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Verbotene Liebe am Koselbruch

GeschichteSchmerz/Trost, Liebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Andrusch Kito Lyschko Merten Michal Tonda
20.03.2017
05.02.2019
45
23.190
3
Alle Kapitel
20 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
25.09.2017 515
 
Heyyy,
heute geht's wieder weiter!
Ich hoffe das Kapitel gefällt euch und wenn ja dann schreibt mir gerne einen Review.
Also viel Spaß:)
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Die Nacht war schwarz wie das Gefieder der Raben, in die die Burschen sich immer verwandelten, doch Lyschko sah trotzdem gut. Tonda hatte immer gesagt, er könne im Dunkeln sehen wie eine Katze. Tonda. Phh. Lyschko spuckte auf den Boden und versuchte, das Sehnsuchtsgefühl zu verdrängen. Leise schlich er in Richtung Waldlichtung, wo Krabat heute sein Mädchen  treffen würde.
Vorbei an der Scheune, dem Schuppen. Er schreckte auf als er plötzlich ein Geräusch hörte. Ein Platschendes Geräusch. Scheinbar war jemand in den Fluss gefallen. Lyschko lachte schadenfroh, sah aber trotzdem nach um wen es sich handelte. Im Wasser trieb ein stämmiger Bursche.
Lyschko wollte lachen doch das Lachen blieb ihm im Hals stecken, als er genauer hinsah.
"Was machst du denn hier?", zischte Lyschko, doch er bekam nur ein verzweifeltes Blubbern zur Antwort. "Tonda!"
Plötzlich wurde Tonda von den Stromschnellen Unterwasser gedrückt, die ihm mit gurgelndem Geräusch die Luft nahmen. "TONDA!" Mit einem gewagten Kopfsprung schwamm Lyschko auf den ertrinkenden Burschen zu. Mit gesammelten Kräften zog er Tonda aus den tödlichen Stromschnellen an die Wasseroberfläche und beförderte ihn ans Ufer, wo Tonda keuchend liegen blieb. Lyschko beugte sich besorgt über ihn und musterte sein nasses Gesicht. "Was machst du denn, mmh?", grummelte er, viel sanfter als sonst.  Tonda hustete und öffnete langsam die Augen. Als er sah wen er vor sich hatte, betrachtete er Lyschko verwundert. Lyschko meinte etwas Abwertendes in seinem Blick zu erkennen und wollte sich abwenden doch eine starke Hand hielt ihn zurück.
"Du hast mir gerade das Leben gerettet", sagte Tonda schwach.
"Musste ich ja wohl", erwiderte Lyschko trocken, konnte aber dennoch nicht verhindern dass er rot wurde.
"Oh nein das musstest du nicht", sachte streichelte Tonda ihm über die Wange.
"Lass das", sagte Lyschko halbherzig.
"Nein", antwortete Tonda lächelnd und zog den Burschen näher an sich. Er fragte sich wie er jemals schlecht über den Blonden denken konnte, jetzt wo er ihm so nah war wie schon lange nicht mehr. Er beugte sich nach vorne und wollte den Jüngeren küssen.
"Tonda! Warte-" 
"Was?", fragte Tonda ungeduldig, während die Lust in ihm wuchs. "Der Meister-" Tonda verstand und zog mit seinem Finger einen schnellen Kreis.
"Er kann uns nicht hören- und nicht sehen", hauchte Tonda und ließ seine Hände Lyschkos Bauch und Hüften hinuntergleiten.
Der Blonde war überfordert, wehrte sich jedoch nicht. Erst als das Krächzen eines Raben die Stille der Nacht durchbrach,erstarrte Tonda. Er fuhr hoch und straffte Schultern.
Lyschko erhob sich auch langsam und schweigen bahnten sich die beiden Mühlknappen ihren Weg zurück zur Mühle. Am Tor angekommen seufzte Tonda. "Gute Nacht, Lyschko."
"Nacht."
Schweigend gingen beide Männer in die Mühle. Dann drehte Tonda sich ein letztes Mal um und legte seine Lippen auf Lyschkos. "Das musste jetzt sein." 
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