A Poison Tree

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Davina Claire Elijah Mikaelson Hayley Marshall Niklaus Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
26.03.2017
07.06.2017
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Der Fluch




Der Jahre verstrichen und Mary und die Mikaelsons lebten sich auseinander. Elijah und Tatia kamen sich immer näher und nachdem Mary auf einem Fest beobachtet hatte, wie die beiden sich küssten, war ihr kleiner Traum geplatzt. Sie versuchte Elijah und seine Brüder zu ignorieren und nicht mehr so häufig in ihr Dorf zu gehen. Mary blieb bei den Werwölfen, freundete sich mit einigen in ihrem Alter sogar wirklich gut an und ihr Leben ging weiter. Bei Vollmond blieb sie Zuhause mit ein paar anderen Frauen, die den Fluch noch nicht ausgelöst hatten und sie musste nicht zu den Menschen.
Klaus, der seinen älteren Bruder offensichtlich um Tatia beneidete, erhob sich mittlerweile gegen seinen Vater, konnte ihn aber niemals besiegen. Marys Hilfe brauchte er schon lange nicht mehr. Ihre kleinen Unfälle passierten dennoch manchmal. Wenn sie sauer war, blies der Wind heftiger, wenn sie glücklich war, strahlte die Sonne und es wurde wärmer. Gegenstände flogen hin und wieder zu ihr und Feuer entfachte sich immer, wenn sie Angst vor etwas hatte. Und mittlerweile hatte sie ein wenig Angst vor sich selbst. Sie wusste nicht woher diese Kräfte kamen und ihren Vater oder sonst jemanden aus dem Rudel mochte sie nicht fragen. Mary hoffte, dass das aufhörte, wenn sie ihren Fluch auslöste. Sie wusste, dass das auslösen des Fluches unausweichlich war, aber sie wollte wirklich niemanden umbringen. Kein Werwolf, der das Gen nicht aktivierte, lebte sehr lange.
Ihren Vater interessierte das nicht. Er wollte, dass Mary ein glückliches Leben ohne das monatliche verwandeln hatte. Da sie mittlerweile zwanzig Jahre alt war, fand Ansel, dass sie alt genug war, um sich zu vermählen. Sie war die Tochter eines Alphas also konnte sie sich praktisch aussuchen, wen sie heiraten wollte. Natürlich wollte ihr Vater dennoch, dass sie sich mit dem Sohn eines anderen Alphas verheiratete, um die Linien zu vermischen.
Ansels Rudel sah das aber anders. Sie fanden, sie würden das andere Rudel verraten, wenn sie Mary als Werwolf ausgaben. Irgendwann würden sie es herausfinden und das könnte zu einem Krieg zwischen den Wölfen führen. Ansel war sich dem sehr wohl bewusst, er mochte sich aber nicht gerne daran erinnern, dass Mary nicht seine leibliche Tochter war. Er musste es ihr aber bald sagen, bevor sie versuchte den Fluch auszulösen.
Er hatte sich vorgenommen es ihr vor ihrem einundzwanzigsten Geburtstag zu sagen, aber je mehr Tage verstrichen, desto schwerer wurde es für ihn. Er sah sie so gerne glücklich und sie hatte jetzt erst angefangen sich wirklich mit dem Rudel zu befassen.
Mary war am Morgen losgegangen, um mit Alec jagen zu gehen. Alec war vier Jahre älter als sie und gehörte noch nicht lange zum Rudel. Er war deutlich größer als Mary und sie mochte ihn seit seinem ersten Tag bei ihnen. Mit ihm verbrachte sie gerne Zeit, allerdings wünschte sie sich manchmal er sei jemand anderes.

Vorsichtig legte Alec den Pfeil an und spannte langsam den Bogen. Ein Wildschwein wühlte nicht weit von ihnen entfernt. Marys Blick lag auf dem Wildschwein und als Alec gerade einatmete und schoss. Das Schwein ging zu Boden und Alec grinste Mary triumphierend an. Sie lächelte zurück und sie gingen zu dem toten Tier. Allerdings waren sie nicht die einzigen. Elijah und Kol kamen aus dem Gebüsch auf der anderen Seite. Mary hatte sie längst bemerkt, als Alec sagte:
„Das ist nicht mein Pfeil in dem Schwein.“
„Nein, das ist meiner.“, meinte Kol und er grinste frech. Mary schmunzelte und blickte dann wieder zu Alec, der ziemlich verwirrt aussah.
„Alec das sind Kol und Elijah, alte Freunde von mir. Sie wohnen nicht weit von uns entfernt.“ Alec nickte den beiden zu und sie taten es ihm gleich.
„Dafür, dass wir Freunde sind, haben wir dich ewig nicht gesehen.“, sagte Kol und er zog seinen Pfeil aus dem Wildschwein. Mary warf einen flüchtigen Blick zu Elijah, dessen Augen noch immer auf ihr ruhten, und sie erwiderte:
„Ihr könntet mich auch mal besuchen. Außerdem hat sich das Rudel vergrößert und ich werde die meiste Zeit gebraucht.“ Kol zuckte nur mit den Schultern und Alec sagte:
„Ich denke wir müssen weiter, vielleicht kriegen wir ja noch ein anderes Wildschwein.“ Mary nickte und verabschiedete sich von den beiden Jungs, natürlich nicht ohne noch einen Blick auf Elijah zu werfen.
„Komm morgen Abend mal wieder vorbei!“, schlug Kol vor und Mary drehte sich noch einmal um und rief:
„Gerne!“ Mary lächelte und als sie wieder zu Alec sah, grinste dieser auch.
„Was?“, fragte Mary.
„Der Kleine mag dich wirklich.“
„Ich weiß. Ich kenne ihn seit seiner Geburt.“
„So meinte ich das nicht.“
„Wie meintest du es denn?“
„Er mag dich vielleicht etwas zu sehr.“ Mary spürte wie ihr die Röte ins Gesicht schoss und sie verdrehte die Augen:
„Ich weiß, das ist auch schon lange so.“
„Magst du ihn denn auch?“
„Mögen, ja, aber mehr nicht.“, sagte sie und Alec half ihr einen Abhang hinunter zu steigen.
„Und der Ältere, Elijah?“, wollte Alec nun wissen. Mary lächelte wieder und fragte:
„Du hörst nicht auf zu fragen oder?“
„Nein.“, antwortete Alec ehrlich.
„Elijah hat eine Geliebte, schon etwas länger.“ Sie versuchte den Wut und die Eifersucht zu unterdrücken und ließ es so neutral klingen wie möglich. Alec glaubte ihr.
„Und du?“
„Ich habe keine Geliebte.“
„Das habe ich auch nicht gedacht.“, lachte Alec und er schulterte seinen Bogen.
„Nein,“, sagte Mary dann „ich habe niemanden.“ Alec sah überrascht aus und er wollte wissen, warum sie nicht mit einem Sohn eines anderen Alphas verlobt war, so wie es üblich war.
„Mein Vater wollte es mir selbst überlassen.“, erklärte Mary „wobei ich glaube, dass er das mittlerweile bereut. Die meisten Frauen aus dem Rudel die jünger sind als ich, haben schon eigene Kinder.“  Mary knirschte mit den Zähnen, als Alec plötzlich nach ihrer Hand griff. Erst wollte sie sie wegziehen, doch dann lächelte sie.

Noch in der gleichen Nacht, war wieder einmal Vollmond. Und während Mary sich mit ein paar anderen Frauen und Kindern einschloss, verwandelten sich draußen die Männer und einige Frauen in Wölfe. Mittlerweile konnte Mary bei Vollmond schlafen. Das Heulen weckte sie zwar manchmal noch, aber sie schlief wenigstens ein bisschen.
Am nächsten Morgen schürte sie das Feuer und sie hatte Kleidung für alle rausgelegt. Während sie auf einem Fladen herum kaute, kamen die ersten Männer wieder, die sich schweigend die Kleidung griffen und in den Hütten verschwanden. Als Ansel wieder kam und Mary sein Gesicht erblickte, wusste sie, dass etwas nicht stimmte. Mary sprang auf, als Ansel laut verkündete:
„Einer von uns hat in dieser Nacht Henrik Mikaelson getötet!“ Mary schlug sich die Hand vor den Mund und setzte sich wieder. Nicht Henri!, dachte sie. Er war der jüngste und so ein lieber und guter Junge gewesen.
„Wir haben sie gewarnt, wir haben den Menschen gesagt, dass sie in dieser Nacht das Haus nicht verlassen sollen. Henrik und Niklaus Mikaelson haben sich daran nicht gehalten und tragen die alleinige Schuld. Dennoch sollten wir uns auf alles gefasst machen!“ Alle im Dorf tuschelten wie wild und Mary starrte nur ungläubig ins Feuer. Sie kannte Henrik ebenfalls seit seiner Geburt. Sie hatte ihn so gemocht. Es war so unfair, warum hatte es ausgerechnet ihn getroffen? Eine Träne rollte über ihre Wange und im nächsten Augenblick fing es an zu regnen. Schnell liefen alle in die Häuser, doch Mary blieb sitzen. Sie konnte es einfach nicht glauben.
Am Abend hatte es aufgehört zu regnen und da ihr Vater nicht zuhause war, packte Mary ihre Tasche und schlich sich aus dem Haus. Sie musste einfach schauen, wie es der Familie ging und was Niklaus sich dabei gedacht hatte. Mary schluckte, was Mikael wohl Klaus antat, dafür, dass Henri nun tot ist. Sie schüttelte schnell den Kopf, um den Gedanken los zu werden und ging weiter.
Es überraschte sie, dass niemand sah, wie sie das Dorf verließ, aber sie war ganz glücklich darüber.
Der Weg zu den Mikaelsons war nicht sehr weit, nur sie war ihn lange nicht mehr gegangen, weshalb es nun komisch war ihn zu gehen. Außerdem war der Boden durch den Regen etwas aufgeweicht und es erschwerte den Weg erheblich. Würde sie den Weg nicht schon in und auswendig kennen, hätte sie vermutet, sie hätte sich verlaufen.
Aber nach wenigen weiteren Minuten sah sie einige Lichter brennen und schließlich dann auch die ersten Häuser. Sie schluckte schwer, als sie sich in die Richtung des Haus der Mikaelsons begab. Die Schritte fielen ihr immer schwerer und als sie beim Haus angekommen war, lugte sie erst einmal vorsichtig durch eines der Fenster.
Sie schrie auf.
Nicht besonders laut, aber furchtbar erschrocken und angsterfüllt. Und es zog die Aufmerksamkeit von Mikael auf sich. Er sprang auf und schritt aus der Tür. Mary taumelte langsam zurück. Sie hatte Klaus und Rebekah beiden tot auf dem Boden liegen sehen. Blut war überall. Die anderen Geschwister hatte sie nicht sehen können, aber sie vermutete, dass diese auch tot auf dem Boden lagen. Nun kam Mikael immer schneller auf sie zu und endlich fing sie an zu rennen. Doch es war zu spät. Sie kam keinen Meter weit, als Mikael sie schon eingeholt hatte.
„Dein Vater hat mir seinen Sohn genommen, jetzt werde ich ihm seine Tochter nehmen!“, knurrte er bedrohlich und Mary fing an zu weinen. Ihre Gedanken drehten sich wie wild, um Mikaels Kinder  und darum, wie sie das überleben sollte. Es war so eine dumme Idee zu ihnen zu gehen. Es war klar gewesen, dass Mikaels Zorn nun, wo Henri tat war, ins unermessliche Gestiegen war. Doch Mary hätte niemals daran gedacht, dass er fähig dazu wäre seine eigenen Kinder umzubringen. Klaus vielleicht schon, aber nicht Rebekah.
Mary versuchte sich wie wild gegen seinen festen Griff zu wehren, doch Mikael presste seine Hand auf ihren Mund, damit sie nicht um Hilfe rufen konnte, und hielt sie fest. Sie spürte wie ihre Tasche zu Boden fiel. Mary atmete tief ein und nahm all ihren Mut zusammen. Und als sie dann mit all ihrer Kraft gegen Mikaels Bein trat, um sich irgendwie zu befreien, nahm dieser sein großes Schwert in die Hand und schlug Mary damit gegen den Kopf, sodass sie ohnmächtig zu Boden fiel.




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Ich hoffe dieses Kapitel hat euch gut gefallen und ich würde mich sehr über eine Rückmeldung freuen. Ich bin gerne offen für Kritik, Anregungen oder auch Lob:)
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Liebe Grüße, Naomi
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