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Manchmal ist reden auch Gold.

von miririmi
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Karin Noske OC (Own Character) Stefan Vollmer
18.03.2017
03.10.2017
13
8.085
4
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1 Review
 
19.04.2017 691
 
*ANALIE*
Fragend steht er da. Das Blatt von Tom, welches er ihm entgegensteckt, wird einfach ignoriert. Schnell senke ich meinen Kopf wieder und hoffe dass der Vollmer es als einziger bemerkt hat. Aber meine Hoffnungen schwinden als ich den ebenfalls verstörten Blick von Bela auf mich gerichtet spüre. „Analie?!“ der Voller steht immer noch erwartungsvoll vor mir. Der denkt doch nicht ernst Haft das ich jetzt irgendwas dazu sage, und dann auch noch hier. Also auffälliger geht’s wohl nicht. Kaum merklich schüttle ich den Kopf. „Okay…“, stößt er hervor, während er nun doch das Blatt von Tom annimmt und zu Ende verteilt.
„Jetzt die Rollen aufteilen…“ meint Niki nachdem Tom den Text zu unsrem Thema vorgelesen hat. Auch wenn ich Schwierigkeiten hatte zu folgen habe ich es zumindest geschafft mitzubekommen was unser Thema ist. Wir vier haben die Aufgabe Ende der Woche einen Vortrag über „Winkel“ zu halten, wie spannende. Genervt verdrehe ich meine Augen, nur sieht das ja keiner.  „Wir könnten uns in zwei Gruppen teilen. Die einen machen die Neben-, die andren die Scheitelwinkel.“ Ist Toms Vorschlag. Bela und Nikki stimmen zu und auch ich bejahe. „Dann Bela und Analie, und natürlich wir zwei…“ grinst Niki und drückt Tom einen Kuss auf die Wange. „Geknutscht wird in der Pause“, ist Vollmers Kommentar. Im selben Moment klingelt es auch bereits. „Na dann haben wir ja jetzt 20 Minuten Zeit…“ erwidert Tom schlagfertig und zieht Niki hinter sich her. Ich spüre Belas Blick in meinen Rücken als ich aufstehe und meine Tasche zusammenpacke. Konzentriert versuche ich mein Gesicht zu verstecken. „Analie…“ fängt Bela an. Ich lasse mich nicht beirren und ziehe den Reisverschluss zu. „Du… also ich…“ druckst er herum. „Wer war das?“ fragt er schließlich. Verwirrt schaue ich auf. „Wer war was?“ frage ich entgeistert. „Dein Gesicht?!“ kommt es da von hinten.

*VOLLMER*
Analie dreht sich zu mir um. Es scheint als würde sie erst jetzt registrieren wovon wir sprechen. Mit einer Hand tastet sie ihr Gesicht ab. „Ihr denkt…“ sie lacht auf. „Das mich wer geschlagen hat?!“ Ungläubig starre ich das Mädchen an. „Äh hallo hast du dir mal dein Gesicht angesehen?!“ erwidere ich. Auch Bela ist entrüstet. „Wer tut so etwas!“ will er wissen. „Ich wurde nicht geschlagen.“ Sagt Analie. Erstaunlicher Weise wirkt sie tatsächlich überrumpelt von unsrer Annahme.  Fragend mustere ich sie. „Na dann erklär uns das mal.“  Gespannt warten Bela und ich. „Ich bin gestürzt.“ Versucht sie es. „Gestürzt?“ harkt Bela nach. Ich nicke nur ironisch. „Gestürzt also, ja ne, dann ist ja alles klar.“ Sage ich nehme meine Tasche und bewege mich zu Tür. „Herr Vollmer?!“ entrüstet stellt sich Bela mir in den Weg. „Wie, Sie wollen das jetzt einfach so hinnehmen?“ Wäre er ein Drache würde er jetzt bestimmt Feuer spucken so wütend ist er. „Was soll ich sonst tun?!“ ich gehe an ihm vorbei. „Keine Ahnung, dass was sie sonst auch tun!“ Er klingt verzweifelt. Ich drehe mich um. „Wurdest du geschlagen?“ frage ich sie noch einmal. Sie schüttelt den Kopf. „Gestürzt.“ Entgegnet sie. „Wo, wie und warum?“ will ich wissen. „Zuhause, Treppe und müde.“ Ist ihre knappe Antwort. Ehe sie an uns vorbei das Klassenzimmer verlässt. „Analie!“ ruft Bela und will ihr hinterher. Schnell versperre ich ihm den Weg. „Was soll das?!“ schreit er mich an. „Gestürzt?! Das ich nicht lache.“ Enttäuscht lässt er sich auf einen Stuhl fallen. „Und Sie? Sie könne sie doch nicht einfach so gehen lassen!“ wütend sieht er mich an.
„Man Bela“, Ich lasse meine Tasche laut auf den Tisch knallen. „Glaubst du wirklich, dass ich Analie auch nur ein Wort geglaubt habe?“ Er zuckt mit den Schultern. „Aber es sah nicht so aus als hätte sie vor uns die Wahrheit zu sagen.“ „Das stört Sie doch sonst auch nicht…“ Belas Entrüstung ist der Enttäuschung gewichen. „Nein tut es mich nicht. Diesmal auch nicht, aber wenn wir sie bedrängen macht sie nur noch mehr zu. Habe ich gestern schon getestet.“ „Und was dann?“ fragend schaut er mich an. „Weiß ich noch nicht. Aber eins ist sicher, bis jetzt konnte ich immer helfen und das wird sich auch so schnell nicht ändern.“
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