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Manchmal ist reden auch Gold.

von miririmi
Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Karin Noske OC (Own Character) Stefan Vollmer
18.03.2017
03.10.2017
13
8.085
4
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1 Review
 
29.04.2017 449
 
*ANALIE*

Wütend renne ich über den Schulhof.
Plötzlich war meine ganze Wut ins unermessliche gestiegen. Ich musste sie loswerden. Schneiden, war mein erster Gedanke gewesen. Aber ich habe ihn schnell wieder verworfen. Zu groß war die Gefahr erwischt zu werden. Ich hatte vor einigen Tagen hoch und heilig geschworen mich nicht mehr in der Schule zu verletzen, nachdem Andri einen Blutfleck am Ärmel entdeckt hatte.
Nun versuchte ich den Druck anders los zu werden. Die Mülleimer zu demolieren, war nicht sonderlich effektiv.
Deswegen flüchte ich gerade hinter die Turnhalle. Dort angekommen, beginne ich wie irre gegen die harte Beton Wand zu schlagen. Jeder schlag löst einen stechend schmerz in meinem Handrücken aus. Aber die Wut und der Druck bleiben bestehen. Ich hole aus…

*VOLLMER*

Mit Karin im Schlepptau laufe ich über den Schulhof. Alina hat uns gesagt das Analie Richtung Turnhalle ist. Dort angekommen sind dumpfe Geräusche zu hören. „Das kommt von hinten…“ meint Karin.  Aber ich bin bereits schon hinter der Halle angekommen. Was ich dort sehe lässt mich erstarren. Analie schlägt immer und immer wieder gegen die Mauer. Gerade holt sie erneut aus als ich aus meiner Starre erwache und sie wegziehe. Sie schlägt um sich. Karin kommt nun auch an. Mit Analie im fest im Arm sehe ich sie an. Langsam beruhigt sich das Mädchen. Sie hört auf um sich zu schlagen und beginnt bitterlich zu weinen. Ich halte sie weiterhin fest und lasse mich an der Wand runter. Karin kniet sich zu uns. „Analie, pscht beruhig dich.“ Wiederholt sie einige Male während sie dem zitternden Mädchen über den Rücken streicht. Es dauert ein paar Minuten ehe ich auch wieder sprechen kann. „Sag mal bist du bescheuert?!“, frage ich Analie. Die hat mittlerweile aufgehört zu weinen, ist allerdings immer noch in meinem Armen gefangen. Karin sieht mich vorwurfsfall an. „Gegen die Wand schlagen! Was da alles passieren kann?!“, meckere ich. „Reicht es denn nicht dass dein Gesicht so aussieht? Willst du das deine Hand auch noch voller Flecken ist!“ Wütend sehe ich das Mädchen an, aber Analie schweigt vehement. „Er will damit sagen, dass er sich Sorgen macht, das du dir wehtust.“ Erklärt Karin. „Sag ich ja!“ entgegne ich. „Warum schlägst du gegen die Wand?“ Karin legt wieder eine Hand auf den Rücken der Schülerin. „Hast du dich verletzt?“ harkt sie nach. Schweigen, was auch sonst. „Soll ich dich zum Arzt fahren?“, frage ich sie. Wieder keine Antwort. „Sag uns irgendwas.“ Versuche ich es nochmal. „Lassen sie mich erst los!“, meint sie Patzig. „Bleibst du dann ruhig bei uns sitzen?“, will Karin wissen. Analie nickt. „Okay…“, stoße ich aus und löse meine Umklammerung.
„So jetzt bitte die Erklärung.“, fordere ich das Mädchen auf.
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