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Lesbian Liv

OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Det. Clive Babineaux Dr. Ravi Chakrabarti Major Lilywhite OC (Own Character) Olivia "Liv" Moore Peyton Charles
27.03.2017
02.04.2017
3
2.232
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02.04.2017 814
 
Mehrere  Stunden sind nun vergangen und die Sonne ist schon lange hinter den großen Felsen verschwunden.  Alle anderen Helfer haben sich schon längst in den Zelten verkrochen und man hört nur hin und wieder jemanden in Richtung Gebüsch laufen – wahrscheinlich um zu pinkeln. Ich selbst sitze am Ufer des Flusses und beobachte das klare Wasser. Der Mond scheint Hell auf das Flussbett und spiegelt den Wald in einem dunkeln Ton.  Es riecht nach Sommer und die Wärme der Steine überträgt sich auf meinen gesamten Körper. Ich fühle mich geborgen.  Heimatslos und doch Zuhaus.

Geborgenheit. Vollständig und gänzlich erfüllt. Wieder schaue ich in diese  unendlich tiefen Augen. Ich sehe so viel. Ich sehe alles. All dein Leid. All deine Freude. Du tanz durch meine Liebe und singst zu meinem Herzschlag. Poch. Poch. Poch. Immer höher, immer schneller. Fliegend setzt du dich in all meine Träume, greifst an, gewinnst und dann bleibst du. Für immer sagt mir dein Blick, doch auf solche Worte habe ich nie etwas gegeben. Keine Lust darüber nachzudenken. Zeit ist Zeit und für immer nichts als Worte. Ob leer oder nicht – vielleicht ist es das einzige was mir deine Augen nicht verraten. Vielleicht, weil deine Seele sich selbst nicht im klaren ist was sie will. Aber wer weiß das auch schon. Möglichkeiten, Zukunft, Zeit. Zeitverschwendung darüber nachzudenken, doch dein Herz gibt mir jedes Wort vor. Jeder Gedanke, klar und doch unausgesprochen. Bin gefesselt in deinem Dasein und möchte mich nicht wehren.

Wir befinden uns an dem Fluss. Genau an dieser Stelle. Genau in so einer Sommernacht. Eng umschlungen liegen wir auf den Steinen. Dein Körper gibt mir die Wärme, welche die Steine mir eben noch gegeben haben. Eine Wärme die durch das innerste meines Körpers zieht und dort irgendwo verweilt. Wieder möchte ich dich berühren, jedoch bin ich wie erstarrt. Ich habe Angst dich zu verletzen. So zerbrechlich. Angst dich zu zerstören.  Plötzlich löst sich dein Blick von mir. Große Augen. Erschrocken schaust du auf. Ein Schrei. Steine. Wasser und dann geht alles viel zu schnell.

Unkontrolliert wackelt mein Körper hin und her um nicht zu ertrinken. ,Wie zur Hölle bin ich im Fluss gelandet? Bin ich weggenickt? Bin ich abgerutscht? Und was hat die Vision damit zu tun? Oder der Blick von dir. Wer auch immer du bist.´ Innerhalb von Sekunden rennen diese Gedanken durch meinen Kopf. Fast panisch versuche ich das Ufer zu erreichen, aber der Fluss reißt mich einfach mit. Zu schnell. Zu kraftvoll.                                                                                                                                                                

In der Ferne sehe ich eine Gestalt zwischen den Bäumen verschwinden. Schnell. Dunkel. Unauffällig. Doch leider zu auffällig für mein geschultes Auge. „Heee, bleib …stehen. Hi..lf mir.“ brülle ich während meine Stimme immer wieder mit mir in den Tiefe des Sees verschwindet. ´Was nun? Was jetzt?´die Panik überkommt mich nun wirklich und ich beginne zu schreien und zu zappeln. Todesangst und Lebensnot. Nicht sterben. Bitte. Was ich alles verpassen würde. Major. Ravi. Ja, sogar Clive. Und diese Frau. Meine Gehirne. Meine Identitäten. Meine Leichen. Panik. Immer mehr Panik. Immer schneller. Mein Puls rast. Mein Herz pocht bedrohlich laut gegen meinen Brustkorb und lässt meinen Körper erbeben. Zittern. Wasser – überall Wasser.
Eine Stimme. Zärtlich. Leise. Fremd und doch so bekannt. Eine Person steht am Ufer und winkt hektisch – oder bilde ich mir das nur ein? „Halt dich fest, Halt dich fest“ schreit sie. Währenddessen wirbelt sie irgendetwas umher. Ein Ast? Eine Leine. Whatever. Mit letzter Kraft klammere ich mich an diesem Gegenstand fest – ein Ast, wie ich feststellen kann. Die kleinen Abzweigungen des Astes bohren sich in meine Hand und ich sehe rot. Die Frau zieht mich in Richtung Ufer. Wie auch immer sie das schafft. Sie ist schlank und mit Sicherheit nicht Pipi Langstrumpf. Mein Körper schleift über den steinigen Boden, aber ich habe keine Kraft mich aufzurichten. Die Steine bohren sich in meinee Extremitäten und ich stöhne vor Schmerz.  Mein Zombie Dasein ist komplett vernichtet. Ich bin weder wütend noch sonst irgendwas. Mein Körper kann einfach nicht mehr und vielleicht steht der Körper einfach vor den Emotionen. Vielleicht sind Emotionen gar nicht so wichtig wie wir sie immer sehen. Vielleicht. Vielleicht aber auch nicht und was ändert das? Stöhnend liege ich am Boden und schaue der Frau in die Augen „Danke“ schnaufe ich. Es ist die Frau. Schön. Unendlich. Geborgenheit. Heimat. Und dann wird alles um mich herum ein wenig dunkler als zuvor.
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