Light, Dark & Love

GeschichteAbenteuer, Übernatürlich / P18
Angel Buffy Summers Dawn Summers Faith Spike
26.03.2017
29.03.2020
30
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Unter dem Kolosseum ließ Marius Tom zu sich rufen. Der Jäger betrat den Raum und der Ältere erhob sich von seinem Schreibtisch.
„Bruder Tom, wo ist Katherine?“ fragte er beinahe energisch.
Der Angesprochene erwiderte sofort: „Sie ist nicht hier, Sir. Sie hat die Basis vor knapp einer Stunde verlassen.“
Der Ältere rückte sich seine Brille zurecht und fragte: „Hat sie etwas gesagt, wo sie hin wollte?“
Tom schüttelte den Kopf: „Nein, Sir! Nur dass sie vor Mitternacht zurück ist.“
Marius war verwirrt. Es war nicht Kate‘s Art ohne präzise Erläuterung ihres Vorhabens zu verschwinden. Aber im Moment war daran wohl nichts zu ändern.
Er wies den Jäger an: „Sobald sie zurückkommt, will ich sie sofort sprechen.“
„Natürlich, Sir.“ erwiderte Tom ehe er sich verbeugte und ging.
In der Haupthalle wurde er von Michael abgepasst.
Michael: „Und, was wollte er?“
Tom: „Wissen wo Kate ist?“
Michael: „Das passt gar nicht zu ihr. Kate würde nie irgendwas verschweigen. Was denkst du?“
Tom: „Dito! Sie muss auf was gestoßen sein. Nur warum behält sie es für sich?“
Während sie sich leise unterhielten, gingen sie langsam Richtung Ausgang.
Michael: „Mal abgesehen davon, dass sie in Ungnade fallen kann, könnten wir ihr doch helfen.“
Die beiden Jäger sahen sich an und nickten einander zu.
Mit der Aussage vor den Torwächtern, dass sie auf Patrouille gehen wollten, machten sie sich auf ihre Kampfgefährtin zu suchen.

In Buffys Wohnung erhob sich Angel vom Bett seiner Freundin. Sie hatte darauf bestanden, dass der Vampir sich etwas ausruhen sollte, nachdem er den gestrigen Tag und die letzte Nacht auf den Beinen war.
Er zog seinen Mantel wieder an und verließ das Schlafzimmer. Im Wohnzimmer fand er nun Willow, Xander sowie Giles und Andrew vor.
Die Vier sahen auf und bemerkten den Vampir.
Xander begrüßte ihn mit: „Angel ist wach! Echt perfektes Timing.“
Die ehemalige Geißel Europas sah die Runde etwas verwirrt an.
Erst jetzt bemerkte er, dass die Hexe eine Karte der Stadt vor sich liegen hatte und beschwörend mit einer Hand darüber Kreise zog.
„Perfektes Timing wofür?“ fragte er heraus.
Wie aufs Stichwort kam Buffy aus der Küche.
Sie trug allerdings ihre Schuhe, ihre Lederjacke und steckte sich einen Pflock in die Innentasche.
„Um die Kinder zu suchen. Die Sonne geht gleich unter und ich kann Dawn nicht auf dem Handy erreichen. Willow spürt sie gerade auf.“ beantwortete die Jägerin die Frage des Vampirs.
Angel zog sich darauf auch an.
Während die Rothaarige nun mit geschlossenen Augen ein Pendel über die Karte kreisen ließ, tigerte Buffy nervös durch das Wohnzimmer.
Giles sprach der Blonden zu: „Buffy, jetzt beruhige dich doch bitte. Wir werden sie finden.“
Der beseelte Vampir näherte sich dem Rücken der Jägerin und legte ihr seine Hände auf die Schultern.
Sie schmiegte sich an ihn, versuchte langsamer zu atmen und sich wieder zu beruhigen.
Buffy war nie jemand, der schnell die Nerven verlor, aber wenn es um ihre Schwester ging, konnte sie einfach nicht an sich halten.
„Ich weiß!“ gab sie zurück.
Ihre beste Freundin sah plötzlich vom Tisch auf und meinte: „Hey Leute! Ich konnte sie einigermaßen orten. Sie befinden sich etwa hier.“
Dabei deutete sie auf die Karte und zog mit dem Finger einen Kreis, welcher einen Durchmesser von etwa 5 Kilometern hatte.
Angel fragte die Hexe: „Kriegst du das nicht besser hin?“ Seine Stimme klang recht angespannt. Es ging schließlich um seinen Sohn und ein Gebiet von dieser Größe nach zwei Teenagern zu durchkämmen würde eine ganze Weile dauern.
Die Rothaarige gab leicht eingeschüchtert zurück: „Nein, tut mir leid. Ich bin nach dem Zauber von heute morgen noch nicht ganz bei Kräften.“
Xander stand auf und nahm seine beste Freundin in Schutz.
„Hey Dead-Boy, es ist immer noch besser als gar nichts. Also halt mal die Luft an.“
Der Dunkelhaarige ging auf die Äußerung des jungen Mann gar nicht erst ein. Dennoch merkte er, dass er gerade ziemlich forsch zu Willow war.
„Entschuldige Willow! Ich wollte dich nicht so anfahren.“ sagte er reuevoll.
Die Hexe lächelte ihm zu und nickte verstehend.
Angel sah aus dem Fenster. Noch warf die Sonne ihre Strahlen über die Erde.
Der Vampir sah die Jägerin an und meinte: „Fahr du voraus, ich komme nach so schnell ich kann.“
Dabei steckte er ihr seinen Autoschlüssel zu.
Buffy nahm ihn dankbar entgegen, gab dem Vampir noch einen flüchtigen Kuss und ging in Richtung Ausgang.
Xander nahm seine Jacke und folgte ihr.
An der Wohnungstür angekommen, stoppte sie ihn indem sie ihre Hand auf seine Brust legte.
„Moment Xander, wo willst du bitte hin?“
„Ich dachte, du könntest mich beim Eis-Cafe an der Ecke absetzen.“ erwiderte der Augenklappenträger sarkastisch.
„Na was meinst du wohl? Ich will dir helfen und bis es Nacht ist, wirst du auf Angel verzichten müssen.“
Die Jägerin hatte zum Diskutieren gar keine Lust und Zeit erst recht nicht. Sie nickte ihrem Schulfreund zu und gemeinsam gingen sie die Treppen runter.
Angel sah wieder zum Fenster und dachte sich: „Hoffentlich nicht allzu lange.“
Er spürte eine Hand auf seiner Schulter und sah sich um.
Es war Giles der neben ihm stand.
Der Wächter meinte mit beruhigender Stimme: „Jetzt machen Sie sich nicht so viele Sorgen. Wahrscheinlich haben sie nur die Zeit vergessen und Dawn ihr Handy wieder auf stumm geschaltet, das macht sie öfter.“
Der Unsterbliche setzte ein kleines Lächeln auf und sagte: „Ich hoffe, Sie haben Recht, Giles.“
Der ehemalige Bibliothekar drehte sich um und ging zurück zu seinen Büchern und sprach noch über seine Schulter:
„Außerdem können die Beiden sicher auf sich aufpassen. Wenn Connor nach Ihnen kommt, mach ich mir da kaum Sorgen. Und Dawn ist ja auch nicht vollkommen wehrlos.“

Nach Dawns Predigt hatte Spike kein Wort gesprochen. Er stand nur schweigend da und starrte ins Leere.
„So langsam wird das unheimlich, meinst du nicht?“ flüsterte Dawn hinter sich.
Als sie jedoch keine Antwort erhielt, drehte sie sich um und erkannte, dass Connor gar nicht bei Ihnen war.
„Connor! Connor, wo bist du?“ rief sie in mittlerer Lautstärke in die Kanalisation.
Wo war ihr Freund hin verschwunden?
Die 17-Jährige ging langsam den Weg zurück bis an die Stelle an der sie Spike getroffen hatten.
Würde der Halbdämon einfach ohne sie nach Hause gehen? Nein, sicher nicht.
Das Mädchen horchte angestrengt, um ihn vielleicht noch hören zu können.
Sie schloss die Augen um sich besser konzentrieren zu können.
Und tatsächlich hörte Dawn eine Stimme aus einem der Gänge kommen.
Sie erkannte zwar nicht was gesprochen wurde, aber jetzt hatte sie eine Richtung.
Spike war immer noch wie katatonisch und wohl vorerst nicht zu gebrauchen.

Connor musterte die Vampir-Meute, während sie sich im Raum verteilte.
Der, der Kate festhielt, machte den Eindruck als wollte er nicht mehr allzu lange auf ihr Blut warten. Die Anderen hielten soweit noch die Füße still aber offenbar nur solange bis ihre Anführerin den Angriff gestattete.
Doch die schwarzhaarige Vampirin zog den Großteil seiner Aufmerksamkeit auf sich. Sie bewegte sich mit einer Eleganz, welche einem Panther glich, der sein Opfer umkreiste
Langsam, graziös und gefährlich zugleich.
Je näher sie kam, desto schneller begann sein Herz zu schlagen. Was sollte er jetzt tun? Auch wenn die Dämonenjägerin Kate ihm nichts bedeutete, so war sie doch ein Mensch und er musste alles Mögliche tun, damit sie überlebte.
„So ein hübscher Junge!“ hauchte die Blutsaugerin während sie die Hand nach seiner Wange ausstreckte um darüber zu streicheln.
Der 18-Jährige zog sich zurück um ihrer Berührung zu entgehen.
„Oh nicht doch, Connor. Du musst keine Angst haben. Ich will dir nicht wehtun. Wir sind eine Familie. Auch wenn Daddy nicht bei uns sein kann.“
Kate verstand kein Stück, von dem was sie sah. Diese Unsterbliche nannte Connor ihren kleinen Bruder. Was sollte das heißen? War Connors Familie etwa zu Vampiren geworden? Sie beobachtete still weiter.
Connors Gedanken: „Meint sie Angel? Hat Dad noch eine Tochter, oder ist sie einfach nur durchgeknallt?“
Plötzlich ging dem Halbdämon ein Licht auf.
Eine verrückte Vampirin, die Angel Daddy und ihn Bruder nannte. Da kam nur eine in Frage.
Sein Blick bohrte sich in ihre Augen und er sagte:

„Du bist Drusilla!“

Die Untote setzte ein charmantes Lächeln auf und erwiderte: „Es ist schön, dass Daddy mich nicht vergessen hat, obwohl er so krank ist. Aber es enttäuscht mich sehr, dass er mir nichts von meinem kleinen Bruder erzählt hat.“
„Dad und Spike hatten nicht übertrieben, die ist ja völlig psycho.“ dachte sich der Halbdämon.
Drusilla sprach weiter: „Und es enttäuscht mich auch, dass du einen meiner Kundschafter einfach in Staub verwandelt hast. Für mein Vorhaben brauche ich Hilfe und du störst mich dabei. Böser Connor!“
Der 18-Jährige sah sie an und fragte: „Und was genau hast du vor, Schwester?“
Möglicherweise konnte er an Informationen gelangen wenn er ihre geisteskranken Wahnvorstellungen unterstützte.
Drusilla lachte und antwortete: „Nein, nein! Das soll doch eine Überraschung werden. Vor allem für Angel und die Jägerin. Ist nur nicht so einfach. Seit einer Woche schleichen diese hässlichen, blassen Dinger durch die Kanäle und töten meine Kinder. Alle Übrigen haben mich vor lauter Angst verlassen.“
Daraufhin meldete sich Kate zu Wort: „Die Croxtrite meinst du? Scheint so, als würden sie uns einen Gefallen tun. Wäre ja zu schön, wenn ihr euch gegenseitig umbringt.“
Der Vampir hinter ihr, festigte seinen Griff und fauchte: „Halts Maul, du Miststück!“

„Connor! Connor, bist du hier?“

Das war Dawns Stimme. Der Halbdämon hatte fast vergessen, dass sie auch noch hier war. Drusilla war auf der Stelle hellhörig geworden.
Auf ihrem Gesicht wuchs ein fieses Grinsen und sie flüsterte: „Oh, na so was. Hast du eine Freundin mitgebracht?“
Sie wank eine brünette Vampirin in Richtung Kanal um Dawn zu fangen, während sie hinzufügte: „Wie schön, wenn die Familie wieder wächst.“
Connor dachte keine Sekunde nach und brüllte so laut er nur konnte: „LAUF WEG, DAWN! LAUF!“
Die Brünette schnellte in den Tunnel, Drusilla kam auf Connor zu und verpasste ihm einen Schlag ins Gesicht.
„Du Petze! Warum musst du uns den Spaß verderben?“
Der Halbdämon hatte sich sofort wieder aufgerafft, wurde aber im nächsten Moment von zwei Vampiren gepackt und festgehalten.

Die Sonne war inzwischen untergegangen und Angel hatte die Summers-Wohnung verlassen.
Willow war immer noch damit beschäftigt, Dawns Energie genau zu bestimmen, aber sie erreichte nichts. Langsam frustrierte es die Hexe wirklich.
„Verflixt! Ich kann Dawn nicht finden.“
Andrew sah von seinem Buch auf und teilte der Rothaarigen seine Gedanken mit:
„Wie wäre es wenn du stattdessen Connors Armreif aufspürst. Ich meine, der Armreif eines Gottes muss doch eine unübersehbare Energie ausstrahlen.“
Die weiße Hexe strich sich eine Haarsträhne aus dem Gesicht und sagte: „Das funktioniert nur, wenn er die Kräfte des Armreifs benutzen würde.“
Giles meinte dazu: „Versuchs einfach weiter Willow. Und hoffentlich bevor er die Kräfte einsetzt. Denn das würde bedeuten sie sind in Gefahr.“
Das ließ sich die Hexe nicht zweimal sagen und pendelte wieder über der Karte.

Buffy und Xander fuhren durch die Straßen und hielten nach den Teenagern Ausschau.
Der Augenklappenträger fragte die Jägerin beiläufig: „Buffy, nicht dass ich mir keine Sorgen mache, aber ist es nicht eher wahrscheinlich, dass Connor und Dawn nur die Zeit vergessen haben?“
Die Blonde antwortete wie aus der Pistole geschossen: „Nein! Früher hätte ich Dawn das noch zugetraut, aber inzwischen hat sie doch mehr als genug Erfahrung mit den Gefahren der Nacht gemacht. Connor kenn ich zwar noch nicht so lange aber er kommt mir nicht wie jemand vor der unnötige Risiken eingeht.“
Leise flüsterte sie zu sich selbst: „Und falls doch, kann er was erleben.“

Obwohl das Summers-Mädchen sich wehrte, wurde sie von der Vampirin in den großen Raum indem sich die restlichen Untoten zusammen mit dem Halbdämon und der Dämonen-Jägerin befanden, geschleppt.
Als sie die Anführerin der Vampire sah, gefror ihr beinahe das Blut in den Adern.
„Drusilla!“ flüsterte sie.
Die Schwarzhaarige näherte sich der 17-Jährigen und musterte sie ausgiebig.
„Die kleine Dawnie! Du bist so wunderschön geworden.“ Während sie sprach, streichelte sie über ihre Wange.
Kate konnte in den Augen des Mädchens lähmende Angst erkennen. Und das mit gutem Grund.
Diese Vampirin war der Dämonen-Jägerin nicht unbekannt. Auch über sie gab es einiges zu lesen.
Drusilla war Angelus‘ vollkommenste Schöpfung. Sein schwarzer Diamant. Ebenso bösartig, grausam und so frei von Menschlichkeit wie man es nur sein konnte.
Wenn es einen Blutsauger gab der an die Geißel Europas heranreichte, dann sie.
„Fass sie nicht an!“ fuhr Connor sie an. Dafür bekam er von einem seiner Peiniger einige Schläge verpasst.
Dawn versuchte sich davon wegzudrehen. Leider erfolglos, da sie von der Unsterblichen am Kinn gepackt und so gezwungen wurde die Quälerei ihres Freundes mitanzusehen.
Drusilla sah zwischen den beiden Jugendlichen hin und her und machte ein amüsiertes Gesicht.
„Oh wie herzallerliebst! Der Sohn des Angelus liebt die Schwester der Jägerin. Aber leider auch sehr dumm.“
Kate war plötzlich wie vom Blitz getroffen. Der Sohn des Angelus? Wie konnte das nur möglich sein. Was war dieser Junge nur?
Die Unsterbliche fuhr fort: „Ihr könnt mir glauben, ich zerstöre meinem kleinen Bruder nur ungern seine Träume aber für euch gibt es keine Zukunft.“
Connor fragte sie mit aggressiver Stimme: „Wieso denn?“
Er glaubte ihr natürlich kein Wort aber er sah Dawns Angst und versuchte Drusilla abzulenken.
Die Vampirin sah den Jungen an und antwortete mit einem mitleidigen Gesicht: „Die Sterne haben es mir verraten, Connor. Du wirst sie töten!“
Buffys Schwester riss die Augen vor Schock auf. Von Spike hatte sie erfahren, dass Drusilla manchmal die Zukunft sehen konnte. Und ein paar Mal hatte sich ihre Vorhersagen auch erfüllt, aber würde Connor ihr wirklich etwas antun?
Nein, das konnte sie nicht glauben.
Der Halbdämon lachte nur bitter auf und sagte: „Weißt du was? Versuchs lieber mit den Lottozahlen. Und wenn du den Jackpot knackst, kauf dir ein Gehirn damit.“
Seine „große Schwester“ ging ein paar Schritte im Raum herum und sprach:
„Du wurdest zwar als Mensch geboren. Aber tief in dir ist ein Stück Vampir verborgen. Du und ich, wir sind das Erbe von Angelus. Und er wird sein Recht fordern.“
Sie ging wieder zu Dawn, beugte sich zu ihr und verwandelte ihr Gesicht.
Die Jugendliche keuchte und starrte sie an.
„Geh weg von ihr! Ich warne dich!“ brüllte Connor.
„Ich würde dich so gerne selbst in den Himmel schicken, meine Kleine! Deine Schwester hat unsere Pläne so oft durchkreuzt. Aber ich nehme dir doch nicht die Gelegenheit, deinem Geliebten dein Leben zu schenken.“
Sie nahm Dawns Arm und fuhr mit ihren Zähnen leicht über die weiche Haut.
Die Schnitte waren weder tief noch lebensbedrohlich aber etwas Blut floss heraus.
Das Mädchen kniff die Augen zusammen und zog scharf die Luft ein.
Connor: „Nein, nicht!“
Die Schwarzhaarige leckte sich über die Zähne.
„Du schmeckst so süß! Dein Aroma wird Connor sicher aufwecken.“
Die beiden Blutsauger fixierten den Kopf des Halbdämons und Drusilla schob Dawns Wunde an seinen Mund.
Er wehrte sich so stark er konnte, dennoch spürte er das Blut auf seiner Zunge und dann seine Kehle hinunterfließen.
Metallisch, wie Kupfer schmeckte es.
Der 18-Jährige hoffte inständig, dass seine Freundin nicht zu viel Blut verlieren würde.
Dawn hingegen sorgte sich, ob er ersticken könnte.
Drusilla nahm den Arm des Mädchens wieder weg.
Connor hustete und spuckte aus was er noch im Mund hatte. Dann ließ er den Kopf hängen.
„Na, wie war es?“ fragte die Untote. „Fühlst du die Kraft?“
Nachdem er sich wieder einigermaßen gefangen hatte, spürte Connor eine unbändige Wut in sich aufsteigen.
Diese Miststück hatte Dawn bedroht, sie verletzt und ihn anschließend gezwungen ihr Blut zu trinken. Nein, es war mehr als Wut.
Es war der pure Hass.
Er hörte einen der Vampire zu Dawn laufen und sich beschweren: „Also jetzt reichts mir.
Du kriegst zu trinken, sogar der Junge. Wir wollen auch was.“
Mit einer tiefen Stimme fauchte der Halbdämon: „FASST SIE NICHT AN!“
Und dann passierte das Unglaubliche:
Connors Armreif gab schwarze Blitze ab, welche seinen Arm und anschließend seinen ganzen Körper erfassten.
Seine Stiefel, seine Hose, Shirt und Mantel, seine gesamte Kleidung und auch seine Haare färbten sich schwarz wie die Nacht. Seine Haut wurde so bleich als hätte er noch nie Sonne gesehen. Das Weiß in seinen Augen wurde blutrot und seine Fingernägel wuchsen zu Krallen.
Bevor seine Peiniger reagieren konnten, packte er je einen Arm von ihnen und schleuderte sie von sich weg an die Wand.
Ein Vampir rannte los und wollte ihn angreifen doch Connor führte den Schattensprung aus. Er erschien direkt über dem Untoten, riss ihm den Kopf ab und landete nach einem Salto auf den Füßen. Der Körper des Blutsaugers sowie der Kopf verpufften.
Alle Anwesenden sahen aus als stünde der Leibhaftige vor ihnen und keiner sagte ein Wort. Selbst Drusilla war sprachlos. Das hatte sie wirklich nicht erwartet. Connor ließ seine Augen über die Meute wandern und schien zu überlegen, wen er sich als Nächstes holte. Er blieb bei der hängen, die seine Freundin gefangen hielt.
Die brünette Vampirin ließ von Dawn ab und bewegte sich im Rückwärtsgang von Connor weg. Das Mädchen kroch in eine einsame Ecke des Raumes und drückte ihren Rücken an die Wand.
Kate nutzte das Überraschungsmoment aus und schlug dem Vampir der sie festhielt mit dem Kopf ins Gesicht. Er fiel auf den Rücken und die Jägerin holte sofort den Sonnentropfen aus ihrer Tasche.
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