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Lesbian Liv

OneshotFreundschaft, Schmerz/Trost / P12 / MaleSlash
Det. Clive Babineaux Dr. Ravi Chakrabarti Major Lilywhite OC (Own Character) Olivia "Liv" Moore Peyton Charles
27.03.2017
02.04.2017
3
2.232
2
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28.03.2017 835
 
Ohne zu klopfen stürme ich in Clives Büro. Er würdigt mich keinen Blick was mich heute irgendwie trifft, da ich auf die Komplimente für mein Aussehen warte. „Haben sie etwas, Liv?“ grummelt er vor sich hin. Dieser Mann ist nur auf meine Visionen aus. Ich weiß, dass ich sexy aussehe und setzte mich auf die Kante seines Schreibtisches. Clive zuckt nicht einmal zusammen, dabei möchte ich doch nur wissen, dass ich jeden haben kann. Jede verdammte Person auf dieser Erde. „Kaffee“ säusele ich, während ich hin und her rutsche. „Raus, Liv. Ich arbeite. Kommen sie wieder, wenn sie mehr wissen. Dann können sie gerne Kaffee mitbringen.“ Er ist angenervt und irgendwie ist er es mir nicht wert einen weiteren Versuch zu starten. „Männer“ seufze ich während ich sein Büro verlasse. „Mit Milch den Kaffee.“ höre ich ihn noch sagen.

„Ravi, mein Lieblings Pathologe“  schubse ich ihn sacht gegen den Tisch mit unserer Leiche. Als er mich anschaut weicht ihm jegliche Farbe aus seinem Gesicht. Wie in Zeitlupe hebt er seine Hand und streicht mir durch die Haare oder da wo sie eigentlich sein sollte. „So kurz“ lacht er. „Wie findest dus?“ frage ich ihn und erwarte eine ehrliche Antwort. „ungewohnt, aber nicht schlecht.“ lächelt er. „Hattest du eine Vision? Ich meine eigentlich frage ich ja nicht, aber du hast dich seitdem du dieses Gehirn hast auch äußerlich verändert. Hemden waren nie so deins und die kurzen Haare, naja?“ stottert er vor sich hin.                                                                  
Ich überlege ob ich meine kleine Vision einfach für mich behalte. „Da war eine Frau.“ platzt es aus mir heraus. Na toll, das Hirn übernimmt schon wieder jegliche Handlung. Fragend schaut Ravi mich an. „Sie war wunderschön und sie hatte so unendlich viele Emotionen.“ Ich merke wie ich erneut anfange zu weinen und drehe mich schnell weg. Starke Frauen weinen nicht und Ravi scheint nichts zu bemerken.                                                                                                              
Die Tür fliegt auf und Clive stolpert die Treppen herunter. „Kann ich Liv haben? Wir müssen zum Tatort!“ Ohne auf eine Antwort zu warten zieht er an meinem Arm, welcher von meinem hübschen, neuen Karohemd umgeben ist. „Nun kommen sie“ zerrt er.
Viel zu schnell fahren wir Richtung der Wälder. Die Hochhäuser im Rückspiegel verschwimmen mit der untergehenden Sonne und alles ist ruhig. Wie in einem Film. Wir fahren die endloslange Straße entlang, die Vögel zwitschern. Um uns herum nur Bäume. Ein paar Vögel zwitschern und der Motor des Autos brummt im Gleichklang. „Sieht übrigens gut aus.“ bricht Clive das Schweigen. „Also deine Haare.“. Verlegen fahre ich durch meine Haare und fange an zu grinsen. Vollkommenheit durchströmt meinen Körper und ich empfinde nichts als Glück. Ewig. Dieses Gefühl möchte ich ewig behalten. Allerdings weiß ich genau, dass nichts für die Ewigkeit ist und Gefühle verschwinden nun einmal so schnell wie sie kommen.                                                  
Mit quietschenden Reifen kommt der Wagen am Waldesrand zum stehen. Der Fluss ist durch die dichte Bewucheurng nur zu erahnen, aber das rauschen des Wassers erfüllt den Moment. Gemeinsam machen wir uns auf den Weg zum Fluss.                                                                            
„Es wurden neue Spuren gesichtet, frische. Wahrscheinlich die des Mörders. Höchstens ein paar Stunden alt. Das Profil passt auf das unserer ersten Spuren.“ beginnt Clive mich aufzuklären. Erst jetzt fällt mir auf, dass ich die gesamte Fahrt so gedankenversunken war, dass ich vergessen habe worum es geht, warum wir hier sind. „Meinst du, dass ist eine Gute Idee? Ich meine, es dämmert schon und wir müssen noch viele Meilen laufen um überhaupt an die Richtige Stelle des Flusses zu gelangen.“ frage ich besorgt. „Seit wann hast du denn Angst, Liv? Außerdem hat die Polizei eine Zeltstadt errichtet um vor Ort zu sein. Dort können wir mit Sicherheit unterkommen.“ versucht er mich zu beruhigen. Vergeblich. Ich weiß nicht ob ich das bin oder das Gehirn mich so sehr beeinflusst, aber irgendetwas sagt mir, dass ich umkehren sollte. Das ich nicht in den Wald zum Fluss gehen sollte. Das ich nach Hause fahren sollte um mich in Majors Arme zu legen. Ich spüre wie meine Beine schwer werden und mein Körper sich mit aller Kraft zu wehren versucht. Jeder Schritt wird etwas schleppender und meine Gedanken rasen. Schweiß bildet sich auf meiner blassen Haut und ich fange an zu zittern. ,Einfach weiterlaufen, Liv, einfach weiterlaufen ´versuche ich mich selbst zu beruhigen. Dann sind wir auch schon angekommen. Der Fluss plätschert genau vor meinen Füßen über die glatten riesigen Felsen die immer kleiner werden und im Flussbett nur noch als Sandgestein daliegen. Wie das Leben, denke ich und halte einen Finger in das Wasser. Trotz des warmen Sommerabends ist das Wasser kalt. Ich schaudere und schaue weiter nach oben. Aus den Bergen erstreckt sich nur ein paar Kilometer weiter von hier ein gigantischer Wasserfall. Ich setzte mich auf einen der Steine und genieße die Natur. Vielleicht war es doch gar nicht so schlecht hier herzukommen. „Pause machen wir später“ rüttelt Clive an meinen Schultern. „Der Mörder wartet nicht auf uns.“ Mit den Worten machen wir uns auf den Weg zu den Polizisten. ,Vielleicht wartet er doch´, denke ich.
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