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Manchmal ist reden auch Gold.

von miririmi
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Karin Noske OC (Own Character) Stefan Vollmer
18.03.2017
03.10.2017
13
8.085
4
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9 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
20.03.2017 678
 
*ANALIE*
Die ganze Pause über hatte ich Niki beobachtet. Die Gespräche der Clique hatten sich eh wieder ums feiern gedreht, verpasst hatte ich also nichts. Niki stand mit Bela bei den Basketball Körben, sie schauten Tom und den andren beim Spielen zu. Zwischendurch übten die beiden immer mal wieder Tricks mit ihren Boards. Ich bewunderte sie. Skaten wollte ich immer schon. Leider hatte ich kein eigenes. Vor allem Bela, schien begabt zu sein. Zum ersten Mal in meinem Leben war ich etwas enttäuscht als die Pause vorbei war. Ich hätte ihnen Stundenlang zusehen können.
Stattdessen sitze ich jetzt neben Andri  und versuche mich auf Mathe zu konzentrieren. Letzteres klappt eher schlecht, meine Gedanken schweifen immer wieder ab. Aus dem Augenwinkel beobachte ich Niki, Tom und Bela. Mal Abgesehen von Tom scheinen beide sehr konzentriert. Bela kaut leicht auf seiner Unterlippe. Dass er so gut aussieht ist mir vorher noch nie aufgefallen.  
Erst als Mehmed ein weißes Blatt aussteilt, bemerke ich dass ich so gut wie nichts bis jetzt vom Unterricht mitbekommen habe.  Erschrocken sehe ich zu Andri, dieser fängt bereits an irgendwelche Dinge auf sein Blatt zu kritzeln. Na super, wie soll ich denn so nicht auffallen? Sogar Luis und Alina, sind konzentriert am Arbeiten. „Andri?“ stupse ich ihn an. Verwirrt guckt er hoch. „Was sollen wir tun?“ frage ich leicht verzweifelt. „Die Geometrischen Formen zeichnen die er eben genannt hat.“ Na toll, ich habe keine von ihnen mitbekommen. Was nun? „Gibt es Probleme?“ will Herr Vollmer von Andri und mir wissen. Schnell schüttle ich den Kopf. „Na dann arbeiten und nicht quatschen. Ihr habt noch 10 Minuten.“  Schnell beschließe ich einfach irgendwelche Geometrischen Formen zu zeichnen. Wenn ich Glück habe dann sind vielleicht wenigstens ein paar von denen richtig.

*VOLLMER*
Ich gehe rum und sammle die Blätter ein. Ich möchte damit den Lernstand abgleichen, schließlich muss ich zwei Klassen zusammen unterrichten und will nicht dass manche sich langweilen oder überfordert sind.  „Also während ich jetzt die Lösungen von euch durchgehe möchte ich dass ihr, möglichst leise bitte, euch einfach mit den Hausaufgaben von heute beschäftigt.“ „Ist das ihr ernst, Vollmer? Hausaufgaben?“ stöhnt Jens. „Sei doch froh, dann musst du Zuhause weniger machen.“ Entgegne ich. „Als ob der Hausaufgaben macht.“ Kommt es da von Lars. Nicht der schon wieder, denke ich genervt und verdrehe meine Augen. „DU machst bestimmt auch noch alle extra Aufgaben oder?“ bemerkt Tom. „Harbacher, lass gut sein.“ Versuche ich es. „Hausaufgaben machen! Frau Noske hat euch doch bestimmt welche gegeben oder?“ Er nickt. „Na dann… Action.“
Das letzte Blatt, dann sind endlich alle durch. Bis jetzt war alles wie erwartet. Luis seins ist jetzt nicht so der Bringer aber okay. Alina hat mich echt überrascht, auch Günni und Oleg haben mich ein wenig stolz gemacht. Da scheint mein Unterricht ja doch noch Früchte zu tragen. Die Vertretungsschüler scheinen auch alle auf einen ganz guten Stand zu sein, bis auf Analie. Ihr Blatt macht mich ein wenig stutzig, also entweder sie hat die Aufgabenstellung nicht verstanden, sie kann kein Geometrie oder sie hat nicht zugehört.
Kurz vor dem Ende der Stunde bin ich auch mit dem letzten Blatt durch. „Hergehört ihr Pappnasen.“ Rufe ich, da der Geräuschpegel in den letzten Minuten angestiegen ist.  „Oleg, setz dich.“ Fordere ich. „Di stunde geht noch 2 Minuten.“  Langsam kehrt die Aufmerksamkeit zu mir zurück. „Gut, wenn jetzt alle wieder zuhören. Ich habe euren kleinen  ‘‘Test‘‘ bewertet und ihr könnt euch den gleich nacheinander bei mir abholen. Morgen werden wir 4 Gruppen bilden und dann die Woche in diesen Gruppen arbeiten. Hausaufgaben…“ aufstöhnen, vor allem von Dunja. Ich starte noch einen Versuch. „HAUSAUFGABEN: GRUPPE BILDEN! Und JETZT Blätter abholen.“
„Analie, dich brauche ich nochmal.“ Sage ich, nachdem sie ihr Blatt geschnappt hat und lege meine Hand auf ihre Schulter, um sie aufzuhalten.  Erschrocken zuckt sie zusammen. „Jetzt habe ich dich ja schon ein zweites Mal erschreckt. Und das an einem Tag, neuer Rekord.“ Scherze ich. Das blonde Mädchen sieht mich etwas gelangweilt an. „Nicht so lustig?“ frage ich.
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