Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast 

People always leave

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Koushirou "Izzy" Izumi und Tentomon Mimi Tachikawa und Palmon Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
08.04.2017
09.11.2020
23
69.706
8
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
05.09.2020 3.042
 
MILCK - Monster
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



„Hell is empty
and
all the devils
are here.“

William Shakespeare



Kyle stieg in den Aufzug des Gebäudes und drückte eine der oberen Tasten. Als die Türen sich schlossen, holte er sein Handy erneut aus seiner Hosentasche.
Hatten diese Armleuchter ernsthaft gedacht, er hätte sie nicht bemerkt? Er hatte schon von Weitem erkannt, dass Izzy und seine Freunde vor dem Eingang rumlungerten und offenbar kurz davor waren hinein zu gehen. Keine Ahnung, was sie bei Mimi wollten, aber es passte ihm nicht. Nicht jetzt, wo endlich alles nach Plan verlief. Es kotzte ihn an, dass sie ihm immer wieder dazwischenfunken wollten. Genauso wie dieser Tai.
Tai … allein, wenn er an diesen Typen dachte, sträubten sich seine Nackenhaare auf und er bekam eine unfassbare Wut.
Dachten sie eigentlich alle, er wäre bescheuert?
Dachten sie ernsthaft, er wusste nicht in jeder Sekunde, was hinter seinem Rücken ablief? Dass Tai sich heute mit Mimi im Kino getroffen hatte? Dass sie danach zusammen weggegangen waren?
Es war nicht schwer für Scott gewesen, die beiden im Blick zu behalten. Ein Kinderspiel. Aber irgendetwas musste wohl schiefgelaufen sein, sonst hätte Mimi ihn nicht angerufen.
Kyle war es ganz recht so. Vielleicht hatte sie endlich erkannt, dass nur er allein zu ihr passte. Dass nur er allein alles, wirklich ALLES von ihr wusste.
Er kannte Mimi besser als Tai es je könnte, denn er hatte mit ihr zusammen in ihre tiefsten Abgründe geblickt und sich nicht abschrecken lassen. Im Gegenteil. Es spornte ihn an, noch weiter zu gehen. Sie waren wie geschaffen füreinander. Und es wurde Zeit, dass sie das endlich erkannte. Außerdem war sie, geschäftlich gesehen, einfach eine zu gute Partie für ihn, um sie fallen zu lassen. Und dass ihre Seele momentan so zerbrechlich war, spielte ihm auf jeder erdenklichen Weise in die Hände.
Da war nur eins, was ihn immer noch wurmte und ihm im Weg stand. Oder besser gesagt: jemand.
Kyle wählte Scott’s Nummer, der sofort abhob.
„Was gibt’s?“, fragte dieser.
„Hast du ihn?“
„Ja, er hat gerade den Leihwagen zurückgebracht und ist jetzt zu Fuß unterwegs.“
Kyles Kiefer malmten vor Wut.
„Perfekt. Zieh es durch.“
„Was? Jetzt?“, erklang die Stimme seines Freundes irritiert. „Du wolltest doch noch warten, bis …“
„Das ist mir scheißegal!“, schrie er ihn durchs Telefon an. Scott verstummte sofort. „Diese Kröten haben mich lange genug geärgert. Es wird Zeit, dass wir ihnen eine letzte Botschaft zukommen lassen. Damit sie endlich kapieren, dass man sich mit mir nicht anlegt.“
Dass Izzy und seine Freunde eben vor Mimis Apartment rumlungerten und dass Tai den ganzen Tag mit Mimi im Kino verbracht und dort wer weiß was mit ihr getrieben hatte, machte ihn fuchsteufelswild. Es machte ihn rasend.
Es war ihm scheißegal, ob er sich gerade an die Abmachung mit Izzy hielt oder nicht.
Dies war sein Spiel, seine Regeln!
Kyle verstaute das Handy zurück in seiner Hosentasche und atmete tief durch, um sich selbst zu beruhigen.
Scheiß auf Tai!
Scheiß auf alle!
Dieser Dreckskerl würde es bald bereuen, überhaupt nach New York gekommen zu sein …

***


Als Kyle das Apartment betrat, war es dunkel und still.
„Mimi?“
Keine Antwort.
Er ging nach oben, wo er sie vermutete.
„Mimi?“, rief er erneut, aber wieder bekam er keine Antwort.
Eine Zimmertür war leicht geöffnet und er betrat den halbdunklen Raum. Er kannte dieses Zimmer. Und wenn diese Tür offenstand, hieß das meistens nichts Gutes.
Mit dem Fuß stieß er gegen was Hartem, was nun ein Stück weit wegrollte. Er bückte sich danach, um es aufzuheben. Es war eine halb gefüllte Wodka Flasche.
Kyle seufzte und stellte sie zurück auf den Boden. Dann hörte er ein Rascheln, das aus Richtung des Bettes kam.
Kyle ging hinüber zum Bett und dann in die Hocke. Er legte seinen Kopf schief, um besser drunter sehen zu können.
„Was machst du denn da, Babe?“
„Ssscht“, machte Mimi, die unter dem Bett auf dem Bauch lag und einen Zeigefinger an die Lippen legte.
„Er soll nicht merken, dass ich da bin.“
Oh man. Es war mal wieder soweit. Sie hatte einen ihrer Anfälle.
„Schon klar“, entgegnete Kyle. „Aber du kannst jetzt da raus kommen.“
Mimi schüttelte energisch den Kopf, die Augen weit aufgerissen, die Mascara verlaufen. Offenbar hatte sie geweint und sich dann so sehr in die Sache reingesteigert, dass sich ihr Verstand verabschiedete. Der Alkohol hatte sein Übriges getan. Es war nicht das erste Mal, dass Kyle sie so vorfand.
„Ich beobachte ihn“, flüsterte Mimi geheimnisvoll. Ohne auch nur ein mal zu blinzeln, starrte sie an die zahlreichen Fotos an der Wand gegenüber.
Kyle warf einen kurzen Blick dort hin.
„Das kannst du ja gerne machen, aber würdest du bitte da raus kommen?“, sagte er. „Keine Sorge, er wird dich nicht sehen, das verspreche ich dir.“
Er hielt Mimi eine Hand entgegen. Die Brünette überlegte eine Weile angestrengt.
„Komm schon, Babe. Ich habe eine Überraschung für dich mitgebracht“, säuselte er, woraufhin Mimi interessiert den Kopf anhob.
„Eine Überraschung?“
„Jap. Alles, was du dafür tun musst, ist unter dem Bett vorzukommen.“
„Tai hatte auch eine Überraschung für mich“, sagte sie und fing an wie besessen auf ihren Nägeln zu kauen, während Kyle die Augen verdrehte.
Mein Gott … sie war gerade so weit weg, dass sie nicht ein mal merkte, dass sie ihm gerade von ihrer Verabredung mit diesem Mistkerl erzählte.
„Aber die war nicht so toll …“, fügte Mimi noch hinzu und verzog das Gesicht.
„Ich weiß“, entgegnete Kyle und versuchte ruhig zu bleiben. „Meine Überraschung ist besser, das verspreche ich dir.“
Mimi zögerte immer noch, doch als Kyle seine Hand noch etwas weiter nach ihr ausstreckte und sie aufmunternd anlächelte, gab sie sich geschlagen. Sie griff nach seiner Hand und ließ sich von ihm helfen, unter dem Bett hervorzukommen.
„Na, siehst du, geht doch“, sagte er zufrieden, als sie nur in Unterwäsche bekleidet und mit zerzausten Haaren vor ihm stand. „Du hast ganz schön viel Wodka getrunken, was?“
„Habe ich?“, sagte Mimi nur verwirrt.
Kyle nickte und griff um ihre Taille, um sie zu sich zu ziehen. Er bettete ihren Kopf auf seine Schulter und streichelte ihr übers Haar.
„Was hältst du von einer warmen Dusche?“
Mimi nickte zaghaft. Sie verließen das Zimmer und Kyle schloss die Tür hinter sich. Er führte sie ins Bad, wo er das Wasser aufdrehte.
Mimi stand vor dem Spiegel, die Hände auf die Armaturen gestützt und sah sich selbst aus traurigen Augen an. Was für ein bemitleidenswerter Anblick.
Kyle ging zu ihr, stellte sich hinter sie und strich ihr über beide Arme.
„Ich habe dir doch schon oft gesagt, du sollst die Finger von dem Alkohol lassen. Der macht alles nur noch schlimmer. Aber du hast Glück. Ich habe was dabei, was es wieder besser macht.“
Er griff in die Tasche seiner Jeans und holte ein Tütchen mit weißem Pulver hervor.
„Was ist das?“, fragte Mimi geistesabwesend.
„Deine Überraschung. Das wird dir helfen, wieder klar zu sehen.“
Kyle schob Mimi etwas zur Seite, um das Crystal Meth auf die Armatur zu schütten. Dann holte er seine Kreditkarte hervor, um den Haufen in zwei gleiche Bahnen aufzuteilen. Eine seiner leichtesten Übungen. Er wusste, dass Mimi sonst total gegen dieses Zeug war und nicht nur ein mal hatten sie deshalb bitterböse gestritten. Aber er wusste auch, dass es ihr half, wieder klar zu kommen, besonders wenn sie einen dieser Anfälle hatte und ihr Verstand sich ausklinkte. Denn genau das war der Vorteil von diesem Zeug – es schüttete massenhaft an Glückshormonen aus und half ihr dabei, sich gedanklich wieder zu fokussieren. Außerdem unterdrückte es schlechte Gefühle, wie Angst. Also genau das, was Mimi jetzt brauchte.
„Nach dir“, sagte er und hielt ihr ein Röhrchen hin, welches er ebenfalls aus seiner Tasche hervorholte.
Mimi wehrte sich nicht dagegen, denn auch sie wusste, dass sie es gerade brauchte. Sie beugte sich nach vorne und setzte an, um die Bahn wegzuziehen. Kyle tat es ihr gleich. Danach stellte er sich wieder hinter sie und öffnete ihren BH, um ihn ihr von den Schultern zu streifen. Seine Finger glitten unter den Bund ihres Slips. Er zog ihn ihr aus und ließ ihn auf dem Boden liegen, während Mimi in die Dusche stieg.
Er sah ihr dabei zu, wie das Wasser ihre Haare vollständig durchnässte und sie sich mit den Händen übers Gesicht rieb.
Dass er der Einzige war, der ihr in solchen Situationen beistehen konnte, war ihm durchaus bewusst. Dieser Tai hatte keine Ahnung, was sie bereits gemeinsam zusammen durchgemacht hatten. Und allein deshalb würde er ihm niemals das Wasser reichen können. Mochte ja sein, dass er und Mimi eine gemeinsame Vergangenheit hatten.
Aber das hatten sie auch. Und das wog mehr als alles, was Tai mit ihr erlebt hatte.
Nach ein paar Minuten, zog er sein schwarzes Shirt über den Kopf und warf es auf den Boden. Er knöpfte seine Jeans auf und ließ sie zusammen mit der Boxer Short nach unten gleiten.
Dann stieg er mit zu Mimi unter die Dusche, die mit dem Rücken zu ihm stand. Er legte beide Arme um ihre Taille und schmiegte sich an sie.
Trotz des heißen Wassers stieg ihm ihr betörender Duft in die Nase, als er sein Gesicht in ihre Halsbeuge drückte. Das und das Gefühl ihrer Haut an seiner, reichten aus, um ihn hart werden zu lassen.
Verdammt noch mal! Wieso reagierte sein Körper so instinktiv intensiv auf dieses Mädchen? Er kannte keine Andere, bei der es so heftig war. Sobald er sie spürte und ihren Duft roch, war es stets vorbei mit seiner Selbstbeherrschung.
„Fühlst du dich schon besser?“, flüsterte er an ihrem Hals. Mimi nickte.
„Ja … danke.“ Diesmal klangen ihre Worte deutlich klarer. Die Droge hatte seine Wirkung bestens entfaltet.
„Gut“, entgegnete Kyle und hauchte einen Kuss in ihre Halsbeuge.
Dann drehte er sie in seinen Armen zu sich herum, sodass sie ihn ansehen musste.
Ihre Augen waren nicht mehr von der Mascara verschmiert, aber immer noch traurig.
Mit dem Zeigefinger hob er ihr Kinn an.
„Es war gut, dass du mich angerufen hast.“
Mimi nickte wieder.
„Ich wusste nicht, wen ich sonst …“ Ihre Stimme drohte zu brechen, also nahm er sie schnell in die Arme.
„Ich weiß, Babe. Niemand versteht dich so gut, wie ich.“
Kyles Hände glitten ihren Rücken hinab, bis hin zu ihrem Po. Er umfasste ihn mit beiden Händen und presste sie noch enger an sich. Mimi hob den Kopf und sah ihn an.
„Lass mich dir helfen, damit du dich wieder besser fühlst“, raunte er ihr entgegen. Er konnte deutlich sehen, dass etwas in ihren Augen auf funkelte. Das hatte sich zum Glück noch nicht verändert. Diese körperliche Anziehungskraft, die sie aufeinander hatten. Sexuell gesehen, waren sie wie zwei Magnete. Wenn sie aufeinandertrafen, entfachte ein Feuer, an denen sich viele andere bereits die Finger verbrannt hätten. Aber nicht sie. Er wusste, er konnte Mimi das geben, was sie brauchte und er wusste, dass sie es genoss – jedes Mal.
Er beugte sich ihr entgegen, um sie zu küssen.
Fordernd.
Intensiv.
Mimi wehrte sich nicht dagegen, im Gegenteil. Sie presste ihren nackten Körper noch enger an ihn, was ihn noch geiler machte. Sie wollte es. Genauso wie er.
Während das warme Wasser auf sie niederprasselte, drängte er sie zurück gegen die Duschwand, wo er sie weiter leidenschaftlich küsste. Seine Zunge drang in ihren Mund und spielte mit ihrer, woraufhin Mimis Atemzüge immer kürzer wurden. Mit der einen Hand umfasste er ihre Brust und knetete sie, während er sie mit der anderen hochhob, sodass sie ihre Beine um ihn schlingen konnte. Mimi seufzte genussvoll in den Kuss hinein, als er sich ihr entgegen presste. Er küsste ihre Lippen, ihren Hals, umkreiste langsam mit dem Finger ihren Nippel, denn er wusste, dass sie das wahnsinnig machte. Unter jeden seiner Berührungen begann sie zu erschaudern.
Sie stöhnte seinen Namen.
Nicht Tai‘s.
Seinen!
„Kyle …“
Sie wollte ihn.
Nicht Tai.
Nur ihn.
Was für ein Gefühl!
Zu wissen, dass sie nur ihm allein gehörte, machte ihn unglaublich heiß.
Gott, er würde es keine Sekunde länger aushalten, nicht in ihr zu sein.
Er spürte, wie sie sich immer mehr fallen ließ, sich ihm immer weiter hingab. Die Drogen, die sie beide genommen hatten, steigerte ihre Lust ins Unermessliche.
Mimi schlang ihre Beine noch fester um ihn, um ihm zu zeigen, dass sie nicht mehr warten konnte.
Ein lautes Stöhnen drang aus ihrer Kehle und sie warf den Kopf in den Nacken, als er mit einem harten Stoß in sie eindrang.
Sie so intensiv zu spüren, ihre Wärme, ihre Haut auf seiner, als wären sie eins, ließ Funken in seinem Kopf sprühen. Es trieb ihn schier in den Wahnsinn, sie so zu nehmen. Dieses Mädchen ließ ihn jegliche Selbstbeherrschung verlieren.
Sie machte ihn verrückt.
Sie zu vögeln war schon immer das Beste an ihrer Beziehung gewesen. Keine andere schaffte es, ihn so heiß zu machen, wie Mimi.
Sie war Kryptonit für seine Sinne.
Er küsste sie so verlangend, dass ihr für einen kurzen Moment die Luft wegblieb. Mimis lange Fingernägel kratzten über seinen Rücken, während er mit der einen Hand ihren Po festhielt und sich mit der anderen an der Duschwand neben ihrem Kopf abstützte.
Ihre Haare klebten an ihrem Körper und sie hatte die Augen geschlossen, während sie jeden einzelnen Stoß von ihm hinausstöhnte. Der Gedanke, dass sie sich ihm voll und ganz hingab, spornte ihn noch mehr an. Jedes Mal, wenn er hart in sie hineinstieß, sollte sie spüren, dass sie nur ihm gehörte.
Niemals würde er sie mit Tai teilen. NIEMALS!
Keuchend bewegten sie sich im selben Rhythmus und Mimi seufzte lustvoll seinen Namen, als sie dem Höhepunkt näherkam. Ihr Körper erbebte und er konnte fühlen, wie sie sich eng um ihn zusammenzog, was ihm den absoluten Rest gab. Er ballte die Hand, mit der er sich abstützte zur Faust.
„Fuck!“, keuchte er auf und warf den Kopf in den Nacken. Das war zu gut, um wahr zu sein.
Ein letzter, harter Stoß und er kam, direkt in ihr. Seine Gedanken explodierten und es flimmerte vor seinen Augen, als Mimi sein Gesicht in beide Hände nahm und sein Keuchen mit einem Kuss erstickte.
Sanft biss sie in seine Lippe, damit er wieder runterkam.
Schließlich hielten beide schwer atmend und am ganzen Körper zitternd in ihrer Bewegung inne. Seine Stirn sank gegen ihre.
„Was machst du nur mit mir?“, raunte er grinsend. „Das war der absolute Wahnsinn.“
„Oh ja, das war es“, erwiderte Mimi und hob den Kopf an. Ihre Augen brannten vor Verlangen und es spiegelte sich so vieles darin wieder, was vorher nicht da gewesen war. Die Lust und die unglaublich vielen Glückshormone, die durch den Sex und die Drogen ausgeschüttet wurden, benebelten ihre Sinne. Aber diesmal auf eine andere Art und Weise – auf eine Gute.
Es war so berauschend.
„Ich will mehr davon“, säuselte sie breit grinsend und schien völlig beflügelt. Erneut presste sie ihre Lippen fordernd auf seine und ließ nicht zu, dass er sich aus ihr zurückzog.
Kyle erwiderte den Kuss, doch Mimi wurde immer drängender. Sie spielte mit seiner Zunge und biss ihm genussvoll in die Lippe, was ihm ein tiefes Seufzen entlockte. Sie wusste genau, wie sie ihn am besten reizte. Es brauchte nicht viel von ihren Berührungen und ihren Küssen, um wieder hart zu werden, während er immer noch in ihr steckte. Mimi spürte dies und bewegte sich instinktiv ihm entgegen.
„Brauchst du keine Pause?“
„Nein“, hauchte die Brünette an seinen Lippen. „Ich brauche etwas anderes. Etwas, das mich vergessen lässt.“
Kein Problem. Wenn es sein musste, würde er ihr ihr verdammtes Gehirn raus vögeln.
„Kannst du haben, Babe“, grinste er. „Aber nicht hier.“
Nun packte er sie mit beiden Händen und trug sie aus der Dusche. Das Wasser tropfte von ihren nassen Körpern und hinterließ kleine Pfützen auf dem Fußboden. Doch das schien Mimi nicht weiter zu stören. Gierig küsste sie ihn weiter, während er sie rüber ins Schlafzimmer trug.
Behutsam legte er sie aufs Bett und beugte sich über sie, um sie anzusehen.
„Weißt du noch, warum du mich vorhin angerufen hast?“
„Ja“, antwortet Mimi knapp, während er ihren Hals küsste.
„Willst du es wirklich tun?“, fragte Kyle sie und wanderte weiter nach unten, strich mit den Lippen sanft über ihre Brüste und ihren Bauch.
„Ja.“
Mimi stöhnte auf, als er weiter nach unten glitt und mit seiner Zunge kurz über ihre empfindliche Stelle fuhr. Vor Begierde wand sie sich unter ihm und vergrub die Finger in seinen Haaren.
„Du willst ihn also wirklich umbringen?“, flüsterte er, während er weiter ihre Klitoris liebkoste.
„Ja.“
Kyle hielt in seiner Bewegung inne und hob den Kopf.
Sie sah ihm direkt in die Augen. Ihr Blick war klar und entschlossen. Grinsend rutschte er zurück nach oben. Er strich ihr eine der nassen Haarsträhnen aus dem Gesicht.
„Hast du keine Angst, dass es dich zerstören wird?“
Gespannt wartete er ihre Antwort ab. Sie hatten diesen Plan schon lange geschmiedet, der aus einer verrückten Idee heraus entstanden war – in ihrer schlimmsten Stunde.
Jemand musste dafür bezahlen, für alles.
Daryl Watkins musste sterben.
Doch bis jetzt war Mimi immer entschieden dagegen gewesen, diesen letzten Schritt zu gehen.
„Es kann mich nicht zerstören, denn das ist längst passiert. Ich habe keine Angst, weil ich nichts mehr spüre. Da ist einfach … nichts mehr in mir. Gar nichts. Das Einzige, was ich jetzt noch will ist, dass dieser Scheißkerl seine gerechte Strafe erhält. Er soll bluten für das, was er mir angetan hat. Ich bin bereit, Kyle. Ich will es.“
Nie hätte er gedacht, diese Worte aus ihrem Mund zu hören.
Doch es fiel nicht schwer, zu erkennen, dass sie so langsam an die Grenze des Erträglichen kam.
Tais Auftauchen hatte für Mimi alles nur noch schlimmer gemacht, nicht besser, da war sich Kyle sicher. Das musste ein Ende haben. Daryl musste dafür büßen, was er Mimi angetan hatte. Und danach würde er sich um Tai kümmern.
Ein teuflisches Grinsen umspielte seine Lippen, während er auf sie hinabblickte, nur Zentimeter von ihrem Gesicht entfernt.
Ihr Blick war unverändert.
Entschlossen.
Hart.
Kalt.
„Dann lass es uns tun“, raunte er ihr grinsend entgegen und besiegelte dieses Bündnis mit einem Kuss.
Endlich bekam ein Jeder, was er verdiente.
Und wenn es vollbracht war … wenn es endlich getan war, würde sie nichts und niemand mehr voneinander trennen können.
Denn nichts verband zwei Menschen mehr als der Tod.
Review schreiben
 Schriftgröße  Schriftart  Ausrichtung  Zeilenabstand  Zeilenbreite  Kontrast