bruder Mattes, während sie ihren Koffer packte. Sie würde für wenige Tage in ihre zukünftige Heimat fahren, um sich dort eine WG anzusehen.
„Weil die Uni dort gut ist und ich eben gerne dort studieren möchte.“, erklärte sie ihm zum wiederholten Mal.
Natürlich verstand sie ihre drei Geschwister, denn auch ihr fiel es nicht leicht ihre Heimat zu verlassen, um im 500 Kilometer entfernten Potsdam ihr Studium zu beginnen. Aber sie hatte sich nun einmal dafür entschieden und dazu musste sie nun auch stehen.
„Aber hier gibt’s doch auch gute Unis!“, jammerte nun auch die siebenjährige Larissa, die sich neben ihren Bruder auf Avas Bett sinken ließ.
„Ja, Larissa, die gibt es. Ich wollte aber an keine dieser Unis und ich bin glücklich mit meiner Entscheidung.“
„Weil du uns nicht lieb hast.“, kam als promte Antwort von dem kleinen Mädchen, das provokativ die Arme vor der Brust verschränkte.
„Nein, das stimmt doch nicht. Ich habe euch lieb, aber ich bin mittlerweile so alt, dass ich gerne auf eigenen Beinen stehen möchte und das kann ich hier eben nicht.“
Ava setzte sich neben ihre Schwester und zog sie in ihre Arme. Sie strich über ihre blonden Locken und ließ die Tränen, die jetzt das Gesicht der Kleinen hinuter liefen, einfach zu. In ihren eigenen Augen bildeten sich ebenfalls Tränen, doch sie blinzelte diese weg. Es war noch nicht an der Zeit zu weinen, noch hatte sie vier Wochen in der Heimat vor sich.

„Geht's wieder, Maus?“, fragte die 19-Jährige nach gut zehn Minuten und Larissa nickte nur.
„Ja. Versprichst du mir was?“
„Klar.“ Ava lächelte, als ihre kleine Schwester sich von ihre löste und ihr tief in die Augen sah.
„Du kommst uns besuchen und wir dürfen dich besuchen kommen.“
„Das ist doch selbstverständlich. Indianerehrenwort!“
Ava hielt die Finger nach oben, wie es Winnetou, der Lieblingsindianer der Familie, auch immer tat. Ihre beiden kleinen Geschwister stiegen sofort mit ein und hatten schnell wieder ein Lachen auf den Lippen.
„Ich muss mich jetzt aber wirklich fertig machen, sonst kriege ich meinen Zug nicht und das wäre eine Katastrophe.“, sprang Ava auf einmal auf, checkte noch einmal kurz ihren Koffer, ehe sie diesen schloss. Dann flitzte sie ins Wohnzimmer, sammelte dort noch einige Sachen für ihr Handgepäck ein und ging dann zurück auf ihr Zimmer.
Die Kleinen hatten sich anscheinend inzwischen verzogen und so machte sie sich daran, sich umzuziehen. Eine dunkle Jeans, das weiße T-Shirt mit dem Aufdruck „Keep calm and play on“ und ihre schwarze Lederjacke würden das Outfit für heute sein. Ihre glatten, blonden Haare, die ihr bis zum mittleren Rücken reichten, band sie in einem einfachen Pferdeschwanz zusammen. Schließlich legte sie noch ein wenig Wimperntusche auf und betrachtete sich noch einmal im Spiegel.
„Jip, so kann ich gehen!“, sagte sie zu sich selbst, packte noch Handy und Geldbeutel in ihre Handtasche, ehe sie mit Koffer in der Hand und Handtasche über der Schulter ihr Zimmer verließ.
Das Treppenhaus war zum Glück recht breit, denn bei ihrem Glück wäre sie sonst überall angeeckt.

Unten angekommen wartete ihr Vater bereits grinsend auf sie.
„Du hättest mir auch mal helfen können.“, stöhnte sie theatralisch und stellte den Koffer demonstrativ genau vor seinen Füßen ab.
„Ja ne, ist klar. Madame will verreisen und ich muss den Koffer schlüren.“, lachte er ihr entgegen, nahm dann aber den Koffer und trug ihn zum Auto.
Ava stand währenddessen im Flur und wartete auf ihre Geschwister, die sie gerade noch einmal gerufen hatte. Immerhin wollte sie sich auch vor diesem kurzen Aufenthalt in ihrer baldigen Heimat von ihnen verabschieden. Mattes und Larissa kamen sofort die Treppe hinunter gestürmt und sprangen ihr in die Arme. Die Blondine drückte ihre Geschwister an sich und wartete nun, bis auch der Kleinste der Familie bei ihr angekommen war. Nils war gerade einmal vier Jahre alt und damit geschlagene 15 ½ Jahre jünger als Ava selbst. Aber das war auch nicht wirklich verwunderlich, denn er und auch Larissa waren nur ihre Halbgeschwister.
Nach dem plötzlichen Verschwinden ihrer Mutter vor beinahe elf Jahren, hatte ihr Vater eine neue Frau kennengelernt und aus dieser Ehe waren dann die beiden Kleinsten der Familie entstanden.
Letizia, ihre Stiefmutter, mochte die 19-Jährige nicht sonderlich gerne, aber mittlerweile kamen sie beide gut miteinander aus. Es hatte auch schon Zeiten gegeben, da hatte Ava nicht einmal ein Wort mit Letizia sprechen wollen und diese hatte sich dann auch nicht bemüht, das zu ändern.

„Ava, kommst du?“, rief ihr Vater von draußen, als sie gerade Nils wieder auf den Boden setzte. Sie hatte ihn ebenfalls noch kurz geknuddelt und sich dabei natürlich auch einen Kuss geben lassen müssen. Unrecht war ihr dies aber nicht gewesen. Sie liebte ihre Geschwister über alles!
„Ja, Papa.“, antwortete sie genauso laut und wandte sich dann nochmal ihren Geschwistern zu.
„Wir sehen uns morgen Abend. Passt mir auf das Haus auf und baut nicht zu viel Scheiße. Ich hab euch lieb.“, erklärte sie noch, warf ihnen einen Handkuss zu und war dann auch schon aus der Tür.


Eine halbe Stunde nach diesem Abschied saß Ava im ICE nach Berlin. Von dort aus würde sie dann mit der S-Bahn weiter nach Potsdam fahren, wo sie dann eine kurze Fußstrecke zu ihrem kleinen Hostel für die folgende Nacht zurücklegen musste.
Insgesamt würde sie wohl fünf Stunden unterwegs sein, somit also gegen 13 Uhr in Potsdam. Sie wusste bereits, wie anstrengend ihre Fahrt werden würde, doch das kümmerte sie wenig. Mit Musik in den Ohren und einem schönen Buch konnte sie die Zeit nämlich ziemlich gut überbrücken.
Sie war gespannt auf die WG, die sie sich anschauen wollte. Es hörte sich schon einmal vielversprechend an. Insgesamt gab es wohl drei WG-Zimmer, eine gemeinsame Küche, ein Wohnzimmer und zwei kleine Badezimmer. Eines dieser Zimmer war frei geworden und das wollte Ava sich jetzt anschauen. Im Email-Verkehr und am Telefon hatte sich ihre mögliche Vermieterin schon einmal ganz freundlich angehört und sie war gespannt auf das, was sie nun tatsächlich in Potsdam erwarten würde.

Die Landschaft flog an ihrem Fenster vorbei und als Ava dann endlich in Potsdam aus der S-Bahn stieg, war sie froh, dass sie die nächste Strecke zu Fuß zurücklegen konnte.
Ihren Koffer hinter sich her ziehend, begab sie sich auf die Strecke, die sie sich im Internet bereits angeschaut hatte, um dann auch wirklich innerhalb von 15 Minuten im Hostel zu sein und nicht noch Ewigkeiten durch die Stadt zu irren.
Tatsächlich brauchte sie nur knappe 20 Minuten zu dem kleinen Hostel am Rande der Innenstadt. Es war ein schönes altes Haus mit einer Art Café unten im Eingangsbereich.
Die Blondine betrat das Gebäude und wurde sofort von einer Frau hinter dem Schalter zu sich gewunken.
„Kann ich Ihnen helfen?“, fragte sie freundlich und Ava nickte.
„Ja. Ich habe hier ein Zimmer gebucht, auf den Namen Hansen.“
„Das schaue ich doch sofort nach.“, war die Antwort der dunkelhaarigen Frau, die kaum älter sein konnte, als Ava selbst. „Ah ja, da habe ich es. Ava Sophie Hansen, richtig?“
Ava nickte nur kurz.
„Zimmernummer 21. Sie müssen in den zweiten Stock und dann einmal bis nach ganz hinten durch. Falls Sie noch etwas brauchen, melden Sie sich einfach. Ich wünsche Ihnen einen schönen Aufenthalt bei uns.“
„Danke sehr.“, verabschiedete Ava sich freundlich und sah sich noch einmal kurz um. Im vorderen Bereich des Raumes war tatsächlich ein kleines Café eingerichtet, das wohl auch Besucher anlocken sollte, die nicht die Absicht hatten, über Nacht zu bleiben. Im Allgemeinen war der Raum sehr hell und freundlich eingerichtet. Das Hostel machte schon jetzt einen guten Eindruck auf die junge Studentin.

Sie begab sich also mit samt dem Koffer über die Treppe in den zweiten Stock. Es gab zwar ebenfalls einen Aufzug, aber sie war kein wirklicher Freund dieser Dinger. Außerdem konnte sie ja wohl genauso gut die Treppe nehmen.
Das alles dauerte zwar ein wenig länger, aber nach zehn Minuten war sie dann gut in ihrem Zimmer angekommen. Es war zwar klein, aber für einen Aufenthalt alleine hatte es die perfekte Größe. Direkt gegenüber der Eingangstür befand sich eine weitere kleine Tür, die wohl in das Bad führen würde. Links von Ava stand eine kleine Kommode, auf der eine Vase mit Blumen stand und über der ein kleiner Spiegel hin. Dieser gegenüber stand ein Bett direkt unter dem Fenster, durch das man in eine Art kleinen Hinterhof blicken konnte.

Ava fühlte sich sofort wohl in diesem Zimmer, sodass sie sich erst einmal in voller Montur auf das Bett fallen ließ. Dass ihr Koffer dabei umfiel, störte sie in diesem Moment nicht. Sie brauchte jetzt einfach mal zehn Minuten, in denen sie sich von der Fahrt erholen konnte, auch wenn sie während dieser ja die meiste Zeit nur gesessen hatte.
Aber gerade das machte sie verrückt. Hätte sie nicht in einer Stunde den Besichtigungstermin gehabt, hätte sie sich jetzt in ihre Laufsachen geschmissen und wäre direkt eine Runde joggen gegangen. Dass das nicht ging, war ihr dann allerdings doch klar.
Somit rappelte sie sich nach zehn Minuten wieder auf, richtete ihre Haare ein wenig und kniete sich neben ihren Koffer. Sie drehte ihn so um, dass sie den Reißverschluss öffnen konnte und zog dann an eben diesem.
Das Erste, was ihr ins Auge stach, waren nicht etwa ihre Handtücher, die sie oben auf den Koffer gelegt hatte, sondern etwas, das sie eigentlich nicht hatte mitnehmen wollen. Das Trikot ihrer Lieblingsspielerin lag dort, ordentlich zusammengefaltet und mit einem Zettel darauf.
„Du kannst doch nicht im Ernst ohne dein Linda-Trikot nach Potsdam fahren, wenn die an dem Wochenende, wo du da bist, zu Hause spielen. Papa, Mattes, Larissa und Nils. P.S. Viel Spaß beim Spiel.“, stand darauf und sofort musste Ava schmunzeln. Das war so typisch ihre Familie.
Was sie allerdings dann entdeckte, verblüffte sie noch mehr. Sorgfältig in den geknickten Zettel gelegt, lag eine Karte für eben jenes Heimspiel.
Vor Freude sprang die 19-Jährige in die Luft und jubelte einmal laut. Sie hatte ihre Lieblingsspielerin Linda Dallmann seit ihrem Wechsel nach Potsdam noch nicht wieder live spielen sehen und es freute sie umso mehr, dass sie dies nun endlich wieder tun würde. Natürlich gab es in der Mannschaft noch andere gute Spielerinnen, doch irgendwie war sie, seit sie Linda das erste Mal hatte spielen sehen, total begeistert von ihr. Daran hatte auch der, im Übrigen völlig verständliche, Wechsel nach Potsdam nichts geändert. Außer dass Ava ihre Spiele nun halt nur noch über den Fernseher verfolgen konnte und nicht mehr jeder zweite Woche live im Stadion. Umso mehr freute sie sich, dass sie nun endlich wieder die Chance bekommen würde.

Erschrocken stellte sie auf einmal fest, dass es bereits Viertel vor drei war und sie um drei Uhr bei der WG-Besichtigung sein sollte. Hektisch suchte sie die wichtigen Sachen zusammen und war dann auch schon aus der Tür.
Das Hostel hatte sie auch innerhalb von circa drei Minuten verlassen, was ihr einen irritierten Blick der Frau am Empfangstresen eingehandelt hatte. Darum konnte sie sich allerdings nicht kümmern, denn sie wollte natürlich pünktlich am abgemachten Treffpunkt sein.
Erneut war sie froh, sich den Weg über Google Maps bereits angesehen zu haben, sodass sie innerhalb von gut zehn Minuten – zwar ein wenig abgehetzt, aber pünktlich – am Treffpunkt eintraf. Ihre potenzielle Vermieterin war noch nicht da, daher stellte Ava sich zuerst einmal ein wenig in den  Schutz des kleinen Hauseingangs. Das Wetter war zwar echt in Ordnung, aber mindestens fünf Grad kälter als in Essen, daher war ihr nun doch ein wenig kalt – vor allem nachdem sie hatte herjoggen müssen.
„Frau Hansen?“, sprach eine Frau Mitte vierzig sie dann an. Ihre dunklen, leicht grauen Haare hatte sie zu einem strengen Dutt nach hinten gebunden und auch ihr Gesicht wirkte nicht gerade freundlich. Sie hatte eine normale Figur, war also weder extrem schlank noch dick. Wenn das die Frau war, mit der Ava telefoniert hatte, hatte sie in diesen Telefonaten einen ganz anderen Eindruck gemacht, als nun optisch.
„Ja, Ava Sophie Hansen. Sie müssen Frau Hohoff sein.“, begrüßte die Blondine die Frau ihr gegenüber nun auch. Höflich streckte sie die Hand hin, die sofort von der dunkelhaarigen Frau ergriffen und geschüttelt wurde.
„Genau, Gabriele Hohoff. Sie sind pünktlich, das freut mich. Da habe ich schon ganz Anderes erlebt. Wollen wir direkt rein gehen?“
Frau Hohoff schien doch nicht so streng zu sein, wie ihr Aussehen vermuten ließ. Ava sah sie freundlich an und nickte dann. Innerlich war sie froh, dass sie es noch pünktlich geschafft hatte, wenn auch nur durch eine ungeplant sportliche Einlage. Aber das musste ihre mögliche Vermieterin ja nicht wissen!
„Dann kommen Sie mal mit. Sie brauchen gar nicht so nervös zu sein. Weder ich, noch die anderen Mieter der WG haben vor, irgendwelche unangenehmen Dinge mit Ihnen zu machen.“, versuchte die Ältere Ava nun aufzubauen, denn nun wurde sie auf einmal wieder so nervös, wie sie es selten war. Das Adrenalin vom Herjoggen war verflogen, daher hatte sie begonnen mit ihren Fingern zu spielen und das musste wohl auch der Anderen aufgefallen sein.
„Ich bin halt fremd hier in der Stadt und das ist Alles total neu für mich.“, erklärte die 19-Jährige, während sie Frau Hohoff, die eben die Haustür aufgeschlossen hatte, die Treppe nach oben folgte.
„Das ist ja auch vollkommen verständlich. Aber ich kenne meine Mieter und die sind manchmal echt ziemlich chaotisch und... Naja, sagen wir mal aufgeweckt! Ich wollte Sie nur einfach nicht ins offene Messer laufen lassen, falls da oben gleich, trotz des angekündigten Besuchs, Chaos herrscht.“
Ava winkte ab. „Chaos macht mir nichts. Ich habe drei jüngere Geschwister. Nils ist erst vier, also kenne ich mich mit aufgeweckten Menschen eigentlich ziemlich gut aus.“
„Ach, bevor wir reingehen, noch eins. Eine der drei bisherigen Mieter ist meine Nichte, also nicht wundern, wenn sie mich gleich überschwenglich begrüßen sollte.“, lachte Frau Hohoff nun und das erste Mal hatte Ava das Gefühl, ihr Äußeres würde zu ihrer Persönlichkeit passen – zumindest ein wenig mehr als vorher!

Nachdem die Essenerin kurz genickt hatte, schloss Frau Hohoff die Tür auf und schon an den vielen Schuhen im Flur konnte man erkennen, dass hier mehr als eine Frau leben musste. Soweit Ava wusste, war es sogar eine reine Frauen-WG, was ihr ein wenig entgegen kam. Mit Männern konnte sie nicht so gut!
Noch bevor sie diesen Gedanken zu Ende denken konnte, lief eine Frau an ihr vorbei, die der Vermieterin um den Hals fiel und sie laut lachend an sich drückte.
„Tante Gabi.“, quietschte sie, während auch die ältere Frau die Arme um ihre Nichte schloss. Amüsiert beobachtete Ava das Spiel und bemerkte daher gar nicht, dass noch eine weitere Person in den Flur getreten war.
„Hallo.“, begrüßte diese Ava, sodass sie aufschreckte und ruckartig herumwirbelte.
„Oh Gott. Erschrecken Sie...“ Ihr eigentlich geplanter Satz blieb der jungen Blondine im Hals stecken, als sie realisierte, wer da vor ihr stand. Ein wenig ungeniert – was durch die Überraschung nicht wirklich unverständlich war – starrte sie die Andere an.
„Och, ne Gabi... Nicht schon wieder!“, murmelte Avas Gegenüber nun und fuchtelte ihr mit der Hand vor den Augen herum.
„Das kann nicht sein! Ich muss träumen.“, sprach Ava nun mehr zu sich selbst und rieb sich einmal kurz über die Augen. Doch auch als sie diese wieder öffnete, stand noch immer die gleiche Person vor ihr – Lia Wälti.
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