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Start in ein neues Leben

von Silka
Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Blake Dustin Brooks / Yellow Wind Ranger Hunter Bradley / Crimson Thunder Ranger OC (Own Character) Shane Clarke / Red Wind Ranger Tori Hanson / Blue Wind Ranger
31.03.2017
25.05.2018
60
213.232
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Dieses Kapitel
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26.05.2017 5.444
 
Am nächsten Morgen wecke ich die anderen sehr früh, was die Jungs nicht ganz so witzig finden. Aber das ist nicht mein Problem. Als wir dann alle zum Frühstück gehen, kann es ja nicht anders sein, und das Blondchen von gestern ist wieder da. Aufdringlich wie gestern, schwirrt sie um die Jungs rum, die auch jetzt wieder die Aufmerksamkeit genießen. Ein kurzer Blick zu Tori sagt mir, das sie von dem Ganzen, oder besser gesagt von Blake´s Verhalten verletzt ist. Na wartet Jungs, das wir euch noch Leid tun. „Bleibt ihr doch hier?“ „Nein. Wir fahren gleich los“ Böse sieht die Blonde mich an was mir völlig egal ist. Ich bin schon mit anderen fertig geworden, da ist die Kleine überhaupt kein Problem.
Nach dem Frühstück, das dann doch recht kurz ausgefallen ist, da die Jungs wohl gemerkt haben, das wir schlechte Laune haben, und man sollte sich nicht mit mir anlegen wenn ich schlechte Laune habe, können wir dann auch gleich los.


Die achtzehn Meilen Fahrt sind schnell hinter uns gebracht und ich stelle das Auto in einen schattigen Platz. Nicht das wir morgen gegrillt werden wenn  wir zurück kommen. Schnell kennzeichne ich das Auto, so das jeder weiß, das es hier stehen darf. Dann verteile ich die Ausrüstung. Die Jungs dürfen die Zelte und das Kochgeschirr und so weiter tragen. Tori und ich nehmen den Proviant, der deutlich leichter ist. Die ersten Kilometer ist auch soweit alles in Ordnung. Wenn man davon absieht, das Tori Blake die ganze Zeit konsequent ignoriert, egal was er auch versucht um mit ihr ins Gespräch zu kommen. Na da hat er es aber ordentlich versaut. Auch wenn ich denke das es Tori schwer fällt ihn zu ignorieren. Nach einiger Zeit gibt es Blake auf und kommt zu mir. „Alex. Sag mal weist du was mit Tori los ist?“ „Ja ich weiß das“ „Und was?“ „Blake, das hast du alleine verbockt, jetzt seh zu wie du das wieder gerade gebogen kriegst“ Damit ist für mich die Unterhaltung beendet und Tori wirft mir einen dankbaren Blick zu. Noch verwirrter als vorher sieht Blake mich an und weiß wohl nicht, was er jetzt machen soll. „Alex, was ist denn los? Wir wissen auch nicht was mit euch ist“ „Das ihr das nicht wisst wundert mich kein Stück. Ihr wart ja auch zu beschäftigt“


Nach einiger Zeit fangen die Jungs an rum zu jammern, das die Sachen zu schwer werden. „Warum müssen wir das eigentlich alles schleppen?“ „Oh tut mir leid. Ich wusste nicht das die Sachen zu schwer für euch sind“ Ich liebe Ironie. An Tori gewandt frage ich,  „Was meinst du Tori, schaffen wir Frauen das auch alleine, bevor sich die Jungs noch einen Bruch heben?“ Da Tori sofort versteht, meint sie, „Natürlich. Nicht das sich die Jungs noch einen Nagel abbrechen“ Das nagt dann doch zu sehr an ihrem Ego und plötzlich wiegen die Sachen offensichtlich gar nichts mehr, da die Jungs fröhlich davon schreiten. Das zufriedene Grinsen von Tori steckt an und wir folgen den Jungs mit etwas Abstand. Und lange müssen sie auch nicht mehr tragen. Unter einer etwas größeren Baumgruppe machen wir halt. Während die Jungs die Anweisung bekommen die Zelte auf zu bauen, gehe ich mit Tori los um Feuerholz und frisches Wasser zu holen.
„Ist alles ok mit dir?“ „Klar. Was soll sein?“ „Ich weiß das es dir schwer fällt Blake zu ignorieren“ „Er hat es verdient. Und ehrlich gesagt, macht es auch etwas Spaß ihn so ratlos zu sehen“ „Du hast ja schon eine etwas niederträchtige Art. Gefällt mir“


Mit dem Holzsammeln lassen wir uns extra Zeit, bevor wir zurück gehen und den Fortschritt der Jungs beim Zeltausbau begutachten. Nur ist da irgendwie kein Fortschritt. „Ist das alles was ihr bis jetzt geschafft habt?“ Ein kurzes Nicken ist die Antwort. Das ist doch wohl nicht deren ernst. Von den Zelten ist noch nicht viel zu sehen, da noch der Kampf mit dem Gestänge in gang ist. Auch Tori sieht ungläubig auf das, was mal Zelte werden sollen. Ich bin ja schon fast versucht ihnen zu helfen, besinne mich dann aber eines besseren. „Komm Tori. Lassen wir die hier mal weiter werkeln. Wir kümmern uns schon mal um die Kochstelle“ Mal sehen wer schneller fertig ist. Wobei ich mir das schon denken kann. Und siehe da, Tori und ich sind fertig, während auf der anderen Seite davon noch nichts zu sehen ist.


„Was versuchen die da eigentlich?“ „Keine Ahnung. Aber es sieht nicht sehr vielversprechend aus. Vermutlich müssen wir unter freiem Himmel schlafen“ „Das werden wohl eher die Jungs müssen. Ich kann schließlich ein Zelt aufbauen“ Wesentlich erleichterter sieht Tori mich an. Als ob ich sie hier unter freiem Himmel schlafen lasse. Obwohl das auch nicht schlimm ist. „Lass uns schon mal das Essen machen. Vielleicht sind sie bis dann fertig“ Auch wenn ich nicht wirklich daran glaube. Während wir das Essen kochen beobachten wir die Jungs und ich könnte mich kringelig lachen. Während Shane und Hunter diskutieren wie und wo welche Stange hinkommen, stehen Blake und Dustin eher planlos daneben und wissen nicht so recht was sie tun sollen. „Pass du mal kurz auf das Essen auf Tori?“ „Klar“ Schnell flitze ich noch mal los und hole ein paar Früchte. „Was sind das?“ „Das sind Javaäpfel und Buschpflaumen“ Die Pflaumen schneide ich klein und gebe sie zum Essen dazu. „Kann man die Pflaumen auch roh essen?“ „Ja, aber sie haben einen austrocknenden, nicht sehr angenehmen Effekt im Mund. Deshalb werden sei meist zu Marmelade, Soßen, Fruchtsäfte und Eiskrem verarbeitet“


„Essen“ Keine fünf Sekunden später sitzen die Jungs bei uns. Mit einem Blick über die Schulter sehe ich, das die Zelt noch keinen wirklichen Vorschritt gemacht haben. Während die Jungs das Essen vernichten, versucht Blake noch einmal mit Tori ins Gespräch zu kommen. Doch da beißt er auf Granit. Nach dem Essen schicke ich die Jungs zu einem nahe gelegenen Flusslauf um das Geschirr zu waschen, während Tori und ich uns um die Zelte kümmern. „Glaubst du das ihr zwei das schafft?“ „Ihr habt das ja nicht geschafft“ Damit scheuche ich sie weg und mache mich mit Tori an die Arbeit. Nach nicht mal einer viertel Stunde, stehen die Zelte einwandfrei und die Jungs, die kurz darauf wieder da sind, bekommen große Augen. „Wie habt ihr das gemacht?“ „Das war ja nun wirklich nicht schwer. Der Aufbau erklärt sich doch fast von selbst“ Als erstes inspizieren die Jungs die Zelte. Wenn die jetzt was falsches sagen, dürfen die wirklich unter freiem Himmel schlafen. Da kenne ich ja nichts. Nach dem aber nichts mehr kommt, wird es Zeit schlafen zu gehen.


Am nächsten Morgen werden wir durch das Zwitschern der Vögel geweckt. Selbst die Jungs sind früh wach. Und während die sich um das Frühstück kümmern, gehe ich mit Tori zum Fluss um uns etwas frisch zu machen. Da das Wasser etwas kühl ist, ist man auf jeden Fall gleich wach. Zumal ich auch noch meine Haare machen muss. Man da muss man aufpassen das einem die Haare nicht einfrieren. Zum Glück werden sie schnell durch die Wärme getrocknet. Als wir zurück sind, sind auch die Jungs fertig und wir könne frühstücken. „Was machen wir jetzt Alex?“ „Ihr könnt erst mal hier bleiben und schon mal alles zusammen räumen. Ich werde noch was zu essen besorgen“ „Willst du wirklich alleine gehen?“ „Warum nicht?“ Immerhin kenne ich mich hier aus. „Ich werde mitkommen“ Überrascht sehe ich zu Hunter, wo mir schon sein Blick sagt, das er sich nicht umstimmen lassen wird. Muss der auch so stur sein? Mit einem Schulterzucken gebe ich mich geschlagen, da es eh nichts bringt zu widersprechen. Ich suche noch ein paar Sachen zusammen die ich brauche und dann kann es los gehen.


Das erste Ziel sind die Javaäpfel. Der Baum ist schnell gefunden und ich kletter in die Äste, während Hunter unten bleibt und die Früchte fängt. Das macht er sogar besser als ich dachte. „Was genau sind das jetzt?“ „Javaäpfel“ „Die hattest du uns doch gestern Abend schon gegeben, oder?“ „Ja. Sie haben einen hohen Wassergehalt und sorgen so für ein wenig Wasseraufnahme“ Das nächste Vorhaben wird da schon etwas schwieriger. Suchend sehe ich mich um, kann das Gesuchte aber noch nicht sehen. „Was suchst du?“ „Trigona-Bienen“ Warum sind die nie da wenn man sie braucht? „Bienen?“ Hunter sieht mich an als ob ich nicht mehr alle Kekse in der Dose habe. Na ja, ganz unrecht hat er damit ja nicht. „Ja, Bienen. Und da ist sie auch“ Endlich. Schnell folge ich ihr zu ihrem Nest, das sich in einem Baumstamm befindet. Dann wollen wir doch mal hören wo sie sind. Es dauert etwas bis ich das Geräusch unter der Borke höre, aber dann weiß ich wo ich das Loch bohren muss.


Bei einem kleinen Baum würde man sich die Mühe, ein Loch zu bohren nicht machen. Der würde gefällt werden, aber da ich dafür weder das Werkzeug habe, noch extra einen Baum fällen will, mache ich es auf die zweite Variante. Interessiert beobachtet Hunter was ich mache, was ich versuche zu ignorieren, da es mich zugegebener Massen ein klein wenig nervös macht. Warum auch immer. Alex konzentriere dich. Das Loch zu bohren dauert etwas, doch dann fließt der Honig, den ich in ein paar Flaschen sammele. Freundlich wie ich bin, halte ich den Stock in Hunter´s Richtung, den er, wenn auch etwas zögerlich, probiert. „Der ist echt gut“ „Ja. Sugarbag-Honig ist das beliebteste Nahrungsmittel der Aborigines. Er hat eine große spirituelle und mythologische Bedeutung. Bei den Aborigines gibt es strenge Regeln zum Sammeln des Honigs. Er muss zum Beispiel immer geteilt werden“ „Das hast du ja gemacht“ Und damit ist meine Schuldigkeit getan. Nach dem ich vier Flaschen voll habe, können wir wieder zurück.


„Du sammelst immer recht wenig. Hat das auch eine Bedeutung?“ „Die Aborigines sammeln und jagen nur so viel wie sie gerade brauchen. Damit sichern sie ihr Leben und die Natur. Ich hab viel Zeit mit ihnen verbracht und viel von ihnen gelernt“ In der Zwischenzeit sind wir wieder bei unseren Freunden angekommen. Und wie ich sehe, redet Tori wieder mit Blake. Irgendwie war mir klar, das sie das nicht lange durchhält. Aber das ist ja ihre Entscheidung. Die Früchte und den Honig verstaue ich noch schnell in meinem Rucksack und dann kann es los gehen. „So Leute, los geht’s“ Die Zelte und das andere lassen wir hier, da wir hier eh wieder vorbei kommen werden.
Auf dem Weg zum Ayers-Rock, der nicht mehr weit entfernt ist, erzähle ich ihnen ein bisschen was über die Gegend. Auf dem Weg sehen wir einige Rote Riesenkängurus. „Die sind ja süß“ „Die sind aber ganz schön groß, oder kommt mir das nur so vor?“ „Nein Blake, die sind recht groß. Sie erreicht eine Kopfrumpflänge von 0,9 bis 1,6 Metern, der Schwanz ist nochmal 0,7 bis 1,2 Meter lang. Im Stehen können sie 1,8 Meter hoch werden. Die Männchen werden 55 Kilogramm schwer, die Weibchen nur selten über 30 Kilogramm“


„Und können die wirklich so gut springen wie man immer hört?“ „Ja. Wie viele andere Kängurus kennen Rote Riesenkängurus zwei Arten der Fortbewegung. Bei der Nahrungssuche bewegen sie sich auf allen vieren fort, stützen sich auf die kurzen Vorderbeine und grasen den Boden ab. Bei hohem Tempo hüpfen sie in der bekannten Weise nur mit den Hinterbeinen, der Schwanz dient der Balance. Die Tiere können bis zu 9 m weit und 3 m hoch springen und eine Geschwindigkeit von über 60km/h erreichen. Erwachsene Riesenkängurus haben kaum natürliche Feinde. Werden sie angegriffen, stützen sie sich auf ihren Schwanz und setzen sich mit Tritten der kräftigen Hinterbeine zur Wehr. Kranke Exemplare und Jungtiere fallen manchmal dem Dingo zum opfer“


Und dann haben wir unser eigentliches Ziel erreicht. Vor uns liegt der Ayers-Rock. Immer wieder beeindruckend. „Wow. Der ist ja riesig“ „348 m hoch, 3 km lang und teilweise 2 km breit um genau zu sein. Die Anangu-Aborigines sind die Besitzer dieses Nationalparks und glauben, dass ihre Kultur schon immer in Zentralaustralien existierte und zu Beginn der Zeit von ihren Vorfahren erschaffen wurde“ Wir gehen einige Zeit am Fuße des riesigen Berges lang, bis wir zu einem schmalen Weg kommen der zum Wasserloch  Kata Tjuṯa führt. Da führe ich die anderen jetzt auch hin. Das ist eine richtig romantische Stelle am Fuße des Berges. Felsen umgeben den See und schützen ihn mit einem Dach. „Das ist echt schön hier Alex. Es ist irgendwie..“ „Magisch?“ Ein kurzes Nicken bekomme ich als Antwort. „Und was gibt es hierzu für eine Geschichte?“ „Warum denkt ihr immer, das ich zu jedem Ort was zu erzählen habe?“ „Weil es immer so ist. Also was gibt es hierzu für eine Geschichte?“ Ein kurzes Lachen kann ich mir dann doch nicht verkneifen. Zumal sie recht haben. „Also schön. Das ist das Kata Tjuṯa Wasserloch. Es befindet sich im Besitz der Anangu. Da laut deren Mythologie die Kata Tjuṯa mit der Traumzeit verbunden ist, nutzen die Anangu sie als Ort für Rituale. Aus diesem Grund ist der Zutritt für Touristen beschränkt. Alle Ureinwohner haben höchsten Respekt vor den Geistern des Kantju und sind früher beim Wasserholen nur vorsichtig in Gruppen gegangen“


Wir gehen etwas weiter und kommen zu einer Absperrung. Hier geht es nicht weiter und auch wenn ich weiß, das Levi nichts dagegen hätte, gehe ich nicht weiter. Ich weiß wie wichtig ihnen dieser Ort ist. „Richtig heimisch in diesem Paradies fühlen sich viele kleine schwarz weiße Bachstelzen, die Willy Wagtails. Der Name der Aborigines klingt wie das Schilpen und Zwitschern des Vogels. Aber Vorsicht! Nach der Mythologie der Aborigines lebt in ihm die Seele einer sehr freundlichen und an allem interessierten Frau. Die Anangu hüten ihre Zunge, wenn ein solcher Vogel in der Nähe ist, damit er Gehörtes nicht anderswo weiter erzählen kann“ „Also irgendwie ist das alles verwirrend“ „Wie meinst du das Tori?“ „Na ja, das mit der Mythologie und dieser Traumzeit. Das verstehe ich nicht wirklich“ Da es den anderen wohl ähnlich geht, setzte ich mich mit ihnen in den Schatten und versuche ihnen die Religion der Anangu zu erklären.


„Für die Aborigines ist sie die Erklärung zur Erschaffung der Welt. Der Same träumt den Baum, lautet ein wichtiger Leitsatz der Aborigines. Wie sich aus einem Samen ein Stamm, die Äste und das Laubwerk entwickeln, so geht ein Mensch aus der Natur hervor. Das Leben des Aborigines ist von Geburt bis zum Tod eine einzige Initiation, das heißt der rituelle Übergang von einer Lebensstufe zur nächsten. Diese erfolgt stufenweise, wobei es immer das Ziel ist, den inneren Horizont zu erweitern. Diese Traumzeit nennen die Aborigines auch die Welt der Schöpferischen Ahnen. Es ist die Realität der unsichtbaren Kräfte der Natur, die mit dem Sichtbaren verwoben sind. Diese unsichtbaren Kräfte der Natur sind es, die sich im Rhythmus von Leben, Wachsen und Vergehen manifestieren. Während beispielsweise der buddhistische Mönch versucht, der Welt des Leidens durch Abgeschiedenheit und Meditation zu entkommen, steht der Aborigine fest im Leben und akzeptiert Schmerz und Leiden, als den einzig begehbaren Weg in die Welt der Traumzeit“


Ich mach eine kurze Pause, damit die Fünf das gehörte verdauen können. Ich hoffe zumindest das ich einigermaßen verständlich bin.
„Die Aborigines benennen drei Welten: die Welt des Ungeborenen, die des Lebendigen und die Welt des Toten. Die Realität setzt sich aus diesen miteinander verwobenen Welten, bzw. ihrer beständigen Interaktion, zusammen. Ein Aborigini Sprichwort besagt: "Die Frau wird von der Natur geboren, der Mann muss von der Kultur geformt werden"
Während die Aufgaben der Frau von der Natur vorgegeben sind, muss der Mann seine Rolle in der Gesellschaft erst finden. Das bedeutet nicht, dass sich das Leben der Frau auf die Mutterschaft alleine beschränkt. Sie hat großen Einfluss auf das Verhalten der Männer im Clan und wird oft zu einer Lenkerin der Geschicke. Ihre Kräfte sind immer leitend und schöpferisch. Da die Energien des Männlichen als degenerierend und endend gesehen werden, muss der Mann initiiert werden, um die Realität der Traumzeit erkennen zu können. Das Ziel seiner Initiationen ist bei Ritualen immer wieder der Tod und die symbolische Wiedererweckung. Das Leben muss nach Ansicht der Aborigines den Tod konfrontieren, um diesen zu überwinden. In dem Maß, wie die Frauen die Macht des Lebens und des Lebengebens darstellen, verkörpern die Männer die Macht des Todes und des Tötens. Das Leben des einen Lebewesens ist abhängig vom Tod des anderen. Ohne den Tod, der das Leben in die Schranken weist, würde es unkontrolliert wuchern“


„Das ergibt Sinn. Aber geht das auch etwas einfacher?“ So ganz hat Shane das dann wohl doch nicht verstanden. Mal sehen. Wie kann man das einfacher sagen?
„Die Aborigines nennen die Kräfte und Mächte, die die Welt geschaffen haben, ihre Schöpferischen Ahnen. Sie sind der Überzeugung, dass unsere wunderbare Welt nur in Übereinstimmung mit der Kraft, der Weisheit und den Absichten dieser ersten Ahnen so perfekt geschaffen werden konnte. Während der Epoche, in der dies geschah - der Traumzeit -, bewegten sich die Ahnen über eine kahle, eintönige Fläche, ähnlich wie auch die Aborigines durch ihr riesiges Land wandern. Die Ahnen zogen hierhin und dorthin, sie jagten, schlugen ihr Lager auf, kämpften und liebten, und so schufen sie aus einem formlosen Land eine topographische Landschaft. Vor ihren Wanderungen legten sie sich schlafen und träumten die Abenteuer und Ereignisse des folgenden Tages. Auf diese Weise, indem sie ihre Träume in die Tat umsetzten, schufen die Ahnen Ameisen, Grashüpfer, Emus, Krähen, Papageien, Wallabys, Kängurus, Echsen, Schlangen, alle Nahrung sowie die Pflanzen. Sie schufen alle Elemente der Natur, die Sonne, den Mond und die Sterne, und sie schufen auch die Menschen, die Stämme und Clans. All dies wurde von den Ahnen gleichzeitig erschaffen, und jedes Ding konnte sich in ein anderes verwandeln. Eine Pflanze konnte zu einem Tier werden, ein Tier zu einer Landschaftsform, eine Landschaftsform zu einem Mann oder einer Frau. Ein Ahne konnte zugleich Mensch und Tier sein. Diese Umwandlungen gingen hin und her, je nachdem, wie es die Geschichten der Traumzeit verlangten. Alles wurde aus derselben Quelle geschaffen - den Träumen und den Taten der großen Ahnen -, und alle Stufen, Phasen und Zyklen waren in der Traumzeit gleichzeitig gegenwärtig. Während die Welt Form annahm und sich mit den Arten und vielfältigen Ausgestaltungen erfüllte, die sich aus den Umwandlungen der Ahnen ergaben, wurden die Ahnen müde und gingen in die Erde, in den Himmel, die Wolken und die Geschöpfe zurück, um gleich einer Kraft in allem nachzuhallen, was sie geschaffen hatten“


Ich denke das war dann doch etwas verständlicher. Zumindest sehen sie jetzt so aus, als ob sie es verstanden haben. „Ok, das hab sogar ich verstanden“ Na wenn Dustin das verstanden hat, dann auch die anderen. Wir bleiben noch eine Weile sitzen und da die Jungs schon wieder Hunger haben, gibt es die Äpfel und Honig. Da die Äpfel einen hohen Wassergehalt haben stellt sich recht schnell ein Sättigungsgefühl ein. Und so bleibt noch was für den Rückweg übrig. Also brauche ich für´s erste nichts neues suchen. Nach dem wir noch ein bisschen um den Berg spazieren, wird es Zeit zurück zu gehen. Allerdings auf einem anderen Weg als wir gekommen sind. Wird ja sonst langweilig. Und ich hoffe darauf das wir noch einige Tiere sehen. Und lange brauche ich darauf auch nicht warten. Tori entdeckt als erstes einen Bewohner der Gegend. „Alex, was ist das?“ Sie zeigt auf eine recht große Echse. „Das ist ein Riesenwaran“ „Bitte geschätzte Fremdenführerin, erzählen sie uns mehr über das Tier“


„Also gut. Der Riesenwaran ist wie alle Warane ein tagaktiver Einzelgänger, und verbringt die Nacht in einem Versteck. Seine Nahrung setzt sich vor allem aus Echsen, anderen kleinen Wirbeltieren und Insekten sowie Aas zusammen, aber den größte Teil machen kleinere Echsen aus. Während der Trockenzeit verstecken sich die Tiere über Wochen in ihren Bauen. Als größte Echse Australiens erreicht er in Ausnahmefällen Längen von über 2m, und ist durch ein schwarzes Netzmuster an Kopf, Kehle und Hals sowie eine braune Rückenfärbung mit hellen Punkten gut von anderen Waranen zu unterscheiden. Er bewohnt insbesondere Trockengebiete mit Felsenformationen. In sehr seltenen Fällen erreicht er eine Gesamtlänge von 2–2,5 m. Normalerweise bleibt die Art jedoch kleiner und wird nur sehr selten über 2 m lang. Männchen werden deutlich größer als Weibchen. Bei einer Feldstudie in Western Australia wiesen Männchen eine Länge von durchschnittlich 149,4 cm auf, die Weibchen eine Durchschnittslänge von 130,3 cm. Der Riesenwaran ist überwiegend bodenbewohnend. Während der Regenzeit ist das Aktivitätsmuster bimodal, das heißt am frühen Morgen sonnen sich die Echsen, um ihre Aktivitätstemperatur zu erreichen. Um die Mittagszeit verstecken sich Riesenwarane in ihren Bauten, um Überhitzung zu vermeiden. Während der nahrungsarmen Trockenzeit bleiben Riesenwarane oft für mehrere Wochen oder Monate inaktiv in ihren Bauen, während dieser Zeit zehren sie wahrscheinlich von Fettreserven.
Riesenwarane sind zwar nicht territorial, bewegen sich jedoch in einem angestammten Gebiet“


„Interessant. Und muss man vor den Angst haben?“ „Sie gelten als vergleichsweise scheu, auch wenn große Exemplare bei langsamer Annäherung nicht zwangsweise fliehen. Werden sie erschreckt, sind Riesenwarane sehr agil und können sich z. B. 6 m tief fallen lassen oder sich auf die Hinterbeine erheben und zweibeinig rennend fliehen. Während die meisten echsenfressenden Warane Geckos oder Skinke jagen, bevorzugt der Riesenwaran Agamen. Da viele dieser heimischen Beutetiere gebietsweise sehr selten geworden sind, machen Riesenwarane verstärkt Jagd auf die in jüngerer Zeit eingeführten Hasen. Das von Riesenwaranen gefressene Aas stammt oft von „Roadkills“, also im Straßenverkehr umgekommenen Tieren“


„Alex was macht der da?“ „Der Riesenwaran sucht wie die meisten Warane züngelnd große Gebiete nach Beute ab. Das habt ihr sicher auch schon mal bei Schlangen gesehen“ Zustimmendes nicken.
„Der Riesenwaran wird traditionell von Aborigines bejagt. Die Aborigines kennen eine Reihe von Legenden über den Riesenwaran. Oft wird erzählt, dass Riesenwaran und Trauerwaran ihre Färbung erhielten, indem sie sich gegenseitig anmalten. Der Riesenwaran soll sich große Mühe gegeben haben, wodurch der Trauerwaran seine feine Rosettenzeichnung erhalten haben soll. Der Trauerwaran wurde im Gegenzug während seiner Arbeit müde, und schüttete seinen Farbeimer über dem Rücken des Riesenwarans aus, wodurch dessen eher eintönige Färbung entstanden sein soll. Zur Strafe habe der Riesenwaran den deutlich kleineren Trauerwaran zum Leben in den Bäumen gezwungen und tatsächlich ist der Trauerwaran baumbewohnend und wird gelegentlich vom Riesenwaran gejagt“


Da der Waran seines Weges zieht, gehen auch wir weiter und ich bin sicher, das wir nicht lange auf den nächsten Bewohner warten müssen. Einige Zeit gehen wir schweigend durch die Landschaft, während Tori Fotos macht. „Alex was ist das da drüben für ein Gestrüpp?“ „Das ist Spinifex. Eine Süßgrasart. Mal sehen ob wir da einen weiteren Bewohner Australiens finden“ Neugierig folgen die anderen mir, während ich mich umsehe. Hier draußen ist er noch nicht zu sehen, dann versteckt er sich sicher im Gras. Ah da haben wir doch einen. Schnell greife ich mir das kleine Tier und zeige es den anderen. „Der sieht ja cool aus. Was ist das?“ „Das, Dustin ist ein Dornteufel. Er ist eine heimische Art der Agamen und aufgrund seines komplett von Stacheln bedeckten Körpers unverwechselbar. Sie legen sich kleine Bauten an oder verstecken sich im Spinifex. Im Frühling und Herbst ist er vormittags und nachmittags aktiv, und geht auf Nahrungssuche. Der Dornteufel ernährt sich ausschließlich von Ameisen, dazu stellt er sich neben eine Ameisenstraße und leckt die Insekten mit der Zunge auf. Da es in der Wüste nur wenig Trinkwasser gibt, entwickelte sich ein System aus mikroskopischen Rillen in seiner Haut, die durch Kapillarkräfte Wasser aus Regenfall und Nebel zu seinem Maul transportieren“


„Der ist aber recht klein, oder täuscht das?“ „Nein das täuscht nicht. Das ist ein Männchen und die sind kleiner. Ausgewachsene, weibliche Dornteufel haben eine Kopf-Rumpf-Länge von 8–11 cm und wiegen bis zu rund 89 g, während Männchen mit maximal 9,6 cm und höchstens 49 g deutlich kleiner bleiben. Die Art ist generell recht stämmig gebaut, und hat nur einen kurzen Schwanz. Das auffälligste Merkmal sind die ausgeprägten, dornartigen Stacheln an Kopf, Rumpf, Beinen und Schwanz“ „Und sind die immer so rot?“ „Das kommt drauf an. Die Tiere sind orangerot bis gelb gefärbt, und weisen schwarze Flecken und helle Längsstreifen auf. Die Grundfarbe wird von der Farbe des Sands bestimmt, Individuen aus Gebieten mit rötlichen Sand sind z.B. tendenziell rötlicher gefärbt als andere Populationen. Außerdem besitzt der Dornteufel die Fähigkeit zum physiologischen Farbwechsel, der sich in der helleren Färbung von aktiven Dornteufeln äußert“ „Wenn die so klein und leicht sind fressen die bestimmt nicht viel“ „Normalerweise etwa 750 Ameisen täglich. Freilebende Dornteufel verputzen Ameisen mit Raten von bis zu 12 Ameisen pro Minute“


„Und werden die auch von anderen Tieren gejagt? Ich meine mit den Stacheln tun sich andere Tiere doch sicher weh wenn sie die fressen“ „Zu den Jägern von Dornteufeln gehören Greifvögel, Schlangen, Dingos, Füchse und Warane. Wenn sich ein Räuber nähert, erstarren Dornteufel in ihrer momentanen Position, oft mit noch einem angehobenen Bein. So sind sie kaum zu erkennen, insbesondere durch ihre Stacheln sind sie gut getarnt. Die Stacheln verletzen jedoch nicht die Magenwände von Beutegreifern. Ihnen passiert also nichts“ Damit entlasse ich den kleinen Dornteufel wieder in die Freiheit und er macht sich auch gleich aus dem Staub. „Sag mal Alex, woher weißt du das alles?“ „Ich interessiere mich für mein Land und seine Bewohner. Ob nun die Menschlichen oder die Tierischen. Außerdem habe ich viel Zeit mit den  Aborigines verbracht. Da lernt man so einiges“
Während des weiteren Weges quetschen die anderen mich noch etwas mehr aus.


Zum Glück achte ich trotz allem weiter auf unseren Weg, da es sonst zu einer Katastrophe kommen würde. Denn ein paar Meter vor uns sehe ich einen der gefährlichsten Bewohner Australiens. Schnell bringe ich die anderen zum stehen. „Was ist los Alex? Ist was passiert?“ „Nein, noch nicht“ Damit zeige ich auf das helle Kriechtier vor uns. „Was ist damit? Die sieht doch ganz niedlich aus“ „Shane, ich glaube wenn ich dir jetzt sage, das dass da die giftigste Schlange der Welt ist, findest du die gar nicht mehr so niedlich“ Wie ich es mir gedacht habe, macht Shane einen großen Satz nach hinten, ebenso die anderen. Nur ich bleibe an Ort und Stelle. „Was ist das für eine Schlange Alex?“ „Ein Inlandtaipan. Wie gesagt die giftigste Schlange der Welt. Sie wurde erstmals von Sir Frederick McCoy 1879 beschrieben. Im Englischen wird sie auch Small Scaled Snake, Western Taipan oder Fierce Snake genannt. Letzterer Name bedeutet übersetzt „Wilde Schlange“ und wird im allgemeinen Sprachgebrauch am häufigsten verwendet. Der Inlandtaipan erhielt diesen Namen von Farmern, weil er bei der Jagd manchmal so aussieht, als würde er das Vieh auf dem Weideland jagen. Aufgrund ihrer Entdeckungsgeschichte und starken Giftigkeit wurde sie Mitte der 1980er Jahre Australiens bekannteste Schlange“


„Die ist aber ganz schön lang“ „Die Körperlänge beträgt bis zu 2,5 m, wobei der Durchschnitt bei etwa 1,8 m liegt. Der Inlandtaipan kann als einzige Schlange Australiens seine Farbe ändern. So ist er während der heißen Sommermonate eher hell gefärbt, um die Sonneneinstrahlung teilweise besser zu reflektieren und sich besser tarnen zu können. Im Winter dagegen ist er eher dunkler, um mehr von dem Sonnenlicht absorbieren zu können. Die braunen Tiere besitzen entweder eine braun-rote oder braun-gelbe Bauchseite und die Färbung ihres Rückens verläuft zum Kopf hin gegen Schwanzspitze schwarz, wobei der Kopf selbst meistens vollkommen schwarz ist. Die olivfarbenen Tiere besitzen diese Auffälligkeiten hingegen nicht. Aufgrund seiner Giftigkeit wird dem Inlandtaipan häufig ein so aggressiver Charakter wie dem Küstentaipan zugesprochen. Allerdings ist sein Ruf schlechter als er es verdient“ „Bist du dir da sicher?“


„Ja. Es sind  vielmehr scheue Tiere, welche beim Anzeichen von Gefahr flüchten und sich in Erdlöchern verstecken. Ist eine Flucht jedoch nicht möglich, so wechseln sie in eine defensive Haltung und warten einen günstigen Moment ab, um den Angreifer zu beißen. Bei einer Begegnung mit dieser Spezies sollte man sich daher niemals sicher fühlen, wenn die Schlange einen ruhigen Eindruck macht, da sie häufig auch bei der Flucht unerwartet nach hinten zuschnappt. Wie die meisten Schlangen behält selbst der Inlandtaipan sein aggressives Verhalten nur bei, solange er glaubt, dass man eine Gefahr darstellt. Sobald er bemerkt, dass man ihm nichts zu Leide tun will, verliert er jegliche Aggressivität, und es ist möglich, sich nahezu gefahrlos in seiner Nähe aufzuhalten. Inlandtaipane sind ausschließlich tagaktiv. Sie zeigen eine hochspezialisierte Lebensweise, die untrennbar mit einer einheimischen Ratte verbunden ist, der Plague Rat. Der Inlandtaipan ernährt sich ausschließlich von Kleinsäugern. Neben der bevorzugten Plague Rat sind dies Mäuse und die Springbeutelmaus“


Und als ob die Schlange merkt das wir ihr nichts böses wollen, schlängelt sie von dannen und beachtet uns nicht weiter. Und so gehen auch wir weiter. Über die Schlange wir sich noch eine ganze Weile unterhalten, bis wir schließlich wieder am Lager sind. Die Jungs hatten die super Idee, das wir ein Lagerfeuer machen und selbst gefangenen Fisch grillen wollen. Na gut dann müssen Sie aber auch zeigen was Sie können. Im Landesinneren gibt es einen sehr schönen See, wo man auch Fischen darf.
Also schnappen wir uns die Sachen und machen uns auf den Weg. Zum Glück ist es noch nicht so spät und wir müssen auch nicht sehr lange gehen. „So Jungs, ihr wisst ja jetzt wie die Zelte aufgebaut werden und deshalb hoffe ich mal, das ihr fertig seid wenn Tori und ich zurück sind“ Damit lassen wir die Jungs alleine und gehen los Holz und Wasser hohlen. Allerdings hat keiner von den Fünf daran gedacht, das sie keine Angel dabei haben. Zum Glück kenne ich da einen Trick. An dem See gibt es weiter abwerte einen Auslauf wo das Wasser schneller fliest. Dort baue ich eine Art Gatter, wo zwar das Wasser raus fliesen kann, aber keine Fische raus kommen.  


Nach dem das fertig ist, gehe ich wieder zu Tori und helfe ihr. Als wir genug zusammen haben, gehen wir zurück und ich bin gespannt wie weit die Jungs sind. Dieses mal sieht es wirklich besser aus. Das erste Zelt steht und das zweite so gut wie. „Das sieht doch schon mal gut aus. Sehr schön“
Tori und ich kümmern uns um die Kochstelle und ich bin froh noch vor dem Trip einkaufen gewesen zu sein. Und Emily war so lieb, mir noch einige Zutaten mit zu geben die ich jetzt gut brauchen kann. „Alex was machst du da?“ „Brot. Sonst haben wir nichts zu dem Fisch“ Das Brot wird hier wieder vermehrt auf traditionelle Weise gemacht und so mache ich das jetzt auch. Das dauert zwar ein bisschen, aber es lohnt sich. In der Zwischenzeit sind auch die Jungs mit den Zelten fertig. „Wir haben da ein kleines Problem“ „Und welches?“ „Wir haben keine Angeln dabei“ Oh ist ihnen das auch mal aufgefallen. „Dann wird das wohl nichts mit dem Fisch“ „Nun macht mal nicht die Pferde scheu. Alles was wir dafür brauchen, gibt uns die Natur“ Inzwischen ist auch das Brot fertig und ich kann es einwickeln damit es warm bleibt.


„So dann mal los“ Zusammen gehen wir zu dem See, der nur ein paar Minuten weit weg ist. Mal sehen ob in dem Käfig schon Fische sind. Volltreffer. Schnell suche ich ein paar geeignete Stöcke und spitze die eine Seite an. „Was wird das?“ „Damit fangen wir die Fische. Da dürft ihr aber nicht zimperlich sein. Zustechen ohne groß nachdenken. Verstanden?“ Kurz nicken sie, aber ich habe doch meine Zweifel. Ich zeige ihnen wie es geht und dann sind sie dran. Und ich muss sage, sie stellen sich besser an als ich dachte. Nach dem wir genug Fische haben, entlasse ich die anderen in die Freiheit. Die Jungs nehmen die Fische und es geht zurück. Das zubereiten übernehme dann ich, da das weder die Jungs noch Tori machen wollen.


„Danke lieber Fisch das du dein Leben gegeben hast, das wir was zu essen haben“ „Alex was genau machst Du da?“ „Es ist bei vielen Naturvölkern üblich, das sie sich bei der Kreatur bedanken, das sie das Leben nehmen dürfen. So zeigen sie ihre Achtung vor dem Leben“ Der Fisch ist schnell vorbereitet und grillt dann über dem Feuer.
Gerade als die Jungs anfangen zu fragen wie lange es denn noch dauert, da sie wieder mal am verhungern sind, sind die Fische fertig und das Essen kann verteilt werden. „Das ist echt lecker. Hast du das auch hier gelernt?“ „Ja. Ich könnte ohne größere Probleme hier draußen überleben“ Während der Fisch und das Brot vernichtet werden, reden wir noch eine ganze Weile über dies und das. Und dann ist es auch Zeit schlafen zu gehen. Morgen geht es zurück und dann ist auch schon in ein paar Tagen Emily´s Hochzeit.
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Teaser:

11. Die Hochzeit meiner Freundin
Online am 02.06.2017  
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