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Harry Potter: Zukunft nach der Schlacht

GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P16 / Gen
Ginevra Molly "Ginny" Weasley Harry Potter Hermine Granger Ronald "Ron" Weasley
02.04.2017
17.09.2017
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02.04.2017 594
 
Es war vollendet. Die Schlacht um Hogwarts war gewonnen und damit auch Harrys Jahrelanger Erzfeind Lord Voldemort besiegt. Harry konnte es noch nicht wirklich fassen, dass der Schrecken der letzten Jahre nun endlich ein Ende finden würde.
Kurz bevor er schlafen gehen wollte und schon fast auf dem Weg in den Jungenschlafraum war kam Ginny durch die Lücke, die jetzt anstelle der Fetten Dame vorzufinden war. "Harry!" rief sie und kam etwas geknickt auf ihn zugelaufen. Der Tod von ihrem Bruder hatte ihr natürlich schwer zugetragen. "Ich bin so froh, dass es dir gut geht. Ich habe mir wirklich Sorgen um dich gemacht." Harry nahm Sie in seinen Arm und küsste sie so lange wie nie zuvor. Sie hatten bisher auch so gut wie keine Zeit gehabt, die sie zusammen verbringen konnten. Erst kurz nachdem sie wieder zusammengekommen waren fand Bills Hochzeit, der Angriff des Ministeriums und die Flucht von Harry, Ron und Hermine statt. Das nächste Mal sahen sie sich erst wieder in Hogwarts, als Harry durch den Geheimgang von Aberforth ins Schloss gelangt war.
Seitdem war eine Menge passiert. Sehr viele haben an diesem Tag ihr Leben für die Schlacht um Hogwarts gelassen. Am meisten schmerzten ihn dabei die Tode von Remus, Tonks und Fred, die während den Kämpfen gefallen waren. Jedoch auch Snapes Tod war für Harry nicht leicht zu verarbeiten. Erst im Nachhinein hatte Harry erkannt, was sein ehemaliger Lehrer alles für ihn getan hatte.
"Alles Ok Harry?" fragte Hermine, die von oben die Treppe in den Gemeinschaftsraum heruntergekommen war und sah, dass Harry, der sich von Ginny gelöst hatte, verträumt in das flackernde Feuer sah. "Ja ist alles gut. Ist nur sehr viel heute passiert. Ich kann es einfach noch nicht fassen, dass Fred, Remus, Tonks und all die anderen für mich sterben mussten", sagte Harry. Dabei schaute er vom Feuer weg und auf den Boden. "Es ist alles nur meine Schuld! Wenn ich gleich vor der Schlacht zu Voldemort gegangen wäre, wären wahrscheinlich noch alle am Leben und es hätte nur einen Toten gegeben" fügte er bestürzt hinzu. "Harry. Keiner ist deinetwegen gestorben", wandte Hermine ein. "Und wenn du dich gleich Voldemort gestellt hättest, wären es noch viel mehr Tode geworden. Du glaubst doch nicht etwa, dass er Hogwarts unversehrt gelassen hätte, nur weil du Tod wärst?" Damit hatte sie wie so oft recht. Trotz dem Sieg hatte Harry ein ungutes Gefühl.
Als Harry im Schlafsaal der Jungs angekommen war und Ron betrübt am Fenster sitzen sah, wusste er, dass an diesem Tag jeder sein Opfer bringen musste. "Na alter, wie gehts dir?" fragte er relativ Gefühlsneutral. "Ja geht schon. Ich kanns grade einfach noch nicht fassen, dass Fred einfach Tod ist. Er war doch immer gut gelaunt und zu Späßen aufgelegt. Jetzt wird er nie wieder Witze machen können." Harry verstand Ron wirklich gut. Er kannte das Gefühl einen geliebten Menschen zu verlieren, seitdem Bellatrix seinen Paten Sirius umgebracht hatte. "Aber wichtig ist eigentlich nur, dass wir diese Schlacht gewonnen haben. Dass es dabei Verluste geben wird war mir schon klar", fügte Ron hinzu. Und damit hatte er auch wirklich recht. So waren alle Verluste nicht komplett umsonst sondern für den Sieg über Lord Voldemort.
Eines war Harry auf jeden Fall klar, als er letztendlich in seinem Bett lag und über alles nachdachte. Dieser Krieg hatte bei allen Narben hinterlassen. Nicht nur sichtbare, sondern vor allem Seelische Narben. Und diese waren bekanntlich die schlimmsten von allen.
 
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