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I have to stay behind

Kurzbeschreibung
OneshotAllgemein / P12 / Gen
Lightning / Claire Farron
27.03.2017
27.03.2017
1
817
 
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27.03.2017 817
 
Final Fantasy XIII – 3 – I have to stay behind


Make my wish come true, let darkness slip aside.
Hiding all our hope, mocking what we treasure.
Battles we can win, if we believe our souls.
Hang in for the light, till dawn.
Fate will not leave you, hate will not heal you.
Pray and one day, peace shall flow everywhere.


Gedanken kreisen durch das Chaos ringsumher, Gedanken einer Frau an ihre Freunde und ihre Familie, Gedanken eines Gottes, beseelt vom Wunsch nach Rache und Entkommen.
Lightning versank in ihren Erinnerungen, während sie im Chaos ausharrte. Wie lange war es nun schon her, dass sie gewonnen und die Seelen der Menschheit gerettet hatte? Sie konnte es nicht mehr sagen, also musste es schon lange her sein. Wie es wohl den anderen ging? Das fragte sie sich jeden Tag. Wobei sie natürlich nicht sagen konnte, ob Tag war oder Nacht. Hier im Chaos war Zeit bedeutungslos. Nichts änderte sich – bis auf die Bewegungen des Gottes irgendwo unter ihr. Lightning ließ den Blick wandern und da, weit unter sich, konnte sie die Umrisse von Bhunivelze erspähen. Er kam näher – wieder einmal.
Seit sie zusammen mit ihren Freunden den Gott des Lichts an seinen Plänen gehindert hatte, mochte viel Zeit vergangen sein. Die anderen führten sicher irgendwo ein neues Leben, während sie sich entschieden hatte, hier zu bleiben. Sie beschützte die Welt, die sich ihre Freunde ausgesucht hatten, und hinderte Bhunivelze daran, zu entkommen. Denn er hatte geschworen, Rache zu nehmen. Das spürte die Rosahaarige. Es machte ihr nichts aus. Kämpfen bestimmte seit jeher ihr Leben.
Einst als eine L’Cie, als eine Erkorene von Etro und als die Erlöserin, von Bhunivelze auserwählt …
Lightning konzentrierte sich wieder auf den Gott unter ihr, griff automatisch mit einer Hand nach ihrer Waffe. Bhunivelzes Stimme hallte in dem sie umgebenden Chaos wider.
‚Immer noch entschlossen, zu kämpfen?‘
Lightnings Miene wurde ernst. „Bis ich sterbe…“ war ihre Antwort, während sie das Schwert zog und ihr Gewicht verlagerte. Bhunivelzes Miene wurde finster. Warum war sie nicht einfach mit ihren Freunden gegangen? Das würde der Gott niemals verstehen.
‚Du wirst mich nicht ewig hier festhalten können, Erlöserin …‘
„Solange ich es kann, werde ich es tun“, war ihre knappe Antwort, dann ging sie zum Angriff über. Ein helles Licht hüllte sie und ihn ein und setzte eine gewaltige Explosion frei, als sie aufeinander trafen.
Lightning wusste selbst, dass irgendwann ein Ende kommen würde, doch wie würde es aussehen? Würde einer von ihnen eines Tages sterben? Würde sie es sein? Wer würde dann die Welt beschützen und Bhunivelze aufhalten? Ein Lächeln huschte um ihre Lippen, während sie aufgrund der Explosion regungslos durch das Chaos trieb.
Ihre Freunde würden es tun. Ganz sicher. Allen voran Snow. Bei dem Gedanken musste Lightning unwillkürlich schmunzeln. Wie sie sich verändert hatte. Früher fand sie Snows Tatendrang aufdringlich und kindisch, doch heute schätzte sie diese Seite an ihm. Von Snow wanderten ihre Gedanken zu Serah. Ihrer Schwester. Ob sie mittlerweile geheiratet hatten?
Wie viel Zeit war vergangen seit jenem Tag, als alles  begonnen hatte? Als sie selbst als L’Cie erwachte und zusammen mit den anderen eine neue Zeit herbei führte? All die Ereignisse von damals, die sie alle geprägt hatten, lagen unendlich lange zurück und waren doch so präsent in ihrer Erinnerung. Als wäre es erst vor wenigen Stunden geschehen.
Sie erinnerte sich, wie Serah zu einer L’Cie geworden war und ihr ihre Entscheidung, Snow zu heiraten, mitgeteilt hatte. Der Streit von damals und alles was folgte. Die Kämpfe. Die Ruhe. Cocoon und Pulse. Der Sieg über Barthandelus und Orphanus.
Sie erinnerte sich an das Chaos, das sie nach Walhalla zerrte und zu Etro brachte. Die schier endlosen Kämpfe mit Caius Ballad, bis sie ihm unterlag, in Sorge um Serahs Leben. Die Kristallstarre, die sie für 500 Jahre gefangen hielt. Bis Bhunivelze selbst sie erwählte.
Sie erinnerte sich an Luxerion und Yusnaan, an die Wildlande und die Klagenden Dünen. An Odin und all die anderen, die sie auf ihrer langen Reise getroffen hatte. Doch mehr als an all diese Menschen erinnerte sie sich an die, die ihr nun so sehr am Herzen lagen.
Wie ging es Sazh und Dajh, Fang und Vanille, Noel und Yul? Und vor allem, wie ging es Hope? Ihn vermisste die Rosahaarige besonders und sie wusste, warum. Mittlerweile wusste sie es. Sie mochte den Silberhaarigen. Doch sie würde ihn nicht wiedersehen. Sie hatte sich entschieden, zu bleiben. Um sie zu beschützen. Doch – in Wahrheit vermisste sie alle. Sehnte sich nach ihnen. Wenn sie könnte, sie würde auf der Stelle zu ihnen gehen. Doch dann wäre Bhunivelze frei. Ihr blieben nur ihre Erinnerungen an vergangene Zeiten. Und ihre Träume. Das reichte. Es gab ihr die Kraft, durchzuhalten. Für sie würde sie hier bleiben. Für sie alle würde sie weiter kämpfen. Solange es ihr möglich war.
Sie ist Lightning – L’Cie, Ritterin und Erlöserin. Eine Kämpferin bis zuletzt …
 
 
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