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Start in ein neues Leben

von Silka
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Blake Dustin Brooks / Yellow Wind Ranger Hunter Bradley / Crimson Thunder Ranger OC (Own Character) Shane Clarke / Red Wind Ranger Tori Hanson / Blue Wind Ranger
31.03.2017
25.05.2018
60
213.232
1
Alle Kapitel
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Dieses Kapitel
1 Review
 
23.03.2018 3.522
 
Seid drei Wochen sind wir wieder zurück und der Alltag hat uns wieder im Griff. Natürlich mussten wir Bella, Jack und Clarissa einen ausführlichen Bericht erstatten. War aber auch nicht anders zu erwarten und wir haben auch gerne berichtet. Bei der Sache mit der Schlange war dann kurzzeitig mehr als Besorgnis zu spüren, aber da es mir gut geht, war das Thema schnell vergessen. Mittlerweile sind auch die Fotoalben fertig. Eines für meine Tante, eins für Bella und Jack, für die anderen jeweils eins, für Hunter und mich eines und eines für Maya. Und zu der bin ich gerade unterwegs. Hunter hat sowieso keine Zeit für mich und Maya hab ich ja seid unserem ersten Besuch nicht wieder gesehen. Das hole ich jetzt nach.


Es dauert nicht lange bis ich im Wald bei ihrem Häuschen bin. Ich hoffe das sie auch da ist und ich nicht störe. Also klopfen und warten. Nach ein paar Augenblicken wird die Tür geöffnet und Maya erscheint. „Alex?“ „Hallo Maya. Ich hoffe ich störe nicht?“ „Aber nicht doch. Komm rein Kind. Bist du alleine?“ Ich trete ein und schließe die Tür hinter mir. „Ja. Hunter und Blake konnte leider nicht mit, aber ich soll dich ganz lieb von den beiden grüßen“ Zusammen gehen wir ins Wohnzimmer und machen es uns gemütlich. „Das ist nett. Aber was führt dich her?“ „Hier“ Damit reiche ich ihr das Fotoalbum. „Wir waren doch in Afrika. Und da hab ich für jeden ein Fotoalbum machen lassen“ „Ach Kind, das ist lieb von dir“ Kurz umarmt sie mich und sieht sich dann die Bilder an. Da es aber schon kurz vor Mittag ist, beschließt Maya erst für uns zu kochen, was ich eigentlich machen will, aber konsequent daran gehindert werde. „Du hast bei eurem letzten Besuch gekocht. Jetzt mache ich das“ Also dafür das sie schon etwas in die Jahre gekommen ist, ist sehr durchsetzungsfähig.


Aber ich darf immerhin den Tisch decken. Ist ja auch was. Zusammen essen wir und unterhalten uns etwas. „Und wie ist es bei dir und meinem Enkel?“ Da ich Maya nicht anlügen will, erzähle ich ihr die Wahrheit. „Momentan läuft es sehr gut. Aber es gab auch einige schwere, nicht so schöne Zeiten“ Alleine wenn ich daran denke schmerzt mir wieder das Herz und ich bekomme ein schlechtes Gefühl. Das waren sicher nicht die letzten schlechten Zeiten. „Er hat dich verletzt“ Eine Aussage, keine Frage. Deshalb nicke ich einfach nur. „Ein Streit ist nie schön. Aber wenn man ihn überwindet stärkt es die Beziehung. Ich weiß, ein schwacher Trost“ „Nein du hast recht Maya. Es macht einen stärker. Ich hoffe das wir nur nie so streiten, das es keine Lösung mehr gibt. Wobei ich auch nicht genau weiß, wie oft ich ihm noch verzeihen könnte“ „Ich habe die Erfahrung gemacht, das man der Person die man liebt und von der man geliebt wird, immer wieder verzeiht. Wenn auch nicht sofort“ „Maya, darf ich dich was fragen?“ Die Frage kommt schneller als ich sie zurück halten kann.


„Du möchtest wissen was mit meinem Mann ist“ Wieder ist es eine Aussage und wieder nicke ich. „Du musst es mir nicht erzählen. Es geht mich ja auch nichts an“ „Nein, ist schon in Ordnung. Mein Mann war Australier. Ich habe ihn in einem meiner Urlaube dort kennen gelernt. Am Anfang war er ein furchtbarer Angeber, aber nach und nach habe ich auch seine anderen Seiten kennengelernt. Ich wusste das er etwas besonders war. Doch dann musste ich wieder nach Hause und haben den Kontakt verloren. Etwa fünf Jahre später habe ich ihn wieder gesehen. Er kam nach Kalifornien um mich zu suchen. Ich konnte es erst nicht glauben, aber er hat in Australien seine Arbeit aufgegeben um bei mir zu sein. Uns war sehr schnell klar das wir den Rest unseres Lebens miteinander verbringen wollen und haben ein Jahr später geheiratet. Und drei Jahre später wurde Bella geboren. Als ich sie das erste mal in den Armen hielt wusste ich auch das sie etwas ganz besonderes ist.


Ich habe nie an so etwas wie Ninja´s geglaubt, doch mein Mann belehrte mich eines besseren und auch unsere kleine Bella. Mein Mann wollte das sie ausgebildet wird und da auch Bella dies wollte und die Akademie nicht weit weg war, stimmte ich zu. Dort lernte sie dann ihren Mann Jack kennen. Nach zwei Jahren haben die beiden geheiratet. Zu dem Zeitpunkt waren beide schon mit ihrer Ausbildung fertig und wollten eine eigene Familie gründen. Doch das Schicksal meinte es nicht gut mit den beiden. Bella verlor zwei mal ihr Baby. Beim zweiten mal gab es Komplikationen und der Arzt sagte ihr das sie nie wieder schwanger werden dürfe, wenn sie nicht ihr Leben riskieren will. Sie war am Boden zerstört, da sie sich immer Kinder gewünscht hat. Nach einiger Zeit sprachen Bella und Jack das erste mal darüber ein Kind zu adoptieren und ein halbes Jahr später kamen Hunter und Blake zu unserer Familie. Dann wurde die Schule in der Bella und Jack lebten angegriffen. Zu diesem Zeitpunkt lebten mein Mann und ich schon hier in diesem Haus, doch als es geschah, konnte er nicht tatenlos hier sitzen und nichts tun. Er machte sich auf den Weg um zu helfen und verlor dabei sein Leben. Genauso wie Bella und Jack. Es war für mich ein schwerer Schlag. Ich habe an einem Tag meinen Mann, meine Tochter und meinen Schwiegersohn verloren“


Die Geschichte ist zum einen wunderschön, aber zum anderen auch unendlich traurig. „Aber Bella und Jack leben wieder“ Ungläubig sieht Maya mich an. Wie? Kann es wirklich sein, das Bella sich nicht bei ihrer Mutter gemeldet hat? Aber anderseits, weiß sie vielleicht gar nicht das Maya noch lebt. Wir haben ja auch nie groß darüber gesprochen. „Wie... wie meinst du das?“ Ich erzähle ihr was damals passiert ist und kann sehen wie ihre Augen immer mehr zu strahlen beginnen. „Ich hab ehrlich gesagt gar nicht richtig darüber nachgedacht. Es tut mir so leid Maya“ „Das muss es nicht. Zu wissen das meine Bella lebt und das es ihr gut geht und wieder mit ihren Kindern zusammen ist, erfühlt mein Herz mit Freude“ Ich muss unbedingt mit Bella reden. Doch vorher gehen Maya und ich wieder ins Wohnzimmer und ich muss ihr von unserem Urlaub erzählen, während wir uns zusammen die Bilder ansehen.


Als wir fertig sind ist es draußen schon dunkel. „Du bleibst über Nacht hier. Ich lasse dich jetzt sicher nicht alleine nach Hause“ Da es eh keinen Sinn hat sich zu wehren, bleibe ich hier. Ich schlafe in dem gleichen Zimmer, wie bei meinem ersten Besuch. Allerdings liege ich noch einige Zeit wach und denke über das nach was Maya mir erzählt hat. Und jetzt steht auch mein Plan für morgen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück muss ich mich leider wieder von Maya verabschieden. Was sie nicht weiß, ist das es nicht lange sein wird. Zumindest wenn alles so läuft wie ich mir das denke. „Besuch mich mal wieder Kind. Es war schön dich hier zu haben“ „Das werde ich Maya. Versprochen“ Und dann geht es zurück. Allerdings geh ich nicht nach Hause, sondern zu Bella und Jack. Hunter muss warten, der ist gerade nicht so wichtig. Nach gefühlten drei Stunden macht Jack mir dann auch mal die Tür auf. „Alex“ „Hallo Jack“ Schon schiebe ich mich an ihm vorbei und gehe ins Wohnzimmer. Ich fange schon so an wie Hunter, furchtbar. „Alex“ „Bella ich muss ganz dringend mit dir reden“ „Du bist schwanger“ Völlig verwirrt sehe ich sie an. Was ist los? „Was? Blödsinn. Es geht um Maya“


„Meine Mutter? Ich verstehe nicht. Sie ist seid zehn Jahren tot“ „Eben nicht. Sie lebt“ Völlig überfordert sieht Bella mich an und auch Jack scheint ein bisschen neben der Spur zu sein. „Ich verstehe nicht. Ich dachte als unsere Schule damals angegriffen wurde und mein Vater getötet wurde und wir.... Ich dachte das sie auch“ ich schüttle nur den Kopf. „Sie lebt. Aber sie wusste auch nicht das du wieder unter den Lebenden bist. Ich hab darüber auch nicht mehr nachgedacht. Es tut mir so leid“ Nach dem Bella die Info irgendwie verarbeitet hat, fängt sie an zu weinen und will sich auch eine ganze Weile nicht mehr beruhigen. „Alex woher weißt du das?“ Ich erzähle den beiden wie ich Maya das erste mal getroffen habe und das ich gestern bei ihr war. „Und da hat sie mir das erzählt“ „Wo ist sie? Ich möchte zu meiner Mutter?“ „Das hatte ich gehofft. Ich bring euch zu ihr“ Und so machen wir uns auf den Weg.


Bella und Jack bleiben etwas vom Haus entfernt stehen und ich klopfe an die Tür. Überrascht sieht Maya mich an als sie die Tür öffnet. „Alex. Was machst du hier?“ „Ich habe eine Überraschung für dich. Es gibt da jemanden der dich wiedersehen möchte“ In dem Moment kommen Bella und Jack zu uns. Maya sieht die beiden nur mit großen Augen an, bevor sie ihre Tochter weinend in die Arme schließt. Jack, der neben mir steht, legt mir eine Hand auf die Schulter. „Danke Alex“ „Gerne“ Da ich jetzt hier überflüssig bin, mache ich mich auf den Weg zurück. Dieses mal gehe ich aber nach Hause.
Dort werde ich schon von MacTiger erwartet der mich an maunzt. „Hunter?“ „Küche“ Das ist ja mal was. „Hey Schatz“ „Na Süße wo warst du?“ „Bei einer Familienzusammenführung“ Fragend sieht Hunter mich an und ich gehe mit ihm ins Wohnzimmer, wo ich ihm alles erzähle. „Danke Süße. Das bedeutet unsere Mutter sehr viel“
Nach einem kurzen Kuss kuschle ich mich glücklich an ihn und freue mich das die beiden sich wiedergefunden haben. Da der Tag mal wieder nicht ganz ohne war, der Weg ist ganz schön anstrengend, gehen wir zeitig schlafen. Hunter muss ja morgen auch wieder fit sein, denn morgen ist wieder ein Rennen. Und dabei habe ich ein nicht all zu gutes Gefühlt.


Wie immer kommt der Tag viel zu früh. Hunter ist schon auf den Beinen und schmeißt mich dann auch aus dem Bett, da wir bald los müssen. Was tut man nicht alles für seinen Freund.
An der Strecke angekommen, warten Blake und Kelly schon. Währen Blake und Hunter sich unterhalten sehe ich mich nach Dustin um, von dem aber keine Spur zu sehen ist. „Sag mal, weiß einer von euch wo Dustin ist?“ „Nein keine Ahnung“ Dann wird er wohl heute nicht fahren. „Also dann Jungs. Viel Glück“ Damit verschwinden Kelly und ich von der Strecke. Kurz darauf geht es los. Hunter und Blake haben schon nach kurzer Zeit die Führung übernommen und machen das Rennen unter sich aus. Der Moderator überschlägt sich bei seinen Ansagen fast. Und dann schafft es Blake Hunter abzudrängen und das Rennen für sich zu entscheiden. Na das wird Hunter aber gar nicht gefallen. Machen kann er aber nichts. Blake hat fair gewonnen. Darum kann ich mich jetzt aber nicht kümmern da ich Kelly helfen muss. Danach gehen wir zur Rampe und sehen den Fahrern zu. Blake ist auch da, von Hunter keine Spur. „Wo ist denn Hunter?“ Ich kann es mir schon denken. „Der ist schon los“ „Ich verstehe“


Der nächste Fahrer der an der Reihe ist, kommt mir sehr bekannt vor. Der Sprung ist gut, nur die Landung nicht. Als der Fahrer den Helm abnimmt weiß ich auch woher ich ihn kenne. Sofort laufen Blake, Kelly und ich zu Dustin. Zum Glück scheint ihm aber nichts passiert zu sein. „Dustin. Ist alles ok?“ „Ja geht schon“ „Ich wusste gar nicht das du wieder Freestyle machst. Ich dachte du wolltest dich wegen der Rennen nicht verletzte“ „Ja ich weiß. Aber wenn man immer nur Rennen fährt vermisst am die Rampe“ Kelly unterhält sich noch mit Dustin weiter darüber, während Blake und ich schon vor gehen. Ich denke im Laden wird es noch was zu klären geben.
Und damit soll ich recht behalten. Hunter ist mehr als sauer und langsam regt sich auch bei Blake der Ärger über seinen Bruder. Tori kümmert sich um ihn und ich sehe nach Hunter, der mir sein Leid klagt.


„Hunter ich weiß das du das jetzt nicht hören willst, aber Blake hat dich fair geschlagen. Heute war er nun mal besser“ Hätte ich das mal lieber nicht gesagt. „Was? Du stellst dich jetzt gegen mich?“ „Was hat das damit zu tun? Ich sage nur wie es war und was ich gesehen habe“ „Es reicht. Wenn du unbedingt zu ihm, anstatt zu mir halten willst, dann mach das. Es ist aus“ Damit geht er und lässt mich geschockt zurück. Hat er das gerade wirklich gesagt? Das kann doch nicht sein ernst sein. Ich kann ja verstehen das er sich ärgert, weil er verloren hat, aber das gerade war mehr als unfair. Aber gut, wenn er das so haben will, bitte. Ich kann allerdings nicht weiter darüber nachdenken, wie ich mich jetzt verhalten soll, da Cam uns alle ins Hauptquartier ruft.


Blake und Hunter sind schon da, halten aber soviel Abstand zueinander wie es geht. „Was ist los Cam?“ „Seht euch das an und hört gut zu“ Auf dem Bildschirm ist ein Zord zu sehen, den wir nicht kennen, aber die Stimme die wir hören, kenne ich. „Ist das Kapri?“ „Ja das ist sie. Ihr solltet sie aufhalten bevor sie noch größeren Schaden anrichtet“ „Kommst du mit Alex?“ „Nein ich bleibe hier“ Ich kann deutlich Hunters Blick spüren, ignoriere diesen aber. Soll er doch sehen was er davon hat. Blake und Hunter werden auch noch kurz von dem Sensei ins Gebet genommen, nur glaube ich nicht da es was hilft. Nach dem sie dann weg sind, verfolge ich das Geschehen auf dem Laptop. Zumindest bis Sensei mich anspricht. „Ist alles in Ordnung Alex?“ „Nein Sensei. Nichts ist in Ordnung“ Da er darauf nichts sagt, sehe ich das als Aufforderung weiter zu reden. Also erzähle ich ihm was passiert ist und was für ein Problem Blake und Hunter haben.


„Ich verstehe“ „Ich weiß nicht was ich tun soll. Ich kann doch nicht nur das sagen, was Hunter gerne hören will. Ich meine, ich verstehe das er sauer ist. Aber es gehört doch zum Sport das man halt auch mal verliert“ „Hunter hat einen sehr großen Ehrgeiz. Es ist für ihn sehr enttäuschend sein Ziel nicht zu erreichen“ „Ich verstehe was du meinst Sensei. Aber ich hab so viel mit ihm durchgemacht. Ich bin immer wieder auf ihn zu gegangen, hab ihm eine neue Chance gegeben. Ist es da nicht mein gutes Recht zu sagen, das ich nicht mehr kann? Das, wenn er unsere Beziehung noch will, etwas tun muss? Das er jetzt mal den ersten Schritt machen muss? Ich kann doch nicht immer diejenige sein die zurück steckt und auf ihn zugeht“ Das ist doch alles scheiße. Warum muss immer ich zuerst handeln? „Ich kann dich verstehen Alex. Und es erwartet auch niemand das du den ersten Schritt machen sollst. Denk darüber nach und höre auf deine innere Stimme. Sie wird dich leiten“ „Danke Sensei“


Ich hab da wohl einiges zum Nachdenken. Aber nicht jetzt. Denn jetzt haben die anderen Schwierigkeiten. Besonders Blake und Hunter, die sich immer noch streiten. Manchmal bin ich froh das ich ein Einzelkind bin. Und es kommen noch mehr Schwierigkeiten, denn plötzlich tauchen noch zwei Zords auf.  Das sind Marah und Shimazu. Und für unsere Freunde sieht es nicht gut aus. Zum Glück hat Cam die rettende Idee und so können die Zords der Drei zerstört werden. Es hätte mich auch gewundert wenn die sechs es nicht geschafft hätten. Für mich ist es aber jetzt Zeit mich zu verdrücken, da die anderen sicher schon auf dem Weg hier her sind. „Du willst gehen?“ „Ja Sensei. Ich muss nachdenken“ „Ich bin sicher, du wirst die richtige Entscheidung treffen“ Wenn ich da nur auch so sicher wäre.


Wie so oft führt mich mein Weg zum Meer. Langsam glaube ich doch das es eine magische Anziehung auf mich hat. Aber das ist jetzt nicht so wichtig. Viel wichtiger ist die Frage was ich jetzt mache. Nach Hause kann ich nicht. Ich hab jetzt nicht das Bedürfnis Hunter über den Weg zu laufen. Und bei seinen Eltern will ich mich auch nicht aus heulen. Vermutlich würde ich etwas sagen, das mir später leid tun wird und wahrscheinlich sind sie auch gar nicht da. Aber ich bin mir auch sicher das ich dieses mal nicht auf ihn zugehen werden. Wenn ich ihm etwas bedeute und es ihm leid tut und er unsere Beziehung retten will, soll er seinen Hintern bewegen. Ich weiß nicht mal wie oft ich ihm noch vergeben kann. Aber so wie ich mich kenne und da ich diesen Idioten nun mal liebe, werde ich ihm wohl immer wieder verzeihen. Wobei das vielleicht auch nicht richtig ist. Aber zu einfach werde ich es ihm auch nicht machen. Er kann sich ruhig mal anstrengen.


Als es langsam dunkel wird, spüre ich das sich jemand nähert und ich weiß auch wer das ist. Ich gestehe, ich hätte nicht gedacht das er so früh kommt. Aber leicht will ich es ihm auch nicht machen. Also stehe ich auf und will gehen, als ich am Handgelenk festgehalten werde. „Bitte Alex, ich muss mit dir reden“ „Ich denke es ist alles gesagt“ Ich darf ihn jetzt nur nicht ansehen, sonst ist mein Wille dahin. „Nein ist es nicht. Es tut mir leid was ich gesagt und getan habe. Das war falsch und ich war ein Arsch. Du hattest recht, das Blake mich fair geschlagen hat, aber ich wollte nicht einsehen das mein kleiner Bruder etwas besser kann als ich. Ich wollte dir nicht weh tun. Und vor allem will ich dich nicht verlieren. Ich liebe dich. Auch wenn ich das nicht immer so zeige. Bitte, es tut mir leid“ Ich weiß das er alles so meint wie er es sagt und ich könnte heulen, aber das verkneife ich mir. „Ja du hast mir weh getan und du bist ein Arsch. Aber leider ändert es nichts daran das ich dich liebe. Auch wenn ich das Gefühl habe, das du noch mal mein Untergang sein wirst“ „Soweit werde ich es nicht kommen lassen“


Ich nicke nur, da ich nicht so recht weiß was ich sagen soll. Vielleicht muss ich auch gar nichts sagen. Schweigend machen wir uns auf den Weg nach Hause. „Was ist jetzt eigentlich mit dir und Blake?“ „Alles wieder in Ordnung“ Na wenigstens etwas. Mal sehen wie lange es so bleibt. „Wollen wir gleich schlafen gehen?“ „Bitte sei mir nicht böse, aber ich möchte heute Nacht lieber alleine sein“ Das ist nicht das was er hören wollte, das ist mir klar und sein enttäuschter Blick sagt das auch ganz deutlich, aber etwas soll er noch über sein Verhalten nachdenken. „Schon in Ordnung. Wir sehen uns dann morgen früh. Schlaf gut“ „Du auch“ Damit verschwinde ich in meinem Zimmer und schließe die Tür, gegen die ich mich kurz lehne. Es war nicht leicht das zu sagen, aber es ist, zumindest für diese Nacht, besser so. Schnell ziehe ich mich um und krieche unter die Decke. Der Schlaf lässt allerdings etwas auf sich warten, da meine Gedanken nicht zur Ruhe kommen wollen. Doch nach gefühlten Stunden kann ich dann endlich einschlafe.


Wirklich erholsam war die Nacht nicht. Ständig bin ich aufgewacht und konnte erst nicht wieder einschlafen. Das die Gedanken aber auch nie ruhig sein können, wenn man schlafen will. Zum Glück ist die Nacht jetzt rum, auch wenn ich noch nicht so recht weiß wie ich Hunter begegnen soll. Das Erlebte von gestern steckt mir immer noch in den Knochen. Immer wieder hab ich heute Nacht davon geträumt. Und irgendwie fühle ich mich mies, das ich Hunter heute Nacht mehr oder weniger ausquartiert habe. Ob er mir das übel nimmt? Vielleicht ist er jetzt wirklich sauer auf mich. Das Klopfen an der Tür holt mich auf meinen Gedanken. „Ja?“ Etwas zögerlich geht die Tür auf und ein wuscheliger, blonder Haarschopf sieht mich etwas unsicher an. Fragend lege ich den Kopf schief und frage mich was er will. Die Frage wird mir beantwortet als er mit einem Tablett ins Zimmer kommt. „Ich dachte das dir Frühstück im Bett gefallen würde“ Lächelnd schüttle ich den Kopf. Er ist wirklich süß, vor allem wenn er so unsicher guckt.


Ich rücke etwas zur Seite und klopfe neben mich um ihm zu zeigen das er sich setzten soll, was er auch nach kurzen Zögern macht. Schweigend frühstücken wir und ich kann spüren wie unsicher er ist. Als wir fertig sind, stelle ich das Tablett auf den Nachtschrank und kuschle mich an Hunter. Erst sieht er mich überrascht an, legt dann aber seine Arme um mich und drückt mich etwas fester an sich. Da heute Sonntag ist und wir nichts vor haben, verbringen wir den Vormittag im Bett, zum Mittag stehen wir dann doch auf und verbringen dann den Nachmittag auf der Couch und sehen uns einen Film an. Danach verkriechen wir uns wieder ins Bett. Alles in allem ein schöner fauler Tag.

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Da ich nächsten Freitag nicht da bin, kommt das Kapitel erst am Samstag

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Teaser:
52. Ich gebe ihnen keine drei Stunden bis sie um Hilfe schreien  
Online am 31.03.2018  
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