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Claras Entscheidung

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Schmerz/Trost / P12 / Gen
Karin Noske OC (Own Character) Stefan Vollmer
25.03.2017
28.03.2017
4
3.600
 
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25.03.2017 961
 
Clara, 15 Jahre alt, ist neu an der GSG und in Stefans G-Kurs gelandet. Ein Schulwechsel mitten im Schuljahr ist eigentlich untypisch, jedoch gab es an Claras alter Schule heftige Mobbingprobleme, weswegen es am Ende besser war, die Schule zu wechseln. Heute ist ihr erster Schultag und sie ist ziemlich aufgeregt. Bis auf ihren Klassenlehrer Herrn Vollmer, der Konrektorin Frau Noske und dem Rektor Herrn Rose kennt sie noch niemanden an der Schule. In der ersten Stunde hat sie Chemie bei Ihrem Klassenlehrer. Stefan holt sie aus dem Sekretariat ab und nimmt sie mit in den Chemieraum.
S: „So, guten Morgen ihr Pappnasen, Augen auf, Mund zu, Ohren auf Anschlag. Das hier ist Clara. Clara, das ist der G-Kurs! Clara ist neu hier und ab sofort in unserer Klasse.“
G: „Uhhh, bekommen wir noch mehr so heiße Bräute?“ kommt es aus der hinteren Reihe von Günni.
S„Pass besser auf, dass du dir an ihnen nicht die Finger verbrennst.“ Kontert Stefan, dann wendet er sich wieder Clara zu. S: „Okay. Setz dich am besten dahin wo Platz ist.“ Sagt Stefan und beginnt mit dem Unterricht, als sie sich neben Mehmet gesetzt hat, der mal wieder so aussieht, als würde er gleich einschlafen.
S: „Unser heutiges Thema, Freie Radikale. Mehmet?“ ruft Stefan und schmeißt ein Stück Kreide in seine Richtung.
M: „Ehm… Ehm… Freie Radikale… Die sind bestimmt voll radikal.“
„Hahaha“ lacht die Klasse und Stefan gibt das Wort weiter an Oleg.
O: „Als Radikale bezeichnet man Atome oder Moleküle mit mindestens einem ungepaarten Valenzelektron, die meist besonders reaktionsfreudig sind. Radikale werden mit einem Punkt dargestellt, zum Beispiel Stickstoffmonoxid (NO•), der das freie Elektron symbolisiert.“
S: „Korrekt.“
M: „Alter woher weißt du son Kram?“
S: „Kleiner Tipp Mehmet, aufpassen und lernen!“ sagt Stefan und fährt mit dem Unterricht fort. Der Rest der Stunde verläuft normal und der restliche Schultag für Clara ebenfalls. Nach Schulschluss wird sie auf dem Schulhof schon von ihrer Mutter Nina erwartet. Naja, eigentlich Pflegemutter, aber sie lebt bereits bei ihr seitdem sie 4 ist, also ist sie quasi wie ihre Mutter. Zu ihrer Leiblichen Mutter Sabrina hat Clara ein normales Verhältnis. Sie verstehen sich gut und sehen sie regelmäßig, doch eine Rückkehr zu ihr ist für Clara eigentlich ausgeschlossen. Dafür sei zu viel passiert. Sie fühlt sich in ihrer Pflegefamilie sehr wohl. Nina nennt sie auch Mama und ihren Pflegevater Papa. Für sie sind sie ihre Familie.
N: „Na, wie war dein erster Schultag?“
C: „Ganz okay.“
N: „Das freut mich. Frau Eschmann vom Jugendamt hat sich im Übrigen gemeldet und um ein Gesprächstermin gebeten. Er ist morgen um 11h. Ich hol dich so gegen 10:30h ab.“
C: „Na toll…“
N: „Was ist?“
C: „Naja, da hab ich Deutsch beim Vollmer und darf ihm dann erklären, warum ich früher gehen muss!“
N: „Dann schreibe ich dir eben eine Entschuldigung, oder rede selbst mit ihm.“
C: „Nein, aber der ganze Rest der Klasse bekommt das dann auch mit und du weißt doch, wie das an der anderen Schule war…“
N: „Ach Schatz. Aber das bedeutet ja nicht, dass es hier genauso sein muss. Ich muss auch nicht in die Klasse kommen, ich kann deinen Lehrer auch einfach anrufen. Und außerdem, nur weil du früher gehst, wissen die anderen nicht wohin.
C: „Stimmt, da haste auch wieder recht…  Ich kann dem Vollmer am Anfang der Stunde sagen, dass du später kommst und mich holst und ihm dann deine Entschuldigung geben. Muss ja nicht sagen, warum und es muss ja auch nicht drinnen stehen.
N: „Okay. Dann lass uns mal nach Hause fahren, Tom und Frank warten bestimmt schon.“
Tom ist der leibliche Sohn der Familie und Frank der Ehemann von Nina und somit Claras Pflegevater.
Der Rest des Tages verläuft normal wie immer, am Abend geht Clara dann schlafen.

Stefan hingegen bekommt noch unerwarteten Besuch von Karin, die etwas fertig aussieht, als Stefan ihr sie Tür öffnet.
S: „Hey.“
K: „Hi, hast du kurz Zeit?“
S: „Klar, komm rein.“ Bat Stefan die in der Tür stehende Karin in seine Wohnung.
S: „Was gibt’s?“
K: „Naja, also…“
S: „Ja?“
K: „Ach verdammt, egal. Ich geh besser wieder. Vergiss am besten, dass ich überhaupt hier war.“ Sagt Karin verstreut und dreht sich zur Tür um, doch Stefan hält sie am Arm fest.
S: „Hey, was ist los?“
K: „Doofe Frage, aber meinst du, ich kann heute Nacht hier bleiben?“
S: „Klar kannst du, aber ist etwas passiert? Streit mit Christoph?“
K: „Nicht so wichtig.“
S: „Aber immerhin so präsent, dass du heute nicht zu Hause sein möchtest.“
K: „Kannst du einfach aufhören zu fragen? Ich kann auch einfach wieder gehen, wenn dir das lieber ist.“
S: „Nein, hey, schon okay. Ich frag nicht weiter. Hast du hunger? Ich habe gerade Spagetti gemacht.“
K: „Gerne.“ Sagt sie erleichtert.
Stefan deckt den Tisch und beide essen gemeinsam zu Abend. Dann holt er sein Bettzeug aus dem Schlafzimmer und legt es auf die Couch.
K: „Was machst du?“ fragt Karin irritiert, als sie Stefan beobachtet.
S: „Dir mein Bett zur Verfügung stellen.“
K: „Nein nein, das musst du nicht, ich kann auch ruhig hier schlafen.“
S: „Schon okay, ich hab dir gerade auch Decke und Kissen in mein Bett gelegt und diese frisch bezogen.“
K: „Danke.“ Atmet Karin aus und lächelt ihn an.
S: „Keine große Sache.“
Beide lassen den Abend gelassen zu Ende gehen und auch wenn Stefan gerne wissen würde, was bei Karin los ist, hat er beschlossen sie heute nicht mehr danach zu fragen. Als Karin sich ins Bett legt denkt sie noch kurz daran, dass es eigentlich total komisch ist, ausgerechnet zu Stefan zu gehen, aber sie sind einfach gute Freunde und verstehen sich auch auf Arbeit sehr gut, weswegen sie direkt zu ihm ist.
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