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Die Ultra-Smash Akademie

von L3mmi05
Kurzbeschreibung
GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
Master Hand OC (Own Character)
06.04.2017
12.07.2017
4
3.677
 
Alle Kapitel
4 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
16.05.2017 778
 
Die Prinzessin und der Recke
Aus der Sicht von Toon Link (verfasst von TMW):
Eine Gänsehaut überkam mich, als der morgendliche Wind sanft über meinen Rücken glitt. Ein angenehmer Duft von frischem Tau und einem längst vergangenen Regenschauer lag in der Luft und klebte teilweise an meiner Kleidung, deren sattes Grün aus der Farbe der Wiese hervorstach. Wie jeden Morgen absolvierte ich meine Schwertübungen gewissenhaft. Dabei war ich stets vor den anderen Schülern aus meiner Klasse wach, so wie es in Hyrule auch immer der Fall gewesen war. Ab und an bin ich zwar ein ziemlicher Morgenmuffel, aber das Training ist mir trotzdem wichtiger als eine Mütze Schlaf. Dies lag aber auch daran, dass der König mich anstelle einer Wache aus dem Schloss gebeten hatte, auf seine Tochter, Prinzessin Zelda, Acht zu geben. Das war eine Ehre, die nur wenigen elfjährigen Jungen zuteil wurde. Also musste ich meine Schwerttechniken üben. Einerseits als exzellenter Beschützer der Prinzessin, aber andererseits auch als ihr Freund. Denn Zelda ist nicht irgendeine x-beliebige Adelige. Nein! Sie ist mutig, wenn nicht sogar das mutigste Mädchen, welches ich je kennenlernen durfte. Und abenteuerlustig. Keiner Gefahr weicht sie und sie ist immerzu fröhlich und wissbegierig. Sie ist einfach…Ich fuhr hoch, als sich plötzlich zwei Arme von hinten um meinen Brustkorb schlangen und mich am tiefen Einatmen hinderten. Zugleich jedoch konnte ich den sanften Geruch von Blumen erahnen, die zu einer gewagten Kombination in einem Parfum vermengt dennoch einzigartig rochen. „Hey, Link!“, hörte ich eine klare Stimme in meine empfindlichen Ohren quieken, bevor die Person hinter mir laut zu lachen anfing. „Hab ich dich erschreckt?“, fragte sie, während sie ihr Kinn vorschob und dieses auf meiner Schulter ruhen ließ. Ich wandte mich leicht um, sodass ich ihr feines Gesicht mustern konnte sowie die intensiven blauen Augen, die mich genauestens zu beobachten schienen. „Wieso bist du so früh wach, Zelda?“, fragte ich, weil ich nicht zugeben wollte, dass mich bei ihrem plötzlichen Erscheinen wirklich im ersten Moment Schrecken erfasst hatte. Man kann schließlich nicht damit rechnen, dass man zu so ungewöhnlichen Zeiten draußen von jemandem überrascht wird. Deshalb setzte ich auch der hylianischen Prinzessen gegenüber eine gespielt mürrische Miene auf, welche sie jedoch mit einem breiten Lächeln erwiderte. Und eben jene Mimik reichte aus, um auch mir ein Grinsen zu entlocken. Zelda ließ von mir ab, sodass ich mein noch immer gezücktes Schwert, eine einfache Stichwaffe aus Holz, welche ich mir aus einem der Übungsräume geborgt hatte, in die Hülle zurückschieben konnte. Währenddessen frischte der Wind auf und brachte einige lose Blätter aus dem angrenzenden Wald mit sich. Im Licht der aufgehenden Sonne schimmerten diese wie jene kleinen roten Feuerbälle, die unser Lehrer Mr. Mario uns im letzten Unterricht gezeigt hatte. Mit einem kräftigen Sprung und hoch ausgestreckten Armen ergriff das blondhaarige Mädchen eine der fallenden Feuerkugeln und wedelte mit dieser vor meinem Gesicht herum. „Hey, lass das“, meinte ich, während ich versuchte, ihr ihre „Waffe“ abzunehmen. Doch damit spornte ich sie bloß mehr zu einem Wettkampf an. Schneller, als ich es überhaupt wahrnehmen konnte, hatte Zelda ein ganzes Büschel an Blätter gesammelt und hielt ihn wie einen Degen vor mich – wobei jene Ansammlung mehr wie ein Staubwedel wirkte. „Ergib dich, Feind“, schrie sie theatralisch, während sie mit dem Staubwedelding herumfuchtelte. Ich musste lachen. Es ging nicht anders. Und so rutschte ich beim Nachhintenstolpern auf dem nassen Untergrund aus und riss dabei die Prinzessin zu Boden, die versucht hatte, meinen Fall zu verhindern. Vertrocknete Blätter legten sich über uns und dennoch, obwohl unsere Kleidung nur so vor Nässe triefte und sich ein pochender Schmerz langsam durch meinen Körper schlich, brachen wir in schallendes Gelächter aus. Ein Tag mit der wilden Prinzessin Hyrules ist immer ein Besonderer. Zumindest rang sie mir bei jeder Begegnung ein Lächeln ab.Noch vom Lachen prustend und keuchend wälzte ich mich im Gras herum und erblickte ihr ebenso vor Anstrengung rotes Gesicht, welches ein ausgelassenes Lächeln zierte. „Ich wollte dich eigentlich nur zum Frühstücken rufen“, gab sie nach Luft schnappend von sich. Ich streckte mich, bevor ich mich hochhievte. „Frühstück? Jetzt schon?“ Ich blinzelte verwirrt, was Zelda ein weiteres Mal ein Lachen entlockte. „Du Schlafmütze“, grinste sie, während sie flink aufsprang und mich an der Hand faste. „Na komm!“, drängte sie mich im Mitziehen. Dabei war es ihr auch vollkommen egal, dass ihr sonst so strahlendes violettes Kleid voller Flecken war.So eilten wir zum großen Gebäude, dem Speisesaal, welcher schon recht gut besucht war. Zelda hatte mich schon so sehr in ihren heiteren Bann gezogen, dass ich bei einem letzten Blick über meine Schulter nicht die Gestalt erblicken konnte, die hinter jenem Baum hervorlugte, an welchem ich zuvor trainiert hatte.


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