A Poison Tree

GeschichteAbenteuer, Fantasy / P16
Davina Claire Elijah Mikaelson Hayley Marshall Niklaus Mikaelson OC (Own Character) Rebekah Mikaelson
26.03.2017
07.06.2017
7
13.103
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Prolog




„Die Ahnen verlangen, dass wir das Kind opfern und wir tun, was die Ahnen uns sagen.“, erklärte die Mutter ihrer Tochter, die unehelich und zu jung schwanger geworden war. Die Tochter wollte ihr Kind aber nicht opfern, schon gar nicht wegen dem Aberglauben ihrer Mutter. Die Tochter war sich sicher, dass ihre Mutter das Kind nur loswerden wollte, um ihre Tochter vor der Schande zu bewahren. Protestieren konnte sie aber in dem Moment nicht. Die Wehen hatten gerade eingesetzt und die Tochter musste sich auf die Geburt konzentrieren.
Die Geburt dauerte sehr lange, aber die Tochter war überglücklich, als sie endlich ihre eigene Tochter in den Armen hielt. Die Mutter rümpfte nur die Nase und erinnerte ihre Tochter ernst:
„Heute Abend, wenn der Vollmond seinen höchsten Punkt erreicht hat, werden wir sie opfern.“ Dann verließ die Mutter das Zelt. Die Tochter zitterte noch immer am ganzen Leib. Sie würde am liebsten schlafen, doch sie hatte nur noch wenige Stunden, um ihre kleine Tochter in Sicherheit zu bringen.
Die Tochter sammelte schließlich genug Kraft, um aufzustehen und das Zelt zu verlassen. Ihre kleine Tochter hielt sie fest in den Armen und sie rannte los. Die alten Frauen sahen sie nicht und erst als sie schon weit genug von der kleinen Siedlung entfernt war, hörte sie ihre Mutter verzweifelt nach ihr rufen.
Langsam ging der Mond auf und die Tochter konnte nicht mehr. Sie war von der Geburt sehr geschwächt, doch sie wollte ihre Tochter in Sicherheit wissen. Sie würde nicht zulassen, dass sie sie töteten. Und so lief sie immer weiter und tiefer in den Wald, ohne auch nur einen Moment daran zu denken, dass in dieser Nacht die Werwölfe durch den Wald streiften.
Erst sie das Heulen ganz ihrer Nähe hörte, traf es sie wie einen Schlag und ihr wurde bewusst, dass ihre Tochter diese Nacht wahrscheinlich nicht überleben würde. Die Tochter brach mit ihrem Baby auf dem Arm zusammen. Sie umklammerte die Kleine, während sie in einen tiefen Schlaf fiel, aus dem sie nicht mehr erwachen würde.
Erst als der Mond unterging, wurden die Bestien wieder zu Menschen und einer von ihnen war Ansel. Seine Nacht war besonders furchtbar gewesen, denn in der Nacht war sein Sohn geboren worden. Die Mutter von seinem Sohn und die Frau die er liebte, hatte allerdings einen anderen Mann.
Ansel fand sich nun mitten im Wald wieder, weit weg von der Siedlung aus der er kam. Einige Meter vor ihm lag eine tote Frau. Das Blut quoll noch aus ihrem Bauch und schnell drehte Ansel sich weg von ihr. Er hasste sich dafür so sehr. Dieses Monster, dass er in der Nacht wurde, machte nicht einmal vor Menschen halt.
Langsam stand er wieder auf und er wollte zurück zu seinem Dorf gehen, als er ein Baby weinen hörte. Er drehte sich um zu der toten Frau. Sie war vielmehr ein Mädchen als eine Frau. Und unter ihrem rechten Arm, entdeckte er ein kleines Baby. Er hatte ihre Mutter getötet. Sein Herz zog sich zusammen, doch er biss sich auf die Lippe und nahm das Baby hoch.

Er zog das Mädchen als sein Eigenes auf und auch sein Rudel akzeptierte sie. Sie tauften sie auf den Namen Mary und sie wuchs als ganz normales Mädchen auf. Allerdings musste Ansel sie zu jedem Vollmond bei den anderen Menschen lassen, da er sie keines falls in Gefahr bringen wollte. Für Mary war das ganz normal und es machte ihr auch nichts aus. Über die Jahre hatte sie sich mit zwei Jungen angefreundet, die in ihrem Dorf lebten. Sie und ihre Familien waren zwar Menschen, aber sie wussten von den Werwölfen und akzeptierten sie.
Die beiden Jungen, Elijah und Niklaus, kannte Mary seitdem sie sich erinnern konnte. Elijah war ein paar Jahre älter als sie, während Klaus und sie sogar den gleichen Geburtstag hatten. Mit ihrem älteren Bruder Finn kam sie nicht so gut klar, auch mit Rebekah und Kol verstand sie sich nie so gut, wie mit den beiden Jungs. Mary war nach einigen Jahren klar geworden, dass Rebekah sie nicht sonderlich mochte und Kol sich in sie verliebt hatte, worüber Mary nur schmunzeln konnte.
Mit Niklaus konnte sie seitdem sie klein war immer spielen und Elijah war einfach immer für sie da. Manchmal gingen sie zusammen jagen oder dachten sich Geschichten aus, und je älter sie wurden, desto stärker wurde der Band zwischen ihnen. Ansel sagte ihnen immer, sie sahen aus wie zwei Verliebte, wenn sie neben dem Feuer saßen und Elijah ihr beim Singen zuhörte. Den beiden war das immer unangenehm, wenn er sowas sagte, aber Mary kam irgendwann zu dem Schluss, das da etwas dran sein könnte.
Sie und Klaus waren erst vor wenigen Wochen 15 geworden, als sie eines abends wieder am Feuer saßen. Finn hatte Henri gerade in sein Bett gebracht und die restlichen Mikaelsons saßen gemeinsam mit Mary um das Feuer herum. Rebekah legte Feuerholz nach, Klaus schnitzte etwas, Mary summte eine Melodie und Elijah und Kol beobachteten sie dabei. In dem Moment war alles perfekt, nur leider wurden diese Momente immer weniger und immer kürzer.
„Niklaus!“, hörten sie die herrschende Stimme von Mikael, dem Vater der Mikaelsons. Sofort verstummte Mary und Elijah sprang auf. Während Mikael aus einer der Hütten gestürmt kam, rannte Klaus schnell los. Die Kinder wussten nicht, warum Mikael es so auf Klaus abgesehen hatte, aber sie fürchteten sich alle vor ihm. Er war ein furchtbarer Vater und auch als Nachbar war er kein angenehmer Mensch. Er war der Grund, warum Ansel Mary manchmal verbot zu den Mikaelsons zu gehen.
„Wo ist euer Bruder?“, fragte Mikael wütend und er schaute alle Kinder an. Mary lief einen Schauer über den Rücken, als Elijah seinen Vater vorsichtig fragte:
„Was hat er denn getan?“ Mikael kniff seine Augen zusammen und blickte zu Kol.
„Wo ist dein Bruder?“ Kol deutete in Richtung Wald und Mikael lief sofort los. Sie alle atmeten erleichtert aus und sahen Mikael hinterher.
„Wir sollten nach Hause gehen, bevor er wiederkommt.“, meinte Rebekah und Elijah nickte. Er trat das Feuer aus und sah noch immer mit angestrengtem Blick in den Wald. Marys Blick ruhte weiter auf Elijah, bis dieser sich abwandte und sagte:
„Rebekah bring Kol nach Hause, ich komme gleich nach.“ Rebekah verschränkte die Arme und wollte wissen:
„Wo gehst du denn noch hin?“
„Ich bringe Mary nach Hause.“ Rebekah hob eine Augenbraue, nahm dann aber ihren kleinen Bruder an der Hand und sie gingen zu ihrem Haus. Marys Herz klopfte ganz schnell, sie war nur selten mit Elijah allein.
„Klaus wird sicher bei der alten Eiche sein.“, meinte Elijah und Mary nickte. So machten sie sich beide auf den Weg in den Wald. Klaus floh immer zum selben Baum, denn je weiter er ging, desto härter waren die Schläge. Meistens fand Mikael ihn jedoch, bevor Mary und Elijah da waren und Klaus nach Hause brachten. Sie beide ertrugen es nur schwer zu sehen, was Mikael seinem eigenen Sohn antat.
Der Weg zur Eiche war nicht sehr lang, außerdem konnten sie Mikaels Schreien folgen und so hatten sie Klaus schnell gefunden. Er hatte sich bei den Wurzeln des großen Baums versteckt und stand erst auf als er Elijah erkannte. Mikael Stimme war schon zu nah, als sie vom Baum wegrannten und Mary bekam Angst. Sie war sich nicht sicher, ob Mikael nicht auch die Hand gegen ihn erheben würde.
Als Mikaels Stimme schließlich ganz nah war und Mary sich umdrehte, ging der Boden vor ihr plötzlich in Flammen auf. Erschrocken starrte Mary auf das Feuer, das, wie eine Mauer, vor ihr ausgebrochen war. Elijah sah sie erschrocken an und packte sie dann am Arm und sie rannten weiter bis zu ihrer Siedlung. Mikaels Flüche über das Feuer schallten tief in die Dunkelheit hinein, doch sie hatten keine Angst mehr. Im Haus, vor all seinen Geschwistern und vor Esther schlug Mikael Klaus nur selten.
Klaus lief also schnell ins Haus und Mary wollte auch zu sich nach Hause, als Elijah sie am Arm festhielt.
„Was war das eben mit dem Feuer?“ Mary konnte es sich selbst nicht erklären und so sagte sie:
„Ich weiß es nicht.“ Elijah runzelte wieder die Stirn, beließ es aber bei der Antwort. Mary passierte sowas immer häufiger. Kleine Feuer, etwas fängt an zu schweben und manchmal hat sie sogar das Gefühl sie würde Geister sehen.

Am nächsten Morgen sah Mary wie ein blaues Auge Klaus’ Gesicht zierte und sie schluckte schwer. Mikael wurde immer aggressiver und brutaler. Ansel sah Marys Gesicht und sagte:
„Deshalb sollst du dich von der Familie fernhalten. Ich weiß sie sind deine Freunde, aber ich mag mir nicht ausmalen, was passiert, wenn er dich anrührt.“ Mary wurde ganz blass und Ansel setzte sich sofort neben sie und umarmte sie. „Das würde ich natürlich niemals zulassen.“, versicherte er und streichelte über ihre Haare. Dann stand er wieder auf und holte sich noch etwas zu essen. Mary hatte keinen Hunger. In dieser Nacht war wieder Vollmond und Mary hasste diese Nacht mittlerweile. Jeden Monat wurden die Verletzungen ihres Vaters schlimmer und er entfernte sich immer mehr von Zuhause. Außerdem musste sie dann bei den Mikaelsons und den anderen Menschen im Versteck bleiben und schlafen. Mikaels Blicke, wenn sie sich mit Klaus unterhielt konnten mehr als nur töten und während Kol nur Augen für Mary hatte, hatte Elijah nur Augen für Tatia.
Tatia war eine unglaublich hübsche Ureinwohnerin, an die Elijah schon vor Jahren sein Herz verloren hatte. Er traute sich nicht sie anzusprechen, aber Mary fürchtete sich vor dem Tag an dem er es tat. Sie selbst hatte erst vor Monaten ihre Gefühle für ihn entdeckt, doch sagen mochte sie es ihm auch nicht. Tatia war so schön und so anmutig, während Mary mit Elijah jagte und sein Schwert schliff.
Leider hatte auch Klaus ein Auge auf sie geworfen und so musste Mary in den letzten Monaten sich mit Rebekah und Kol unterhalten. Mary wartete mittlerweile sehnsüchtig auf den Tag, an dem sie sich verwandelte, obwohl sie wusste, wie der Fluch ausgelöst wurde und wie man sich bei der Verwandlung fühlte.
Ansel hatte ihr immer wieder gesagt, dass sie nicht den Fluch mit Absicht auslösen sollte und Mary hatte ihm dann versichert, dass sie niemals mit Absicht einen Menschen umbringen würde. Das sagte sie zwar auch weiterhin, allerdings fand sie, dass Mikael es verdient hatte, nach dem, was er Klaus antat. Aber Mary hatte es ihrem Vater versprochen, niemals jemanden zu töten und daran wollte sie sich halten.
Dennoch waren die Nächte in denen sie sich vor den Wölfen verstecken mussten schrecklich und mittlerweile unerträglich.



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Hey:)

Herzlich Willkommen zu meiner ersten Fanfiction im Bereich The Originals. Ich habe erst vor wenigen Monaten mit VD angefangen und bin also ein ziemlicher Neuling im Fandom. Ich bin allerdings schon ein riesiger Fan von the Originals und musste jetzt einfach eine FF dazu schreiben. Ich hoffe, euch gefällt mein kleiner Prolog und ich würde mich sehr über Rückmeldungen freuen.

Und noch so kleine Infos zu meiner FF: sie spielt nicht dauerhaft in dem Jahrhundert und wenn ich irgendwann in der Jetzt-Zeit angekommen bin spielt sie so zwischen Staffel 1 und 2 von TO und zwischen Staffel 5 und 6 Vampire Diaries, das ist allerdings nicht so wichtig.
Ich versuche die Charaktere und die grobe Handlung gut wieder zu geben, wenn ihr irgendwelche Unstimmigkeiten mit dem Canon findet, könnt ihr mir das gerne sagen.

Liebe Grüße, Naomi<3
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