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~Mio salvatore~ Mein Retter

von x-Aries-x
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / Gen
Ezio Auditore da Firenze La Volpe OC (Own Character)
21.03.2017
09.11.2017
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21.03.2017 1.674
 
Heii, da bin ich wieder, nach etwas längeren Zeit. Ich konnte aus persönlichen Gründen, auf die ich nicht näher eingehen will, wenig Zeit gehabt weiter zu schreiben.
Ich werde mich bemühen jetzt wieder regelmäßiger zu posten. Des Weiteren habe ich mich entschieden, diese Story zu überarbeiten.
Und natürlich wieder ein grooooßes Dankeschön an WithPassion, die sich wieder bereiterklärt hat, über meine Text zu schauen.


Ich saß in einer der vielen dunklen, dreckigen Gassen von Florenz.
Die einst so schönen, langen, gold-gewellten Haare waren nun leicht verfilzt und fast schon braun vom Dreck.
Die einst so stechenden, eisblauen Augen nun trüb und die einst so noble, gepflegte Kleidung zerfetzt und dreckig.
Wie ich in diese Situation gekommen bin?
Nun das alles begann vor drei Jahren.
Ich gehöre…nun zumindest gehörte zu einer wohlhabenden Familie, die sich ihr Ansehen in Florenz seit Generationen durch Handel verdiente.
Warum gehörte?
Weil ich mich vor sieben Jahren, damals war ich achtzehn, geweigert hatte zu heiraten…und seien wir mal ehrlich, mit achtzehn hat man eigentlich die besten Zeiten auf dem Heiratsmarkt hinter sich. Meine Eltern hatten damals gewollt, dass ich einen schmierigen, gierigen, alten Sack heiratete, der für seine Brutalität und alle Huren in ganz Florenz beim Namen zu kennen, bekannt war.
„Er hat Geld, Macht und Titel“, hatten sie immer gesagt. Mehr brauchte ein Mann ihrer Meinung nach nicht.
Doch beim besten Willen, so etwas hatte ich nicht gewollt.
Ich wollte keinen heiraten der mich nicht beachtet oder schlimmer noch, mich wie Dreck behandelt, nur weil er sich besser als alle anderen fühlte.
So hatten mich eine Eltern aus dem Haus geschmissen, da sie eine nichtsnutzige Tochter wie mich nicht gebrauchen konnten…und nun?
Nun saß ich hier in dieser verdreckten, stinkenden Gasse und überlegte.
Ich überlegte wie ich die nächsten Wochen überleben könnte.
Ich hatte mich die letzten sieben Jahre als Diebin durchgeschlagen.
Schnell und agil genug war ich dafür. Kämpfen konnte ich auch.
Immerhin muss man sich vor den Wachen oder vor Männer die meinen, ein schwaches Mädchen, das einfach zu vergewaltigen war, verteidigen können.
Ich zog mir meine Umhang tief ins Gesicht und schlich auf die Hauptstraße, auf dem Weg zur Markplatz. Auf dem Weg dorthin kassierte ich hin und wieder mal einen pikierten Blick oder einen Ellenbogen in die Rippen.
Gesindel wie mich sah man nicht gerne unter den „gesitteten“ Menschen.

Als ich auf dem Marktplatz ankam setzte ich auf eine Bank am Rand, hielt mich bedeckt und suchte nach einem Opfer, dass ich mir vornehmen konnte.
Eine Zeit lang sah ich niemanden, der es wert gewesen wäre ihn zu bestehlen, doch dann betrat ein fülliger, mit edlen Gewändern und Schmuck bekleideter Mann den Platz.
„Das nenne ich mal im wahrsten Sinne des Wortes eine fette Beute!“, grinste ich in meine Kapuze.
Auf leisen Sohlen pirschte ich mich an mein Ziel heran.
Er besah sich ganz interessiert einen Stand mit Schwertern, Degen und anderen Waffen, die von ihren Verkäufer in den höchsten Tönen angepriesen wurden.
Ich sah meine Chance darin und als ich nahe genug war, griff ich in die Tasche des fetten Mann und wurde prompt mit einem prall gefüllten Portmonee belohnt.
Gerade als ich mich aus dem Staub machen wollte und mir schon ausmalte, was ich davon alles kaufen konnte, hielt mich jemand am Handgelenk fest.
Ich drehte mich um und sah direkt in das wütende, rot angelaufene Gesicht des Mannes. „Unerhört, so eine Frechheit, dreckiges Gesindel wie dich sollte man schleunigst beseitigen! Wachen! RUFT DIE WACHEN!“, schrie er erzürnt.
Und schon kam ein ganzer Trupp mit mindestens zehn Mann angelaufen. Wie schnell sind die den bitte?
„Merda!“ Ich riss mich los und rannte so schnell ich konnte. Die Wachen natürlich hinterher.
Ich lief in eine dunkle, verzweigte Gasse und hoffte ich würde sie so abschütteln… doch meine Hoffnung wurde zerschmettert. „Das ist neu“, ich sah über meine Schultern und nicht weit von mir waren schon die Soldaten. „Seit wann sind die so schnell?“
Normalerweise war ich schneller als meine Verfolger, doch heute wurde ich eingeholt und eingekesselt. „Na, du dreckiger Dieb.“, einer der Soldaten, offenbar ein Offizier trat an mich heran und hielt mich fest. „Ich hoffe du ha-“, sein Blick glitt runter zu meinen Ausschnitt. „…ein Weib? Haha, seht euch das an! Das ist ein Weib! Nun vielleicht können wir ja noch etwas Spaß haben bevor wir dich…Naja, du weißt schon...“ er erhob eine Hand zu seinen Hals und fuhr mit seinen Daumen darüber.
Die anderen Soldaten lachten hämisch auf.
„Fotitti“ Ich spuckte ihm ins Gesicht, zog meinen Dolch und rammte ihn in sein Herz. Er war zu überrascht, um sich zu wehren. Die anderen sahen sich etwas bedeppert an, bevor sie realisierten was da gerade passiert war.
Sie zogen ihre Schwerter und rannten auf mich zu.
Ein paar konnte ich ausschalten, bis mich einer von ihnen am Bein traf und ich zu Boden fiel. „Maledetto!“
Einer der Soldaten kam mit erhobenem Schwert auf mich zu, blieb vor mir stehen und holte aus.
Ich schloss vor Angst die Augen, gedanklich schloss ich gerade mit meinem Leben ab und wartete auf den Schlag…doch nichts geschah. Alles was ich hörte war ein schmerzerfüllter Laut.
Ich öffnete die Augen, nur um zu sehen wie mein Angreifer zu Boden sank, dann packte mich jemand und zog mich mit.
Als ich mich umsah, erblickte ich nur einen bräunlichen Umhang vor mir und nahm an das es sich hier um ein männliches Wesen handelte.
Er schleifte mich durch halb Florenz, bis er endlich irgendwo am Rande der Stadt hielt.
Ich sank erschöpft zu Boden, hielt mir mein linkes Bein, welches höllisch schmerzte, und atmete heftig ein und aus. Ich richtete meine Augen auf meinen Retter, seine tief ins Gesicht gezogene Kapuze, verwehrte mir den Anblick seines Gesichts, denn sie warf einen Schatten bis zu seiner Nase.
Doch aus diesem Schatten heraus vernahm ich ein violettes Funkeln.
Ich schenkte ihm ein breites, dankbares Lächeln, welches leicht erwidert wurde.
„Ihr seid nun in Sicherheit, …Francesca Errichiello.“
Mein Lächeln verschwand, Verwunderung nahm stattdessen in meinem Gesicht Platz.
„Woher wiss…“
„Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht alles in Florenz zu wissen. Und das tue ich auch.“
Verdutzt sah ich ihn an.
„Nun… wer seit Ihr?“. Etwas Diebisches stahl sich in sein Gesicht und er kicherte vor sich hin.
Jetzt war ich verwirrt. „Ich habe viele Namen. Manche nennen mich Mörder, Dieb oder Taglialole…Doch für euch bin ich…La Volpe.“
„Der Fuchs?“
„Genau der bin ich“, meinte er beiläufig. Ich starrte ihn fasziniert an, vor mir stand gerade der Herr der Diebe. Aber allen Anscheins verstand er mein Starren falsch.
„Habt Ihr Angst vor mir?“, fragte er, und ich meine so etwas wie Enttäuschung aus seiner Stimme zu hören.
„Vor euch…? Nein, Ihr habt gerade mein Leben gerettet und dafür bin ich mehr als dankbar“, lächelte ich ihn an. Auch auf sein Gesicht schlich sich ebenfalls ein kleines Lächeln.
„Ihr müsst zu einem Arzt, das…“, er zeigte auf mein Bein „…sieht nicht gut aus.“
Und genau in diesem Moment schoss ein stechender Schmerz mein Bein empor.
Durch die ganze Aufregung, La Volpe getroffen zu haben, hatte ich doch glatt vergessen das ich eine klitzekleine, ‚überhaupt nicht schmerzende Verletzung‘ hatte und ich wie ein abgestochenes Schwein blutete.
Ich versuchte aufzustehen, doch der Schmerz explodierte förmlich und ich fiel zurück auf den Boden.
„Maledetto! Cazzo di merda!“, fluchte ich wütend vor mich hin.
„Das passiert mir sonst nie…ich weiß nicht was heute los war…“, irgendwie hatte ich das Gefühl mich vor La Volpe rechtfertigen zu müssen.
Er trat schweigend an mich heran, schob einen Arm unter meine Kniekehlen, mit dem Anderem stützte er meinen Rücken. „Was macht Ihr da?“, fragte ich verwundert.
„Euch tragen“, meinte er trocken.
„Warum..?“
„Weil Ihr offensichtlich nicht gehen könnt und zu einem Arzt müsst, bevor Ihr mir noch verblutet.“
Ich protestierte lautstark. „ Lasst mich sofort runter, ich kann das auch alleine!“
Ich wurde gekonnt ignoriert.
„H…HEY! Lasst mich runter!!!“
Mit meiner Hand schlug ich auf seine Brust ein…allerdings schien ihn das nicht sehr zu beeindrucken, denn er ging ungestört weiter. Wiederwillig gab ich auf und lies mich von ihm tragen.

Wir schwiegen eine ganze Weile, doch da ich diese Stille nicht aushielt und da mir eine Frage in den Sinn kam, fing ich an zu reden.
„Warum habt ihr mir geholfen?“
„Ich weiß es nicht…, weil Diebe sich untereinander helfen? Weil Ihr eine Frau seit? Oder weil Ihr…“ „Oh haha natürlich…weil ich eine Frau bin?! Meint Ihr ich könne mich nicht selbst verteidigen?“, meinte ich verstimmt.
„Nun so wie es aussieht konntet Ihr das nicht...“, zog er mich in einem neckenden Ton auf.
Meine Augen verschmälerten sich und ich schwieg… jetzt war ich beleidigt. Meine Kampfkünste ließ ich nicht beleidigen.
Den Rest des Weges schwiegen wir durch, während La Volpe meine griesgrämigen Blicke aushalten musste. Als wir bei einem Arzt ankamen kam uns der schon hektisch entgegen.
„Mio dio, wie seht Ihr denn aus? Kommt her. Legt sie hier auf den Tisch!“
La Volpe tat wie ihm geheißen. Der Arzt besah sich mein Bein.
Ein langer Schnitt zog sich von meinem Oberschenkel bis zum Knie.
„Ah, jaja… das sieht schlimmer aus als es ist, doch…“, er hob einen Finger und schloss bedächtig die Augen, „…es muss genäht werden“.
Ich schluckte hart „G-genäht?“, meine Stimme brach etwas.
„Wird sie denn wieder gehen können?“ fragte La Volpe.
„Nun übertreibt doch nicht. Sie muss sich nur etwas schonen“, antwortete der Arzt belustigt. Als ich die Nadel sah, mit der der Dottore mein Bein zu Nähen bedachte, wurde mir schlecht.
Während mein Bein genäht wurde, durfte ich als Ablenkung sogar La Volpes Hand halten, die ich wohl eher zerquetsch hatte.

Nun saß ich auf einer Bank irgendwo in Florenz und er stand vor mir.
„Was macht Ihr jetzt? Wisst Ihr wohin mit euch?“, fragte La Volpe mich.
Ich starrte zu Boden. „Nein… dort wo ich zuvor untergekommen bin werde ich wohl kaum noch hin können…“, auf den Weg zum Arzt hatte ich schon Steckbriefe entdeckt. „…immerhin wird nach mir jetzt gesucht.“
 
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