Etwas beweisen

OneshotRomanze, Sci-Fi / P18
Delenn Jeffery Sinclair / Valen
19.03.2017
19.03.2017
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Etwas beweisen

,,Es erstaunt mich immer wieder, wie sehr sich unsere Überzeugungen, Wünsche, Leben ähneln, schafft man es erst einmal, hinter die Unterschiede unserer Körper und unserer Spezies zu blicken.“, schloss sie.

,,Ja, das ist es tatsächlich.“, Jeff lächelte sie an, und an seinem Gesichtsausdruck bemerkte sie, dass er in diesem Moment die selbe Erhabenheit fühlte. Diese Erhabenheit, die sie überkam, wenn sie von Themen sprach, die das ganze Universum umfassten. Es fühlte sich an, als würde sich ihr Geist ausdehnen, bis er jeden Teil der Schöpfung ganz leicht berührte. Sie liebte dieses Gefühl.

,,Ein Jammer, das meine Regierung das nicht verstehen wird, solange es nicht um Geld geht.“, schob Jeff ein wenig spöttisch hinterher.

Doch die Menschen unterhielten wenigstens Kontakte zu anderen Völkern, dachte sie. Sie hatten sich nicht jahrhundertelang von ihnen isoliert, und sträubten sich jetzt hartnäckig gegen alle ihre Bemühungen, sie mit den anderen zu verbünden für den Krieg der kommen würde, um die Galaxis-übergreifende Gemeinschaft zu bilden, von der sie manchmal törichterweise träumte.

,,Aber wir sind nicht unsere Regierungen, Jeff.“, sie spürte, wie ein listiges Lächeln sich auf ihrem Gesicht ausbreitete, ,,Wir werden weiterhin zusammenarbeiten und unsere Gedanken austauschen, bis es so alltäglich geworden ist, dass sie keinerlei Möglichkeit mehr haben, es zu unterbinden. Und bei all den anderen Wesen unterschiedlicher Völker, die hier aufeinander treffen, werden die Meisten die gleiche Erfahrung machen. Dafür wurde Babylon 5 schließlich errichtet.“

,,Ich wünschte, jeder unserer Botschafter hätte so viel Enthusiasmus für unsere Ziele.“

Sie lachte, und Jeff lachte mit ihr. Und diesmal wagte sie es, jedes Detail seines Gesichts zu erfassen, als würde sie es nie wieder sehen und müsste es sich einprägen. Seine Haare, fremdartig und wunderschön. Seine braunen Augen unter buschigen Augenbrauen, die Form seiner Wangen und seiner Nase, der Schwung seiner Lippen.

Er beugte ein wenig vor, und sie atmete seinen Geruch ein, der würzige Geruch eines Menschen vermischt mit der leicht wachsigen Note seiner Haare.

Sie ließ ihren Blick weiter über ihn wandern, über seine breiten Schultern und die Form seines Körpers unter der Uniform.

Es fühlte sich nun kein bisschen falsch mehr an, ihn zu begehren, ihn, den Menschen, den Alien. Wie lange hatte sie versucht, Gedanken wie diesen zu verdrängen. Sich dafür geschämt und geekelt. Schließlich begriff sie, dass es mehr im Universum gab als nur die Minbari, und dass sie Verbundenheit über ihr Volk hinaus erschaffen musste. Und dennoch hatte sie bis jetzt gebraucht – erst seit kaum einem halben Jahr -  um Gedanken und Gefühle wie diese zuzulassen.

All ihre Vergangenheit schien sie nicht zu betreffen, in diesem Moment. Natürlich wusste sie, was sie ihm angetan hatte und welche Dunkelheit ihre Zukunft bereit hielt. Doch in diesem Moment waren sie einfach nur Freunde, in ein tiefes Gespräch versunken.

,,Hast du noch mehr von diesem Tee? Er ist köstlich.“, meist redeten sie auf der schmalen Bank im Steingarten, doch heute war Jeff zur Botschaft gekommen, um einige Dokumente mit ihr zu besprechen, und danach waren sie einfach dort geblieben und hatten weiter geredet.

,,In der Kanne dort drüben. Warte, ich hole dir neuen.“

,,Nicht nötig. Die paar Schritte schaffe ich auch alleine.“

Er lief zur Küchenzeile und sie sah im nach. Die Uniformhose spannte sich verheißungsvoll eng um seinen wohlgeformten Hintern. Schnell blickte sie weg und fühlte sich gleichzeitig schuldig und froh, hingesehen zu haben.

Jeff kam zurück und übereichte ihr ihre Tasse, und ihre Finger berührten sich flüchtig.

Für einen Moment vergas sie beinah, dass er menschlich war. Er war einfach nur Jeff. Und es schien ihr wie die natürliche Abfolge der Dinge, zu dem kleinen Schrank mit den Kerzen und den anderen Ritualutensilien zu gehen und die Schale voller roter Früchte zu holen. So lange hatte sie gezögert, einen Schritt weiter zu gehen. Sie hatte sich alles vorgestellt, immer und immer wieder, hatte in ihrer Vorstellung jedes Detail ausgekostet, aber dann doch nichts getan und ihn nicht gefragt, mit der Ausrede, laut der Prophezeiung würde sie ohnehin im Schattenkrieg mit einem menschlichen Kommandanten zusammenkommen, und wer konnte das anderes sein als er? Sie empfand noch keine Liebe für ihn, doch sie wusste, aus ihrer Freundschaft und Vertrautheit könnte schnell Liebe erwachsen. Und es war viel zu lange her, seit sie zum letzten Mal nicht nur alleine mit ihren eigenen Händen und ihren Fantasien gewesen war…

,,Würdest du an einem Ritual zur… Feier und Erforschung unserer Nähe teilnehmen?“

Er sah sie neugierig und ein wenig verwirrt an, und nickte dann leicht. Er schien es für ein ganz normales Ritual zu halten, wie all die anderen Bestandteile ihrer Kultur, die er sich interessiert hatte zeigen lassen.

Sie nahm eine der Früchte. Trotz allem hatte sie sich überwinden müssen, ihn zu fragen, und nun kämpfte die Nervosität in ihrem Herzen mit dem sehnsuchtsvollen Regungen ihrer Lenden. Doch der festgelegte, vertraute Ablauf des Rituals beruhigte sie.

,,So nimm dies…“, und sie reichte ihm die Frucht.



~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~



Es waren Momente wie diese, in denen Delenn ihm wieder unnahbar und außerirdisch vorkam. Rituale und Distanz, und es war unmöglich zu erfahren, was in ihr vorging, wie in der Kriegspropaganda. Er fragte sich, ob sie auch manchmal aus Albträumen des Krieges erwachte, oder ob sie sich ebenfalls manchmal in Situationen von damals zurückgeworfen fühlte und sich erst wieder erinnern musste, dass sie nun sicher war. Hatte sie auch Freunde verloren? Oder Raumschlachten erlebt? Er hatte sie nach ihren Erlebnissen im Krieg befragt, doch sie wich stehts geschickt aus. Er wusste immer noch nicht, was in den fehlenden vierundzwanzig Stunden mit ihm geschehen war. Warum hatten die Minbari kapituliert? Er war sich sicher, selbst wenn sie die Antwort kannte, würde er sie nie von ihr erfahren.

Manchmal schien es ihm beinah, als plante sie insgeheim etwas mit ihm.

Doch dann drückte sie ihm die Frucht direkt gegen die Lippen, und ihre Finger verharrten ein wenig zu lange dort, als er sie mit den Zähnen annahm. Und sie schien ihm einfach nur wieder wie seine enge Freundin.

,,Warum machst du dieses Ritual?“, fragte er sie.

,,Um mir selbst etwas zu beweisen. Endgültig“, sie klang gedankenverloren. Er betrachtete ihr scharf geschnittenes Gesicht, umrahmt von dem Knochenkranz. Ja, sie war durchaus schön auf ihre außergewöhnliche, ätherische Weise, doch so geheimnisvoll und mächtig, dass ihm das kaum je auffiel.

,,Schließe die Augen.“, ihre Stimme konnte beängstigend sein, die Stimme einer befehlsgewohnten Anführerin. Doch in diesem Moment beruhigte ihn ihr tiefer, melodischer Klang, ,,Atme tief und bewusst. Erinnere dich an die Momente unserer Freundschaft. Lass sie vorüberziehen, denke über sie nach.“, sie setzte sich in Meditationspose und schloss die Augen. Er tat es ihr gleich.

Er erinnerte sich daran, wie ihre Freundschaft begonnen hatte. Sie hatten anfangs immer nur über geschäftliches miteinander geredet, bis es dann irgendwann mehr und mehr in private Gespräche überging. Am Anfang war ihm immer bewusst gewesen, dass sie der Spezies angehörte, gegen die er einst verzweifelt gekämpft hatte. Doch irgendwann erfuhr er mehr über ihre Weltansicht, und sie wurde zu mehr als dies, einer eigenständigen Person. Er dachte an ihre langen, tiefen Gespräche im Steingarten.

,,Öffne die Augen.“

Als er aus der Mediation wieder auftauchte, fühlte er sich genauso entspannt und sicher wie wenn er früher in dem katolischen Internat meditiert hatte.

Delenn lächelte auf eine schwer zu deutende Weise, von der er nicht sicher war, ob sie verführerisch sein sollte oder einfach nur eines ihrer wissenden Lächeln war.

,,Und nun lass uns erforschen, was zwischen uns besteht.“

Plötzlich war ihr Gesicht sehr nah an seinem. Jetzt war er sich absolut sicher, dass ihr Lächeln verführerisch gemeint war. Verführerisch und erwartungsfroh. Nicht im Geringsten das, was er von einem Minbari-Ritual erwartet hatte, aber definitiv eine interessante Wendung. Er kam sich ein wenig fehl am Platz vor – sie waren verschiedene Spezies, und er kannte dieses Ritual nicht – doch er wollte nicht unhöflich sein. Er wusste schließlich, wie wichtig ihre Rituale für die Minbari waren. Und diese neue Art der Nähe faszinierte ihn, auch wenn sie ihn ein wenig unsicher machte.

,,E‘ sur Ar‘?“

Er verstand grade genug Adronanto, um die Worte ,,Du“ und ,,mir“ zu verstehen.

,,Was bedeutet das?“

Ihre Hand lag auf seiner Wange. ,,Erlaubst du mir…?“

Er wusste selber nicht, warum er ,,Ja“ sagte.

Sie beugte sich vor, und bevor er Zeit hatte, überhaupt wirklich zu begreifen was sie, er, im Begriff waren zu tun, küsste sie ihn. Leidenschaftlich. Überraschend wild. Ihre Hand war in seinem Haar, die andere massierte seinen Nacken.

Er erwiderte den Kuss. Für einen Moment blitzte eine Warnung in ihm auf, dass es vermutlich keine gute Idee war, solche Dinge mit einer Frau zu tun, über deren Motivationen er nicht das geringste wusste. Doch das Gefühl verflog schnell.

Ihre Hände wanderten seinen Rücken hinunter und schließlich unter seine Uniform. Er hatte es nicht erwartet, doch bemerkte, dass es ihm, zusammen mit dem intensiven Kuss und dem Gefühl ihres schlanken Körpers gegen seinen, ausgesprochen gut gefiel. Er war niemals auf die Idee gekommen, sie auf diese Weise zu sehen, doch sie war auf jeden Fall attraktiv, auf eine fremdartige, subtile Art, eine faszinierende Frau. Und ihr Körper fühlte sich wirklich gut an…

Er streichelte sie jetzt ebenfalls, kämpfte ein wenig mit ihrer Robe, bevor er es schaffte, ihre warme, glatte Haut zu berühren. Sie keuchte auf gegen seine Lippen und öffnete seine Uniform, zerrte sie von seinem Körper und schob ungeduldige Hände unter sein Unterhemd. Er half ihr, es auszuziehen.

Ihr Blick wich nicht einen Moment von seinem Körper. Er hatte erwartet, sie wäre auch jetzt noch so ruhig und gefasst wie normalerweise, und ja, auch das schien auf in ihrem Blick, doch vor allem glänzte er vor Hunger und fast schon animalischem Verlangen.

,,Du bist sehr attraktiv.“, meinte sie zärtlich.

Und in einer einzigen Bewegung presste sie ihn mit dem Rücken auf den Boden und setzte sich rittlings auf seinen Schoß. Sie war deutlich stärker als sie aussah. Die Hitze ihrer Lenden gegen seinen Unterleib ließ ihn hart werden.

Er hatte Gerüchte gehört, nach dem die Minbari überhaupt keine Sexualität besaßen. Selbst wenn er noch nie eine Beziehung unter ihnen miterlebt hatte, hatte er das doch stark bezweifelt. Viel eher hatte er vermutet, dies würde bei ihnen nur privat, aber intensiv ablaufen, wie so viele andere private Angelegenheiten auch.

Und Delenn berührte ihn genauso, wie er es sich für ihre Spezies vorgestellt hatte, langsam und intensiv. Ihre schmalen, starken Händen glitten gemächlich und doch fest und sehr sehr zielstrebig über seinen nackten Oberkörper, spielten mit seinem Brusthaar. Er konnte nicht anders, als aufzustöhnen, als ihre Finger tiefer seinen Bauch hinunter wanderten.

,,Ich halbnackt, aber du noch in deiner gesamten Robe, das ist nicht gerecht, oder?“, unterbrach er ihre gemurmelten Worte in Adronanto.

Sie grinste breit, stand auf und streifte erst den oberen weiten Mantel, dann die Robe darunter und ihre Hose ab. Sie sah erstaunlich menschlich aus. Ein bequem aussehender, hellgrauer BH verhüllte ihre kleinen Brüste. Die blauen Muster auf ihrem Scheitel setzen sich auf ihrem Bauch fort, Sprenkel und Wirbel knapp unter ihren Brüsten und eine dünne hellblaue Linie ihren flachen Bauch hinunter, die sich über ihrem Schambein wieder verbreiterte und unter ihrer hellgrauen Unterhose verschwand. Er folgte dem Schwung ihrer Hüften mit den Augen.

Langsam stand er auf, legte die Arme um sie und küsste sie.

Sie zog ihn mit übermenschlicher Kraft gegen sich, schob die Hände unter den Saum seiner Hose und knetete seinen Arsch. Er öffnete ihren BH und entfernte sich grade weit genug von ihr, um ihre Brüste mit den Händen zu umfassen. Sie waren grade groß genug, seine Hände auszufüllen, fest und warm. Sie stieß ein scharfes Seufzen aus.

Stechendes Pochen in seinen Lenden. Verdammt, wer hätte erwartet, dass die unnahbare, geheimnisvolle, ätherische Minbari-Botschafterin einmal so verlockend seien würde…

Ihr Blick wanderte zu seinen Hüften, als er einen Schritt zurück trat und die Finger auf den Bund seiner Unterhose legte. Sie stöhnte auf, als er sie abstreifte.

Für einen Moment fragte er sich, wie er sich wohl von den Minbari unterschied, die früher ihre Liebhaber gewesen waren.

Sie fanden einige eigentlich zum Sitzen gedachte Kissen, und sanken darauf nieder.

,,Oh Jeff, du glaubst nicht wie lange ich mich hiernach gesehnt habe…“, sie klang unpassend ernst, doch er kam nicht mehr dazu, darüber nachzudenken, weil sie da schon über ihn herfiel.

Sie küsste hart seinen Hals, und während sie das tat, glitten ihre Hände langsam aber zielsicher seinen Körper hinunter. Sie massierte fasziniert seinen Scham und knetete seine Hoden.

Er krümmte den Kopf zurück und presste die Hand in ihren Rücken, ließ sie über ihren Körper fahren, hektisch, verzweifelt, bis sie endlich das letzte bisschen Stoff von ihr schob und zwischen ihre Schenkel glitt. Sie war völlig durchnässt.

Sie sah aus wie eine menschliche Frau, nur dass dort, wo bei einer Menschenfrau der Scham gewesen wären himmelblau die Haut sprenkelte. Er fuhr die Übergänge des Blaus zu normaler Haut mit den Fingerspitzen nach und sie seufzte seinen Namen, packte seine Hand und zog sie dahin, wo sie sie haben wollte. Er rieb über das, was bei einer menschlichen Frau die Klitoris gewesen wäre. Delenn keuchte laut auf und stieß ihre Hüften gegen seine Finger.

Ihre eigene Hand umschloss seinen Penis und begann, ihn schnell und hart zu streicheln.

Wie ihr schlanker Körper zuckte und erschauderte, ihre subtilen Kurven, das blau ihren Bauch hinunter, die Art wie sie den Kopf zurückkrümmte und das Gesicht verzerrte, ihre Hände auf seinem eigenen Körper, die leisen Worte, die sich in den Geräuschen ihrer Lust verloren und von denen er nicht wusste, ob sie zum Ritual gehörten oder einfach nur Ansporn waren…

Sie war so nah und real, so menschlich in ihrer Leidenschaft.

Und dann spannte sie den ganzen Körper an, schnappte nach Luft und sank wieder zusammen, und etwas heißes ergoss sich über seine Finger.

,,Weiter!“, kommandierte sie, als er kurz zögerte. Sie presste ihre andere Hand in seinen Arsch und er rutschte ein Stück nach unten, um die blauen Muster auf ihrem Bauch zu küssen.

,,Bitte!“, keuchte sie und presste sanft seinen Kopf nach unten, aber sein lustvernebelter Geist verstand erst zu spät, was sie überhaupt damit gemeint hatte. Ein weiteres ruckartiges, hartes Streicheln, ihre neckenden, leichten Berührungen an seinem Arsch, und der Gedanke verlor sich.

Den anderen Arm unter ihrem Oberkörper, begann er, die Hand über ihren Knochenkranz zu pressen, einfach nur, um sich an irgendetwas festzuhalten. Er fühlte sich glatt und warm an, mit breiten, deutlich abgegrenzten Rillen. So fremdartig und doch so lebendig. Plötzlich zuckte sie und seufzte scharf auf.

,,Hmm. Gefällt dir das, dich dort zu berühren?“, stöhnte er.

,,Die Übergänge…“, ihre Worte gingen beinah in ihrem schweren Atemzügen unter, ,,… zwischen Knochen und Haut… sind sehr empfindlich.“

,,So?“, er folgte den Sehnen ihres Halses mit dem Mund, und leckte dann an dem gekrümmten Stück Knochen an ihrem Ohr entlang.

,,Ja. Oh, in Valens Namen…“

Sie lag jetzt halb unter, halb neben ihm, und er spürte ihren zitternden Körper gegen seinen, erschauerte selber.  Sie rieb ihn und er streichelte sie.

,,A‘ durah!“, seufzte sie, und er rieb seine Finger weiter gegen sie, spürte, zwei, drei, vier mal wie sie gegen seine Hand kam, bis sein eigener Genuss so intensiv wurde, dass er nicht mehr in der Lage war, etwas anderes zu tun, als dazuliegen, ihre Lippen auf seinem Hals und seinen Schlüsselbein zu spüren und ihre Hände auf seiner Brust, an seinen Hüften und seinem Arsch, und um seinen Penis.

Und endlich kam er, heftig, und ergoss sich über ihre Brüste. Er blieb nach Luft schnappend liegen.

Eine Weile lagen sie einfach nur so da, bis Delenn schließlich lächelnd meinte: ,,Meine Regierung würde mich hierfür ausstoßen.“

,,Wegen unehelichem Sex?“

,,Weil ich ein Alien geliebt habe.“, plötzlich klang sie erschöpft, gar nicht ihrer vorherigen Ekstase entsprechend.

,,Weißt du noch, wie du mir beschreibst, wie eine einzelne Person Auswirkungen auf die ganze Welt hat, symbolisiert im Steingarten? Ich bin mir sicher, du schaffst es, dein Volk für die anderen Spezies zu öffnen.“

,,Das ist sehr schmeichelhaft, Jeffrey Sinclair.“, für einen Moment sah sie wieder völlig unnahbar und außerirdisch aus, selbst so, nackt und sich säubernd.

Sie kleideten sich schweigend an, und als sie ihn zur Tür brachte, verbeugte sie sich leicht vor ihm: ,,Ich danke dir für alles. Es ist so selten, einem Angehörigen einer anderen Spezies so… verbunden zu sein.“

,,Dafür ist das Babylon-Projekt schließlich da.“, meinte er mit gespieltem Phatos. Sie lachte, und für einen Moment schien ihre Vergangenheit nichts zu bedeuten.















A/N: Oh man, ich bin wirklich unsicher über diese Geschichte. Irgendwie kommt mir das zu ,,billig“ vor, und dann ist das auch nicht der Headcanon von dem, wie sich Delenn und Sinclair tatsächlich in der Serie verhalten haben. In meiner Vorstellung wollte sie offensichtlich immer etwas mit ihm anfangen, doch zögerte letztendlich, und sie schlafen erst zum Zeitpunkt von Nenya Kanadkas ,,What is Loved Endures“ zum ersten Mal miteinander.

Aber verdammt, Sinclair und Delenn haben so eine faszinierende Beziehung, und ich wollte da einfach mehr zu schreiben. Nur leider fällt mir einfach nichts ein, und ich bin froh dass ich wenigstens diese Idee hatte.

Ich bin auch unsicher darüber, dass sie eben nicht auf die Weise Sex haben, die man normalerweise darunter versteht. Allerdings, weder Sinclair und erst recht nicht Delenn stelle ich mir als diese Leute vor, für die alles außer vaginaler Penetration einfach nur ,,rumfummeln“ ist. Und so etwas kommt meiner Meinung nach viel zu selten in Hetero-Fanfiction vor.

Im englischen Fandom gibt es die großartige Theorie, das Minbari-Sexualität gar nicht mal so viel keuscher ist als menschliche, sondern einfach nur anders. Es kann viele verschiedene Bedeutungen haben je nachdem mit wem man es macht und mit welchem Ritual, oder eben auch genutzt werden, um zu ergründen, was für eine Art von Beziehung es ist. Soviel zu meiner Inspiration zu der billigen ,,Alien(ritual)s made them do it“-Begründung…