People always leave

GeschichteDrama, Romanze / P16
Hikari "Kari" Yagami und Gatomon Koushirou "Izzy" Izumi und Tentomon Mimi Tachikawa und Palmon Sora Takenouchi und Biyomon Taichi "Tai" Yagami und Agumon Yamato "Matt" Ishida und Gabumon
08.04.2017
05.09.2020
21
63.814
8
Alle Kapitel
11 Reviews
Dieses Kapitel
noch keine Reviews
 
 
08.04.2017 1.045
 
Es ist soweit.
Ich bin so aufgeregt!
Endlich kann ich euch die Fortsetzung zu "And now we can't have it" präsentieren, worauf ja einige schon sehnsüchtig gewartet haben :P Und ihr habt Glück. Eigentlich wollte ich den Prolog frühestens in einer Woche veröffentlichen, aber ich dachte mir es wäre eine nette Überraschung für euch ;)
Außerdem werdet ihr auf das erste Kapitel ein bisschen warten müssen, da ich morgen erst mal nach Barcelona fliege und mich ein wenig von dieser einzigartigen Stadt inspirieren lasse... auf welche Art und Weise auch immer :D Also genug Zeit für euch um mir vielleicht eine erste Meinung da zu lassen. Wie ihr euch denken könnt, nach dem Ende im ersten Teil, geht der Zweite nicht unbedingt rosig los... Aber nun genug der öden Worte - ich wünsche euch viel Spaß mit der Geschichte.
Let the drama begin ;) <3




Prolog


Schwerfällig öffnete er seine Augen.
Das Licht blendete ihn und er fühlte sich völlig benommen.
Wie lang hatte er geschlafen?
Er musste sich den Arm vors Gesicht halten, um diesem grellen Licht zu entkommen.
Gleichzeitig versuchte er seine Gedanken zu ordnen.
Was war passiert?
„Tai?“, ertönte die leise Stimme seiner Schwester neben ihm.
Warum klang sie so besorgt, als sie seinen Namen aussprach?
Er fühlte sich nicht gut. Sein Magen drehte sich um und Übelkeit kroch in ihm hoch. Ehrlichgesagt hatte er sich lang nicht mehr so mies gefühlt, wie jetzt. Sein Körper schien wie ein Stein an dem Bett zu haften, in dem er lag. Ein Bett, dass sich nicht wie seins anfühlte.
Er zwang sich dazu den Arm von seinem Gesicht zu nehmen und die Augen zu öffnen. Alles war ziemlich verschwommen und er musste ein paar Mal blinzeln, um normal zu sehen.
Das erste, was er sah, war Karis Gesicht. Ihre Augen waren gerötet und sie schniefte.
Hatte sie etwa geweint?
Verwirrt sah er sich weiter im Raum um.
Da waren Sora… und Matt, die ihn ebenfalls sorgenvoll ansahen.
Was machten sie alle in seinem Schlafzimmer?
Und wieso war hier alles so verdammt hell?
Erst jetzt, als er sich weiter umsah, bemerkte er, dass es nicht sein Zimmer war, in dem er lag.
Alles war weiß. Wo er hinsah – weiß, weiß, weiß. Selbst das Licht schien weiß zu sein.
Sein Arm schmerzte.
Eine Infusion?
„W-wo bin ich hier?“, stammelte er verwundert und mit brüchiger Stimme. Seine Kehle fühlte sich staubtrocken an und schmerzte.
„Tai…“, begann sein bester Freund unsicher, stützte sich auf das Bettende auf und sah ihn eindringlich an. „Weißt du denn gar nicht mehr, was passiert ist?“
Der Braunhaarige blinzelte und schüttelte den Kopf. Alleine diese kleine Bewegung bescherte ihm ein unergründliches Stechen in der Schläfe.
Was war denn passiert?
„Du bist im Krankenhaus, Taichi“, erklärte ihm seine Schwester, die immer noch neben seinem Bett saß und den Blick nicht von ihm wendete.
„W-warum?“, wollte er sofort wissen, während er in seinem Gedächtnis nach einer Erklärung hierfür suchte. Wie um alles in der Welt kam er ins Krankenhaus?
Er wollte sich aufrichten, um besser sehen zu können, doch noch bevor er das tun konnte, schmerzte sein Brustkorb so sehr, dass er stöhnend zurück ins Kissen sank.
„Nicht! Du musst dich noch etwas ausruhen“, befahl ihm seine kleine Schwester aufgebracht und legte ihre Hand auf seine.
„Jetzt sagt mir endlich, was ich hier mache!“, sagte Tai unter zusammengebissenen Zähnen und hielt sich die schmerzende Brust.
Sora sah ihn besorgt an und nun stiegen auch ihr die Tränen in die Augen.
Gott im Himmel – was hatte er nur getan, dass alle so unfassbar traurig waren?
„Du hattest eine Alkoholvergiftung“, erklärte sie ihm.
Eine was?
Tai sah erschrocken abwechselnd zu Sora, Matt und zu seiner Schwester.
„Du bist ohnmächtig geworden und hattest einen Atemstillstand. Sie mussten dich wiederbeleben und dir danach den Magen auspumpen“, erläuterte ihm Matt weiter.
Sie mussten was? Atemstillstand? Wiederbeleben? Alkoholvergiftung?
„Du machst wohl Witze“, meinte Tai und rang sich ein zaghaftes Grinsen ab. „Wenn das so wäre, wüsste ich das ja wohl.“
„Das ist nicht witzig, Tai!“, blaffte ihn Kari an und sah ihn wütend an, während ihr wieder die Tränen in die Augen stiegen.
„Kari hat recht“, schloss sich Matt mit ruhiger Stimme an. „So geht das nicht weiter!“
Tai sah betreten nach unten. Er krallte seine Finger ins Laken und versuchte krampfhaft zusammen zu kriegen, was passiert war.
Doch er konnte sich an nichts erinnern. An nichts, bis auf…
„Mimi“, kam es ihm kaum hörbar über die Lippen, doch da sich sonst niemand weiter in diesem Zimmer befand, konnten seine Freunde sehr wohl hören, was er gesagt hatte.
„Was ist mit ihr?“, wollte Sora wissen und sah ihn fragend an.
Tai sah sie nur ebenso fragend an und wusste nicht, was er darauf erwidern sollte.
Dass sie alles war, an was er denken konnte, seit zehn Monaten?
Dass sie, auch wenn sie weg war und er seitdem nichts mehr von ihr gehört hatte, weiterhin sein Leben bestimmte und es somit zu einem Fluch machte?
So sehr er es auch versucht hatte, er entkam ihr nicht. Sie war überall, in seinen Gedanken, in seinem Herzen, sogar in seinen Träumen. Sie verfolgte ihn auf Schritt und Tritt, bestimmte immer wieder aufs Neue sein Handeln. Alles, was er die letzten zehn Monate getan hatte, war krampfhaft zu versuchen, sie aus seinem Kopf zu kriegen… und aus seinem Herzen. Doch immer noch war sie allgegenwärtig und das, obwohl sie ganze Kontinente voneinander trennten. Sie war immer da…
„Tai?“, meinte Matt plötzlich mit ernster Stimme und brachte ihn somit zurück in die Realität. „Wir haben beschlossen, dass sich etwas ändern muss! Es geht nicht, dass du weiter einer Illusion hinterherjagst.“
Sein ganzer Körper versteifte sich.
Was hatte das zu bedeuten?
Er hatte doch schon versucht sie hinter sich zu lassen. Und war kläglich daran gescheitert, wie man unschwer daran erkennen konnte, dass er mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus gelandet war.
„Wir werden dir helfen!“, ergänzte Sora und sah ihn eindringlich an.
Ihm helfen? Wie wollten sie ihm helfen? Wollten sie ihm sein Herz herausreißen und es verbrennen? Denn das war das Einzige, was bei dieser Art von Schmerz noch helfen konnte.
Kari drückte seine Hand, woraufhin er sie flehend ansah.
„Du fliegst nächste Woche nach New York“, sagte sie entschlossen.
Review schreiben