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People always leave

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Koushirou "Izzy" Izumi und Tentomon Mimi Tachikawa und Palmon Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
08.04.2017
09.11.2020
23
69.706
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20.07.2017 2.855
 
Tai ging einige Schritte auf sie zu, blieb vor ihr stehen und sah ihr in die Augen. „Natürlich kann ich bleiben“, lächelte er. Ihr Herz schlug höher. Sie wusste, sie hatte dieses Lächeln vermisst. Sie hatte sich nach diesem Lächeln gesehnt. Und doch wusste sie auch, dass dieses Lächeln ihr endgültiger Untergang sein konnte…
Zaghaft lächelte sie ihn an. Ob es ihm genauso ging?
„Zeigst du mir jetzt dein Zimmer?“, fragte Tai keck und Mimi grinste. Er hatte sich nicht verändert. Sie ging mit ihm nach oben. „In dem oberen Teil des Apartments befinden sich die Schlafräume.“ Tai sah sich gespannt um. „Ich kann verstehen, dass du dich hier einsam fühlst. Es ist viel zu groß für dich allein.“ Mimi zuckte mit den Schultern. Dabei hatte er mehr als recht. Es war einsam. Verdammt einsam.
Die erste Tür, die sich rechts befand, stand offen. Tai wollte sie durchqueren, doch Mimi stellte sich ihm in den Weg. „Das nicht.“
„Oh, ich dachte… die Tür stand offen“, sagte er und ging einen Schritt zurück.
„Nein“, sagte Mimi leise und schloss die Tür hinter sich. „Mein Zimmer ist da hinten, am Ende des Flurs.“
„Achso, okay“, meinte Tai beiläufig und ging weiter. Mimi öffnete die Tür für sie und die beiden traten ein. Sie knipste eine Nachttischlampe an.
Tai sah sich um. „Es sieht so anders aus, als dein Zimmer in Japan“, stellte er fest. Mimi lächelte und schlug die Bettdecke zurück, die fein säuberlich gefaltet war.
„Es sieht so…“
„Erwachsen aus?“, beendete sie seinen Satz und lächelte ihn traurig an. Auch damit hatte er recht. Tai nickte.
Mimi warf einige Kissen und eine Decke auf den Fußboden. Erst jetzt fiel ihr auf, dass das Bett eigentlich groß genug für beide war. Schließlich schlief sie mit Alison auch immer in einem Bett, wenn sie hier übernachtete. Und früher hatte sie auch mit Tai in einem Bett geschlafen.
Sie seufzte, bei dem Gedanken daran, wie sie früher einfach am liebsten Tagelang im Bett liegen geblieben wären. Ein wohliges Gefühl machte sich in ihrer Magengegend breit.
„Hast du was?“, fragte Tai und riss sie somit aus ihren Gedanken. Niemals durfte sie diese Gedanken wieder zulassen. Sie musste einfach an etwas anderes denken.
Sie schüttelte den Kopf und versuchte sich zu beruhigen. „Nein, alles gut. Es macht dir doch nichts aus, auf dem Fußboden zu schlafen oder?“
Tai grinste, schmiss sich in die Kissen und verschränkte die Arme hinter den Kopf. „Nein, ich denke nicht.“
„Gut“, lächelte Mimi und strich sich eine Haarsträhne hinters Ohr. „Ich werd mich kurz umziehen. Vielleicht schreibst du Izzy eine Nachricht, dass du heute nicht nach Hause kommst. Sonst macht er sich noch Sorgen.“
„Er ist doch nicht meine Mutter.“
Mimi warf Tai einen vielsagenden Blick zu, woraufhin dieser stöhnte und das Handy aus seiner Hosentasche rausholte.
Übernachte heute woanders. Bis morgen.

„Absenden. Zufrieden?“
Die Brünette nickte und lächelte zustimmend, ehe sie ins Bad verschwand. Sie schloss die Tür hinter sich, lehnte sich dagegen und atmete tief durch. Unfassbar, wie durcheinander sie innerlich war. Und dass nur durch seine bloße Anwesenheit.
„Gott, ich muss mich zusammenreißen!“, ermahnte sie sich selbst, wusste jedoch gleichzeitig, dass das eine große Herausforderung war. Aber egal. Gleich würden sie beide schlafen und im Schlaf kann man schließlich nicht denken. Nur träumen.
Vor diesen Träumen fürchtete sie sich jetzt schon…
Vielleicht wäre es besser gewesen, wenn sie Alison gebeten hätte, bei ihr zu übernachten. Doch sie konnte sie nicht ständig rufen, wenn sie sich mies fühlte. Sie war ihre Freundin, nicht ihre Babysitterin. Wahrscheinlich war es ihr sogar schon lästig, ständig bei ihr zu übernachten, wenn Kyle keine Zeit hatte.
Mimi putzte sich die Zähne und wusch sich das Gesicht mit kaltem Wasser.
Und jetzt?
Sie betrachtete sich im Spiegel. Früher hatte sie sich keine Gedanken darübergemacht, wie Tai sie sah. Sie zog sich bis auf die Unterwäsche aus und kämmte sich die Haare. Es folgte ein Blick der Skepsis.
„Nein, das geht so nicht“, fluchte sie und band sich die Haare zu einem Zopf. Sie sah sich im Bad um. Keine Nachtwäsche hier.
„Mist!“
Eilig sammelte sie das Shirt auf, welches sie eben ausgezogen hatte, und zog es sich jetzt wieder über. Dann ging sie zur Tür, legte die Hand auf den Türknauf und drehte wieder um. Stand wieder vor dem Spiegel und öffnete ihre Haare. Doch viel besser so. Ehe sie es sich wieder anders überlegen konnte, löschte sie kurzerhand das Licht und ging wieder in ihr Zimmer. Sie huschte an Tai vorbei, dessen Blicke ihr still folgten, schlüpfte ins Bett und knipste die Nachttischlampe aus.
Sie hörte, wie Tai schmunzelte. Zum Glück konnte er nicht sehen, wie rot sie gerade geworden war. Wie kindisch. Es war doch nicht das erste Mal, dass sie nebeneinander schliefen. Oder dass er sie so gesehen hatte. Beschämt schlug sie sich die Hand vors Gesicht, woraufhin Tai anfing zu lachen.
„Was ist?“, fragte sie wütend und drehte sich zu ihm rum. Sie stützte sich auf den Ellenbogen und sah ihn an. Sein Grinsen war selbst in der Dunkelheit unverkennbar.
„Nichts“, lachte er. „Warum warst du so lang im Bad? Was hast du da gemacht?“
Mimi zog beleidigt die Unterlippe nach oben. „Ich war überhaupt nicht lang im Bad. Und außerdem fragt man ein Mädchen nicht danach, was sie im Bad gemacht hat.“
Tai richtete sich auf, so dass sein Gesicht ihrem ziemlich nah war.
„Ach, nicht?“
Mimi schnaubte und ließ sich auf den Rücken fallen. „Du hast keine Manieren. Wie immer.“
Der Student lachte und legte sich ebenfalls wieder hin.
Nach einer Weile der Stille drehte Mimi sich erneut auf die Seite. Seine Anwesenheit verunsicherte sie so sehr, dass sie kein Auge zubekam.
„Ich kann nicht schlafen“, stöhnte sie und ließ einen Arm am Bett runter hängen.
„Mache ich dich wieder nervös?“
„Unglaublich, wie selbstverliebt du bist.“
„Ich geb mein Bestes.“
Mimi stöhnte innerlich auf. Das half ihr auch nicht beim Einschlafen.
„Warum kannst du denn nicht schlafen?“, fragte Tai plötzlich leise und begann vorsichtig mit den Fingerspitzen ihren Arm zu streicheln. Kurz zuckte sie zurück, doch dann ließ sie es zu. So eine winzig kleine Geste und doch war es genau das, was ihr fehlte. Zuwendung.
„Ich weiß nicht“, log sie. Tai fuhr mit seinen Fingern langsam ihren Arm nach oben und wieder nach unten. Ein angenehmer Schauer legte sich auf ihre Haut.
„Was machst du denn sonst, wenn du nicht schlafen kannst?“
Seine Stimme war so unglaublich beruhigend. Es tat wirklich gut ihn hier zu haben. Auch, wenn sie sich das nicht eingestehen wollte.
„Nichts“, sagte sie leise. „Ich bin einfach wach. Einfach nur wach.“
Seine Fingerspitzen berührten so sanft ihre Haut, dass sie anfing zu kribbeln.
„Manchmal…“, kicherte Mimi plötzlich. „…kuscheln wir auch. Dann fühl ich mich besser.“
Als keine Antwort kam, fiel Mimi auf, wie taktlos das eben von ihr war. „Ich meine Alison“, fügte sie daher schnell noch hintenan. Tai lachte auf. „Du kuschelst mit Alison?“
„Ja, was ist daran so verwerflich?“, fragte Mimi beleidigt.
„Was ist mit Kyle?“
„Nein“, antwortete sie bedrückt. „So was ist nichts für uns.“
„Für euch oder für ihn?“
Mimi verzog das Gesicht. „Für uns!“, betonte sie noch einmal bissig, doch ehe sie sich versah, packte Tai sie am Arm und zog sie vom Bett. Ihr entfuhr ein kurzer Schrei, als sie bäuchlings direkt auf ihm landete. „Hey, was soll das?“, schimpfte sie und sah ihn vorwurfsvoll an. Sein Grinsen war nicht zu übersehen.
„Siehst du. Du kuschelst doch gern“, entgegnete er süffisant. Sie sah ihn irritiert an, während ihre Gesichter sich nun so nah waren, dass sie seinen Atem hören konnte. Dass sie fühlen konnte, wie er langsam Luft holte. So nah, dass ihr Herz anfing zu rasen. Sie musste an den Kuss denken, der so bittersüß geschmeckt hatte, dass es ihr völlig die Sinne vernebelte. Allein bei dem Gedanken daran, ihn noch einmal zu küssen, beschleunigte sich ihre Atmung. Sie wurde nervös. Denn sie wusste ganz genau, dass es niemals gut enden konnte, wenn sie sich so nah waren, wie eben.
Sie spürte seine Hände an ihrem Rücken. Wie er sie festhielt. Wie seine Fingerspitzen langsam nach oben wanderten, bis in ihren Nacken. Allein diese Berührung verursachte ein so starkes Kribbeln in ihrer Magengegend, dass sie Mühe hatte sich zusammenzureißen. Wie sollte das je gut ausgehen?
Sie fuhr mit der Hand vorsichtig über seine Wange, sah durch die Dunkelheit in seine viel zu braunen Augen. Ihr Puls beschleunigte sich und sie atmete unruhig ein und aus. Sie schaffte es nicht. Sie schaffte es einfach nicht, ihre Gefühle unter Kontrolle zu halten. Sein Griff verfestigte sich und drückte sie so noch enger an sich.
Das genügte. Es war einfach zu viel. Nie im Leben hätte sie dieser Versuchung noch länger standhalten können. So stark war sie nicht. Dafür war das Verlangen umso stärker.
Ohne darüber nachzudenken, welche Konsequenzen es haben könnte, beugte sie sich zu ihm hinunter und küsste ihn – das zweite Mal an diesem Abend. Innerlich verfluchte sie sich dafür, dass sie so schwach war. Doch dieser Kuss fühlte sich so unglaublich gut an, dass es ihr sämtliche Sinne raubte. Er nahm ihr förmlich den Verstand. So, dass sie nur noch auf ihr Herz hörte. Und ihr Herz wusste, was es wollte.
Er erwiderte den Kuss – das zweite Mal an diesem Abend. Dieser Kuss machte sie wahnsinnig. ER machte sie wahnsinnig! Ihre Lippen ließen nicht voneinander ab, nicht einmal um Luft zu holen. Dieser Kuss schmeckte nach Sehnsucht und unerfülltem Verlangen, welches inzwischen so groß war, dass Mimi die schwache Stimme der Vernunft gänzlich beiseite warf.
Sie ließ kurz von ihm ab, richtete sich auf und zog sich das Shirt über den Kopf, nur um sich gleich wieder zu ihm hinab zu beugen und ihn erneut zu küssen. Seine Hände fuhren über ihren Rücken, was sie augenblicklich erschaudern ließ. Kaum auszudrücken, wie ihr dieses Gefühl gefehlt hatte.
Plötzlich packte Tai sie mit beiden Händen an der Hüfte, hob sie leicht an und drehte sie mit einem Ruck um. Er drückte sie in die Kissen, küsste sie, verschränkte seine Finger mit ihren. Plötzlich war es wie früher. Als wäre nie etwas zwischen ihnen geschehen. Als wären sie nie getrennt gewesen. Sie drückte sich ihm lustvoll entgegen, während sie ihre Finger von ihm löste und mit den Händen seinen Rücken hinab strich. Sie hatte ihn so schmerzlich vermisst und es gab nichts, was sie in diesem Moment mehr wollte, als ihn zu spüren. Sie fuhr unter sein Shirt, wollte es ihm ausziehen. Abrupt löste sich Tai von ihr und sah sie an.
„Was ist?“, keuchte sie und verstand nicht, warum er aufhörte. Sie wollte ihn wieder küssen, doch er richtete sich leicht auf und schuf somit Abstand zwischen ihnen. Er stützte sich auf seine Hände ab, während Mimi einfach nur dalag und ihn irritiert ansah. Was hatte er denn so plötzlich? Es gefiel ihr nicht, wie er sie ansah. Da war er wieder, dieser Blick. Warum sah er sie so an? Wollte er es denn nicht auch? Sich wieder mit ihr verbunden fühlen?
„Mimi, i-ich…“, stammelte er unsicher und wich ihrem Blick aus.
„Ist schon okay, Tai“, sagte sie einfühlsam, immer noch überwältigt von ihren eigenen Gefühlen und legte eine Hand in seinen Nacken. Sie wollte ihn wieder zu sich ziehen, doch er rührte sich keinen Zentimeter.
„Was hast du denn?“, fragte sie beinahe schon beleidigt. Wies er sie hier etwa gerade zurück? Nachdem er sie ebenso leidenschaftlich geküsst hatte wie sie ihn?
Entschlossen sah er ihr in die Augen. „Ich bin nicht hierhergekommen, um mit dir zu schlafen.“
Völlig perplex sah sie ihn an. Das hatte sie nicht erwartet. Was taten sie hier eigentlich? Wenn es nicht darauf hinaus lief…?
„Warum bist du dann hier?“, fragte sie ihn schroff. Sie fühlte sich gekränkt. Zurückgewiesen. Ihr Hochgefühl, welches sie eben noch hatte, wich dem tiefen Loch, dass sie schon kannte. Für einen kurzen Moment hatte er es geschafft, dieses Loch zu füllen. Und sie hatte es zugelassen, dass er das tat.
Wie dumm von ihr.
Stirnrunzelnd sah er sie an. „Tut mir leid. Ich wusste nicht, dass du…“
„Was?“, sagte sie zornig und kroch unter ihm hindurch, um sich eilig ihr Shirt überzustreifen. „Dass ich es darauf anlege mit dir zu schlafen? Tue ich nicht, mach dir da mal keine Sorgen.“ Sie sprang zurück in ihr Bett, legte sich hin und wandte ihm den Rücken zu. „Wenn sich hier jemand entschuldigen muss, dann bin ich es. Tut mir leid, dass ich zu weit gegangen bin, ich dachte nur…“ Ihre Stimme brach und eine Träne bahnte sich ihren Weg über ihre Wange. Sie wischte sie schnell weg. Er sollte nicht bemerken, wie verletzt sie war. Dass er sie gerade zurückgewiesen hatte, war so ziemlich das Schlimmste, was sie in den letzten Wochen erfahren hatte. Kyle hätte sie niemals zurückgewiesen. Niemals. Aber genau da lag der Unterschied zwischen den beiden. Kyle war niemand, der groß nachdachte, bevor er etwas tat. Niemand, der sich um Gefühle scherte. Es wäre ihm egal gewesen, wie Mimi sich danach gefühlt hätte. Tai war viel besonnener, auch als sie. Er besaß die Standhaftigkeit, die sie nie besaß. Viel zu oft ließ sie sich von ihren Gefühlen leiten, entschied meistens aus einer Intuition heraus, so wie eben. Es fiel ihr schwer, aber sie musste sich eingestehen, dass das eben ein Fehler war so weit zu gehen, sich wieder einmal hinreißen zu lassen, zu etwas, was ihr am Ende doch nur leidgetan hätte. Ob Tai das auch wusste?
Plötzlich spürte sie, wie er sich hinter sie legte und seinen Arm um sie legte.
„Es ist okay, Mimi.“
Sie zuckte zurück. War es das?
Sie schüttelte den Kopf. „Tut mir leid, dass ich so zu dir bin.“
„Entschuldige dich nie wieder dafür, wie du bist!“, flüsterte er und umarmte sie noch fester. Sie drückte ihren Kopf ins Kissen und fing an zu weinen. Wie machte er das nur? Wie konnte er so großherzig sein, obwohl sie ihn seit seiner Ankunft nur von oben herab behandelt hatte? Es war fast wie früher. Er wich nicht von ihrer Seite, auch nicht, wenn sie es wollte. Und diesmal ließ sie es zu.

***


Unfassbar, dass sie nicht zu ihm gekommen war. Sie war einfach nach Hause gegangen, ohne ihm ein Wort davon zu sagen. Kyle war davon ausgegangen, dass Mimi bei ihm zu Hause auf ihn warten würde. Doch als er später nach der Party dort ankam, war keine Spur von ihr. Ein paar Mal schon hatte er versucht sie zu erreichen, doch sie hob nicht ab. Reagierte auch auf keine SMS. Ihn beschlich das ungute Gefühl, dass er diesmal zu weit gegangen war. Er hatte keine Ahnung, was sich gestern zwischen Mimi und diesem Tai abgespielt hatte, doch so was hatte sie noch nie getan. Er konnte sich nicht daran erinnern, wann Mimi das letzte Mal eine Nacht alleine verbracht hatte. Und er wusste definitiv, dass Alison allein nach Hause gegangen war. Kyle hatte zwar Tai eine mehr als deutliche Ansage gemacht, doch innerlich hatte er die leise Ahnung, dass das nicht genügen würde, um ihn loszuwerden.
Als er bei Mimi ankam, überlegte er kurz, wie er das wieder geradebiegen konnte. Diesmal musste er wohl wirklich zu Kreuze kriechen. Stinksauer war sie gestern Abend abgedampft und ihm war es egal gewesen. Doch, dass sie sich nicht ein Mal bei ihm gemeldet hatte in der Zwischenzeit war kein gutes Zeichen.
Er seufzte und holte den Schlüssel aus der Tasche, den Mimi ihm gegeben hatte. Normalerweise war er eher selten hier und brauchte ihn nicht. Aber heute musste er ihn benutzen, um sich wieder mit ihr zu versöhnen. Böses Blut mit ihr war wirklich das Letzte, was er gebrauchen konnte.
Er schloss auf, ging zum Fahrstuhl und drückte den obersten Knopf. Oben angekommen war alles wie leergefegt. Keine Spur von seiner Freundin, aber wahrscheinlich schlief sie ohnehin noch.
Leise ging er die Treppen nach oben. Sicher würde sie sich freuen, von ihm geweckt zu werden. Romantische Überraschungen lagen ihm ja sonst nicht. Er ging bis zum Ende des Flurs und öffnete vorsichtig ihre Zimmertür.
„Was…?“
Kyle konnte nicht glauben, was er da sah. Was machte dieser Typ hier? Und noch viel wichtiger: was machte Mimi da mit ihm?
Er hatte es geahnt. Nein, er hatte es gewusst! Es hatte sie direkt in seine Arme getrieben. Nur wegen eines doofen Streits.
Er ballte die Hände zu Fäusten. Am liebsten hätte er diesen Kerl aus ihrem Bett gezogen und ihm eine verpasst. Wie sie da lagen… eng umschlungen und schliefen – nichtsahnend.
Plötzlich kroch ein Gefühl in ihm hoch, welches er so noch nie zuvor gespürt hatte. Immer schon war er sich seiner Sache zu sicher gewesen. Zu sicher war er sich, dass Mimi Tai hinter sich gelassen hatte und nur noch ihn wollte. Doch dieses Gefühl, welches er jetzt auf einmal empfand, machte ihn wütend. Und ein Gedanke verunsicherte ihn zunehmend. Konnte es sein, dass Mimi Tai immer noch liebte?






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So, ihr Lieben, es geht also weiter :P Heute gibt es keine langen Reden, nur ein schönes Lied von Adele, welches ich schon vor Jahren unglaublich toll fand und es immer noch tue. Turning Tables
ciao ciao <3
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