Mutant And Proud (post Apokalypse)

GeschichteFantasy / P12
Beast / Henry "Hank" Philip McCoy Nightcrawler / Kurt Wagner Professor X / (Professor) Charles Francis Xavier Quicksilver / Pietro Django Maximoff Storm / Ororo Munroe Wolverine
03.04.2017
25.08.2019
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Der Unbekannte den der Professor Logan genannt hatte kniete nun vor Filié und dem Professor auf dem Boden. Sie konnte merken wie er sich mit allen Kräften gegen sie wehrte, doch ohne sich groß anstrengen zu müssen gelang es ihr ihn unter Kontrolle zu halten.

Erst jetzt bemerkte sie, dass sich die Eingangshalle mit Schülern gefüllte hatte die das Geschehen beobachteten. Jedes einzelne Augenpaar konnte sie auf sich spüren und die konnte sogar ziemlich genau die Anzahl der Menschen ausmachen die sich in ihrer Umgebung befanden. Es war als stünde sie unter Strom.

„Ich danke dir Filié.“ Die ruhige Stimme des Professors holte sie in die Realität zurück. Der samtige klang legte sich wie ein warmer Schleier über ihren Körper. Als sie sich sicher war, dass der Professor aus Logans Reichweite war ließ sie von ihm ab. Erschöpft sanken beide zu Boden. Logan, da er all seine Kraft aufgebracht hatte sich gegen ihren Griff zu währen und Filié , weil der Professor es so wollte.

Wieder war er in ihren Kopf eingedrungen. „Filié. Bitte rege dich nicht auf. Du bist in deinem Zimmer.“ Sie hörte seine Stimme klar und deutlich in ihrem Kopf, aber konnte ihre Augen nicht öffnen. „Ich lasse jetzt von dir ab.“ Als Filié wieder erwachte befand sie sich tatsächlich in ihrem Bett, neben dem der Professor in seinem Rollstuhl saß.

Benommen rieb sie sich die Schläfe während sie sich langsam aufsetzte: „Sie müssen wirklich damit aufhören, Professor“, stöhnte Filié genervt. Sie konnte nicht ganz ausmachen was sie mehr störte; die Tatsache, dass sie vermutlich nie erfahren würde wer dieser Logan war oder warum er so aufgebracht war oder dass der Professor sie für eine Bedrohung hielt, sodass er sie „unschädlich“ machen musste. „Filié, hör zu..“ „Nein, SIE hören mir jetzt zu!“ unterbrach sie Xavier ein bisschen zu laut.

Weil Filié inzwischen wusste, dass der Professor ihr keine klaren Antworten geben würde wenn sie nicht konkret nachfragte sammelte sie kurz ihre Gedanken ehe sie ihn zur Rede stellte: „Wussten sie über das Ausmaß meiner Mutation bescheid?“ Sie ließ ihn keine Sekunde aus den Augen während sie auf eine Antwort wartete. „Nein, Filié. Aufgrund deiner Fähigkeiten und deinem mutierten X-Gen habe ich etwas in diese Richtung geahnt.“ Erklärte der Professor sichtlich überrascht über ihre bestimmte Art.

„Halten sie mich für gefährlich?“ Setze Filié ungeduldig nach, nicht ganz sicher ob sie alles glauben sollte was der Professor ihr erzählte. Sie war sich sicher dass er niemals böswillig lügen würde, aber vermutete das er oftmals Details ausließ um andere zu beschützen. Letztendlich hielt er aber so die Menschen um sich herum unter Kontrolle und behielt die Überhand.

„Nein meine Liebe.“ Gab Xavier kurz zurück, der offensichtlich verstanden hatte, dass Filié nicht auf romantisierte Antworten aus war.

„Ich habe ihnen das Leben gerettet, wissen sie das?“ Hakte sie noch einmal nach, um deutlich zu machen, dass sie nur Angst um ihn hatte und niemandem wehtun wollte.

„Das weiß ich, Filié. Ich danke dir.“ Xavier streckte seine Hand zu ihr aus und legte sie auf ihren Unterarm. Sanft lächelnd drückte er sie Kurz um seine Dankbarkeit zu untermalen.

Langsam löste sich Filiés Wut immer weiter auf. Es war als könnte der Professor sie mit jeder ehrlichen Antwort ein Stück beruhigen. Sie hatte das Gefühl endlich ernst genommen und einbezogen zu werden.

„Wer ist Logan?“ Filié zögerte kurz bevor sie diese Frage stelle, weil sie sich aus irgendeinem Grund nicht sicher war ob sie die Antwort hören wollte.

„Ich möchte dir wirklich eine Antwort auf diese Frage geben aber ich denke du hast eine vernünftige Erklärung verdient. Bevor wir über andere Menschen reden würde ich mich erst gerne mit dir Beschäftigen. Deine Mutation verstehen, um sie dir dann erklären zu können. Vertraust du mir?“ Auffordernd streckte er ihr wieder seine Hand entgegen und sie folgte ihm.

Filié konnte sich nicht entscheiden ob sie erleichtert war, dass sie noch ein bisschen Zeit hatte über den Unbekannten und ihre Reaktion auf seine Anwesenheit nachzudenken oder ob sie sauer war, dass der Professor sie wieder vertröstet hatte.

Stumm folgte sie dem Professor in die Eingangshalle, wo er auf den Fahrstuhl zusteuerte.

„FIL!“ Schoss es plötzlich von rechts und ehe sie sich versah lag sie in den Armen eines großen, eher schlaksigen, silberhaarigen Jungen, der sein Gesicht in ihrem Pullover vergrub. „Du alter Troublemaker. Nicht viele überleben eine Begegnung mit Wolverine.“ Sagte er, wobei seine Stimme durch den Stoff gedämpft wurde. Lächelnd schloss sie ihn ebenfalls in die Arme. Peters Umarmung fühlte sich wie ein Stück Heimat an, eine warme Briese an einem Sommerabend in den Ferien. Sue und George die durch den Garten sprangen und Filié neckten sie solle endlich das Buch zur Seite legen und zu ihnen kommen. Für einen Moment schien alles perfekt. Und dann war den Moment vorbei.

Erst nachdem Peter sich wieder von ihr gelöst hatte kam ihr seine Bemerkung wieder in den Sinn doch bevor sie sich dazu entschließen konnte nachzuhaken unterbrach den Professor sie: „Peter, ich muss mit Filié unter vier Augen sprechen, warum gehst du nicht..“ „Alles was sie mir zu sagen haben können sie auch ihm erklären. Dann muss ich es später wenigstens nicht tun.“ Stellte sie fest und machte eine auffordernde Handbewegung Richtung Aufzug.

Der Keller schien in ein anderes Licht getaucht zu sein als bei ihrem letzten Besuch vor ein paar Stunden. Düsterer.

Als die drei in Xaviers Labor ankamen schien Peter nicht groß beeindruckt zu sein von den vielen silber glitzernden Maschinen und Geräten. Als hätte er selbst viel Zeit hier unten verbracht.

„Die Art wie dein X-Gen mutiert ist, ist äußerst selten. Mir ist bis dato kein Vergleichbarer Fall bekannt. Du kannst nicht nur die elektrischen Ströme in deinem eigenen Körper bündeln und kontrollieren, sondern auch sämtliche in deiner Umgebung.“ Begann der Professor dann endlich zu erklären.

„..oder in anderen Menschen.“ Dachte Filié laut. Peter musterte die beiden ungläubig:

„Ähm, ich weiß das meine letzte Biostunde ein wenig länger zurück liegt aber was zur..“

„Unsere Nervenzellen arbeiten mit elektrischen Strömen zur Reizweiterleitung. Er fließt durch unsere Zellen und sorgt dafür, dass unser Gehirn mit unseren Gliedmaßen kommunizieren kann.“ Xavier versuchte durch Gesten seine Aussage anschaulicher zu gestalten.

„Vereinfacht gesagt.“ Setzte Filié hinterher, die durchaus mit diesem Vorgang vertraut war, „aber das bedeutet ja..“ schlagartig wurde ihr bewusst warum der Professor so ein Geheimnis um ihre Mutation gemacht hatte, warum er prinzipiell jeden Grund dazu hatte sie für gefährlich zu halten.

„Ganz genau Filié. Du könntest nicht nur jeden von uns hier kontrollieren, sondern auch..“

„Töten.“ Erst als sie das Wort ausgesprochen hatte wurde ihr das Ausmaß bewusst. Doch Peter war zu Stelle. Er legte ihr beruhigend die Hand auf die Schulter und hielt sie fest. Vermutlich war er der einzige der sie in diesem Moment daran hinderte völlig durchzudrehen.

„Ich vertraue dir Filié. Du bist einer der ehrlichsten und reinsten Menschen denen ich je begegnet bin. Ich halte dich nicht für gefährlich oder für eine Bedrohung. Ich sehe in dir Potenzial gutes zu tun, deine Macht für etwas Großes einzusetzen. Aber nicht alle denken so. Es gibt Menschen die deine Kraft nutzen wollen, wofür auch immer.“ Der Professor sah mit einem Mal sehr besorgt aus, als hätte er etwas gesehen das seine gesamte Welt auf den Kopf stellen würde.

„Warum das ganze Blut?“ Wollte Filié wissen.

„Ich hatte gehofft herauszufinden wie weit sich deine Mutation ausweiten würde, damit ich dir eine Antwort darauf geben kann wie man sie kontrolliert. Offensichtlich sind deine Kräfte an deine Emotionen gebunden und wachsen unfassbar schnell. Wie ein reißender Fluss der immer mehr vom Gestrüpp im Wasser mit sich reißt. „

„Aber sie haben keine.“ Stelle sie fest, da der Professor betrübt seinen Kopf senkte. Es kam wohl nicht oft vor das er versagte.

„Diese Männer von denen sie gesprochen haben. Sind sie der Grund warum Fil hier ist?“ Peter hatte seine Hand nicht von Filiés Schulter gelöst. Trotzdem hatte sie fast vergessen das er hinter ihr stand.

Der Professor nickte nur.

Filié dämmerte langsam warum Kurt sie daran hindern wollte nach Hause zu gehen, warum alle davon ausgegangen waren, dass sie tot war und warum der Professor sie nicht aus den Augen ließ.  Sie war in Gefahr und die Tatsache das der Professor nicht genau wusste wer dahinter Steckte ließ ihn nicht mehr schlafen.

Plötzlich stand Filié wieder unter Strom und als sie sich umdrehte stürmte Hank in seiner fusseligen blauen Gestalt in das Labor: „Sie haben Logan!“
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